Mopedversicherung im Vergleich
- Kostenloser Tarifvergleich
- Schneller Kennzeichenversand
- Bis zu 100 Mio. € Deckungssumme
- Was ist eine Mopedversicherung
- Versicherungskennzeichen
- Versicherungspflicht & Fahrzeugtypen
- Leistungen & Schutzumfang
- Kosten
- Schadensfälle & Ausschlüsse
- Regelungen für junge Fahrer
- Beantragung
- Tipps zum Vergleich
- Verlust des Kennzeichens
- Mopedversicherung im Winter
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Versicherungskennzeichen ist für alle Fahrzeuge ab einer möglichen Geschwindigkeit von 6 km/h verpflichtend – dazu zählen Kleinkrafträder, aber auch E-Bikes oder Quads.
- Das Versicherungskennzeichen der Mopedversicherung gilt immer vom 1. März bis zum letzten Februartag des Folgejahres.
- Fahrzeuge, die eine Obergrenze von 45 km/h oder einen Hubraum von 50 Kubikzentimetern überschreiten, können in der Regel nicht über ein Versicherungskennzeichen versichert werden und benötigen eine Leichtkraftrad-, Motorrad- oder Kfz-Versicherung.
Was ist eine Mopedversicherung

Ob ein Fahrzeug über die Mopedversicherung abgesichert werden kann, hängt von zwei Kriterien ab: der Höchstgeschwindigkeit und dem Hubraum. Überschreitet ein Fahrzeug eine der beiden Grenzen, reicht das Versicherungskennzeichen nicht mehr aus. Dann ist je nach Typ und Ausführung eine Leichtkraftrad- oder Motorradversicherung erforderlich.
Wie funktioniert das Versicherungskennzeichen?
Das Versicherungskennzeichen zeigt an, dass Ihr Fahrzeug über die Mopedversicherung haftpflichtversichert ist und am Straßenverkehr teilnehmen darf. Es unterscheidet sich vom regulären Kennzeichen in folgenden Punkten:
- Gültigkeit: Während die Kfz-Versicherung meist vom 1. Januar an ein Jahr lang gilt und sich automatisch um ein weiteres verlängert, wenn man sie nicht kündigt, ist das Versicherungskennzeichen vom 1. März bis zum letzten Februartag des Folgejahres gültig.
- Farbe: Die Farbe des Versicherungskennzeichens wechselt jährlich zwischen drei Farben. 2026/27 ist es schwarz, im Folgejahr blau und im Jahr darauf grün.
Versicherungsschutz endet automatisch
Die Mopedversicherung wird nur für einen festgelegten Zeitraum abgeschlossen. Sie endet automatisch am letzten Tag des Februars im Folgejahr – der Versicherungsschutz erlischt, eine automatische Verlängerung erfolgt nicht.
Farbwechsel beim Versicherungskennzeichen
Durch die jährlich wechselnden Farben des Kennzeichens ist sofort ersichtlich, ob das Moped ordnungsgemäß versichert ist oder nicht. Wer ein Moped mit abgelaufenem Versicherungskennzeichen im Straßenverkehr einsetzt, macht sich strafbar. Außerdem muss er im Fall eines Unfalls für alle Kosten selbst aufkommen.
Wo muss ich das Kennzeichen anbringen?
Zur Anbringung des Versicherungskennzeichens gibt es im Rahmen der Fahrzeug-Zulassungsverordnung in Paragraf 53 klare Vorschriften:
- Wo: An der Rückseite, meist unter dem Rücklicht.
- Höhe: Unterer Rand mindestens 20 cm über der Fahrbahn.
- Winkel: Maximal 30 Grad nach vorne geneigt.
- Sichtbarkeit: Aus 15 Metern Entfernung gut lesbar.
Wann brauche ich eine Mopedversicherung?
Wenn Sie mit einem Kleinkraftrad, E-Bike oder Elektrokleinstfahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen wollen, ist eine Mopedversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die jeweiligen Höchstgeschwindigkeiten variieren je nach Fahrzeugtyp und -ausführung. Für alle Fahrzeuge gilt aber: Sie fahren mehr als sechs km/h und erreichen Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 45 km/h.
Folgende Fahrzeuge werden mit einem Versicherungskennzeichen abgesichert:
- Motorisierter Krankenfahrstuhl bis 15 km/h
- Segway bis 20 km/h
- Leichtmofa bis 20 km/h
- E-Scooter bis 20 km/h
- Mofa bis 25 km/h
- E-Bike und S-Pedelec bis 45 km/h
- Kleinkraftrad bis 45 km/h (auch dreirädrig)
- vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge (Quad oder Trike) bis 45 km/h
Fahrzeuge, die zwar die Höchstgeschwindigkeit nicht überschreiten, aber einen größeren Hubraum als 50 Kubikzentimeter haben, fallen in die nächsthöhere Versicherungskategorie.
