Gesetzliche Krankenversicherungen im Vergleich

Krankenversicherung

  • Top-Anbieter – bis zu 594 Euro sparen
  • Zusatzleistungen – umfassender Überblick
  • Ihr unabhängiger Versicherungsmakler – Erstinformation

Das sagen unsere Kunden

4.7 / 5
  • 205669 Bewertungen zu Verivox abgegeben
  • 96 % unserer Kunden sind zufrieden
  • 100% neutrale Kundenbewertungen
15.06.2019 um 18:55 Uhr Alles ok
15.06.2019 um 15:57 Uhr Ich habe mit Verivox sehr gute Erfahrungen gemacht, hilfsbereit und sehr gute Kenntnisse der Materie!
15.06.2019 um 15:37 Uhr Hat problemlos alles funktioniert
15.06.2019 um 14:28 Uhr Der Service ist gut.
15.06.2019 um 13:36 Uhr Funktioniert alles ohne Probleme
Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist die gesetzliche Krankenversicherung?
  3. Die Krankenversicherungspflicht
  4. Freiwillig krankenversichert
  5. Private Krankenversicherung (PKV) und gesetzliche Krankenversicherung
  6. Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung
  7. Leistungen
  8. Gesetzliche Krankenversicherung wechseln
  9. Vergleichen lohnt sich

Das Wichtigste in Kürze

  • Alle Bürger in Deutschland sind krankenversicherungspflichtig.
  • Arbeitnehmer mit höherem Einkommen können wählen, ob sie sich privat oder freiwillig gesetzlich krankenversichern.
  • Ein Vergleich der Bonusprogramme, freiwilligen Zusatzleistungen und der Zusatzbeträge lohnt sich.

Was ist die gesetzliche Krankenversicherung?

Die gesetzlichen Krankenkassen verwalten die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems im Auftrag des Staates. Sie dienen der Gesundheitsvorsorge und der Absicherung von Behandlungen bei Verletzungen und Erkrankungen für ihre Mitglieder. Laut Sozialgesetzbuch ist es Aufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung, die “Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern”.

Das Solidarprinzip der gesetzlichen Krankenkassen

Als gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bilden sie für ihre Versicherten eine Solidargemeinschaft, innerhalb derer allen Mitgliedern die gleichen Leistungen zur Verfügung stehen. Dafür zahlen die Versicherten entsprechend ihres Einkommens anteilig in einen gemeinsamen Topf, den Gesundheitsfonds, ein. Aus dem erhalten alle Mitglieder bei Bedarf den gleichen Leistungsumfang – unabhängig von der Höhe ihrer Einzahlungen. Kranke und mittellose Mitglieder der Gemeinschaft profitieren am stärksten von diesem System.

Da aber auch heute leistungsstarke und gesunde Mitglieder ihrerseits durch Alter, Geburten, Verletzungen und Krankheiten in Lebensphasen kommen können, in denen sie auf das Solidarprinzip zurückgreifen müssen und können, ist ein allgemeiner Ausgleich innerhalb des Systems vorgesehen. Durch das "Gleiche-Leistungen-für-alle-Prinzip" können keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung herausgenommen oder zusätzlich hinzugebucht werden. Gemeinsam mit der Unfall- und Pflegeversicherung sowie der Renten- und Arbeitslosenversicherung gehört die gesetzliche Krankenversicherung zum Sozialversicherungssystem in Deutschland.

Der Gesundheitsfonds

Zum 1. Januar 2009 wurde im Rahmen des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes der Gesundheitsfonds eingeführt, in dem die Beiträge der Krankenkassenmitglieder, die Anteile der Arbeitgeber und der Sozialversicherungsträger sowie ein Bundeszuschuss zusammenfließen. Aus dem Gesundheitsfonds werden die Gelder zur Finanzierung der Vorsorge und Behandlung ihrer Versicherten an die gesetzlichen Krankenkassen weitergeleitet.

Wer ist gesetzlich krankenversichert?

In Deutschland gilt für alle Bürger seit 1. Januar 2009 die Krankenversicherungspflicht. Ähnlich wie jeder Fahrzeughalter eine Kfz-Haftpflicht nachweisen muss, muss jeder Mensch krankenversichert sein. Dabei ist Mitgliedschaft in einer der gesetzlichen Krankenkassen verpflichtend für alle, außer sie sind als versicherungsfrei eingestuft oder besitzen bereits eine andere Absicherung im Krankheitsfall.

