Mit Strom bequem zum Ziel

Elektromobilität

E-Mobilität wird zunehmend beliebter. Besonders E-Scooter eigenen sich für kurze Strecken und zur bequemen Fortbewegung.

Wir haben die wichtigsten Informationen zum E-Roller für Sie zusammengestellt.

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist Elektromobilität?
  3. Förderung
  4. Vorteile
  5. Nachteile
  6. So umweltfreundlich ist E-Mobilität
  7. Geschichte der Elektromobilität
  8. Jetzt nichts mehr verpassen mit dem Verivox-Newsletter
  9. Weitere Themen zur E-Mobility

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Allgemeinen bezeichnet Elektromobilität die Verwendung von Fahrzeugen mit Elektroantrieb.
  • Elektromobilität umfasst alle Fahrzeuge, die mit Strom angetrieben werden.
  • Elektroautos sind der größte Bestandteil der E-Mobilität.
  • Um die E-Mobilität zu unterstützen, fördert die Bundesregierung sowohl den Kauf von Elektrofahrzeugen als auch die Errichtung von Ladeinfrastruktur.

Was ist Elektromobilität?

Grundsätzlich steht der Begriff „Elektromobilität“ für die Fortbewegung mithilfe von Elektrofahrzeugen. Demnach bezieht sich die E-Mobilität – so die verkürzte Bezeichnung – auf alle Arten von Fahrzeugen, denen ein Elektromotor als Antrieb dient.

Elektromobilität gilt als Basis für ein nachhaltiges Verkehrskonzept unter Nutzung regenerativer Energien. Sie umfasst eine Vielzahl von Technologien, die sich zum Teil noch in der Entwicklung befinden. E-Mobilität kann auch als Industriezweig betrachtet werden, dessen Zielstellung es ist, Mobilitätsbedürfnisse unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit zu erfüllen. Dafür werden Fahrzeuge genutzt, die über einen Energiespeicher verfügen und einen Elektroantrieb verwenden. Der Anteil der Elektrifizierung kann dabei variieren. Darüber hinaus umfasst E-Mobilität auch die Energieversorgung der Fahrzeuge sowie die Lade- und Verkehrsinfrastruktur.

Die deutsche Regierung unterstützt die Elektromobilität bereits seit einigen Jahren mit zahlreichen Förderprogrammen. Damit strebt sie eine umweltfreundlichere Verkehrspolitik an. Zu den wichtigsten Komponenten der Elektromobilität gehören sowohl entsprechende Antriebstechnologien als auch die Ladeinfrastruktur. Während durch die Elektrofahrzeuge für eine Vielzahl an Unternehmen neue Geschäftszweige entstehen, ergeben sich für den Alltag des Verbrauchers interessante Nutzungsmöglichkeiten.

Diese Fahrzeuge zählen zur Elektromobilität

Laut der Bundesregierung umfasst die Elektromobilität sämtliche Fahrzeuge, die zu einem Großteil Strom für den Antrieb nutzen. Dazu gehören im Allgemeinen:

  • Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV)
  • Batteriebetriebene Fahrzeuge (BEV)
  • Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und kleinem Elektromotor zur Reichweitenverlängerung (Range Extender beziehungsweise REEV)
  • Plug-in-Hybride (PHEV)

Aktuell stehen vor allem Elektroautos im Fokus. Allerdings fällt die Bandbreite von Elektrofahrzeugen wesentlich größer aus. Die nachfolgende Liste zeigt eine Übersicht derjenigen Fahrzeuge, die sich der Elektromobilität zurechnen lassen:

  • Elektro-Tretroller
  • Elektroauto
  • E-Bike
  • Elektrodreirad
  • Elektromotoroller
  • Elektromotorrad
  • Elektrolastkraftwagen
  • Elektrische Bahnen
  • Elektrobusse

Darüber hinaus existieren verschiedene Varianten von E-Skateboards, Hoverboards sowie Mono Wheels. Allerdings ist aktuell noch unklar, ob diese eine Zulassung für den öffentlichen Straßenverkehr erhalten werden. Der Gesetzgeber plant für derartige Fortbewegungsmittel eine Ausnahmeregelung, die zunächst für eine Dauer von zwei Jahren gelten soll.

