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Inhalt dieser Seite
  1. Was ist eine Kreditkarte?
  2. Wie funktioniert eine Kreditkarte?
  3. Wann erfolgt die Kreditkartenabrechnung?
  4. Kosten, Gebühren und Vorteile
  5. Die Kreditkarten-Anbieter
  6. Kreditkarte beantragen
  7. Kreditkarten-Betrug
  8. Kreditkarte sperren
  9. Häufig gestellte Fragen
  10. Schon gewusst? Wissenswertes und Hilfreiches zum Thema Kreditkarte

Was ist eine Kreditkarte?

Neben dem Girokonto und der dazugehörigen Girocard besitzt rund die Hälfte der Deutschen eine Kreditkarte. Die zu Ihnen am besten passende Kreditkarte finden Sie im kostenlosen Vergleich bei VERIVOX.

Optisch sind Kreditkarten den EC-Karten sehr ähnlich, allerdings ist die Kreditkartennummer deutlich spürbar in die Karte geprägt. Nur Prepaid-Karten werden nicht von allen Anbietern mit Hochprägung ausgegeben. Die Kreditkartennummer wird neben Name und Unterschrift vom Karteninhaber zur Zahlung benötigt und durch die Prüfnummer ergänzt, welche vor allem bei Einkäufen im Internet abgefragt wird.

Kreditkarten mit NFC-Funktion werden optisch mit einem Funkwellen-Symbol ausgezeichnet. Sie ermöglichen Kunden kontaktloses Bezahlen.

Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Seit ihrer Einführung in den 50er Jahren in New York haben sich Kreditkarten zu einem weltweit gängigen Zahlungsmittel entwickelt – inzwischen sogar als Prepaid Card. In Deutschland werden sie meist zur Bezahlung von Hotels, Flügen und Mietwagen, für das Abheben von Bargeld im Ausland oder um online zu bezahlen verwendet. In den USA dagegen kann man mit der Kreditkarte fast alle Einkäufe bargeldlos bezahlen, auch sehr kleine Beträge.

Karteninhaber können an den Akzeptanzstellen, die das Logo ihres Kreditkartenunternehmens (Visa, Mastercard bzw. American Express) vorweisen, bargeldlos bezahlen bzw. Geld abheben.

Wenn Kunden mit einer klassischen Kreditkarte bezahlen, kommt das Geld nicht direkt von ihrem Girokonto, sondern vom Kreditkartenunternehmen. Erst mit der monatlichen Kreditkartenabrechnung wird die ausstehende Summe vom Konto abgebucht – bei einer Charge Card auf einmal, bei Karten mit Teilzahlungsfunktion in Raten. Beim Bezahlen mit einer Debit bzw. Prepaid Card wird das Geld dagegen sofort vom verknüpften Girokonto bzw. vom aufgeladenen Guthaben abgebucht.

Wann erfolgt die Kreditkartenabrechnung?

Die Abrechnung erfolgt bei typischen Kreditkarten monatlich zu einem festen Stichtag. Der offene Betrag kann je nach Anbieter in einer Summe (Charge Card) oder in Raten (Karte mit Teilzahlungsfunktion) abbezahlt werden. Speziell dafür haben Kreditkarten in der Regel ein eigenes Kartenkonto, welches mit dem Girokonto verknüpft ist.

Kosten, Gebühren und Vorteile

Für die Nutzung der Karte werden oft Jahresgebühren erhoben. Viele Banken bieten jedoch auch kostenlose Kreditkarten an – allerdings fallen dann häufig Gebühren für das Abheben von Bargeld oder für die Nutzung im Ausland an. Bei vielen Herausgebern relativieren sich die Kosten aber wiederum durch Vorteile, wie beispielsweise eine Auslandskrankenversicherung oder einen Tankrabatt bei bestimmten Tankstellen. Gold- und Platin-Karten haben normalerweise eine höhere Jahresgebühr und dafür mehr kostenlose Zusatzleistungen als Classic-Karten.

Die Kreditkarten-Anbieter

Angeboten werden Kreditkarten von Kreditkarten-Gesellschaften, zum Beispiel Mastercard, Visa Card, American Express, Diners Club oder JCB. Mastercard, Visa und JCB vertreiben ihre Karten über Partnerbanken (Kreditkarten-Emittenten). American Express und Diners Club vergeben sie direkt und sind somit gleichzeitig Anbieter und Emittent.

