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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Leistung der privaten Unfallversicherung
  3. Leistungsausschlüsse
  4. Die Gliedertaxe
  5. Versicherungssumme und Progression
  6. Zusatzleistungen
  7. Welche Alternativen gibt es?
  8. Für wen ist die private Unfallversicherung sinnvoll?
  9. Schon gewusst? Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema Unfallversicherung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die private Unfallversicherung zahlt, wenn infolge eines Unfalls dauerhafte Gesundheitsschäden zurückbleiben.
  • Für Unfälle am Arbeitsplatz ist die gesetzliche Unfallversicherung zuständig.
  • Die Unfallversicherung lohnt sich als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung und für Kinder.

Leistung der privaten Unfallversicherung

Die private Unfallversicherung schützt ihre Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen schwerer Unfälle – und zwar unabhängig davon, ob diese im In- oder Ausland passieren. Der Unfallschutz greift, wenn dauerhaft Behinderungen oder Beeinträchtigungen zurückbleiben.

Daher können Sie keine Leistungen von der privaten Unfallversicherung erwarten, wenn Sie sich ein Bein brechen, einige Wochen eine Gehhilfe benutzen müssen und danach wieder ohne Einschränkung mobil sind. In diesem Fall übernimmt die gesetzliche oder private Krankenversicherung die Behandlungskosten und gegebenenfalls auch die Aufwendungen für Reha-Maßnahmen.

Würden Sie hingegen nach einem Unfall erblinden oder mehrere Finger verlieren, wäre dies ein Fall für die private Unfallversicherung.

Die Zahlung erfolgt unabhängig davon, ob eine berufliche Invalidität vorliegt oder nicht. Wer beispielsweise nach dem Verlust eines Beines seinen Beruf weiterhin ausüben kann, erhält dennoch die tarifliche Invaliditätsleistung seiner privaten Unfallversicherung.

Abgrenzung zur gesetzlichen Unfallversicherung

Neben der freiwilligen privaten Unfallversicherung gibt es noch die gesetzliche Unfallversicherung, die für Arbeitnehmer gilt. Allerdings umfasst der gesetzliche Unfallschutz nur die Tätigkeit am Arbeitsplatz sowie den Weg zur Arbeit und zurück. Im Ausland oder auf Reisen sind Arbeitnehmer nur abgesichert, wenn sie sich auf einer Dienstreise befinden. Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind im Regelfall die Berufsgenossenschaften, die für unterschiedliche Branchen zuständig sind.

Wenn Sie sich als Arbeitnehmer bei einem Unfall im Betrieb verletzen, übernimmt die Berufsgenossenschaft die Kosten für die Behandlung und zahlt bei dauerhafter Arbeitsunfähigkeit eine Unfallrente.

In der Freizeit besteht hingegen keine Abdeckung durch die gesetzliche Unfallversicherung – das betrifft die Zeit nach Feierabend ebenso wie das Wochenende oder die Urlaubsreise. Wenn hier ein Unfall geschieht, benötigen Sie eine private Unfallversicherung.

Wer entscheidet über die Invalidität?

Die Invaliditätsleistung erfolgt dann, wenn die Beeinträchtigung aus medizinischer Sicht von Dauer ist. Die Funktionsunfähigkeit – etwa in Form einer vollständigen Lähmung – kann dabei in versicherungstechnischer Sicht dem Verlust des entsprechenden Körperteils entsprechen. Im Regelfall muss der behandelnde Arzt spätestens 15 Monate nach dem Unfall entscheiden, ob die Beeinträchtigung dauerhaft ist oder nicht.