E-Scooter: Die wichtigste neue Entwicklung der Elektromobilität?

Während sich beim Übergang von einem Auto mit Verbrennungsmotor zu einem Elektroauto für die Nutzer vergleichsweise wenig ändert, stellen andere Formen der Elektromobilität tiefgreifendere Neuerungen dar. Bei E-Bikes erhöht der elektrische Antrieb die Reichweite des Fahrzeugs für alltägliche Strecken enorm. Viele ältere Nutzer können mithilfe der Elektromobilität das Fahrradfahren wiederentdecken.

Noch größer sind die Neuerungen bei den E-Scootern oder Elektro-Tretrollern. Ohne Strom sind diese Geräte nicht viel mehr als Kinderspielzeuge, aber mit einem Elektroantrieb versehen können sie zu einem wichtigen Teil des alltäglichen Nahverkehrs werden. In vielen Ländern werden E-Scooter rechtlich wie Fahrräder behandelt. Sie sind jedoch handlicher und können die Nutzer ebenso schnell ans Ziel bringen. Experten erhoffen sich eine nachhaltige Entlastung des innerstädtischen Nahverkehrs durch Elektro-Tretroller.

In Deutschland sind E-Scooter seit Juni 2019 zugelassen. In Österreich rollen sie bereits. Erreichen die Geräte nicht mehr als 25 km/h, werden sie wie Fahrräder behandelt. Sie dürfen überall fahren, wo es auch mit Fahrrädern möglich wäre. Sie müssen Reflektoren und zwei unabhängige Bremsen haben, Licht und Blinker sind aber nicht zwingend notwendig. Eine Helmpflicht besteht nur für Kinder unter zwölf Jahren.

In den USA gibt es regional unterschiedliche Regeln für E-Scooter. In Kalifornien beispielsweise muss man einen Führerschein haben und einen Helm tragen. Anderswo gibt es kaum Regeln: Auf den Straßen und Gehwegen von Tel Aviv beispielsweise tummeln sich viele E-Bikes und E-Scooter, viele Vorschriften gibt es noch nicht. Das führt zu zahlreichen Unfällen und soll in Zukunft besser geregelt werden.

Diese neue Art der Elektromobilität ist noch dabei, sich in das Alltagsleben einzupassen. Das gilt auch für die zahlreichen Miet-Angebote für E-Scooter. Eine Vielzahl von Unternehmen kämpft weltweit um den größtmöglichen Marktanteil in den Innenstädten. Das hat in mehreren Ländern zu einer Schwemme von Geräten geführt, die herrenlos an allen möglichen Stellen auftauchen. Im Lauf der Zeit werden diese Fehlentwicklungen korrigiert und E-Scooter werden ein wertvoller Bestandteil der Innenstädte.

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Die Förderung der Elektromobilität

Um Klimaschutz und Verkehrspolitik zu verknüpfen, veröffentlichte die Bundesregierung bereits 2009 den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität (NEP). Der Plan sieht vor, dass es bis 2020 eine Million Elektroautos im deutschen Straßenverkehr gibt (Stand: 2019).

Durch das im Januar 2009 beschlossene Konjunkturpaket II erhielten verschiedene Ministerien Fördermittel in Höhe von 500 Millionen Euro für insgesamt 15 Projekte, die sich mit der Elektromobilität beschäftigten. Im September 2014 brachte die Bundesregierung schließlich das sogenannte Elektromobilitätsgesetz auf den Weg, um nutzerorientierte Anreize zu schaffen. Das Gesetz erlaubt es Kommunen unter anderem, Änderungen in der Straßenverkehrsordnung vorzunehmen, um die Attraktivität von Elektrofahrzeugen zu steigern. Beispiele hierfür sind für E-Fahrzeuge reservierte Parkplätze an Ladestationen sowie Ausnahmen von Zufahrtsbeschränkungen. Mit der 2016 eingeführten Ladesäulenverordnung schuf der Gesetzgeber außerdem einheitliche Regeln für die Einrichtung und den Betrieb von öffentlich zugänglichen Ladepunkten.