Diners Club war der erste Kreditkarten-Anbieter weltweit, bald gefolgt von American Express. Beide expandierten schnell nach Europa. Auch heute noch geben sie ihre Kreditkarten selber heraus, während die später dazugekommenen Konkurrenten, Visa und Mastercard, von Banken herausgegeben werden. Die erste europäische Bank, die eine eigene Karte anbot, war Barclays mit der Barclaycard im Jahre 1966.

Kreditkarte beantragen

Um eine Kreditkarte zu beantragen oder zu kündigen, wenden sich Kunden an den Kreditkarten-Emittenten. Das heißt, eine Mastercard oder Visa Card können Interessenten über Banken und Sparkassen beantragen, American Express oder Diners Club beim Kartenanbieter direkt.

Inzwischen emittieren nicht nur Banken und Sparkassen, sondern auch Unternehmen wie Amazon oder Lufthansa Kreditkarten. Häufig werden diese mit speziellen Bonussystemen des jeweiligen Anbieters kombiniert, zum Beispiel Miles and More von Lufthansa. Wer eine Miles and More Kreditkarte besitzt, sammelt mit jedem Einkauf Meilen in Höhe des ausgegebenen Betrags.

Voraussetzungen

Voraussetzung für eine Kreditkarte ist in der Regel Volljährigkeit sowie eine gute Bonität, um das Risiko des Zahlungsausfalls zu umgehen. Wer über kein geregeltes Einkommen verfügt oder negative Schufa-Einträge hat, der kann eine Prepaid-Kreditkarte beantragen. Anders als die Charge Card, bei der einmal monatlich abgerechnet wird, funktioniert diese analog zur Prepaid-Karte für Handys, bei dem ein Guthaben aufgeladen werden muss, welches dann den Verfügungsrahmen bildet. Es wird also kein Kredit im eigentlichen Sinne eingeräumt. Die Prepaid Card eignet sich auch sehr gut für Studenten und Auszubildende.

Kreditkarten-Betrug

Immer wieder hört man von Kreditkartenbetrug und Datenklau im Internet, bei dem die Kreditkartendaten in falsche Hände geraten können. Daher ist es für Karteninhaber sinnvoll, nur über verschlüsselte SSL-Verbindungen, deren URL mit „https“ beginnt, einzukaufen. Zusätzliche Sicherheit bieten Prepaid-Karten, denn hier ist die Höhe des Einkaufs immer auf das momentane Guthaben beschränkt. Mastercard und Visa haben speziell für Internet-Einkäufe die sicheren Bezahlsysteme Mastercard Secure Code und Verified by Visa entwickelt.

Kreditkarte sperren

Besteht dennoch Verdacht auf einen Karten-Missbrauch oder wurde die Karte gestohlen, so sollten Karteninhaber die Kreditkarte schnellstmöglich sperren lassen. Dazu müssen sie die Sperr-Hotline ihres Kreditkarten-Emittenten anrufen.

Kreditkarten, mit welchen man per NFC kontaktlos bezahlen kann, können bei Verlust besonders einfach missbraucht werden, da sie Einkäufe ohne PIN und Unterschrift erlauben. Hier hilft nur möglichst schnelles Sperren. Doch zum einen können nur Summen bis 25 Euro kontaktlos beglichen werden, zum anderen verlangen einige Anbieter nach drei solchen Bezahlvorgängen wieder die PIN-Eingabe.

Häufig gestellte Fragen

Eine Kreditkarte kann auf unterschiedliche Weise Kosten verursachen. Viele Banken verlangen eine Jahresgebühr dafür, dass sie ihren Kunden eine Kreditkarte zur Verfügung stellen. 20 bis 40 Euro pro Jahr sind bei Filialbanken durchaus üblich. Auch das Geldabheben am Automaten mit der Kreditkarte ist nicht immer kostenfrei – insbesondere im Ausland.

Bei der Nutzung der Kreditkarte außerhalb der Euro-Zone kann außerdem ein zusätzliches Auslandseinsatzentgelt berechnet werden. Auch die Banken selbst müssen ein Entgelt für die Umrechnung einer Fremdwährung bezahlen und geben diese Kosten oft an ihre Kunden weiter.