Leistungsausschlüsse der Unfallversicherung

Im Regelfall erbringt die private Unfallversicherung ihre Leistung unabhängig davon, ob Fahrlässigkeit oder Zufall den Unfall verursacht hat. Allerdings sind einige Leistungsausschlüsse marktüblich:

  • Unfälle bei Straftaten: Wer eine Straftat verübt und hierbei – oder während der Vorbereitung – Opfer eines Unfalls wird, kann im Regelfall keine Leistung von der privaten Unfallversicherung erwarten.
  • Alkohol- und Drogeneinfluss: Ebenfalls ausgeschlossen sind in vielen Tarifen Unfälle, deren Ursache darin liegt, dass das Unfallopfer alkoholisiert war oder Drogen genommen hat. Beim Ausschluss aufgrund von Alkoholkonsum ziehen die Versicherer unterschiedliche Promillegrenzen.
  • Rennsport: Entgegen der landläufigen Meinung sind auch riskante Sportarten wie ein Tandem-Fallschirmsprung, Rafting oder Downhill-Radsport in der privaten Unfallversicherung mit abgedeckt. Regelmäßig ausgeschlossen ist hingegen die Teilnahme am Motorsport in Form von Auto- oder Motorradrennen.

Die Gliedertaxe

Um ihre Leistungen zu standardisieren, verwenden die Unfallversicherer eine Gliedertaxe. Hierbei handelt es sich um eine tabellarische Auflistung, welcher Anteil der Versicherungssumme beim Ausfall oder Verlust bestimmter Körperteile gezahlt wird. Diesen Wert bezeichnet man auch als Invaliditätsgrad.

Beispiel: Wenn aufgrund der Gliedertaxe dem Verlust oder der Funktionsunfähigkeit einer Hand ein Invaliditätsgrad von 55 Prozent zugeordnet ist, erhält der Versicherte in diesem Fall eine Zahlung von 55.000 Euro, wenn die Versicherungssumme der Unfallversicherung 100.000 Euro beträgt.

Auszug aus der Gliedertaxe-Empfehlung des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Verlust oder Funktionsunfähigkeit... Gliedertaxe
eines ganzen Arms 70%
einer Hand 55%
eines Daumens 20%
eines Beins über der Mitte des Oberschenkels 70%
eines Fußes 40%
der großen Zehe 5%
eines Auges 50%
des Gehörs auf einem Ohr 30%
des Geruchssinns 10%
des Geschmackssinns 5%

Wichtig: Bei den Gliedertaxe-Werten des GDV handelt es sich um unverbindliche Empfehlungen. Die konkreten Werte der einzelnen Versicherer können davon nach oben oder unten abweichen. Daher sollten Sie vor Abschluss einer privaten Unfallversicherung unbedingt prüfen, ob die Struktur der Gliedertaxe Ihrem persönlichen Bedarf entspricht.

Besondere Gliedertaxen für bestimmte Berufsgruppen

Wer einen speziellen Beruf ausübt, benötigt unter Umständen eine optimal darauf abgestimmte Unfallversicherung. So kann etwa für einen Berufsmusiker schon der Verlust eines Fingers das berufliche Aus bedeuten.

Für solche Fälle bieten manche Versicherer Tarife an, die eine modifizierte Gliedertaxe enthalten oder bei denen gegen Aufpreis bestimmte Gliedmaßen höher versichert werden können. Bei diesen Tarifen haben dann beispielsweise Berufsgitarristen die Möglichkeit, schon beim Verlust eines Fingers die volle Invaliditätsleistung zu erhalten.

Versicherungssumme und Progression

Wenn Sie sich für den Abschluss einer privaten Unfallversicherung entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass die Versicherungssumme ausreichend bemessen ist. Dieser Betrag verkörpert die Grundsumme, die bei vollständiger Invalidität fällig wird.

Aus der Versicherungssumme leiten sich die Leistungen bei vermindertem Invaliditätsgrad ab. Wenn beispielsweise der Versicherte nach dem unfallbedingten Verlust eines Daumens einen Invaliditätsgrad von 20 Prozent vorweisen kann, erhält er bei einer Versicherungssumme von 100.000 Euro eine Zahlung von 20.000 Euro.

Die Auswirkung der Progression

Alternativ zur direkten Koppelung des Auszahlungsbetrags an den Invaliditätsgrad können Versicherte mit dem Anbieter eine Progressionsstaffel vereinbaren. Ab einem bestimmten Invaliditätsgrad – häufig 25 oder 50 Prozent – erhöht sich die Versicherungsleistung.