Darüber hinaus beschloss die Bundesregierung im Mai 2016 ein 1,2 Milliarden Euro umfassendes Maßnahmenpaket. Mit diesem unterstützt der Bund einerseits die Forschung im Bereich der Elektromobilität und andererseits die Beschaffung von Elektrofahrzeugen sowie den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Auch wenn sich der mediale Fokus vorrangig auf Elektroautos richtet, gilt die Förderung ebenfalls für:

  • E-Busse sowie elektrische Nutz- und Lieferfahrzeuge
  • Batterie- und Brennstoffzellenantriebe im Schienen- sowie Luftverkehr und in der Schifffahrt

Für den Kauf von Elektroautos gibt es seit 2016 einen Zuschuss von 4.000 Euro. Wer einen Plug-in-Hybriden erwirbt, erhält 3.000 Euro. Diese Förderungssummen teilen sich der Staat und die Autohersteller. Auch beim Leasing eines entsprechenden Fahrzeugs gilt die Prämie. Einige Hersteller bieten ihren Kunden sogar noch höhere Rabatte. Ursprünglich sollte das Programm bis Juni 2019 laufen. Aktuell denkt die Bundesregierung jedoch über eine Verlängerung nach.

Ebenso besteht die Möglichkeit, durch die Errichtung eines Ladepunktes von Fördermitteln zu profitieren. Neben dem vom Bund aufgelegten Paket gibt es auch einige Bundesländer – beispielsweise Nordrhein-Westfalen – welche die Errichtung von Ladestationen unterstützen.

Zusätzlich gibt es für Elektrofahrzeuge eine steuerliche Förderung. Bis Ende 2020 zugelassene E-Fahrzeuge brauchen beispielsweise zehn Jahre keine Kfz-Steuern zahlen. Dieser Zeitraum bleibt selbst dann bestehen, wenn es zu einem Halterwechsel kommt. Hybridfahrzeuge schließt der Gesetzgeber jedoch von dieser Regelung aus.

Vorteile der Elektromobilität

Abgesehen von den möglichen Förderungen und Vergünstigungen hat die Elektromobilität noch eine ganze Reihe weiterer Vorzüge. So gilt der Elektroantrieb verglichen mit einem Verbrennungsmotor als wesentlich umweltfreundlicher. Dies trifft allerdings nur dann zu, wenn der zum Betrieb des Fahrzeugs erforderliche Strom nicht mit fossilen Brennstoffen produziert wird. In jedem Fall zeichnen sich Elektromotoren durch einen höheren Wirkungsgrad aus, womit sie den Energieverbrauch reduzieren. Außerdem sind E-Fahrzeuge weniger wartungsintensiv, da die Motoren aufgrund ihres Aufbaus einen geringeren Verschleiß aufweisen.

Elektromotoren besitzen zudem ein deutlich höheres Drehmoment aus dem Stand, was zu einer besseren Anfahrtsbeschleunigung führt. Auch der Fahrkomfort fällt aufgrund des deutlich leiseren und vibrationsärmeren Antriebs höher aus. Elektrofahrzeuge besitzen außerdem in der Regel ein besseres Verhältnis von der Größe des Innenraums zur Fahrzeuggröße.

Da sich der Strom für die Elektromobilität aus unterschiedlichen Energiequellen gewinnen lässt, trägt das Konzept zu einer flexibleren Energieversorgung bei. Ziel ist es, den Strom vor allem mit erneuerbaren Energiequellen zu produzieren und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl immer weiter zu reduzieren.

Nachteile der Elektromobilität

Der größte Nachteil von Elektrofahrzeugen liegt in der im Vergleich zu Modellen mit Verbrennungsmotor wesentlich geringeren Reichweite. Zusätzlich fällt der Zeitaufwand für das Laden des Akkus deutlich höher aus als für die Betankung eines herkömmlichen Fahrzeugs.

Ebenfalls von Relevanz ist der trotz staatlicher Förderung höhere Anschaffungspreis. Allerdings vermindert sich dieser Nachteil durch geringere Wartungskosten. Zusätzlich besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Elektrofahrzeuge in Zukunft wesentlich preisgünstiger werden als Benziner. So planen zahlreiche Länder wie etwa Irland, die Niederlande oder China, ab 2030 gar keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr zuzulassen. In Deutschland sollen ab 2050 nur noch Elektroautos eine Zulassung erlangen können.

