Dynamische Stromtarife vergleichen
Sicherheit durch Preisgarantie
Die Preise am Markt steigen. Achten Sie daher bei Ihrem Wechsel auf die Preisgarantien des jeweiligen Tarifs. So können Sie sich bis zu 24 Monate Preisgarantie sichern und müssen sich keine Sorgen um eine Preiserhöhung machen.
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Bis zu 850 Euro sparen
So haben wir gerechnet
Wohnort: Apolda, 99510
Jahresverbrauch: 4.000 kWh
Günstigster Tarif: KlickEnergie – KlickStrom, Kosten im ersten Jahr: 1.172,13 Euro
Grundversorgungstarif: Energieversorgung Apolda GmbH – Grundversorgung, Kosten: 2.024,81 Euro
Einsparung: 852,68 Euro
(Stand: 02.10.2026) -
Über 12.000 Tarife im Vergleich
Strom- und Gaspreisvergleich: TÜV-zertifizierte Qualität
Unsere Qualität ist mehr als eine Behauptung. Die TÜV-Zertifizierung unserer Tarifvergleiche für Strom und Gas ist der Nachweis, dass diese alle relevanten Sicherheits- und Qualitätsanforderungen erfüllen.
Zu den Auszeichnungen
Verivox ist Preis-Champion und Branchensieger
Zum neunten Mal in Folge haben die Tageszeitung Die Welt und die Beratungs- und Analysegesellschaft ServiceValue den Titel Preis-Champion in Gold an Verivox vergeben. Damit ist Verivox auch 2025 die Nr. 1 der Vergleichsportale. Bereits in den Jahren 2017 bis 2024 haben die Heidelberger in der Gesamtwertung den bestmöglichen Status in Gold erreicht.
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(Stand: 02.10.2026)
- Was ist ein dynamischer Stromtarif?
- Wie kommt es zu den Preisschwankungen beim Strom?
- Wann ist Strom besonders günstig?
- Voraussetzungen für einen variablen Tarif
- Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif?
- Dynamische Stromtarife vergleichen
- Preiszusammensetzung
- Welche Versorger bieten dynamische Tarife an?
- Dynamischen Strom kündigen
Dynamischer Stromtarif: Von Preisschwankungen profitieren
Da sowohl die Nachfrage nach Strom als auch dessen Verfügbarkeit schwanken, fällt der Strompreis an den Energiemärkten je nach Tageszeit unterschiedlich aus. Ein dynamischer Stromtarif ermöglicht es Verbraucherinnen und Verbrauchern, von entsprechenden Preisschwankungen zu profitieren und Kosten zu sparen. Das gilt insbesondere für Haushalte mit hohem Stromverbrauch.
Was ist ein dynamischer Stromtarif?
Dynamische Stromtarife werden auch als variable Stromtarife bezeichnet. Wie klassische Tarifmodelle für Haushaltsstrom setzen sie sich ebenfalls aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis zusammen. Der wesentliche Unterschied zu konventionellen Tarifen besteht darin, dass die Stromkosten direkt an die Energiemarktpreise gekoppelt sind. Welche Kosten die Anbieter für eine Kilowattstunde Strom berechnen, hängt vom Zeitpunkt des Verbrauchs ab. Meist passen die Energielieferanten ihre Preise stündlich an, mitunter sogar viertelstündlich. Bei klassischen Stromtarifen zahlen Sie dagegen einen Festpreis je Kilowattstunde.
Wenn Sie sich für einen dynamischen Stromtarif entscheiden, können Sie Strom zu tagesaktuellen Energiepreisen beziehen. Dies ist möglich, da entsprechende Anbieter den Strom am Spotmarkt erwerben und auf längerfristige Terminkontrakte verzichten. Die Stromkosten können je nach Marktpreisen und Ihrem Verbrauchsverhalten variieren.
