In Personenkraftfahrzeugen gehört ein Airbag zum Sicherheitsrückhaltesystem. Kommt es während eines Unfalls zu einer Kollision, bläst sich der Airbag automatisch auf und verhindert, dass die Fahrzeuginsassen auf die harten Armaturen oder andere Teile des Fahrzeuginnenraums prallen. Seit seiner Einführung hat der Airbag auf diese Weise viele Menschenleben gerettet. Die Technik heutiger Airbags ist bereits sehr ausgereift und wird immer noch stetig weiterentwickelt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie funktioniert ein Airbag?
  3. Welche Arten von Airbags gibt es?
  4. Auslesbarkeit des Airbagsystems
  5. Die Geschichte des Airbags
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Airbag schützt am besten in Kombination mit einem angelegten Sicherheitsgurt.
  • Neben Frontairbags gibt es beispielsweise auch Seiten-, Knie- und Gurtairbags.
  • Das Steuerungssystem des Airbags speichert Unfalldaten ab.

Wie funktioniert ein Airbag?

Der Airbag gehört wie der Sicherheitsgurt zu den passiven Sicherheitssystemen in einem Kraftfahrzeug. Im Falle eines Zusammenstoßes registrieren Sensoren den Aufprall. Sie lösen unmittelbar durch einen elektrischen Impuls eine Zündung und damit das Abbrennen eines Materials aus, das Gas erzeugt. Dieses Gas füllt den Airbag, der sich entfaltet und als weiches Kissen zwischen einen Fahrzeuginsassen und den Innenraum des Autos schiebt. Zwischen dem Aufprall und dem Aufblasen des Airbags vergehen nur Millisekunden.

Der Airbag ist kein Ersatz für den Sicherheitsgurt, sondern erst beide zusammen gewährleisten den bestmöglichen Schutz. Der Sicherheitsgurt bremst die Vorwärtsbewegung des Fahrzeuginsassen, der Airbag schützt Kopf und Oberkörper vor einer Kollision mit dem Fahrzeuginnenraum. Damit der Airbag sich wirklich nur bei einem Unfall aufbläst, messen die Sensoren die Stärke des Aufpralls. So wird verhindert, dass der Airbag sich beispielsweise bei einem leichten Anstoßen des Autos beim Einparken öffnet.

Welche Arten von Airbags gibt es?

Ist die Rede von einem Airbag, ist zumeist der Frontairbag auf der Fahrerseite gemeint, der sich im Lenkrad befindet. Es gibt aber auch noch eine ganze Reihe anderer Airbags, die in einem Fahrzeug verbaut sein können. Dazu gehören:

  • Beifahrerairbags
  • Knieairbags
  • Seitenairbags
  • Gurtairbags

Es gibt sogar sogenannte Fußgängerairbags, die sich bei einer Kollision mit einem Menschen außerhalb des Autos entfalten. Sie sollen den Angefahrenen vor dem Aufprall auf das Fahrzeug schützen. Fußgängerairbags werden aber eher selten verbaut.

Airbags finden beispielsweise auch Anwendung in Flugzeugen und bei Motorrädern. Für die Fahrer von Letzteren gibt es auch spezielle Airbagjacken. Sie werden durch eine Reißleine oder ein elektronisches Modul am Motorrad ausgelöst.

Airbags lassen sich auch danach unterscheiden, wie schnell sie das Gas in das Kissen leiten. Adaptive Airbags haben zweistufige Gasgeneratoren und können die Stärke des Aufpralls abschätzen. Das Gas wird dann entweder auf einmal oder in zwei Schritten in das Kissen geleitet. Letztere Variante hat den Vorteil, dass sich der Druck im Inneren des Airbags stufenweise aufbaut und der Aufprall des Körpers auf das Kissen somit sanfter ist.

Auslesbarkeit des Airbagsystems

Eine interessante Funktion jedes Airbagsystems ist die digitale Datenspeicherung im Steuerungsgerät des Schutzkissens. Gespeichert werden beispielsweise:

  • Informationen über Störungen, die vor, während und nach der Kollision auftreten
  • die Zündzeit, also der Zeitpunkt, zu dem der Airbag aktiviert wurde
  • Daten zur Sitzbelegungserkennung

Werden diese Daten ausgelesen, lassen sich wertvolle Informationen zum Unfallhergang gewinnen. Allerdings ist das Auslesen nur durch den Hersteller des Wagens oder des Steuerungssystems möglich. Dies ist besonders für die nachträgliche Schadensabwicklung von Interesse. Informationen zum Unfallhergang können weitere Details über Eigen- oder Fremdverschuldung liefern, so dass die entstandenen Kosten von der zuständigen Kfz-Versicherung übernommen werden können.

Die Geschichte des Airbags

Der Bedarf an besseren Sicherheitssystemen in Personenkraftwagen wurde bereits in den 1950er-Jahren erkannt. Erste Patente für Airbags wurden damals sowohl in Deutschland als auch in den USA angemeldet. Allerdings waren die ersten Entwürfe nicht umsetzbar – erst in den 1970er-Jahren konnte der Autohersteller Mercedes ein funktionierendes Airbagsystem vorstellen. Wiederum ein Jahrzehnt später baute Mercedes erstmals Frontairbags in seine Fahrzeuge ein – zunächst in Wagen der Luxusklasse.

Mit der Zeit führten immer mehr Fahrzeughersteller den Airbag als Bestandteil der Standardausstattung ihrer Fahrzeuge ein. Seit den 1990ern ist der Airbag als ergänzendes Sicherheitssystem etabliert. In dieser Zeit wurden viele neue Arten von Airbags entwickelt; so fällt beispielsweise die Erfindung des Knie- und des Seitenairbags in diese Zeit.

Forschung und Entwicklung arbeiten stetig an Verbesserungen der bestehenden Airbagsysteme. Beispielsweise soll es irgendwann Airbags geben, die sich der Größe und dem Gewicht der Fahrzeuginsassen anpassen. Gegenwärtig verbaute Airbags sind für eine Durchschnittsgröße und ein Durchschnittsgewicht konzipiert, sodass gerade kleinere Personen nicht optimal geschützt sind.

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