Als weiterer Nachteil gilt die bisher noch kaum vorhandene Ladeinfrastruktur, insbesondere hinsichtlich Schnellladestationen. Laut einer Prognose der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) besteht bis 2020 ein Bedarf von etwa 75.000 Ladepunkten, von denen jedoch Ende 2018 erst etwas mehr als 16.000 vorhanden waren.

So umweltfreundlich ist E-Mobilität

Eines der stärksten Argumente für Elektromobilität stellt das größtenteils emissionsfreie Fahren dar. Wie stark sich die Emissionen mit einem Elektrofahrzeug senken lassen, hängt davon ab, wie die zum Fahren benötigte Energie erzeugt wurde. Bei ausschließlicher Verwendung regenerativer Energie sind Elektrofahrzeuge Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor weit überlegen. Zudem muss die für die Fahrzeugproduktion aufgebrachte Energie berücksichtigt werden. Hier sind Elektroautos aufgrund der aufwendigen Herstellung der Batterie noch im Nachteil.

Demzufolge fällt die Ökobilanz eines elektrischen Fahrzeugs erst ab einer gewissen zurückgelegten Strecke besser aus als die eines Modells mit Verbrennungsmotor in gleicher Größe.

Elektromobilität und Photovoltaik

Die meisten Ladestationen laden Elektrofahrzeuge mit Netzstrom auf. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage besteht jedoch die Möglichkeit, die Aufladung des Fahrzeugs mit Solarstrom vorzunehmen. In Verbindung mit einem Stromspeicher lässt sich das Vehikel auch nachts aufladen. Wer Sonnenenergie nutzt, senkt nicht nur seinen Bedarf an Netzstrom, sondern greift darüber hinaus auf eine umweltfreundliche Alternative der Energiegewinnung zurück.

Geschichte der Elektromobilität

Als Geburtsstunde der E-Mobilität gilt das Jahr 1821, denn in diesem Jahr konnte der Physiker Michael Faraday zeigen, dass sich mithilfe des Elektromagnetismus dauerhafte Rotationen erzeugen lassen. Als wegweisender Pionier gilt der französische Physiker Gustave Trouvé. Dieser präsentierte 1881 auf der Internationalen Elektrizitätsausstellung in Paris ein Dreirad mit Elektromotor und wiederaufladbarem Akku. Das Vehikel erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 12 Kilometern pro Stunde.

Wie schnell die technische Entwicklung voranschritt, zeigt der Geschwindigkeitsrekord des belgischen Ingenieurs und Rennfahrers Camille Jenatzy. Bereits im Jahr 1899 knackte er erstmals mit einem Elektroauto die Tempo-Marke von 100 Kilometern pro Stunde. Nur ein Jahr später präsentierte Porsche auf der Weltausstellung in Paris das erste Hybrid-Auto. In den Vereinigten Staaten gab es um 1900 sogar wesentlich mehr Elektroautos als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor – erst technische Innovationen wie der Anlasser verdrängten Fahrzeuge mit Elektroantrieb vom Markt.

Die Wiedergeburt der Elektromobilität

In den 1990er-Jahren unternahmen erste Automobilhersteller Versuche, Elektroautos erneut am Markt zu etablieren. Beispiele hierfür sind der Golf CitySTROMer von Volkswagen (1992 bis 1996) sowie das Modell Vehicle 1 von General Motors (1996 bis 1999). Allerdings handelte es sich in beiden Fällen um Kleinstserien, die der breiten Öffentlichkeit nicht zur Verfügung standen. Daher gilt der Toyota Prius aus dem Jahr 1997 als das erste Großserienmodell mit Elektroantrieb.

Ein weiterer Meilenstein für die Elektromobilität war das Jahr 2006, als Tesla den Roadster erstmalig der Öffentlichkeit präsentierte. Mit einer Reichweite von etwa 350 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 201 Kilometern pro Stunde konnte das Unternehmen neue Maßstäbe setzen. Infolgedessen kündigten zahlreiche große Automobilhersteller ebenfalls Elektrofahrzeuge an.

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