Reparaturkostenversicherung

Eine Reparaturkostenversicherung springt ein, wenn die Gewährleistung beziehungsweise Herstellergarantie des Autos abgelaufen ist. Zahlreiche Versicherer und Automobilclubs bieten eine solche Reparaturkostenversicherung an. Sie lohnt sich für Gebrauchtwagen ebenso wie für ältere Neuwagen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine Reparaturkostenversicherung?
  3. Kosten
  4. Leistungen
  5. Auf Details achten
  6. Gebrauchtwagen
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Reparaturkostenversicherungen sind für Neu- und Gebrauchtwagen möglich.
  • Einige Anbieter deckeln die jährliche Versicherungsleistung.
  • Der Beitrag richtet sich nach kW-Zahl, Alter und Laufleistung des Fahrzeugs.
  • Verschleißteile fallen nicht unter den Versicherungsschutz.

Was ist eine Reparaturkostenversicherung?

Für Autobesitzer gibt es immer wieder einmal die Situation, dass es irgendwo im Auto klingelt, oder, schlimmer noch, die Automatik nicht mehr in den nächsten Gang hochschaltet. Das Fahrzeug muss in die Werkstatt. Werkstattkosten, weniger die Ersatzteile als vielmehr der Stundenlohn, sind alles andere als günstig. Die Reparaturkostenversicherung erstattet diesen Aufwand, sofern es sich nicht um Teile handelt, die durch Verschleiß, beispielsweise Bremsbeläge, immer wieder ersetzt werden müssen.

Kosten einer Reparaturkostenversicherung

Der Beitrag der Reparaturkostenversicherung orientiert sich am Alter oder der Laufleistung des Fahrzeuges und der Kilowattstärke. Hier ein Beispiel für die Prämienkalkulation eines großen deutschen Autoversicherers:

Motorleistung in kW /PS Monatsbeitrag
bis 77 / 105 19,80 Euro
bis 110 / 150 24,80 Euro
über 110 / 150 29,80 Euro

Leistungen der Reparaturkostenversicherung

Versichert sind alle serienmäßig verbauten elektronischen und mechanischen Teile eines Pkw. Nicht versichert sind Teile wie Bremsscheiben, Ölfilter oder Scheibenwischer, da diese auch gemäß Herstellerempfehlung getauscht werden müssen. Die Reparaturkostenversicherung übernimmt sowohl den Aufwand für die Ersatzteile als auch den reinen Stundenlohn der Werkstatt.

Allerdings bestehen von Anbieter zu Anbieter Unterschiede in der Tarifierung, der maximalen Laufleistung des Fahrzeuges und dem versicherbaren Höchstalter des Wagens. Je nach Tarif gibt es Einschränkungen. Bei einem Basistarif sind nicht zwangsläufig Lenkung oder Kraftstoffanlage mitversichert.

In der Basisdeckung eines Versicherers sind Motor, Schalt- und Automatikgetriebe und Achsgetriebe versichert. Die Premiumdeckung schließt dagegen Folgendes ein:

  • Motor
  • Schalt- und Automatikgetriebe
  • Achsgetriebe
  • Kraftübertragungswellen
  • Bremsen
  • Lenkung
  • Abgasanlage
  • Sicherheitssystem
  • Kraftstoffanlage
  • Elektrische Anlage
  • Kühlsystem
  • Komfortelektronik

Dazu kommt, dass einige Versicherer die jährliche Höchstleistung für Reparaturkosten deckeln, andere jedoch nicht.

Der Preis spielt im Zweifelsfall nur eine untergeordnete Rolle, wenn der Fahrzeughalter einen Versicherungsschutz umfassend und ohne Obergrenze wünscht.

Damit der Versicherungsschutz gewahrt bleibt, muss der Halter allerdings die vom Hersteller vorgegebenen Wartungsintervalle einhalten.

Reparaturkostenversicherung - die Details

Die Auswahl einer Reparaturkostenversicherung setzt voraus, dass sich der Fahrzeughalter die verschiedenen Angebote anschaut. Als ein Ausschlusskriterium kommt das Höchstalter des Autos infrage, ein anderes ist die maximale PS-Zahl. Einige Versicherer lehnen Autos mit mehr als 180 oder 210 PS ab. Ebenfalls muss die Leistungsstaffelung, abhängig vom Alter des Fahrzeuges, berücksichtigt werden. Diese kann wie folgt aussehen:

Laufleistung Erstattungssatz
bis 50.000 km 100%
bis 60.000 km 90%
bis 70.000 km 80%
bis 80.000 km 70%
bis 90.000 km 60%
bis 100.000 km 50%
über 100.000 km 40%

Dazu kommt bei einigen Versicherern grundsätzlich eine Selbstbeteiligung, die in der Regel 150 Euro beträgt. Der Versicherungsschutz beginnt am 31. Tag nach Versicherungsbeginn. Die Vertragsdauer beträgt ein Jahr.

Reparaturkostenversicherung für Gebrauchtwagen

Reparaturkostenversicherungen für Gebrauchtwagen sind nur bis zu einem gewissen Alter und einer maximalen Laufleistung möglich. Die Versicherung lohnt sich aber: Wer sein Fahrzeug verkaufen möchte, kann sich von anderen Anbietern dadurch abheben, dass er das Auto vor dem Verkauf versichert. 250 Euro für eine Jahrespolice können durchaus einen Kaufpreis bewirken, der ohne Police mehr als 250 Euro darunter liegt. Reparaturkostenversicherungen sind auch als Gebrauchtwagengarantie oder Gebrauchtwagenversicherungen bekannt.

Im Grunde stellt die Reparaturkostenversicherung ein recht einfaches Produkt dar. Es gibt allerdings kaum übereinstimmende Kriterien hinsichtlich der Versicherbarkeit eines Autos. Der Halter ist wirklich gefordert, alle Angebote miteinander zu vergleichen, um die für ihn bestmögliche Deckung zu finden. Es bringt wenig, wenn der günstigste Anbieter nur Motorschäden versichert, die Leistung auf 1.500 Euro im Jahr maximiert und eine Selbstbeteiligung von 500 Euro einschließt.

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