KFZ-Versicherung für Fahranfänger

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Kfz-Versicherung für Fahranfänger
  3. Darum zahlen Fahranfänger hohe Beiträge
  4. Unfallstatistik Fahranfänger
  5. Die 7 besten Tipps zum Sparen

Das Wichtigste in Kürze

  • Als junger Fahrer oder Fahranfänger zahlen Sie die höchste Versicherungssumme.
  • Mit einigen Spartipps können Sie die Kosten für die Autoversicherung allerdings senken.
  • Achten Sie zudem darauf, bei der Anschaffung eines Neuwagens kein typisches Fahranfänger Modell zu kaufen - diese sind aufgrund Ihrer Typklassen meist besonders teuer.

Kfz-Versicherung für Fahranfänger

Meist sind große Teile des Ersparten bereits für den Kauf des „ersten Gebrauchten“ dahingeflossen. Da ist es besonders ärgerlich, dass die Versicherer gerade den Fahranfänger ordentlich zur Kasse beten. Neben den Kosten für Benzin und Wartung schlagen nun auch die Versicherungsbeiträge auf der Sollseite des Bankkontos zu Buche. Doch mit ein paar nützlichen Tipps legt sich der Unmut bezüglich der Autoversicherung für Fahranfänger recht schnell. Zunächst werden für das Sparprogramm die Eltern oder ältere Geschwister ins Boot geholt, oder in diesem Fall besser gesagt – ins Auto.

Der Führerschein mit 17 nennt sich im Fachjargon „begleitetes Fahren“. Bis zum Solostart am 18. Geburtstag sammelt der Fahranfänger, auch durch die Tipps des Beifahrers, ein Jahr lang Erfahrung. Dieses vorbildliche Verhalten honorieren die Versicherer mit bis zu 21 Prozent Tarifersparnis. Weitere entscheidende Parameter können im Kfz-Versicherungsrechner von Verivox eingegeben werden - der passende Kfz-Versicherer wird so ganz unkompliziert ermittelt.

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Darum zahlen Fahranfänger höhere Beiträge

Generell richtet sich die Höhe der Versicherungsprämie nach dem individuellen Schadensrisiko. Dieses wird für Fahranfänger besonders hoch eingestuft, da natürlicherweise die Fahrpraxis fehlt und junge Fahrer daher als relativ unerfahren im Straßenverkehr eingeschätzt werden.

Die Autoversicherer handeln hier keineswegs mit Vorurteilen, sondern richten sich nach Statistiken des Statistischen Bundesamtes.

Die teuerste Altersgruppe

Die Altersgruppe der 18- bis 24-jährigen gilt als die risikoreichste Fahrergruppe im Straßenverkehr. Das statistische Bundesamt zeigt, dass die meisten Unfälle in dieser Altersgruppe durch erhöhte Geschwindigkeit zu Stande kommen (Quelle).

Versicherer kalkulieren mit vielen Schadensfällen

Auf Grundlage der aktuellen Statistiken rechnen Autoversicherer damit, dass junge Fahrer öfter den ein oder anderen Schaden verursachen. Da insbesondere die Schäden an fremden Fahrzeugen oder Objekten von der Versicherung übernommen werden, sichern sich diese mit höheren Tarifbeiträgen ab.

Welche Rolle spielt die Schadenfreiheitsklasse?

Die Schadenfreiheitsklasse (kurz: SF-Klasse) ist ein wichtiger Faktor zur Berechnung der jährlichen Versicherungssumme. Diese funktioniert praktisch wie ein Bonussystem: jedes Jahr, welches Unfallfrei gefahren wird, lässt den Jahresbeitrag sinken.

Die SF-Klassen starten bei 0 und gehen bis 35. Jede Stufe, die Sie höher "steigen", senkt den Versicherungsbeitrag. Wie viel genau durch unfallfreies Fahren eingespart werden kann, hängt vom Versicherungsunternehmen ab.

Andersrum können Sie allerdings auch wieder in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft werden. Der zu zahlende Beitrag wird demnach wieder teurer. Oftmals lohnt es sich daher nach einem Unfall, einen Vergleich aktueller Kfz-Versicherungsangebote durchzuführen. Denn eine neue Versicherung kann günstiger sein, als die bestehende Versicherung in einer zurückgestuften Schadenfreiheitsklasse.