Vor- und Nachteile dynamischer Stromtarife
Ein dynamischer Stromtarif für private Haushalte beziehungsweise Unternehmen bietet verschiedene Vorzüge. Als wichtigste Vorteile gelten:
- Sparpotenzial durch niedrigere Arbeitspreise
- Einfluss auf Stromkosten durch Verbrauchsverlagerung in Niedrigpreiszeiten
- Transparente Kosten
- Entlastung des Stromnetzes und Unterstützung erneuerbarer Energien
- Keine hohen Nachzahlungen aufgrund monatlicher Abrechnung
Allerdings bringen dynamische Stromtarife auch Nachteile mit sich:
- Regelmäßiger Check des Börsenpreises für Strom erforderlich
- Einsparungen werden geschmälert durch das jährliche Entgelt für den Smart Meter (und gegebenenfalls durch die Provision des Stromlieferanten)
- Verbraucherinnen und Verbraucher tragen Risiko hoher Preise am Energiemarkt
- Grundverbrauch bleibt auch in Phasen hoher Strompreise bestehen
Wie kommt es zu den Preisschwankungen bei den Strompreisen?
Die Börsenpreise für Strom fallen oft niedriger aus, wenn die Bedingungen für Stromerzeugung aus Wind und Sonne günstig sind und größere Mengen Strom aus erneuerbaren Energien in das Netz fließen.
Wenn Wind- und Solaranlagen in großem Stil kostengünstigen Strom erzeugen, übersteigt das Stromangebot die Nachfrage und die Preise sinken. In Extremfällen können die Preise sogar unter null fallen, was theoretisch bedeutet, dass Verbraucher eine Vergütung erhalten würden.
Das Gegenteil tritt bei einer sogenannten Dunkelflaute auf: In Zeiten ohne Sonnenschein und ohne Wind, besonders in der Nacht oder bei schlechtem Wetter, entfällt die Stromerzeugung durch erneuerbare Quellen. In solchen Situationen müssen teurere konventionelle Energieträger wie Gas und Kohle zur Stromerzeugung herangezogen werden. Dies führt zu höheren Strompreisen.
Negative Strompreise
Auch wenn der Börsenstrompreis zeitweise gegen Null tendiert, zahlen Verbraucherinnen und Verbraucher dennoch einige Cent pro Kilowattstunde. Dieser Umstand lässt sich darauf zurückführen, dass sowohl Steuern, Abgaben und Umlagen als auch Entgelte für die Netznutzung und den Stromzähler anfallen.
Wann ist Strom besonders günstig?
Wann Strom besonders günstig ist, hängt unter anderem mit dem Verbrauchsverhalten von Privathaushalten und Industrie zusammen. Besonders kostengünstige Strompreise treten üblicherweise in der Nacht auf, ebenso in der Mittagszeit und am frühen Nachmittag. Höhere Preise sind dagegen in den Morgenstunden und am Abend zwischen 18 und 21 Uhr zu beobachten.
- An Werktagen ist die Nachfrage nach Strom durchgehend hoch, da Privathaushalte, Büros und Industriebetriebe kontinuierlich Elektrizität benötigen. Deshalb sind die Strompreise an Werktagen typischerweise teuer. Wenn allerdings tagsüber die Sonne scheint und Solaranlagen große Strommengen produzieren, sinken die Börsenpreise – besonders in den Mittags- und Nachmittagsstunden.
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Am Wochenende ist die Gesamtnachfrage nach Strom niedriger. Viele Industriebranchen fahren dann ihre Produktion herunter und zahlreiche Unternehmen schließen ihre Betriebsstätten. Dies führt zu durchschnittlich günstigeren Strompreisen am Wochenende.
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In den Nachtstunden ist der Stromverbrauch besonders niedrig, da die meisten Haushalte und Betriebe ruhen. Dies führt zu niedrigen Strompreisen. Der Effekt verstärkt sich noch, wenn nachts zusätzlich viel Windstrom ins Netz eingespeist wird.