Beispiel: Eine Progressionsstaffel mit 225 Prozent könnte wie folgt gestaltet sein:

  • Auszahlung von 25 Prozent der Versicherungssumme bei 25 Prozent Invalidität,
  • Auszahlung von 75 Prozent der Versicherungssumme bei 50 Prozent Invalidität,
  • Auszahlung von 150 Prozent der Versicherungssumme bei 75 Prozent Invalidität und
  • Auszahlung von 225 Prozent der Versicherungssumme bei Vollinvalidität.

Mit der Wahl einer Progression können Sie sicherstellen, dass bei besonders schweren Unfallfolgen eine entsprechend hohe Summe zur Auszahlung kommt. Dieses Geld können Sie im Ernstfall etwa für den barrierefreien Umbau Ihrer Wohnung verwenden.

Weil die Versicherungsleistung im Progressionstarif erst bei hohem Invaliditätsgrad überproportional ansteigt, ist bei vergleichbarer Auszahlung im Fall der 100-prozentigen Invalidität der Progressionstarif meist günstiger als die Versicherung ohne Progression und mit hoher Versicherungs-Grundsumme.

Zusatzleistungen der Unfallversicherung

Neben der Einmalzahlung nach Unfällen mit bleibenden Folgeschäden können Versicherte je nach Anbieter und Tarif weitere Zusatzleistungen in ihre Police einbauen und damit ihren Versicherungsschutz erweitern.

Unfallrente

Gegen Aufpreis gewähren Versicherungen im Leistungsfall neben der Einmalzahlung eine zusätzliche Rente. Beim Vergleich sollten Sie darauf achten, ab welchem Invaliditätsgrad die Rentenzahlung einsetzt. Vor allem bei der Absicherung von Kindern kann die Vereinbarung einer Unfallrente sinnvoll sein.

Bergungskosten

Die Bergung eines Verletzten kann teuer werden, wenn beispielsweise bei einem Unfall in den Bergen der Rettungshubschrauber zum Einsatz kommt. Empfehlenswert ist die Absicherung von Bergungskosten in Höhe von mindestens 10.000 Euro.

Kosmetische Operationen

Wenn nach einem Unfall das Gesicht durch Narben entstellt ist, kann eine kosmetische Operation erforderlich sein. Die dafür anfallenden Kosten können Versicherte über eine Zusatzklausel in der Unfallversicherung abdecken.

Krankenhaus-Tagegeld

Das optionale Krankenhaus-Tagegeld zahlt die Versicherung für jeden Tag, den der Versicherte aufgrund des Unfalls im Krankenhaus verbringen muss. Damit lässt sich die Zuzahlung ausgleichen, die Patienten für jeden Tage ihres Krankenhausaufenthalts an die Klinik entrichten müssen.

Private Unfallversicherung: Welche Alternativen gibt es?

Mit der privaten Unfallversicherung sichern Sie sich gegen die finanziellen Folgen von schweren Unfällen ab. Nicht abgedeckt ist jedoch das Risiko der krankheitsbedingten Berufsunfähigkeit, das sich mit einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung abdecken lässt. Allerdings ist die Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich teurer als eine Unfallversicherung.

Ein weiterer Aspekt ist die Absicherung der Familie für den Fall, dass der Hauptverdiener stirbt. Zwar enthalten viele Unfallversicherungstarife eine Zahlung im Todesfall, doch diese entspricht oft nur einem Bruchteil der Versicherungssumme. Schließen lässt sich diese Lücke mit einer Risikolebensversicherung.

Für wen ist die private Unfallversicherung sinnvoll?

Zwar bietet die private Berufsunfähigkeitsversicherung aufgrund der Abdeckung von Unfall und Krankheit einen umfassenderen Schutz als die Unfallversicherung – doch dafür ist sie mit vergleichsweise hohen Prämien verbunden.

Vor diesem Hintergrund bietet sich die private Unfallversicherung als Basisschutz für diejenigen an, die die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung scheuen. Auch für die Versicherung von Kindern, die noch keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können, ist die Unfallversicherung empfehlenswert.

Hausfrauen und -männer, Rentner oder Selbstständige, die nicht dem gesetzlichen Schutz unterliegen, profitieren ebenfalls von einer privaten Versicherung.

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