Die Einnahmen der Maut in Österreich verwendet die Alpenrepublik fast ausschließlich dafür, um das Straßennetz instand zu halten und auszubauen. Wer das österreichische Autobahn- und Schnellstraßennetz befährt, der beteiligt sich über die Maut an der Instandhaltung. Die Nutzungsgebühren erheben die Österreicher in Form von Vignetten, GO-Maut und der sogenannten Streckenmaut.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Auf welchen Straßen fällt eine Maut in Österreich an?
  3. Wie teuer ist die Maut in Österreich?
  4. Maut in Österreich nicht gezahlt: Welche Sanktionen drohen?
  5. Straßenverkehr in Österreich
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Maut in Österreich fällt auf jeder Autobahn und Schnellstraße an.
  • Um mautpflichtige Straßen nutzen zu dürfen, benötigen Pkw-Fahrer eine gültige Vignette.
  • Bei manchen Tunneln und Alpenpässen müssen Fahrzeugführer eine Sondermaut entrichten.

Auf welchen Straßen fällt eine Maut in Österreich an?

Die Maut in Österreich bezieht sich auf alle Autobahnen – dazu gehören auch Stadtautobahnen – und Schnellstraßen. Damit ist ein Streckennetz von mehr als 2.000 Kilometern Länge mautpflichtig. Wer ein Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamthöchstgewicht von 3,5 Tonnen besitzt, benötigt eine Vignette. Auto- und Motorradfahrer können zwischen den folgenden Optionen wählen:

  • 10-Tages-Vignette
  • 2-Monats-Vignette
  • Jahresvignette

Fällt auf einem Streckenabschnitt hingegen eine sogenannte Sondermaut an, ist keine Vignette erforderlich. Dies trifft beispielsweise auf die Brennerautobahn A 13 oder Privatstraßen wie die Großglockner-Hochalpenstraße oder die Malta-Hochalmstraße zu. Sie benötigen ebenfalls keine Vignette, wenn Sie Autobahnen und Schnellstraßen nicht befahren. Auf Land- und Gemeindestraßen wird in Österreich nämlich keine Maut fällig.

Bei allen Kraftfahrzeugen mit mehr als 3,5 Tonnen Gewicht erfolgt die Abrechnung mittels einer sogenannten GO-Box vollelektronisch. Einen Einfluss auf die anfallenden Kosten haben sowohl die Anzahl der Achsen als auch die zurückgelegte Strecke und die Emissionsklasse des Fahrzeugs.

Wie teuer ist die Maut in Österreich?

Wie viel die Vignette kostet, hängt vom Fahrzeugtyp und von der gewünschten Gültigkeitsdauer ab. Der Gesetzgeber unterscheidet zwischen Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen Gewicht – also Autos, Gespanne sowie Wohnmobile – und Motorrädern. Die nachfolgende Tabelle zeigt die seit dem 22. November 2018 geltenden Preise:

Auto oder Kfz bis 3,5 Tonnen Motorrad
10-Tages-Vignette 9,20 Euro 5,30 Euro
2-Monats-Vignette 26,80 Euro 13,40 Euro
Jahresvignette 89,20 Euro 35,50 Euro

Welche Bezahlmöglichkeiten sind vorhanden?

Die Vignetten sind in Tankstellen und Raststätten in Grenznähe erhältlich. Insgesamt gibt es mehr als 6.000 Vertriebsstellen, an denen Kraftfahrer die Maut für Österreichs Straßen bezahlen können. Für gewöhnlich ist dies sowohl mit Bargeld als auch Zahlungskarten wie etwa Visa, Girokarte oder Mastercard möglich.

Ebenso besteht die Option, eine Vignette online zu bestellen. Dies funktioniert beispielsweise bei verschiedenen Automobilclubs wie dem ADAC oder dem Automobilclub von Deutschland (AvD), aber auch bei der Deutschen Post. Je nach Verkaufsstelle steht Ihnen zudem ein wesentlich breiteres Portfolio an Zahlungsmethoden zur Verfügung, etwa PayPal oder giropay.

Fallen für Tunnel und Pass-Straßen Extragebühren an?

Unabhängig von der Vignettenpflicht müssen Kraftfahrer eine Sondermaut bezahlen, wenn sie durch bestimmte Tunnel fahren oder Pass-Straßen benutzen möchten. Dies betrifft die folgenden Streckenabschnitte:

Tunnel:

  • Arlbergtunnel S16
  • Felbertauerntunnel
  • Gleinalmtunnel, Bosrucktunnel und Pyhrn
  • AutobahnKarawankentunnel A11

Pass-Straße:

  • Brennerautobahn A13
  • Gerlos-Alpenstraße
  • Großglockner-Hochalpenstraße
  • Silvretta-Hochalpenstraße
  • Tauernautobahn A10
  • Timmelsjoch-Hochalpenstraße

Die Höhe der Sondermaut unterscheidet sich von Streckenabschnitt zu Streckenabschnitt. Meist sollten Fahrzeugführer mit Kosten von etwa zehn Euro rechnen. Lediglich eine Fahrt auf der Großglockner-Hochalpenstraße fällt mit bis zu fast 40 Euro etwas teurer aus.

Keine City-Maut in Österreich

Um eine City-Maut handelt es sich, wenn für die Nutzung des innerstädtischen Straßennetzes eine Gebühr anfällt. Bisher existiert jedoch keine derartige Innenstadtmaut in Österreich.

Maut in Österreich nicht gezahlt: Welche Sanktionen drohen?

Ob ein Kraftfahrer die Vignettenpflicht einhält, überprüft in Österreich nicht nur die Polizei. Ebenso zum Einsatz kommen fest installierte sowie mobile Kamerasysteme, die eine automatisierte Kontrolle ermöglichen. Die Kameras erfassen die Frontscheibe jedes Autos. Meist stoppen die Ordnungshüter Fahrzeuge ohne Vignette bereits auf der Autobahn. Allerdings können Bußgelder auch dann noch eingezogen werden, wenn der Fahrer sich im Ausland befindet, beispielsweise in Deutschland.

Bei einem Kraftfahrzeug bis 3,5 Tonnen Gewicht ohne Vignette fallen 120 Euro Strafe an, bei einem Motorrad sind es 65 Euro. Wer eine Vignette an einem anderen Fahrzeug wiederverwendet, muss mit einem Bußgeld von 240 Euro (Auto und Wohnmobil) beziehungsweise 130 Euro (Motorrad) rechnen. Falls ein Betroffener das Ordnungsgeld nicht bezahlt, verhängt der Gesetzgeber eine Vertragsstrafe von 300 bis 3.000 Euro.

Straßenverkehr in Österreich

Den größten Unterschied zu den deutschen Verkehrsregeln stellen die auf Autobahnen zulässigen Höchstgeschwindigkeiten dar. Während es hierzulande Streckenabschnitte ohne Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, liegt das Höchsttempo in Österreich bei 130 Stundenkilometern. Innerorts und auf Landstraßen sind ebenso wie in Deutschland 50 beziehungsweise 100 Stundenkilometer erlaubt.

Wie auf deutschen Straßen gilt generell rechts vor links – und zwar auch im Kreisverkehr. Darüber hinaus ist es laut der österreichischen Straßenverkehrsordnung sowohl 80 Meter vor einem Bahnübergang als auch 80 Meter danach verboten, zu überholen. Während Autofahrer in Deutschland mit Schrittgeschwindigkeit an Bussen mit eingeschalteter Warnblinkanlage vorbeifahren dürfen, müssen sie in Österreich anhalten und warten. Zudem existiert ebenfalls eine Winterreifenpflicht.

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