Voraussetzungen für einen dynamischen Stromtarif
Zur Nutzung von dynamischen Stromtarifen müssen bestimmte technische Bedingungen erfüllt sein. In Ihrem Zählerschrank muss ein Smart Meter vorhanden sein – genauer gesagt ein intelligentes Messsystem (iMSys). Dieses besteht aus einem modernen digitalen Zähler und einer Kommunikationseinheit, dem sogenannten Smart-Meter-Gateway. Der Netzbetreiber führt die Installation durch. Damit das System optimal funktioniert, sollte der Smart Meter mit dem heimischen WLAN verbunden werden.
Was ist ein intelligentes Messsystem?
Ein intelligentes Messsystem ist eine digitale Messeinrichtung, die mit einer elektronischen Kommunikationskomponente ausgestattet ist. Über diese Komponente, das Smart-Meter-Gateway, werden die Verbrauchswerte regelmäßig aus der Ferne ausgelesen. Die erfassten Daten werden an autorisierte Marktakteure übertragen, das sind in der Regel der Netzbetreiber, der Verteilnetzbetreiber, der Übertragungsnetzbetreiber und der Energielieferant.
Für die Inanspruchnahme eines echten dynamischen Stromtarifs ist die Installation eines intelligenten Stromzählers zwingend erforderlich. Der Smart Meter ermöglicht eine genaue viertelstundenbezogene Verbrauchsabrechnung. Die integrierte Kommunikationseinheit erfasst den Stromverbrauch alle 15 Minuten und übermittelt diese Daten über eine Internetverbindung selbsttätig an den Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber.
Die Installationskosten übernimmt der Netzbetreiber bei Pflichteinbauten. Seit 2024 fällt für Haushalte mit einem jährlichen Stromverbrauch unter 10.000 Kilowattstunden eine Messstellengebühr von 20 Euro pro Jahr an. Wer freiwillig ein Smart Meter installieren lässt, muss mit Installationskosten von mindestens 100 Euro rechnen. Bei höheren Verbräuchen oder wettbewerblichen Messstellenbetreibern können die jährlichen Gebühren variieren.
Alternative ohne vollständigen Smart Meter
Es gibt auch Tarife, für die Sie keinen Smart Meter benötigen. In diesem Fall kalkuliert der Energieversorger mit Ihren monatlichen Verbrauchswerten und dem durchschnittlichen Strompreis an der Börse. In der Regel fallen die Einsparungen jedoch etwas niedriger aus. Es lassen sich zudem Anbieter für dynamische Stromtarife finden, die eigene Kommunikationsmodule für digitale Stromzähler bereitstellen. Allerdings wird für das Modul ebenfalls eine Gebühr berechnet.
Lohnt sich ein dynamischer Stromtarif?
Je flexibler Sie Ihren Stromverbrauch gestalten können und je höher Ihr Stromverbrauch insgesamt ausfällt, desto größer ist Ihr Nutzen von dynamischen Stromtarifen. Daher empfiehlt sich ein solcher Tarif besonders für Haushalte, die über flexible Stromverbraucher verfügen. Ein dynamischer Stromtarif richtet sich vor allem an Haushalte mit erhöhtem Energiebedarf, zum Beispiel durch ein E-Auto oder eine Wärmepumpe. Das Sparpotenzial kann sich auf mehrere Hundert Euro jährlich belaufen, ist aber stark vom individuellen Verbrauchsprofil abhängig.
Wer die Tiefpreiszeiten effizient ausnutzt, zahlt in vielen Fällen weniger als 20 Cent je Kilowattstunde Strom. Dahingegen liegen die Preise für Neuverträge für gewöhnlichen Haushaltsstrom aktuell im Durchschnitt bei rund 31 Cent (Stand: 12.10.2026). Bei örtlichen Grundversorgern werden mitunter sogar mehr als 40 Cent je Kilowattstunde fällig.
