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Quelle: Verivox Versicherungsvergleich GmbH, Januar 2018

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Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine Deckungssumme?
  3. Die Deckungssumme in der Kfz-Versicherung
  4. Die Mallorca-Police
  5. Deckungssummen bei anderen Versicherungen
  6. Fazit: Je höher, um so besser

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzlich vorgeschriebene Deckungssumme in der Kfz-Haftpflichtversicherung beträgt für Personenschäden 2,5 Millionen Euro.
  • Wer viel im EU-Ausland mit einem Mietwagen unterwegs ist, kann in seiner Kfz-Versicherung den Passus Mallorca-Police einschließen.
  • Die Kfz-Versicherung, die Haftpflichtversicherung und die Unfallversicherung schützen vor existenzbedrohenden Kosten.

Was ist eine Deckungssumme?

Die Deckungssumme einer Versicherung bezeichnet den maximalen Betrag, den eine Versicherungsgesellschaft im Schadensfall deckt. Je nach Sparte fallen die Deckungssummen unterschiedlich hoch aus.

Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung wird häufig die gesetzliche Deckungssumme angeboten, bei der Privathaftpflicht bestehen Staffelungen. Die Deckungssumme in der Hausratversicherung richtet sich nach dem ermittelten Wert des Hausrats, in der Unfallversicherung nach der vereinbarten Invaliditätsleistung und der Progression.

Die Deckungssumme in der Kfz-Versicherung

Die gesetzlich vorgeschriebene Deckungssumme in der Kfz-Haftpflichtversicherung beträgt für Personenschäden einschließlich des Todesfalls eines Unfallopfers 2,5 Millionen Euro. Kommen drei oder mehr Personen zu Schaden, greift eine Maximierung von insgesamt 7,5 Millionen Euro für alle Betroffenen insgesamt. Sachschäden werden mit maximal 1,12 Millionen Euro reguliert. Für Vermögensschäden besteht in der gesetzlichen Deckung eine Obergrenze von 50.000 Euro.

Höhere Deckungssumme verursacht kaum bis keine Mehrkosten

Viele Versicherer leisten jedoch mehr als die vorgeschriebenen Höchsthaftungsgrenzen. Höhere Deckungssummen liegen je nach Gesellschaft normalerweise bei 50 oder 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Auch wiederum vom jeweiligen Anbieter abhängig wird die Regulierung pro Einzelpersonen gehandhabt. Hier werden oft maximal acht oder 15 Millionen für den einzelnen Geschädigten in Ansatz gebracht.

Die Mallorca-Police

Wer viel im EU-Ausland mit einem Mietwagen unterwegs ist, kann in seiner Kfz-Versicherung den Passus Mallorca-Police einschließen. Außerhalb Europas greift die sogenannte Traveller-Police. In vielen Ländern – vor allem außerhalb der EU – belaufen sich die Deckungssummen für Personenschäden nur auf einen Bruchteil der hier geltenden Sätze. Im Schadensfall kann dies für den Mietwagenfahrer ein finanzielles Desaster bedeuten.

Im Rahmen der Mallorca-Police stockt der hiesige Versicherer die Differenz zwischen der Leistung der ausländischen Versicherung und den tatsächlichen Kosten bis zu einem vereinbarten Maximalbetrag auf.

Deckungssummen bei anderen Versicherungen

Die Deckungssumme in der Haftpflichtversicherung

Bei Haftpflichtversicherungen, sowohl privat als auch gewerblich, stehen unterschiedliche Deckungssummen zur Auswahl. Heute üblich sind Beträge von pauschal fünf, zehn oder 15 Millionen Euro als Deckungssumme für Personen- und Sachschäden. Vermögensschäden werden in der Regel mit bis zu 200 oder 500 Tausend Euro reguliert. Laut § 823 BGB muss derjenige, der einen anderen in welcher Weise auch immer schädigt, diesen Schaden wieder ausgleichen – in der Form, als sei der Schaden nie eingetreten.

Im Falle einer körperlichen Verletzung kann die Wiederherstellung unmöglich sein. In diesem Fall greift ein finanzieller Ausgleich, der den Schädiger in seiner Höhe finanziell ruinieren kann. Vor diesem Hintergrund sind Policen mit 500.000 Euro oder einer Million Euro Deckungssumme schon lange nicht mehr zeitgemäß und sollten entsprechend aktualisiert werden.

Die Deckungssumme in der Hausratversicherung

Die Ermittlung der Versicherungssumme für die Hausratversicherung erfolgt häufig über die Quadratmeterpauschale. Diese beläuft sich in der Regel auf 650 Euro. Für eine Wohnung mit 100 qm Wohnfläche gilt damit eine Deckungssumme von 65.000 Euro. Mit der Quadratmeterregelung vermeidet der Versicherungsnehmer, dass die Deckungssumme niedriger gewählt wird, als der Wert des Hausrats ausfällt. Die Quadratmeterregelung schließt den automatischen Unterversicherungsverzicht mit ein.

Ansonsten prüft der Versicherer im Schadensfall, ob der tatsächliche Wert des Hausrats der versicherten Summe entspricht. Beträgt die Deckungssumme dann zum Beispiel 30.000 Euro und der Wert des Hausrats wird auf 50.000 geschätzt, besteht eine Unterversicherung in Höhe von 40 Prozent. Die Versicherung ersetzt den Schaden nur zu 60 Prozent. Bei einem Brandschaden in Höhe von 10.000 Euro werden also lediglich 6.000 Euro ersetzt.

Die Deckungssumme in der Unfallversicherung

Die Unfallversicherung unterscheidet zwischen einer Unfallrente und der Kapitalzahlung bei Invalidität. Die Deckungssumme in der Unfallversicherung orientiert sich zum einen an der vereinbarten Versicherungssumme und zum anderen an der vereinbarten Progressionsstaffel. Diese kann von 350 bis 1.000 Prozent vereinbart werden. Beträgt die Deckungssumme 100.000 und die zugrunde gelegte Progressionsstaffel 500 Prozent, erhält der Geschädigte bei hundertprozentiger Invalidität 500.000 Euro ausgezahlt. Fällt der Invaliditätsgrad niedriger aus, orientiert sich die Progression an der Gliedertaxe.

Fazit: Je höher, um so besser

Die Kfz-Versicherung, die Haftpflichtversicherung und die Unfallversicherung schützen vor existenzbedrohenden Kosten. Daher sollten die Deckungssummen so hoch wie möglich angesetzt werden, um eventuelle Differenzen zwischen Schadenshöhe und Versicherungsleistung zu vermeiden.