Bei Überschreitung – Leichtkraftradversicherung
Liegt die Größe des Hubraums zwischen 50 ccm und 125 ccm und die Motorleistung bei maximal 11 kW (Höchstgeschwindigkeit bis zu 120 km/h), gilt das Fahrzeug als Leichtkraftrad. Leichtkrafträder benötigen ein reguläres Kennzeichen, für sie wird aber keine Kfz-Steuer fällig. Die Leichtkraftradversicherung ist deutlich günstiger als die Kfz-Versicherung.
Alter DDR-Bestand darf schneller fahren
Kleinkrafträder, die in der DDR produziert und vor dem 1.3.1992 zum ersten Mal versichert wurden, dürfen bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h über die Mopedversicherung versichert werden.
Was leistet eine Mopedversicherung?
Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Haftpflichtversicherung für Fahrzeuge im Straßenverkehr. Auch ein Kleinkraftrad kann bei einem Unfall größere Schäden an anderen Fahrzeugen oder am Unfall beteiligten Personen verursachen. Wer sein Fahrzeug darüber hinaus schützen möchte, kann zusätzlich eine Teilkaskoversicherung abschließen.
Haftpflichtversicherung
Jede Mopedversicherung beinhaltet den Haftpflichtschutz. Verursachen Sie einen Unfall, erhält Ihr Unfallgegner von Ihrer Mopedversicherung einen Ausgleich für Schäden, die bei dem Unfall entstanden sind. Ihre Versicherung zahlt also zum Beispiel mögliche Schäden am gegnerischen Unfallfahrzeug, Schmerzensgeld oder Reha-Maßnahmen sowie Gehaltsausfälle bei längerer Genesungszeit.
Teilkasko
Erweitern Sie Ihren Schutz um die Teilkaskoversicherung, sind Sie außerdem bei folgenden Schäden versichert:
- Brand oder Explosion
- Diebstahl
- Elementarschaden
- Wildschaden
- Kurzschluss
- Glasbruch
In der Teilkaskoversicherung wird in der Regel eine Selbstbeteiligung von 150 Euro pro Schadensfall vereinbart.
Diebstahl ist kein seltenes Risiko
Laut Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden 2024 allein bei kaskoversicherten Fahrzeugen 3.449 Mofas und Mopeds gestohlen – mehr als Krafträder (2.726) oder Leichtkrafträder (1.119). Wer auf den Teilkaskoschutz verzichtet, trägt dieses Risiko vollständig selbst.
Den Spitzenwert bei den Diebstählen belegen mit 8.565 Fällen jedoch Elektrokleinstfahrzeuge wie E-Scooter – diese fallen allerdings nicht unter die Mopedversicherung und benötigen eine eigene E-Scooter-Versicherung.
Keine Vollkasko bei der Mopedversicherung
Die Mopedversicherung ist eine Haftpflichtversicherung, die mit Teilkasko-Schutz erweitert werden kann. Eine Vollkaskoversicherung ist nicht möglich.
Wie viel kostet eine Mopedversicherung?
Die Beitragshöhe einer Mopedversicherung hängt vor allem vom Fahrzeugtyp, dem Alter der Fahrer sowie der gewählten Selbstbeteiligung ab. Auch der gewünschte Schutzumfang spielt eine Rolle: Wer zusätzlich zur gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflicht eine Teilkaskoversicherung abschließt, zahlt entsprechend mehr. Die folgende Tabelle zeigt die Bandbreite der Beiträge im Verivox-Vergleich.
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Schutzumfang
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Mindestbeitrag
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Maximalbeitrag
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|---|---|---|
| Haftpflicht | 37,00 € | 107,00 € |
| Haftpflicht + Teilkasko | 63,80 € | 264,90 € |
Wann zahlt die Mopedversicherung – und wann nicht?
Verursachen Sie einen Unfall mit Ihrem Fahrzeug mit Versicherungskennzeichen, zahlt die Haftpflichtversicherung entstandene Personen-, Sach- und Vermögensschäden Ihres Unfallgegners. Bei Diebstahl, Brand oder Kurzschluss leistet die Teilkaskoversicherung. Es gibt allerdings einige Fälle, in denen die Mopedversicherung nicht leistet.
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Situation
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Haftpflicht leistet
|
Teilkasko leistet
|
|---|---|---|
| Fremdes Fahrzeug wird bei Unfall beschädigt | ✅ | ❌ |
| Schaden am eigenen Fahrzeug nach Zusammenprall mit einem Dachs | ❌ | ✅ |
| Eigenes Fahrzeug wird gestohlen | ❌ | ✅ |
| Eigener Roller wird bei Unfall beschädigt | ❌ | ❌ |
| Unfall bei illegalem Mopedrennen | ❌ | ❌ |
| Unfall unter Alkohol- oder Drogeneinfluss | ❌ | ❌ |
| Vorsätzlich herbeigeführte Schäden | ❌ | ❌ |
| Schäden durch Vandalismus | ❌ | ❌ |
Hohes Unfallrisiko für Mopedfahrer
Fahrer von Kleinkrafträdern und E-Bikes sind einem überdurchschnittlichen Unfallrisiko ausgesetzt. Eine private Unfallversicherung kommt auf, wenn der Fahrer durch einen Unfall anhaltende gesundheitliche Schäden davonträgt.
