Cookie-Einstellungen

Für unseren Service speichern wir Cookies und andere Informationen auf Ihren Geräten und verarbeiten damit einhergehend Ihre personenbezogene Daten bzw. greifen auf solche zu. Manche helfen uns, das Nutzungserlebnis unserer Services zu verbessern, sowie personalisierte Empfehlungen und Werbung auszuspielen. Hierfür bitten wir um Ihre Einwilligung. Sie können diese jederzeit in unseren Datenschutzbestimmungen ändern oder widerrufen.

Cookie-Einstellungen

Für unseren Service speichern wir Cookies und andere Informationen auf Ihren Geräten und verarbeiten damit einhergehend Ihre personenbezogene Daten bzw. greifen auf solche zu. Manche helfen uns, das Nutzungserlebnis unserer Services zu verbessern, sowie personalisierte Empfehlungen und Werbung auszuspielen. Hierfür bitten wir um Ihre Einwilligung. Sie können diese jederzeit in unseren Datenschutzbestimmungen ändern oder widerrufen.

Deine Privatsphäre Einstellungen

Für unseren Service speichern wir Cookies und andere Informationen auf Ihren Geräten und verarbeiten damit einhergehend Ihre personenbezogene Daten bzw. greifen auf solche zu. Manche helfen uns, das Nutzungserlebnis unserer Services zu verbessern, sowie personalisierte Empfehlungen und Werbung auszuspielen. Hierfür bitten wir um Ihre Einwilligung. Sie können diese jederzeit in unseren Datenschutzbestimmungen ändern oder widerrufen.

Diese Cookies und andere Informationen sind für die Funktion unseres Services unbedingt erforderlich. Sie garantieren, dass unser Service sicher und so wie von Ihnen gewünscht funktioniert. Daher kann man sie nicht deaktivieren.

Wir möchten für Sie unseren Service so gut wie möglich machen. Daher verbessern wir unsere Services und Ihr Nutzungserlebnis stetig. Um dies zu tun, möchten wir die Nutzung des Services analysieren und in statistischer Form auswerten.

Um unseren Service noch persönlicher zu machen, spielen wir mit Hilfe dieser Cookies und anderer Informationen personalisierte Empfehlungen und Werbung aus [beim Einsatz von Social Plugins: „und ermöglichen eine Interaktion mit sozialen Netzwerken“]. Die Cookies werden von uns und unseren Werbepartnern gesetzt. Dies ermöglicht uns und unseren Partnern, den Nutzern unseres Services personalisierte Werbung anzuzeigen, die auf einer website- und geräteübergreifenden Analyse ihres Nutzungsverhaltens basiert. Die mit Hilfe der Cookies erhobenen Daten können von uns und unseren Partnern mit Daten von anderen Websites zusammengeführt werden.

Rettungsgasse richtig bilden: So einfach geht's

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Eine Rettungsgasse kann im Notfall Leben retten. Insbesondere nach schweren Unfällen ist jede Minute entscheidend, bis Sanitäter eintreffen. Daher besteht für Fahrzeugführer bei Stau oder zähem Verkehr die Verpflichtung, ausreichend Platz für die Rettungsfahrzeuge zu lassen. Wie eine Rettungsgasse gebildet wird und welche Strafen Autofahrern drohen, die sich nicht an die Vorschriften halten, zeigt der nachfolgende Ratgeber auf.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Rettungsgasse müssen Sie bei Stau und dem Fahren mit Schrittgeschwindigkeit bilden, wenn Sie auf einer Autobahn oder anderen Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften mit zwei oder mehr Fahrbahnen unterwegs sind.
  • Lediglich die Fahrzeuge auf der äußersten linken Spur weichen nach links aus, alle anderen nach rechts.
  • Den Standstreifen zu befahren, ist nur erlaubt, wenn Ordnungshüter Sie explizit dazu auffordern oder um für ausreichend Platz für die Rettungsgasse zu sorgen.
  • Wer seine Pflicht zur Bildung der Rettungsgasse ignoriert, muss mit einem Bußgeld von bis zu 320 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Was ist eine Rettungsgasse?

Der Begriff Rettungs- beziehungsweise Notgasse bezeichnet eine freie Fahrspur für Rettungs- und Einsatzfahrzeuge. Kraftfahrzeugfahrer müssen die sogenannte „freie Gasse“ (Amtsdeutsch) immer dann bilden, wenn sie auf der Autobahn oder einer anderen mehrspurigen Richtungsfahrbahn außerorts nur noch Schrittgeschwindigkeit fahren können oder im Stau stehen. Ob sich tatsächlich Rettungskräfte nähern, spielt in diesem Zusammenhang keine Rolle.

Bei der Bildung einer Rettungsgasse sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sie breit genug ist. Schließlich muss es auch großen Einsatzfahrzeugen möglich sein, zum Unfallort zu gelangen. Dazu zählen neben Fahrzeugen der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) auch Abschleppwagen und Straßendienstfahrzeuge wie Schneepflüge.

