Den meisten Autofahrern ist ein Kürzel wie 205/55/ R16 auf ihren Reifen bekannt. Schaut man aber einmal auf die Flanke eines Autoreifens, finden sich dort zahlreiche Buchstaben- und Zahlenkombinationen, die als Codes für bestimmte Sachverhalte oder Eigenschaften stehen. Zusätzlich findet sich auf neueren Reifen ein QR-Code. Wir wollen Licht in das Dunkel der Codes bringen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Die Reifenkennzeichnungen im Detail erklärt
  3. Auszug aus dem Geschwindigkeitsindex
  4. QR-Code als zusätzliche EU-Reifenkennzeichnung
  5. Weitere spezielle Codes der Reifenkennzeichnung
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Reifenkennzeichnungen geben Hinweise auf die Größe, den Durchmesser und den Verwendungszweck.
  • Auf dem Reifen ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit vermerkt.
  • Die DOT-Nummer besagt, wann der Reifen hergestellt wurde und hilft, den Kauf überalterter Reifen zu verhindern.
  • Mithilfe der Stege auf der Lauffläche lässt sich schnell feststellen, ob noch ausreichend Profil vorhanden ist.
  • Im Fahrzeugschein ist vermerkt, welcher Reifen für das Auto zugelassen ist.

Die Reifenkennzeichnungen im Detail erklärt

Welche Reifen für ein Fahrzeug zugelassen sind, findet sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I in den Zeilen 15.1 und 15.2. Dürfen für das Auto mehr als eine Reifengröße genutzt werden, sind diese in der Certification of Conformity in der Zeile 32, Bereifung der Räder, oder in der Zeile 50, Bemerkungen, aufgeführt.

Ein Beispiel für einen der bekanntesten Codes ist 205/55/ R16 90V. Dieser gliedert sich in

  • 205: Breite des Reifens in Millimeter
  • 55: Prozentuales Verhältnis von Höhe und Breite des Reifens
  • R: Radiale Bauweise
  • 16: Durchmesser der Felge
  • 91: Lastindex
  • V: Zulässige Höchstgeschwindigkeit

Der Lastindex besagt, wie viel Gewicht auf einem Rad bei einem Luftdruck von 2,5 Bar liegen darf. Ein Index von 90 erlaubt ein Gewicht von 600 Kilo pro Reifen. Der Buchstabe V steht für eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Bei einem T dürfte der Reifen mit maximal 190 km/h gefahren werden.

Auszug aus dem Geschwindigkeitsindex

Geschwindigkeitsindex
Höchstgeschwindigkeit (in km/h)
M 130
N 140
P 150
Q 160
R 170
S 180
T 190
U 200
H 210
V 240
VR >210
W 270
ZR >240
Y 300

Unterhalb diese Zahlen- und Ziffernblocks findet sich ein E, meist in einem Kreis, mit einer Ziffer daneben. Diese Kombination aus E und Zahl steht dafür, dass der Reifen alle notwendigen Zulassungen besitzt, um in Deutschland montiert werden zu dürfen. Alle Teile eines Autos müssen diese Prüfkombination aufweisen, um verarbeitet werden zu können. Die Ziffer gibt Auskunft darüber, in welchem Land die Prüfung und Zulassung des Teils erfolgte:

  • E1: Deutschland
  • E2: Frankreich
  • E3: Italien
  • E4: Niederlande
  • E5: Schweden
  • E9: Spanien
  • E12: Österreich

Rechts neben dem E ist der Hinweis zur Laufrichtung angegeben. Dieser ist gerade bei Reifen mit speziellem Profil notwendig. Bei der Montage muss die Laufrichtung zwingend eingehalten werden.