Besonderheiten für junge Fahrer
Je nach Fahrzeugtyp gelten unterschiedliche Mindestalter und Führerscheinanforderungen.
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Fahrzeug
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Mindestalter
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Führerschein
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|---|---|---|
| Segway / E-Scooter | 14 Jahre | Nicht erforderlich |
| Mofa | 15 Jahre | Mofa-Prüfbescheinigung |
| Krankenfahrstuhl (über 10 km/h) | 15 Jahre | Nicht erforderlich |
| Quad (bis 45 km/h) | 15 Jahre | Klasse AM |
| Roller / Moped (bis 45 km/h) | 16 Jahre | Klasse AM |
| S-Pedelec | 16 Jahre | Klasse AM |
Ist der Fahrer oder einer der Fahrer unter 23 Jahren, verteuert das allerdings in der Regel die Mopedversicherung.
Schadensfreie Jahre übertragen
Einige Versicherer rechnen die mit einem Moped erlangten schadensfreien Jahre auch auf einen Kfz-Versicherungsvertrag an. Da Fahranfänger durch die schlechte SF-Einstiegsklasse einen hohen Kfz-Versicherungsbeitrag zahlen, kann es sich für eine höhere SF-Klasse lohnen, zunächst ab Erwerb des Rollerführerscheins ein Moped zu versichern – auch wenn es nicht gefahren wird.
Wie beantrage ich Mopedversicherung und Versicherungskennzeichen?
Während Kraftfahrzeuge über die Zulassungsstelle angemeldet werden müssen, benötigen Sie für die Zulassung Ihres Rollers, S-Pedelecs oder Mofas lediglich Ihre persönlichen Daten und die fahrzeugspezifischen Informationen aus der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE). Dazu gehören:
- Herstellerschlüsselnummer (HSN)
- Modell
- Fahrzeugidentifikationsnummer (FIN)
- Antriebsart
Haben Sie zum Beispiel über den Verivox Mopedversicherungsvergleich eine passende Versicherung für Ihr Fahrzeug gefunden, schließen Sie diese schnell und einfach online ab. Versicherungskennzeichen und Versicherungsbrief erhalten Sie zeitnah per Post.
Tipps für den Moped-Versicherungsvergleich
Der Vergleich von verschiedenen Anbietern der Mopedversicherung ist mit wenigen Angaben möglich. Um Angebote zu erhalten, geben Sie lediglich folgende Informationen an:
- Fahrzeugart
- Gewünschter Schutz
- Versicherungsbeginn
- Selbstbeteiligung
- Geburtsdatum des jüngsten Fahrers
Beim Vergleich sollten Sie auf diese Kriterien achten:
- Deckungssumme: Die Deckungssumme sollte über den gesetzlich vorgeschriebenen Schutz von 7,5 Millionen Euro für Personenschäden, 1,22 Millionen Euro für Sachschäden und 50.000 Euro für Vermögensschäden hinausgehen.
- Selbstbeteiligung: Sie können sich gegen oder für einen Selbstbehalt von meist 150 Euro pro Schadensfall entscheiden. Verträge ohne Selbstbehalt sind teurer als Verträge, die eine Selbstbeteiligung enthalten. Wir empfehlen eine Selbstbeteiligung, da sich die niedrigeren Beiträge über die Vertragslaufzeit meist auszahlen und Sie im Schadensfall in der Regel trotzdem finanziell besser dastehen.
- Alter der Fahrer: Sind alle Fahrer über 23, ist die Mopedversicherung meist günstiger, als wenn jüngere Fahrer mitversichert sind.
Was tun bei Verlust des Versicherungskennzeichens?
Den Verlust Ihres Versicherungskennzeichens melden Sie direkt sowohl bei Ihrem Versicherer als auch bei der Polizei. Um wieder mit Ihrem Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen zu können, müssen Sie ein neues Versicherungskennzeichen bei Ihrem Versicherer beantragen. Erst wenn Sie dieses erhalten haben, dürfen Sie das Fahrzeug wieder fahren. Wer ohne Versicherungskennzeichen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld und gravierende finanzielle Folgen bei einem unversicherten Unfall.
Was passiert mit der Mopedversicherung über den Winter?
Die Mopedversicherung läuft über den Winter normal weiter. Erst zum letzten Februartag läuft das Versicherungskennzeichen und somit der Versicherungsschutz regulär ab.