72 Millionen Versicherte oder 90 Prozent der Bevölkerung sind in Deutschland Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse oder über eine Familienversicherung gesetzlich krankenversichert. In der GKV versicherungspflichtig sind unter anderem:

Freiwillig versichert – was bedeutet das?

Selbstständige, Freiberufler, Beamte und Studierende ab 30 Jahren / 14 Semestern sowie Arbeitnehmer, deren Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt, sind ebenfalls versicherungspflichtig. Sie können aber wählen, ob sie sich freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern oder für eine private Krankenversicherung entscheiden. Wer aus der Versicherungspflicht herausgefallen ist, aber freiwillig weiter gesetzlich krankenversichert bleiben möchte, muss seine gesetzliche Krankenkasse innerhalb einer Frist von drei Monaten darüber informieren, danach erlischt sein Mitgliedschaftsanspruch.

Gesetzliche Krankenversicherung für Selbständige

Auch Selbstständige können sich freiwillig in der GKV versichern und günstige gesetzliche Tarife nutzen. Besonders empfehlenswert ist das

  • für eher niedrige oder unregelmäßige Einkommen etwa in der Gründungsphase
  • bei bestehenden Krankheiten und Behandlungen
  • um Ehepartner oder Kinder mitzuversichern

Private Krankenversicherung (PKV) und gesetzliche Krankenversicherung

Wer die Versicherungspflichtgrenze oder PKV-Grenze überschreitet oder selbstständig ist, kann eine private Krankenversicherung abschließen. Zu den Vorteilen der PKV gehört die Übernahme der Kosten für alle zugelassenen Medikamente, die Möglichkeit Chefarztbehandlungen zu wählen, Therapiefreiheit für den Arzt und die Bevorzugung von Privatpatienten im Gesundheitssystem, zum Beispiel bei Terminen. Für junge Versicherte können die Beiträge in der privaten Krankenversicherung dabei sogar niedriger sein als in der gesetzlichen. Erst im Alter werden die Beiträge meist deutlich teuer, weil sich in der PKV die Beitragshöhe nach den versicherten Risiken bemisst.

Wechsel von der privaten in die gesetzliche Krankenversicherung

Während das große Leistungsspektrum und die zum Teil geringeren Wahltarife der privaten Krankenversicherungen (PVK) anfangs viele Vorteile versprechen, werden manchmal für Privatversicherte im Laufe der Zeit die Kosten der privaten Krankenversicherung zu hoch. Gerade von den günstigen Beträgen der gesetzlichen Krankenversicherung für Rentner möchten einige Versicherte doch auch profitieren und suchen den Wechsel zurück ins Solidarsystem der gesetzlichen Krankenkassen.

Aber eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung funktioniert nur in Ausnahmefällen. Strategien, die einen Wechsel zu ermöglichen, können sein:

  • Arbeitnehmer können mit ihrem Bruttoeinkommen durch Teilzeit oder Sabbatical unter die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) kommen. Dadurch fallen sie automatisch in die Zuständigkeit der GKV.
  • Selbstständige haben nur die Möglichkeit, in einen angestellten Hauptjob zu wechseln, der unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt.

Mit diesen Maßnahmen sollte man nicht bis zum Ende des Arbeitslebens warten: Ab 55 Jahre sinken die Chancen, in die GKV zu wechseln.

Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung

Der allgemeine Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung pro Versicherten liegt bei 14,6 Prozent des Bruttomonatsverdiensts plus einem Zusatzbeitrag, den die gesetzlichen Krankenkassen selbst festlegen können.

Der gestiegene Wettbewerb unter den 110 gesetzlichen Krankenversicherungen führte 2018 zu einem Spektrum von etwa 14,6 bis 16,3 Prozent für den Krankenkassen-Gesamtbeitrag. Familienangehörige wie Ehepartner oder Kinder ohne eigenes Einkommen können beitragsfrei bei ihrem Ehepartner oder einem Elternteil mitversichert werden.