Rettungsgasse in Deutschland: Diese gesetzlichen Regelungen gelten

Je schneller Rettungskräfte Verletzte nach einem Unfall versorgen können, desto höher ist ihre Überlebenschance. Außerdem können Einsatzkräfte die Unfallstelle schneller räumen, je zügiger sie vor Ort sind. Daher regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO) detailliert, in welchen Fällen Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse bilden müssen. In Paragraph 11, Absatz 2 der Straßenverkehrsordnung heißt es dazu:

  • „Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge […] für eine Richtung eine freie Gasse bilden.“

Darüber hinaus müssen Sie auch dann Platz schaffen, wenn Einsatzfahrzeuge ihr Kommen durch Blaulicht und/oder ein Martinshorn ankündigen, sie also im Besitz eines Wegerechts sind.

Eine Rettungsgasse bilden: So funktioniert‘s

Wenn sich Einsatzfahrzeuge nähern, müssen Sie zunächst Ihre Geschwindigkeit verringern und sich orientieren, aus welcher Richtung die Rettungskräfte eintreffen.

Wo die freie Gasse gebildet wird, ist genau festgelegt: Die Rettungsgasse liegt immer rechts neben der äußersten linken Spur. Fahren Sie auf dem linken Fahrstreifen, so weichen Sie nach links aus. Sind Sie dagegen auf der mittleren oder rechten Fahrspur unterwegs, fahren Sie nach rechts.

Bei der Annäherung an einen Stau können Sie das Warnblinklicht einschalten, um andere Verkehrsteilnehmer vor dieser Gefahr zu waren. Den Standstreifen auf Autobahnen zu befahren ist nicht gestattet. Dieser darf – ebenso wie die Rettungsgasse – lediglich von Einsatzfahrzeugen genutzt werden. Eine Ausnahme liegt vor, wenn die Polizei Sie dazu auffordert, auf den Standstreifen auszuweichen oder andernfalls keine Möglichkeit besteht, die freie Gasse zu bilden.

Striktes Überholverbot in der Rettungsgasse

In der Rettungsgasse ist es nicht erlaubt, andere Fahrzeuge zu überholen. Das Überholverbot erstreckt sich ebenso auf den Standstreifen und gilt auch für Motorradfahrer. Darüber hinaus ist es strengstens verboten, den Einsatzfahrzeugen in der freien Gasse hinterherzufahren.

Hinweise für das Ein- und Ausordnen in der Rettungsgasse

  • Setzen Sie immer den Blinker!
  • Halten Sie nach Möglichkeit Abstand zum Fahrzeug vor Ihnen!
  • Ordnen Sie sich möglichst sauber ein! Fahrzeugteile sollten nicht in die Notgasse ragen.
  • Achten Sie auf verspätet eintreffende Einsatzfahrzeuge, wenn sich der Verkehr wieder in Bewegung setzt!

Nichtbilden einer Rettungsgasse: Welche Bußgelder verhängt werden

Nachdem es in den letzten Jahren vermehrt Presseberichte und öffentliche Diskussionen um nicht gebildete Rettungsgassen gab, sah sich der Gesetzgeber zum Handeln gezwungen: Daher wurden die Geldbußen für das Blockieren einer Rettungsgasse beziehungsweise die Missachtung der Pflicht, eine freie Gasse zu bilden, deutlich erhöht. Wer sich bei Stau oder Verkehr in Schrittgeschwindigkeit der Bildung einer Rettungsgasse verweigert, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die entsprechende Person erhält nicht nur zwei Punkte in Flensburg, sondern ebenfalls ein Bußgeld und oftmals auch ein Fahrverbot:

Tatbestand
Bußgeld
Punkte in Flensburg
Fahrverbot
Rettungsgasse nicht gebildet 200 Euro 2 1 Monat
… mit Behinderung 240 Euro 2 1 Monat
… mit Gefährdung 280 Euro 2 1 Monat
… mit Sachschaden 320 Euro 2 1 Monat

Rettungsgasse in weiteren europäischen Ländern

Das Prinzip der Rettungsgasse findet auch in zahlreichen weiteren Staaten Europas Anwendung. Im Detail unterscheiden sich die Bestimmungen in den einzelnen Ländern jedoch etwas voneinander. In der Schweiz, Tschechien, Ungarn und Luxemburg gibt es vergleichbare Regeln, wobei Verkehrsteilnehmer in Luxemburg auch auf die Standspur ausweichen dürfen. Österreich hat die Pflicht, eine Rettungsgasse zu bilden, sogar in sein Verkehrsgesetz aufgenommen. Für gewöhnlich müssen sich Führer eines Kraftfahrzeugs im Ausland ebenfalls nach links orientieren, wenn sie auf der linken Spur fahren. Alle anderen Fahrzeuge weichen nach rechts aus.

In Ländern wie Italien, den Niederlanden, Spanien und Frankreich gibt es keine festen Regeln für Rettungsgassen. Oftmals – beispielsweise in Frankreich und Spanien – besteht jedoch ebenfalls die Verpflichtung, Einsatzfahrzeuge vorbeizulassen. Ähnliches gilt auch für die USA.