Elektroautos und Wallboxen
Für Besitzerinnen bzw. Besitzer eines Elektrofahrzeugs erweist sich ein dynamischer Stromtarif oft als vorteilhaft. Der Ladevorgang lässt sich in die Nachtstunden verlegen, wenn Strom typischerweise günstiger ist. Alternativ können Sie das Fahrzeug an sonnigen Nachmittagen laden, wenn Solarenergie die Börsenstrompreise sinken lässt.
Wärmepumpen und Heizanlagen
Eine energiesparende Gebäudehülle und ein Wärmespeicher bieten optimale Voraussetzungen dafür, dass eine Wärmepumpe mit dynamischen Tarifen mehrere Hundert Euro im Jahr einsparen kann. Je weniger Wärme das Gebäude verliert, desto besser kann die Anlage auf Phasen niedriger Strompreise "warten".
Elektrische Großgeräte mit Startzeiten
Bei großen Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Geschirrspüler oder Trockner lassen sich mit einem dynamischen Stromtarif unter Umständen gewisse Beträge einsparen. Das Sparpotenzial ist hier allerdings begrenzt. Bei regelmäßiger Verwendung einer modernen Waschmaschine mit zehn Cent pro Kilowattstunde niedrigerem Strompreis liegt die Jahreseinsparnis lediglich bei etwa 18 Euro.
Für wen sich dynamische Stromtarife weniger eignen
Laut der Verbraucherzentrale sind dynamische Stromtarife für Haushalte mit durchschnittlichem Stromverbrauch eher ungeeignet, da bei solchen Haushalten das Risiko höherer Kosten überwiegt. In Haushalten ohne große steuerbare Stromverbraucher lässt sich die Stromnutzung nicht ausreichend verschieben, um von günstigen Marktpreisen zu profitieren. Ein großer Teil des Strombedarfs entsteht in Zeiten mit höheren Börsenpreisen, etwa beim Kochen am Abend.
Dynamische Stromtarife auf Verivox vergleichen: So einfach funktioniert’s
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Um Ihnen die in Ihrem Wohngebiet verfügbaren Tarife anzeigen zu können, benötigt der Vergleichsrechner lediglich Ihre Postleitzahl und Ihren Stromverbrauch beziehungsweise die Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt.
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Mithilfe der verschiedenen Filteroptionen können Sie die Tarifübersicht auf Ihre persönlichen Präferenzen ausrichten. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, die gewünschte Vertragslaufzeit einzustellen oder sich nur regionale Energielieferanten anzeigen zu lassen.
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Nachdem Sie Ihren persönlichen Wunschtarif ausfindig gemacht haben, müssen Sie nur noch das Antragsformular ausfüllen und abschicken. Das lässt sich direkt online erledigen und dauert gerade einmal fünf Minuten.
Dynamische Tarife im Verivox-Stromvergleich
Wenn Sie in unserem Strompreisvergleich gezielt nach variablen Stromtarifen suchen möchten, setzen Sie einen Filter bei "nur dynamische Tarife". Die Tarife haben eine einmonatige Preisgarantie und einen Hinweis wie "Variierender Preis: ab 2. Monat”. Wenn Sie sich für ein solches Angebot entscheiden, zahlen Sie im ersten Monat einen Festpreis und ab dem zweiten Monat einen variablen Preis.
Wir sind persönlich für Sie da!
06221 777 00 10
Montag - Freitag 8:00 - 22:00 Uhr
Wochenende 9:00 - 22:00 Uhr
Worauf sollte man bei einem dynamischen Stromtarif achten?