Krankenkassenbeitrag mit und ohne Krankengeld

Für die meisten Versicherten der GKV gilt der allgemeine Beitragssatz mit Anspruch auf Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse ab der siebten Woche einer längerfristigen Krankheit. Daneben gibt es einen ermäßigten Beitragssatz ohne Anspruch auf Krankengeld. Diesen geringeren Beitragssatz können zum Beispiel Selbstständige oder Studierende nutzen. Freiwillig gesetzlich krankenversicherte Selbstständige haben aber auch die Möglichkeit, sich gegen Verdienstausfälle durch Krankheit ab der siebten Woche zu schützen, indem sie sich für den allgemeinen Versicherungsbeitrag entscheiden. Krankheitsbedingte Ausfälle vor der siebten Woche können sie nur über Zusatz-Tarife der Krankenkasse oder privat versichern. Für Rentner gilt der allgemeine Beitragssatz der Krankenkasse, obwohl sie keine Krankengeldzahlung erhalten.

Wer zahlt die gesetzliche Krankenversicherung?

Den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent des Bruttolohns teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer und zahlen jeweils die Hälfte des Beitrags an die Krankenkasse. Für den Arbeitnehmer kommt noch ein einkommensabhängiger Zusatzbeitrag hinzu, der von Krankenkasse zu Krankenkasse variiert. Durchschnittlich lag dieser Zusatzbeitragssatz in den vergangenen Jahren um 1,1 Prozent, 2018 sank er auf glatte 1 Prozent.

Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung

Der Krankenkassenbeitrag entspricht prozentual immer dem erhobenen Beitragssatz der Krankenkasse, beträgt also bei einem höheren Bruttoeinkommen mehr als bei einem niedrigeren. Ab einer bestimmten Bemessungsgrenze gilt aber eine Deckelung. Die Höhe dieser Grenze wird jedes Jahr an die allgemeine Einkommensentwicklung angepasst. Der Einkommensanteil, der oberhalb dieser Grenze liegt, fließt nicht mehr in die Berechnung der Beiträge ein.

Mit dieser Maßnahme versucht der Gesetzgeber, es für Gutverdiener attraktiver zu gestalten, im Solidarsystem der gesetzlichen Krankenkassen zu bleiben und damit die Abwanderung finanzkräftiger Mitglieder in private Krankenversicherung zu bremsen. Die Bemessungsgrenze unterscheidet sich von der Versicherungspflichtgrenze.

Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung

Jede gesetzliche Krankenkasse bietet die gleichen rechtlich vorgeschriebenen Leistungen in Bezug auf freie Arztwahl, Arzt- und Zahnarztbesuche, Kontrolluntersuchungen, Hilfs- und Heilmittel, Impfungen, Krankenhausaufenthalte, Krankengeld, Vorsorgeangebote und Kuren an, daher entsprechen sich die Angebotspakete der Kassen zu 90 bis 95 Prozent.

Mit Bonusprogrammen, freiwilligen Zusatzleistungen und attraktiven Zusatzversicherungen versuchen die Krankenkassen jedoch, ihre Profile in den restlichen 5 bis 10 Prozent ihres Angebots unterscheidbar zu machen. In diesen Bereichen gibt es erhebliche Unterschiede, die Versicherte bei einem Krankenkassenwechsel unbedingt berücksichtigen sollten.

Zusatzversicherung finden

Gesetzliche Krankenversicherung wechseln

Da gesetzliche Krankenkassen sich in der Höhe der Zusatzbeiträge und bei ihren Bonusprogrammen und freiwilligen Zusatzleistungen unterscheiden, kann sich der Wechsel zu einer anderen gesetzlichen Krankenversicherung durchaus lohnen.

Krankenkassenwechsel durch ordentliche Kündigung

Ein regulärer Krankenkassenwechsel selbst ist nicht weiter schwierig: Sie brauchen nur ein Kündigungsschreiben an Ihre alte Krankenkasse und eine Anmeldung für Ihre neue Kasse zu verfassen. Achtung: Da eine Krankenversicherung in Deutschland Pflicht ist, ist die Kündigung erst vollständig vollzogen, wenn Ihre Mitgliedsbescheinigung von der neuen Versicherung bei der alten Kasse innerhalb der Kündigungsfrist eingegangen ist.

