Die Reifenkennzeichnung findet sich auf den Flanken des Autoreifens. Für viele Autofahrer sind die Zahlen und Buchstaben ein Buch mit sieben Siegeln. Winterreifen zu erkennen geht noch, ebenso die Breite der Reifen. Was bedeutet aber das "R" oder ein "RF" auf den Pneus?

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Reifenkennzeichnung im Detail erklärt
  3. Reifenkennzeichnung im Fahrzeugschein
  4. Weitere spezielle Codes
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Codes geben bei der Reifenkennzeichnung Hinweise auf Größe, Durchmesser und Verwendungszweck.
  • Welcher Reifen für das Auto zugelassen ist, steht im Fahrzeugschein.
  • Fehlt das E-Prüfzeichen, verweigert der TÜV die Plakette.

Reifenkennzeichnung im Detail erklärt

Auf einem Reifen finden sich beispielsweise folgende Kennzeichnung: 205 / 55 R 16 91 T.

Die erste Zahl der Reifenkennzeichnung bezieht sich auf die Reifenbreite. Diese wird in Millimetern gemessen und bewegt sich für normale PKW zwischen 125 Millimetern und 335 Millimetern. Der Reifen in unserem Beispiel weist eine Breite von 205 Millimetern auf. Die Abstufung erfolgt in Größen von zehn Millimetern.

Höhe-Breiten-Verhältnis: Bei dieser Zahl handelt es sich um eine Prozent-Angabe. In unserem Beispiel beträgt der Abstand von der Lauffläche zur Felge 55 Prozent der Breite der Reifen.

Bauart: Das R steht für "radial", die gebräuchlichste Bauart für Reifen. Das Kürzel RF bezeichnet "run flat"- Reifen. Diese Bauweise ermöglicht die Nutzung auch mit extrem niedrigem Luftdruck in den Reifen.

Bei radialen Reifen liegen die Karkassfäden, also das Gerüst des Reifens, quer zur Mittellinie und ermöglichen einen besseren Kontakt zur Straßenoberfläche. Die früher üblichen Diagonalreifen, erkennbar am D, sind nur noch für Oldtimer zulässig.

Felgendurchmesser: Hierbei handelt es sich um eine Zoll-Angabe. Ein Zoll entspricht einer Länge von 2,54 Zentimetern. Der Felgendurchmesser wird in der Mitte der Felge gemessen und beträgt hier 16 Zoll.

Tragfähigkeitsindex: Der Tragfähigkeitsindex oder Lastindex gibt an, mit welchem Gewicht der Reifen belastet werden darf. Die Kennziffer 91 entspricht einem Gewicht von 615 Kilogramm. Um in Erfahrung zu bringen, mit welchem Gewicht ein Reifen belastet werden darf, benötigt man eine Lastindextabelle:

Last-Index 50 55 60 65 70 75
Last je Reifen in kg 190 218 250 290 335 387

Last-Index 80 85 90 95 100 105
Last je Reifen in kg 450 515 600 690 800 925

Bezugsgröße für die Reifenbelastung ist immer ein Druck von 2,5 bar. Der Lastindex ist eine Mindestgröße und darf nicht unterschritten werden.

Geschwindigkeitsindex: Dieser Index gibt Auskunft über die zulässige Höchstgeschwindigkeit, mit der ein Reifen gefahren werden darf. Das T steht in diesem Fall für eine maximale Geschwindigkeit von 190 km/h.

Auf dem Reifen finden sich zudem weitere Symbole der Reifenkennzeichnung.

Die Laufrichtung wird mit einem Pfeil angegeben. Ist der Reifen mit einem bestimmten Profil ausgestattet, muss bei der Montage die Laufrichtung berücksichtigt werden.

Der Aufdruck Tubeless bedeutet, dass der Reifen ohne Schlauch konstruiert ist. Reifen mit Schlauch sind heute aber nicht mehr erlaubt.

Winterreifen, M+S, Ganzjahresreifen: Echte Winterreifen erkennt man an einer Schneeflocke und drei Bergen. Die Bezeichnung M+S ist auf Allwetterreifen und Ganzjahresreifen zu finden, die in Deutschland auch als Winterreifen erlaubt sind.

Mit dem E-Prüfzeichen wird belegt, dass der Reifen die europäische Norm ECE-R30 für Pkw-Reifen einhält. Fehlt das Prüfzeichen, zum Beispiel E2, darf das Fahrzeug keine Prüfplakette erhalten.

DOT-Nummer: Diese Nummer im ovalen Kreis besagt, wann der Reifen produziert wurde. Aus der Ziffer 1015 lässt sich beispielsweise ablesen, dass der Reifen in der zehnten Woche im Jahr 2015 hergestellt wurde. Reifen mit einem Alter von mehr als sechs Jahren sollten nicht mehr genutzt werden. Durch die Aushärtung des Gummis verlieren sie an Sicherheit.

Reifenkennzeichnung im Fahrzeugschein

Die Information, welcher Reifen für das Auto zulässig ist, steht im Fahrzeugschein (korrekt: Zulassungsbescheinigung, Teil 1) im Feld 15.1 und 15.2. Weitere zulässige Reifengrößen finden sich im sogenannten CoC-Dokument (die Übereinstimmungserklärung). Diese Übereinstimmungserklärung gehört zu den Fahrzeugunterlagen, die der Hersteller mitliefert.

Weitere spezielle Codes der Reifenkennzeichnung

Über die oben vorgestellten Angaben weisen einige Reifen noch weitere Merkmale auf.

Ein R auf dem Reifen steht für runderneuert. Diese Bezeichnung findet sich vor dem DOT. Die Zahlen besagen, in welcher Woche des Jahres der Reifen runderneuert wurde, beispielsweise 1510 für die fünfzehnte Woche im Jahr 2010. Runderneuerte Reifen müssen ebenfalls das E-Prüfzeichen tragen.

Das Notrad hat zu Beginn der Zeichenfolge ein T. Das T steht für "temporary use only". Noträder sind so ausgelegt, dass sie mit einem Reifendruck von 4,5 bar aufgepumpt werden müssen.

Steht neben dem E ein S, handelt es sich um einen Reifen mit besonders geringer Geräuschentwicklung. Das SW bezeichnet Reifen mit besonders hoher Nassgriffeigenschaft.

Die Verschleißanzeiger, sechs kleine Stege im Profil, zeigen an, ob der Reifen noch gefahren werden kann. Liegt zwischen den Stegen und dem Profil kein Höhenunterschied mehr, ist der Reifen abgenutzt.

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