Links neben dem E findet sich die DOT-Nummer, beispielsweise DOT CNT4 P2HF 2214. Für den Fahrzeughalter sind nur die letzten vier Ziffern von Interesse. Diese besagen, dass der Reifen in der 22. Kalenderwoche im Jahr 2014 hergestellt wurde. Damit verhindert man, dass Fahrzeughalter überalterte Reifen kaufen. Auch wenn das Profil noch in Takt sein mag, der Gummi härtet aus und kann rissig und spröde werden. Die ersten Buchstaben und Ziffern geben Auskunft über den Hersteller und das Werk, der zweite Block über den Reifentyp.

Reifen sollten spätestens nach zehn Jahren ausgetauscht werden. Ab einem Alter von sechs Jahren ist eine regelmäßige Überprüfung auf Risse oder andere Schäden notwendig.

Oberhalb der DOT-Nummer findet sich der Hinweis darauf, ob es sich um einen Winterreifen, M+S, oder um einen Sommerreifen, S, handelt. Üblicherweise wird auch noch per Icon, Berg und Schneeflocke für Winter und Sonne für Sonnenschein, darauf verwiesen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für M+S- und Allwetterreifen liegt häufig unter der zulässigen Höchstgeschwindigkeit sonstiger Reifen für das Fahrzeug. Zu guter Letzt ist links neben dem Witterungspiktogramm noch vermerkt, ob es sich um einen schlauchlosen Reifen, tubeless, handelt.

QR-Code als zusätzliche EU-Reifenkennzeichnung

Seit Mai 2021 werden alle Winter- und Sommerreifen mit einer überarbeiteten EU-Reifenkennzeichnung in Form eines QR-Codes versehen. Damit sollen Verbraucher die Reifeneingenschaften besser nachvollziehen und Herstellerangaben einfacher überprüfen können. Die bereits 2012 eingeführte EU-Reifenkennzeichnung wurde außerdem erweitert, damit Autofahrer einen kraftstoffeffizienten und sicheren Reifen kaufen. Denn mithilfe der neuen Kennzeichnung sollen CO2-Emissionen weiter eingespart werden.

Neben drei symbolischen Kennzeichnungen, darunter eine Zapfsäule, eine Regenwolke und ein Lautsprecher mit Schallwellen, die jeweils Angaben zum Rollwiderstand, der Nasshaftung und dem Abrollgeräuschverhalten geben, befindet sich seit Mai 2021 auch ein QR-Code auf dem Reifen. Dieser kann über das Smartphone eingelesen werden. Die Verbraucher bekommen über den QR-Code Zugriff zur Produktdatenbank „European Product Registry for Energy Labelling“ (kurz: EPREL). Über diese Datenbank erhalten Reifenkäufer weitere Informationen vom entsprechenden Reifenhersteller.

Müssen Reifen, die vor dem 1. Mai 2021 in die EU eingeführt worden sind, umetikettiert werden?

Reifen, die vor dem ersten Mai in die EU eingeführt worden sind, dürfen mit der alten Kennzeichnung verkauft und müssen nicht umetikettiert werden. Aus diesem Grund wird es noch einige Zeit dauern, bis jeder Reifen die neue EU-Reifenkennzeichnung trägt.

Weitere spezielle Codes der Reifenkennzeichnung

Das Notrad hat zu Beginn der Zeichenfolge ein T. Das T steht für "temporary use only". Noträder sind so ausgelegt, dass sie mit einem Reifendruck von 4,5 bar aufgepumpt werden müssen.

Steht neben dem E ein S, handelt es sich um einen Reifen mit besonders geringer Geräuschentwicklung. Das SW bezeichnet Reifen mit besonders hoher Nassgriffeigenschaft.

Damit die Fahrzeughalter möglichst leicht erkennen können, ob ihre Reifen noch genügend Profil aufweisen, gibt es die sogenannten Verschleißanzeiger, auch als TWI, Treadwear Indicator, bekannt. An sechs Stellen an der Reifenflanke ist der Aufdruck TWI angebracht. Auf dessen Höhe befindet sich auf der Lauffläche des Reifens ein Steg im Profil. Ist das Profil auf die Höhe des Stegs abgefahren, müssen die Reifen gewechselt werden.

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