Von zentraler Bedeutung sind für Verbraucherinnen und Verbraucher bei der Wahl eines Stromtarifs natürlich die Stromkosten. Vergleichen Sie alle Bestandteile eines Stromtarifs, also Grundpreis und Arbeitspreis. Informieren Sie sich außerdem darüber, ob eine Erfolgsbeteiligung anfällt. Manche Stromanbieter berechnen einen Aufschlag von bis zu 1,5 Cent pro Kilowattstunde, andere veranschlagen einen gewissen Prozentsatz der Ersparnis, die sich verglichen mit dem Grundtarif ergibt. Es lohnt sich zudem, zu prüfen, ob der Tarif einen Wechselbonus beinhaltet, der zur Kostensenkung beiträgt.
Einen Überblick über die Energiequellen erhalten Sie in den Details des gewählten Tarifangebots. Hier ist die genaue Zusammensetzung des Strommix angegeben. Viele dynamische Stromtarife bieten Strom aus erneuerbaren Energiequellen an.
Es empfiehlt sich außerdem, nachzuprüfen, welche Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist der Tarif aufweist. Im Bereich der dynamischen Stromtarife lassen sich aber fast ausschließlich Angebote ohne Mindestlaufzeit oder monatlich kündbare Tarifangebote finden. Meist liegt die Kündigungsfrist bei nur zwei Wochen.
Wie setzt sich der Strompreis bei dynamischen Tarifen zusammen?
Die Gesamtgebühr für einen dynamischen Stromtarif besteht aus drei Teilen:
- einem festen Grundpreis
- einem fixen Arbeitspreisanteil (Verbrauchspreis)
- einem variablen Arbeitspreisanteil, der sich am Spotmarkt orientiert
Zusammensetzung des Grundpreises
Der Grundpreis ist auch bei einem dynamischen Stromtarif ein fester monatlicher oder jährlicher Eurobetrag. Er beinhaltet die Gebühr für den Messstellenbetrieb und den Netzzugang.
Zusammensetzung des Arbeitspreises
Der Arbeitspreis wird je verbrauchter Kilowattstunde in Cent berechnet. Die Gebühren für Netznutzung, Stromabgaben und verschiedene Umlagen bilden den größten Kostenblock. Hinzu kommen Kosten für die Bereitstellung des Stroms und die Marge des Anbieters. Dieser feste Bestandteil des Arbeitspreises wird wie der Grundpreis bei Vertragsabschluss festgelegt.
Der variable dynamische Anteil bildet den Kern des Tarifmodells – hier werden die aktuellen Marktpreise der Strombörse weitergegeben. Die Energieversorger kaufen den Strom am Day-Ahead-Markt der europäischen Strombörse EPEX Spot ein, wo die Preise für den kommenden Tag festgelegt werden. Seit dem 1. Oktober 2025 erfolgt die Preisberechnung alle 15 Minuten. Die aktuellen Day-Ahead-Börsenstrompreise können auf verschiedenen Websites eingesehen werden. Üblicherweise stellen die Anbieter dynamischer Tarife diese Informationen auch in ihren Apps oder auf ihren Webseiten bereit.
Wie kann ein dynamischer Stromtarif optimal genutzt werden?
Da die Strompreise für den nächsten Tag bereits am Vortag feststehen, können Sie gezielt planen, wann Strom besonders günstig ist – beispielsweise nachts oder mittags bei hohem Angebot an erneuerbaren Energien. Je besser die Preisfluktuationen an der Strombörse ausgenutzt werden, also der Stromverbrauch in Phasen mit niedrigen Preisen erfolgt, desto höher ist die mögliche Kostenersparnis. Dies kann manuell gesteuert oder durch intelligente Automatisierungslösungen unterstützt werden, die den Stromverbrauch eigenständig optimieren.
Intelligente Steuerung von Geräten
Bei verschiedenen Wallbox- und Wärmepumpen-Varianten können Nutzer direkt integrierte Funktionen zur intelligenten Nutzung dynamischer Strompreise aktivieren. Die Geräte benötigen eine technische Verbindung zum Abruf von Strompreisdaten. Anschließend passen sie ihren Betrieb automatisch so an, dass sie bevorzugt während kostengünstiger Phasen arbeiten.
