Die "TÜV-Plakette" ist das Siegel, das ein Fahrzeug nach bestandener Hauptuntersuchung (HU) erhält. Das Siegel wird auf dem hinteren Fahrzeugkennzeichen angebracht und gibt an, wann das Auto wieder geprüft werden muss. Die TÜV- bzw. HU-Plakette dient außerdem dazu, dass die Behörden auch aus größerer Entfernung kontrollieren können, ob das Fahrzeug für den Straßenverkehr zugelassen ist.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die "TÜV-Plakette" ist das Siegel, das ein Fahrzeug nach bestandener Hauptuntersuchung (HU) erhält.
  • Besteht ein Fahrzeug die Hauptuntersuchung, so erhält dieses die TÜV Plakette.
  • Die Farbe der TÜV-Plakette ändert sich in jedem Jahr. Daran kann man sehen, ob die Frist für die Hauptuntersuchung womöglich bereits verstrichen ist.

Die Zahlen der TÜV-Plakette richtig lesen

Der Internet-Auftritt der Stadt Berlin hat beispielhaft für jeden Autofahrer aufgeschlüsselt, wie die Angaben auf der Plakette richtig gelesen werden: Die Zahl in der Mitte der Plakette gibt das Jahr an, in dem die nächste Hauptuntersuchung fällig wird. In welchem Monat die Untersuchung zu erfolgen hat, sieht man im oberen Teil der Plakette. Steht in der Mitte beispielsweise eine 17 und oben eine 3, so muss das Auto im März 2017 zur nächsten Hauptuntersuchung.

Die Farbe der TÜV-Plakette verstehen

Die Farbe der TÜV-Plakette ändert sich in jedem Jahr. Daran kann man sehen, ob die Frist für die Hauptuntersuchung womöglich bereits verstrichen ist. Generell gibt es sechs unterschiedliche Farben, die sich abwechseln. Es gilt aktuell das folgende Farbschema, das aus einer Übersicht der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger (KÜS) übernommen wurde:

  • Gelb (2015)
  • Braun (2016)
  • Rosa (2017)
  • Grün (2018)
  • Orange (2019)
  • Blau (2020)

Im Jahr 2021 beginnt der Kreislauf mit der Farbe Gelb dann wieder von neuem. Für die Behörden bedeutet dies: Nur Fahrzeuge mit gelben, blauen (aus dem Jahr 2014) und orangen (aus dem Jahr 2013) Plaketten verfügen über eine gültige Zulassung.

Der schwarze Bereich der TÜV-Plakette und die Anordnung der umlaufenden Zahlen

Die umlaufenden Zahlen auf der TÜV-Plakette bewegen sich gegen den Uhrzeigersinn, denn es hat sich gezeigt, dass man sie so auch aus größerer Entfernung besser lesen kann. Als weitere Hilfestellung dient der schwarze Bereich der HU-Plakette über drei der umlaufenden Zahlen. Er markiert stets den Bereich November bis Januar - also die Zahlen elf, zwölf und eins. Polizisten können auf diese Weise selbst auf der Autobahn mit einigem Abstand erkennen, ob ein Auto über eine gültige Zulassung verfügt oder nicht. Auch für Politessen, in deren Aufgabenbereich das Kontrollieren der Plaketten fällt, ist das hilfreich.

Das Material der TÜV-Plakette

Wer im Straßenverkehr darauf achtet, wird feststellen, dass es zwei unterschiedliche Arten von HU-Plaketten gibt. Das Material unterscheidet sich. Früher wurden ausnahmslos Feststoffplaketten verwendet, weil diese als unempfindlich gegenüber Vandalismus galten. Allerdings waren sie auch schwieriger an die Kennzeichen anzubringen. Bis zum heutigen Tag werden in einigen Zulassungsstellen die Feststoffplaketten vergeben.

Deutlich häufiger sind heute Aufkleber, die aus Folie gefertigt werden. Diese sind sehr dünn, reißfest und haben eine extrem starke Klebewirkung, wodurch sie nicht einfach so entfernt werden können. Nicht nur die HU-Plakette ist inzwischen zumeist ein solcher Aufkleber, sondern auch das Steuersiegel.

Was ist mit der AU-Plakette geschehen?

Früher gehörte zur TÜV-Plakette auch zugleich das Siegel für die Abgas-Untersuchung (AU), das auf das vordere Fahrzeugkennzeichen geklebt wurde. Dieses Siegel ist als eigenständige Plakette allerdings zum Jahr 2010 abgeschafft worden. Die AU ist inzwischen Teil der HU. Das Siegel über die Hauptuntersuchung gibt damit zugleich auch Informationen über die nächste AU. Die sechseckigen Plaketten gehören der Geschichte an.