Bei einer Kreditkarte mit Teilzahlungsfunktion (Revolving-Kreditkarte) können außerdem Zinszahlungen auf Sie zukommen. Meistens ist bei diesen Karten nur der Zeitraum bis zur Abrechnung zinsfrei. Danach zahlen Sie Zinsen auf noch nicht beglichene Kreditkartenumsätze.

In unserem Kreditkarten-Vergleich finden Sie einfach und schnell Kreditkartenangebote, die ohne Jahresgebühren auskommen und Ihnen kostenfreie Bargeldabhebungen im In- und Ausland ermöglichen.

Bei sogenannten Charge-Kreditkarten werden die Umsätze monatlich abgerechnet und dann vom Referenzkonto abgebucht. Bis zur Abrechnung werden Ihnen keine Zinsen in Rechnung gestellt.

Revolving-Kreditkarten bieten Ihnen einen Kreditrahmen. Ebenso wie Charge-Karten werden sie monatlich abgerechnet. Sie müssen aber nur einen Teil der ausstehenden Rechnung sofort bezahlen. Die verbleibende Summe können Sie zu einem späteren Zeitpunkt in mehreren Teilzahlungen abbezahlen. Bis zur vollständigen Zahlung zahlen Sie Zinsen auf den noch ausstehenden Betrag. Sie können Ihre Rechnung aber auch komplett in einer Summe begleichen. Dann werden Ihnen keine Zinsen berechnet, denn bis zur Abrechnung sind die Kreditkartenumsätze auch bei einer Revolving-Karte zinsfrei.

Bei Debitkartenerfolgt ein sofortiger Einzug der Kreditkartenumsätze vom hinterlegten Referenzkonto. Sie funktioniert also ganz ähnlich, wie Sie es von der Girocard (früher: EC-Karte) kennen.

Prepaid-Kreditkarten sind ein Sonderfall. Sie sind nicht mit einem Konto verknüpft. Sie müssen vor Gebrauch Guthaben auf die Karte laden, um mit ihr bezahlen zu können. Ist das Guthaben verbraucht, kann die Karte nicht mehr zum Bezahlen verwendet werden.

Über die Filtereinstellungen im Kreditkarten-Vergleich können Sie gezielt nach Angeboten mit der von Ihnen bevorzugten Zahlungsart suchen.

Um eine Kreditkarte nutzen zu können, benötigen Sie ein Referenzkonto, von dem Ihre Kreditkartenumsätze abgebucht werden. Vor allem viele Direktbanken bieten dauerhaft kostenfreie Kreditkarten als attraktive Zugabe zu ihrem eigenen Girokonto an. Die gebührenfreie Karte erhalten Sie nur, wenn Sie auch ein Girokonto bei der Bank eröffnen. Das Konto dient dann auch als Referenzkonto für die Kreditkarte. Auch bei vielen Filialbanken sind Classic- oder Gold-Kreditkarten Bestandteil der unterschiedlichen Kontomodelle.

Es gibt aber auch Banken, die jedes beliebige Girokonto in Deutschland als Referenzkonto für ihre Kreditkarte akzeptieren. In unserem Kreditkarten-Vergleich können Sie gezielt nach Kreditkarten ohne Girokonto suchen.

Den Verfügungsrahmen Ihrer Kreditkarte legt Ihre Bank fest. Sie können ihn in Absprache mit der Bank auf Ihre Bedürfnisse anpassen lassen. Dabei wird die Bank immer Ihre Bonität berücksichtigen. Gutverdiener können über höhere Summen verfügen als Verbraucher mit einem niedrigeren Einkommen.

Sobald Sie den Verlust bemerken, sollten Sie die Kreditkarte sperren lassen. Der zentrale Sperrnotruf ist jederzeit erreichbar – aus Deutschland über die Rufnummer 116 116 und aus dem Ausland über die Rufnummer +49 116 116.

Einen Diebstahl Ihrer Kreditkarte sollten Sie immer bei der Polizei anzeigen. Informieren Sie außerdem Ihre Bank über den Kartenverlust. In der Regel erhalten Sie dann innerhalb von 1 bis 3 Werktagen eine neue Kreditkarte.

Weitere Infos und Tipps finden Sie in diesem Ratgeber: Kartensperrung – wie Sie Bankkarte und Kreditkarte sperren lassen

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