Unfälle bei Fahranfängern zwischen 18 und 24

Unfallursache Anzahl Unfälle
Überholen 1.442
Alkoholeinfluss 1.771
Falsche Straßennutzung 2.188
Missachtung Vorfahrtsregeln 6.318
Nicht geschaut 6.429
Zu dicht aufgefahren 9.134
Geschwindigkeitsüberschreitungen 11.026

Die 7 besten Tipps zum Sparen

Damit Sie auch als Fahranfänger Ihre Beiträge so gering wie möglich halten können, führen wir Ihnen hier die besten Spartipps für Fahranfänger auf:

  1. Zweitwagenversicherung
  2. Familientarife
  3. Begleitetes Fahren
  4. Schadenfreiheitsklassen übertragen
  5. Telematik-Tarife
  6. Fahrzeugwahl
  7. Kaskoversicherung

1. Zweitwagenversicherung

Besitzen Sie als Fahranfänger ein eigenes Auto oder möchten sich eines kaufen, so sollten Sie es am besten über Ihre Eltern als Zweitwagen versichern lassen. Der Zweitwagen wird von Versicherungsunternehmen mindestens in die Schadenfreiheitsklasse 0.5 eingestuft - teilweise sogar höher. In einigen Fällen kann sogar die SF-Klasse des Erstwagens übernommen werden.

2. Familientarife

Einige Versicherer bieten die Möglichkeit an, dass das Neufahrzeug eines Fahranfängers mit einer höheren Schadenfreiheitsklasse versichert werden kann. Unter der Vorraussetzung, dass das Auto der Eltern bei der selben Versicherungsgesellschaft versichert ist. Im Gegensatz zur Zweitwagenversicherung sind Sie hier selbst der Versicherungsnehmer. Diese Variante bietet zwar Sparpotential, allerdings liegt das Einsparpotential hier deutlich unter dem der Zweitwagenversicherung.

3. Begleitetes Fahren

Wer mit 17 seinen Führerschein macht, muss sich im ersten Jahr von einem erfahrenen Autofahrer begleiten lassen. Statistisch gesehen bauen Fahranfänger auf diesem Weg weniger Unfälle. Im Durchschnitt können mit der gesammelten Fahrpraxis bereits Versicherungskosten bis zu 30% gespart werden.

4. Schadenfreiheitsklassen übertragen

Innerhalb der Familie können Schadenfreiheitsklassen übertragen werden. Sind Ihre Eltern bereits einige Jahre unfallfrei gefahren, so lohnt sich die Überlegung, dass Sie die SF-Klasse eines Elternteils übernehmen. Dies geht besonders einfach, wenn Ihre Eltern bereits einen Zweitwagen besitzen. Je nach Versicherungsanbieter gibt es hier allerdings unterschiedliche Konditionen zur Rabattübertragung.

5. Telematik-Tarife

Bei Telematik-Tarifen können Sie durch eine umsichtige Fahrweise sparen. Dies geschieht anhand einer App oder einer Telematik-Box im Auto, welche Fahrverhalten aufzeichen und analysieren. Gemessen wird beispielsweise die Einhaltung von Geschwindigkeitsregelungen oder auch Beschleunigungs- und Bremsverhalten. Je sicherer Sie fahren, desto mehr Sparpotential ergibt sich als Fahranfänger.

6. Fahrzeugwahl

Sind Sie Fahranfänger und möchten direkt mit einem eigenen Neu- oder Gebrauchtwagen im Straßenverkehr durchstarten, sollten Sie hier Kosten für Versicherungsbeiträge im Hinterkopf behalten. Denn: Fahrzeugtypen, genauer: die Typklassen von Autos, beeinflussen ebenfalls die Versicherungsprämie. Anhand von Unfallstatistiken werden bestimmte Fahrzeugtypen in Typklassen sortiert, je nachdem wie oft diese Fahrzeugtypen in Unfälle verwickelt sind.

Autos wie VW Polo, Ford Fiesta oder Opel Adam gelten als typische Fahranfänger-Autos und haben dementsprechend eine hohe Typklasse. Je nach PS-Zahl und Baujahr kann der Versicherungsbeitrag stark variieren.

7. Kaskoversicherungen

Bei der Kaskoversicherung wird zwischen Teil- und Vollkasko unterschieden. Während die Haftpflichtversicherung obligatorisch für das Führen eines Fahrzeugs ist, sind Kaskoversicherungen eine freiwillige Zusatzversicherung. Die Haftpflicht deckt immer die Schäden ab, die nicht am eigenen Fahrzeug entstanden sind. Kaskoversicherungen hingegen decken Schadensfälle des eigenen Autos ab. Generell gilt hier die Regel: Neuwagen oder bis zu 5 Jahre alte Fahrzeuge können über die Vollkasko versichert werden. Für ältere Fahrzeuge lohnt sich oftmals nur noch die Teilkasko - bei sehr alten Fahrzeugen lohnt sich nur die Haftpflicht.

Lächelnde Frau am Steuer lehnt sich aus dem Autofenster mit Autoschlüssel in der Hand

10 Tipps für Fahranfänger

Mit diesen Tipps können Fahranfänger dafür sorgen, dass die Beiträge für Ihre Autoversicherung möglichst gering bleiben.

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