Beim Kauf eines Neu- oder Gebrauchtwagens vom Händler können Verbraucher die gesetzliche Gewährleistung in Anspruch nehmen. Erweitern lässt sich dieser Schutz mit einer Garantieverlängerung. Hierbei handelt es sich im Regelfall um eine Versicherungspolice.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine Garantieverlängerung?
  3. Das deckt die Versicherung ab
  4. Dauer der Verlängerung
  5. Bedingungen
  6. Lohnt sich das?
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit der Garantieverlängerung bei einem Versicherer oder dem Hersteller können Sie auch nach Ablauf der Herstellergarantie Reparaturkosten bei Defekten ersetzt bekommen.
  • Verschleißteile und Unfallschäden sind von den Leistungen ausgeschlossen.
  • Die Leistungen erhalten Sie im Regelfall nur, wenn Sie Ihr Auto nach Herstellervorgaben in der Vertragswerkstatt regelmäßig warten lassen.
  • Je nach Fahrzeugalter und Laufleistung müssen Sie mit Selbstbehalten rechnen.

Was ist eine Garantieverlängerung?

Beim Kauf eines Autos können Sie als Erwerber die gesetzliche Gewährleistung in Anspruch nehmen, wenn das Fahrzeug einen Mangel hat, der eine Reparatur nach sich zieht. Dabei gelten folgende Fristen, wenn Sie das Auto bei einem Händler erwerben:

  • Für ein neues Fahrzeug gelten zwei Jahre Gewährleistung.
  • Beim Kauf eines Gebrauchtwagens vom Händler beträgt die Gewährleistungsfrist ein Jahr.

Zusätzlich zur gesetzlichen Gewährleistung bieten manche Hersteller eine mehrjährige Garantie an. Wenn Sie nach dem Auslaufen von Gewährleistungsfrist und Herstellergarantie weiterhin Garantieleistungen in Anspruch nehmen wollen, können Sie eine Garantieverlängerung abschließen. Diese bezeichnet man häufig auch als Reparatur- oder Garantieversicherung.

Wer bietet Garantieverlängerungen an?

Als Anbieter von Garantieverlängerungen sind zwei Gruppen am Markt aktiv:

  • Autohersteller bieten beim Kauf eines Neuwagens an, gegen einen Aufpreis die Frist bei der Herstellergarantie zu verlängern.
  • Versicherungen haben Policen im Programm, mit denen sich Käufer oder Besitzer von Autos über einen vereinbarten Zeitraum hinweg gegen Reparaturkosten absichern können.

Damit haben Sie als Eigentümer eines Fahrzeugs je nach Vertrag entweder den Hersteller des Autos oder ein Versicherungsunternehmen als Ansprechpartner, wenn Sie eine Leistung aus der Garantieverlängerung in Anspruch nehmen wollen.

Was beinhaltet die Garantieverlängerung?

Die Garantieverlängerung deckt die Reparaturkosten ab, wenn ein technischer Defekt auftritt oder Karosserieteile durchrosten. Allerdings sind in aller Regel Verschleißteile ausgeklammert. Dazu zählen insbesondere Bremsbeläge und -scheiben, Reifen, Keil- und Zahnriemen, Kupplung und Batterie.

Wichtig: Nicht jeder Anbieter hat dieselbe Definition, wenn es um Verschleißteile geht. Achten Sie beim Vergleich darauf, welche Teile von der Garantieverlängerung abgedeckt sind und welche nicht.

Ausgeschlossen sind Reparaturen in Folge eines Unfalls. Für diese Kosten kommt bei einem nicht selbst verschuldeten Unfall die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners auf, selbst verschuldete Unfallschäden lassen sich über eine Vollkasko-Police versichern.

Wie lange lässt sich die Garantie verlängern?

Je nach Anbieter und Alter des Fahrzeugs lässt sich bei den meisten Anbietern die Garantie über die gesetzliche Gewährleistung oder Herstellergarantie hinaus für weitere ein bis drei Jahre verlängern.

Damit verbunden ist häufig eine Obergrenze bei der Kilometerleistung. Wenn das Fahrzeug den vorgegebenen Kilometerstand erreicht, endet die verlängerte Garantie – und zwar auch dann, wenn die zugesagte Frist noch einige Zeit weiterlaufen würde.

Beispiel: Die Garantiebedingungen sehen vor, dass der Schutz nach zwei Jahren, spätestens jedoch beim Erreichen von 150.000 gefahrenen Kilometern endet. Stehen nach 18 Monaten bereits die 150.000 Kilometer auf dem Tacho, endet die Absicherung vorzeitig.

Welche Bedingungen sind an die Garantieverlängerung geknüpft?

Um im Reparaturfall eine Leistung zu erhalten, müssen Sie als Autobesitzer bestimmte Bedingungen erfüllen. Unter Umständen müssen Sie auch damit rechnen, dass der Versicherer oder Hersteller nur einen Teil der anfallenden Kosten übernimmt.

Bedingungen bei der Wartung

In aller Regel müssen Sie bei Wartung und Inspektion dieselben Bedingungen erfüllen, die auch bei der Herstellergarantie gelten. Dazu zählen in erster Linie

  • die lückenlose Durchführung der Inspektionen bei den vorgeschriebenen Wartungsintervallen,
  • je nach Vertragsbedingung die Durchführung der Inspektion in einer Vertragswerkstatt oder bei Durchführung in einer freien Werkstatt gemäß Herstellervorgaben und
  • der Einbau von Originalteilen beim Austausch von Verschleißteilen.

Selbstbehalt

Als Fahrzeugbesitzer müssen Sie damit rechnen, dass sich die Garantieleistungen reduzieren, wenn das Alter und die Laufleistung des Autos zunehmen.

Beispiel: Sie bekommen im Reparaturfall bei einem Fahrzeugalter von 5 Jahren den vollen Preis der Ersatzteile ersetzt, bei 6 Jahren hingegen nur noch 80 Prozent. Oder der Garantiegeber übernimmt bis zu einem Kilometerstand von 100.000 Kilometer die kompletten Kosten und danach nur noch die Hälfte.

Lohnt sich die Garantieverlängerung beim Auto?

Ob sich die Garantieverlängerung für Sie als Fahrzeuginhaber lohnt, hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab. Neben dem Preis für die Garantieleistung kommt es auch darauf an, welche Selbstbehalte gelten und wie die Regelungen beim Ausschluss von Verschleißteilen gestaltet sind.

Tipp: Je nach Fahrzeugtyp und Anbieter können sowohl die Kosten als auch die Leistungen stark variieren. Rechnen Sie daher die einzelnen Angebote sorgfältig durch und prüfen Sie, welche Reparaturkosten Sie im Ernstfall nach Abzug möglicher Selbstbehalte tatsächlich ersetzt bekommen.

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