Fast jedem Autofahrer dürfte die Situation bekannt sein. Statt eines startenden Motors hört er beim Umdrehen des Zündschlüssels nur ein dürftiges „klack-klack“. Die Ursache liegt darin, dass die Batterie keinen Strom mehr hat. Weshalb sich eine Batterie entlädt, kann viele Ursachen haben. Der unangenehmste stellt sicherlich eine defekte Lichtmaschine dar.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lichtmaschine versorgt das Fahrzeug während der Fahrt mit benötigtem Strom.
  • Die Stromerzeugung erfolgt mittels Keilriemen, der die mechanisch erzeugte Energie in elektrische Energie wandelt. Überschüssige elektrische Energie wird in der Batterie gespeichert.
  • Unterschreitet die von dem Fahrzeug benötigte Energie die von der Lichtmaschine erzeugte, zieht der Wagen den Strom aus der Batterie.
  • Um ein Überladen der Batterie während der Fahrt zu verhindern, regelt die Lichtmaschine die Stromeinspeisung automatisch ab.

Die Lichtmaschine – das Kraftwerk im Auto

Die Lichtmaschine hat mehrere Aufgaben. Zum einen wandelt sie die mechanisch erzeugte Energie des Autos beim Fahren in elektrische Energie um. Diese wird in der Autobatterie gespeichert. Zum anderen dient sie der Stromversorgung des Autos während der Fahrt. Sie sorgt dafür, dass genügend Strom für die Scheinwerfer, das Autoradio und die Klimaanlage vorhanden sind.

Eine der gefährlichsten Situation für einen Autofahrer tritt ein, wenn die Lichtmaschine oder der Regler möglichst noch bei Nacht während der Fahrt kaputt gehen. In diesem Fall kann keine Energie mehr erzeugt werden, das Fahrzeug zieht den gesamten notwendigen Strom aus der Batterie. Die sichtbare Folge ist, dass die Beleuchtung durch die Scheinwerfer immer schwächer wird, am Ende droht ein Blindflug.

Woher stammt der Begriff Lichtmaschine?

In der Frühzeit der Autos wurden die Fahrzeuge noch durch eine Magnetzündung gestartet. Diese Funktion wird heute vom elektrischen Anlasser übernommen. Die Aufgabe der Lichtmaschine reduzierte sich ausschließlich darauf, die Scheinwerfer des Fahrzeuges mit Strom zu versorgen, ähnlich einem Dynamo am Fahrrad. Einige Hersteller sprechen daher immer noch von einem Dynamo.

Die Funktionsweise der Lichtmaschine

Die Wandlung der mechanisch durch den Fahrzeugbetrieb erzeugten Energie in elektrische Energie erfolgt durch den Keil- oder Keilrippriemen. Die nicht für den Fahrzeugbetrieb benötigte Energie wird in der Autobatterie gespeichert. Im Umkehrschluss zieht das Fahrzeug aus der Batterie den benötigten Strom, wenn die Leistung der Lichtmaschine nicht ausreichend ist, um alle Verbraucher im Fahrzeug zu bedienen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Auto mit laufendem Motor an der Ampel oder im Stau steht.

Auf der anderen Seite besteht theoretisch die Gefahr, dass die Batterie bei langen Autobahnfahrten mit hoher Energieerzeugung überladen wird und kaputt geht. Um dies zu verhindern, sind Lichtmaschinen mit einem Regler ausgestattet, der die Einspeisung des Stroms in die Batterie unterbindet, sobald diese vollständig aufgeladen ist.

Lichtmaschine defekt – und jetzt?

Ist die Lichtmaschine oder der Regler defekt, hilft nur eines: das Abschleppen in die Werkstatt. Die Schadensursachen können vielfältiger Natur sein, häufig ist es der Regler, der altersbedingt nicht mehr funktioniert und kein Aufladen der Batterie mehr ermöglicht. Es kann aber auch sein, dass ein ausgeleierter Keilriemen nicht mehr in der Lage ist, durch sauberen Rundlauf die mechanische in elektrische Energie zu wandeln.

Es kann aber auch sein, dass durch einen Marderbiss ein Kabel zerstört wurde. Daraus resultierende Schäden treten erst zeitverzögert auf, wenn beispielsweise die Batterie während der Fahrt entladen wurde, wie kein neuer Strom mehr eingespeist werden konnte. Die Kosten für Marderbisse decken in der Regel die Kfz-Versicherungen oder genauer, dieTeilkaskoversicherungen ab. Besser gestellt sind die Versicherungsnehmer, deren Police nicht nur „Folgeschäden durch Marderbisse“ versichert, sondern darüber hinaus auch Bissschäden durch Nagetiere generell.