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Feuchtigkeit im Auto: Was kann man dagegen tun?

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Eigentlich sind Autos gegen Feuchtigkeit im Innenraum geschützt. Und trotzdem können Scheiben beschlagen oder es riecht unangenehm nach Nässe. Feuchtigkeit im Auto lässt sich nicht immer vermeiden. Mit einfachen Maßnahmen können Fahrzeughalter trotzdem dagegen vorgehen. In manchen Fällen hilft allerdings nur noch der Besuch in einer Werkstatt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Feuchtigkeit im Auto kann nicht nur üblen Geruch, sondern auch gesundheitsgefährdende Bakterien, Pilze und Schimmel verursachen.
  • Die Feuchtigkeit im Auto entsteht zum Beispiel durch poröse Dichtungen, Roststellen oder defekte Klimaanlagen.
  • Einfache Hausmittel gegen Feuchtigkeit im Auto sind Katzenstreu, Reiskörner, Kaffeepulver und Zeitungspapier.

Warum Feuchtigkeit im Auto zu vermeiden ist

Feuchtigkeit im Auto kann Folgen haben. Denn in einem feuchten Milieu fühlen sich Bakterien, Pilze und Schimmel besonders wohl. Diese können nicht nur einen unangenehmen Geruch verbreiten, sondern auch die Gesundheit des Fahrers und seiner Mitfahrer gefährden. Vor allem für Allergiker und Senioren könnte das zum Problem werden. Außerdem sorgt Feuchtigkeit im Fahrzeug für beschlagene Scheiben, wodurch die Sicht des Fahrers erheblich eingeschränkt werden kann – ein gefährliches Risiko im Straßenverkehr.

Feuchtigkeit im Auto sollte also unbedingt vermieden werden. Damit Fahrzeughalter die Nässe nicht nur kurzfristig beseitigen, sollten sie zunächst die Ursachen dafür finden. Manche Ursachen lassen sich leicht beheben, andere erfordern die Hilfe eines Profis und eine Fahrt in die Werkstatt.

Feuchtigkeit im Auto durch den Fahrer und seine Mitfahrer

Eine häufige Ursache für feuchte Luft im Auto, die unmittelbar behoben werden kann, betrifft die Insassen des Pkw. Bei heftigem Schneefall und Niederschlägen tragen sie nämlich häufig Nässe mit ins Auto. In den meisten Fällen lässt sich das zwar nicht gänzlich verhindern, die Fahrzeuginsassen können die Feuchtigkeit im Auto aber zumindest verringern, indem sie Schuhe und Kleidung so gut es geht von der Nässe befreien, bevor sie in den Pkw einsteigen.

Nässe im Auto durch poröse Dichtungen

Andere häufige Ursachen liegen nicht am Fahrer und seinen Mitfahrern, sondern am Pkw selbst. So nutzen sich zum Beispiel im Laufe der Jahre die Dichtungen an Türen, Scheiben, dem Antennensockel oder dem Kofferraumdeckel ab. Die Dichtungen verlieren an Elastizität, sie werden porös und lassen Wasser ins Auto. Fahrzeughalter können die Dichtungen regelmäßig mit einem schonenden Pflegemittel behandeln oder in der Werkstatt austauschen lassen.

Feuchtigkeit im Auto durch Roststellen am Pkw

Rostige Stellen am Auto sind besonders anfällig für Nässe. Wenn ein Pkw anfängt zu rosten, war er vermutlich schon eine Zeit lang feucht. Das Problem: Die Feuchtigkeit dringt nicht nur in das Auto ein, sondern sorgt auch dafür, dass sich die Roststellen weiter verschlimmern. Wer eine Roststelle an seinem Pkw entdeckt, sollte daher nicht lange warten und zügig eine Werkstatt aufsuchen. Vor allem Roststellen am Bodenblech sind unbedingt zu vermeiden. Durch sie dringt Feuchtigkeit von unten ein. Leichte Roststellen können die Fahrzeughalter unter Umständen auch selbst entfernen.

Feuchtigkeit durch einen Defekt am Wärmetauscher oder an der Klimaanlage

Eine weitere Quelle für Feuchtigkeit im Auto sind defekte Wärmetauscher oder Klimaanlagen. Ist das der Fall, sollte der Fahrer die Fenster öffnen und lüften. Wenn die Klimaanlage allerdings einwandfrei funktioniert, kann sie dabei helfen, effektiv gegen die feuchte Luft vorzugehen.

Gegen die Feuchtigkeit vorgehen – Maßnahmen und Stellplatz

In erster Linie spielt der richtige Stellplatz des Pkw eine Rolle. Dieser sollte im Idealfall in einer Garage sein, die gut durchlüftetet ist. So kann der Pkw trocknen und ist auch nicht den wechselnden Wetterbedingungen ausgesetzt, was insbesondere den Dichtungen zugutekommt. Um die Feuchtigkeit im Auto unterwegs zu beheben, können die Autofahrer außerdem einfache Maßnahmen ergreifen:

  • Eine kurzfristige Maßnahme ist, die Klimaanlage einzuschalten. Diese transportiert auch in der kalten Jahreszeit die feuchte Luft ab.
  • Heizung einschalten: Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Damit die feuchte Luft aus dem Auto entweichen kann, muss daher auch zwischendurch gelüftet werden.

Mit Hausmitteln gegen Feuchtigkeit vorgehen

Manche Fahrzeughalter greifen auch gerne zu einfachen Hausmitteln. Häufig verwendete Hausmittel sind zum Beispiel:

  • Katzenstreu
  • Reiskörner
  • Kaffeepulver

Diese Hausmittel eignen sich besonders gut, da sie die Nässe im Pkw binden. Stellen Sie beispielsweise über Nacht oder für mehrere Tage eine Schale mit Katzenstreu auf das Armaturenbrett oder die Rückbank. Auch Zeitungspapier kann gegen Feuchtigkeit im Auto helfen, zum Beispiel, indem es auf feuchte Fußmatten oder Sitzpolster ausgelegt wird.