Diese Kündigungsfrist liegt bei zwei Monaten. Wenn Sie also zum 1. Januar kündigen möchten, muss Ihr Kündigungsschreiben bis zum 31. Oktober bei Ihrer Krankenkasse eingegangen sein. Dabei müssen Sie die Mindestvertragslaufzeit von 18 Monate, die für alle gesetzlichen Krankenkassen gilt, beachten. Erst nach Ende dieser Laufzeit ist ein Wechsel möglich. Für Wahltarife gelten oft eigene, längere Vertragslaufzeiten. Ihre Mindestlaufzeit finden Sie in Ihrem Versicherungsvertrag.

Krankenkassenwechsel mit Sonderkündigung

Wenn Ihr Krankenversicherer den bisherigen Zusatzbeitrag erhöht oder einen Zusatzbeitrag neu einführt, bedeutet dies für die Versicherten ein Sonderkündigungsrecht – auch wenn Sie die Mindestvertragslaufzeit noch nicht erreicht haben. Wenn die Versicherung dagegen Zusatzleistungen kürzt oder ganz streicht, ist eine Sonderkündigung nicht möglich.

Auch bei Sonderkündigung gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten. Ihr Kündigungsschreiben muss der Versicherung bis zum Ende des Monats vorliegen, in welchem der neue Zusatzbeitrag zum ersten Mal anfällt. Meistens ändern die Krankenkassen den Zusatzbeitrag zum Jahreswechsel. Die Versicherung muss Sie auf Ihr Sonderkündigungsrecht hinweisen, bevor sie einen gestiegenen Zusatzbeitrag erhebt. Wenn diese Benachrichtigung zu spät bei Ihnen eingeht, verlängert das die Sonderkündigungsfrist nach Paragraf 175 Abs. 4 SGB V. Dadurch haben Sie das Recht, rückwirkend zu kündigen.

Das Sonderkündigungsrecht gilt auch bei Wahltarifen, nur Krankengeld-Wahltarife sind erst mit Ablauf der Mindestlaufzeit kündbar. Nennen Sie bei außerordentlicher Kündigung den Kündigungsgrund: "Aufgrund des von Ihnen erhobenen Zusatzbeitrags mache ich von meinem Sonderkündigungsrecht nach § 175 Abs. 4 Satz 5 des SGB V Gebrauch."

Gesetzliche Krankenversicherungen vergleichen mit dem Verivox-Vergleichsrechner

Obwohl etwa 90 bis 95 Prozent der Kassenleistungen identisch sind, lohnt es sich, die Angebote bei Bonusprogrammen und freiwilligen Zusatzleistungen zu vergleichen, denn darin unterscheiden sich die gesetzlichen Krankenkassen zum Teil ganz erheblich. Auch die Höhe der Zusatzbeträge ist ein wichtiges Unterscheidungskriterium zwischen den gesetzlichen Krankenkassen.

Mit dem Verivox-Vergleichsrechner erkennen Sie leicht die lohnenden Unterschiede und können das Angebot der AOK und zahlreicher BKK mit bekannten Anbietern vergleichen. So können Sie einfach in die Krankenversicherung wechseln, die am besten zu Ihnen passt und Ihre Gesundheit optimal schützt.

Ärztin berät Patientin in Praxis vor dem Laptop

Private Krankenversicherung

Lohnt sich die PKV? Jetzt Angebote vergleichen und beste Krankenkasse finden!

Private Krankenversicherung

Junge lachende Familie in Umarmung auf dem Sofa

Unfallversicherung für Familien

Wann Unfallversicherung lohnt sich? Erfahren Sie es in einem Leistungsvergleich.

Unfallversicherung für Familien

Kette aus Papiermenschen schützend von Händen umfasst

Risikolebensversicherung

Die beste Möglichkeit die Hinterbliebenen abzusichern! Jetzt Risikolebensversicherung abschließen.

Risikolebensversicherung

Schon gewusst? Wissenswertes in unserer Themenwelt

Bücherregal Wandregal

Themenwelt Krankenversicherung

Grundsätzlich gilt: Die Krankenversicherung ist verpflichtend und sehr zu empfehlen. Aber warum ist sie Pflicht und wozu gibt es Krankengeld? Wir helfen mit Antworten.

Themenwelt Krankenversicherung

Zur Themenwelt