Verschiedene Stromversorger unterstützen für ihre Tarifangebote spezifische Wallbox- und Wärmepumpen-Modelle. In diesen Fällen können die Geräte über eine Anwendung ferngesteuert werden. Bei einigen bereits vorhandenen Wallboxen und Wärmepumpen ist eine intelligente Steuerung auch nachträglich möglich. Hierfür ist üblicherweise ein separates Steuerelement erforderlich.
Energiemanagementsysteme für einen optimalen Verbrauch
Ein intelligentes Hausenergie-Verwaltungssystem, kurz Energiemanager, koordiniert die Betriebszeiten Ihrer Geräte optimal. Dadurch sinken Ihre Gesamtenergieausgaben. Wird ein dynamischer Stromtarif mit einem geeigneten Energiemanagementsystem kombiniert, können Komponenten wie Ladestation und Wärmepumpe gezielt in Phasen mit günstigen Preisen betrieben werden. Besonders lohnt sich ein solches System, wenn Sie eine Solaranlage haben, eventuell mit Stromspeicher, und möglichst viel des selbst produzierten Stroms selbst verbrauchen möchten.
Manuelle Steuerung durch Startzeitprogrammierung
Der Stromverbrauch von größeren Haushaltsgeräten wie Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine kann zeitlich in günstige Preiszonen verschoben werden – allerdings nur durch manuelle Aktivierung zum richtigen Zeitpunkt. Mit der Startzeitfunktion dieser Geräte können Sie festlegen, zu welcher Uhrzeit sie automatisch starten, um so von günstigen Strompreisen zu profitieren. Der Nachteil dieses Ansatzes ist, dass Sie ständig aktiv die Preisänderungen im Blick behalten müssen.
Mit der Startzeitfunktion dieser Geräte können Sie festlegen, zu welcher Uhrzeit sie automatisch starten, um so von günstigen Strompreisen zu profitieren. Dieser Ansatz hat jedoch einen Nachteil: S aktive Aufmerksamkeit und ständiges Verfolgen der täglichen Preisänderungen ist nicht für jeden praktikabel.
Welche Energieversorger bieten dynamische Stromtarife an?
Seit 2025 sind Stromanbieter verpflichtet, dynamische Stromtarife anzubieten. So ist die Auswahl deutlich größer geworden, und es kommen weiterhin neue Angebote hinzu. Damit entwickelt sich der Markt Schritt für Schritt zu mehr Flexibilität und Transparenz für Verbraucherinnen und Verbraucher.
Dynamische Stromtarife können Sie unter anderem von folgenden Anbietern beziehen:
- SimplyGreen: SimplyGreen dynamisch
- rabot.energy: rabot.home
- Tibber: Smart Dynamic
- Ostrom: Ostrom SimplyDynamic Monthly
- tado Energy: tado home Monthly
- goldstrom: natürlich Flex Strom
- FriesenWerk: Dynamisch
- octopus energy: dynamicOctopus monthly
- GASAG: GASAG | Strom Flex
- EMG Energie Brandenburg: STROM | Flex
Einen dynamischen Stromtarif kündigen
Ein dynamischer Stromtarif wird auf die gleiche Weise gekündigt wie gewöhnliche Stromverträge. Auch hier muss die Kündigung stets in Schriftform – Brief, E-Mail oder Fax – erfolgen. Wichtig ist, dass Sie die Kündigungsfrist einhalten. Sie können das Kündigungsschreiben sehr knapp halten, müssen jedoch darauf achten, alle notwendigen Angaben zu integrieren. Dazu zählen:
- Name und Anschrift
- Name und Anschrift des Stromlieferanten
- Kunden- und Zählernummer
- Kündigungsgrund und fristgerechter Kündigungszeitpunkt
- Ort und Datum
- Unterschrift