Rechtsschutzversicherung

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Rechtsschutzversicherung

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Die Leistungen der Rechtsschutzversicherung

Recht haben heißt nicht automatisch auch Recht bekommen. Oft ist die Durchsetzung der eigenen Ansprüche im Streitfall nicht ohne die Hilfe eines Anwalts möglich. Mit einer Rechtsschutzversicherung kann das finanzielle Risiko eines Rechtsstreits deutlich gemindert werden. Kommt es zu einem Streitfall, übernimmt die Rechtsschutzversicherung nach Deckungszusage in der Regel folgende Kosten:

  • Anwaltskosten (teilweise mit freier Anwaltswahl)
  • Gerichtsgebühren
  • Aufwandsentschädigungen für Zeugen
  • Gutachterkosten
  • Kosten für Mediationsverfahren (je nach Tarif)

Wartezeiten beachten

Bei vielen Rechtsschutzversicherungen besteht nach Vertragsabschluss jedoch eine Wartezeit von mehreren Monaten. Während die Rechtsschutz-Police bei Streitigkeiten im Verkehr meist ohne Wartezeit auskommt, müssen Versicherte beim Privatrechtsschutz mit 3 Monaten Wartezeit rechnen.

Kommt es in der Wartezeit zu einem Rechtsstreit, gilt der Versicherungsschutz nicht und die Leistungen der Versicherung können nicht in Anspruch genommen werden. Im Leistungsvergleich des Versicherungsrechners von Verivox werden auch Rechtsschutzversicherungen ohne Wartezeit angeboten. Ein Rechtsschutzversicherung-Vergleich lohnt sich auf Grund der unterschiedlichen Leistungen und Preise immer.

Die verschiedenen Bereiche der Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut. Es gibt je nach Anbieter verschiedene Bausteine, die in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden können. Je nach Bedarf können Versicherte einzelne Bausteine in den Rechtsschutz einschließen und den Versicherungsschutz so individuell gestalten.

Verkehrsrechtsschutz

Mit dem Verkehrsrechtsschutz sind Auseinandersetzungen rund um das eigene Fahrzeug und die Teilnahme am Straßenverkehr versichert. Auch bei der unberechtigten Zustellung von Bußgeldern greift der Rechtsschutz und vertritt die Interessen seiner Mandanten vor Gericht. Die Kosten für korrekt zugestellte Bußgelder oder Strafzettel muss der Versicherte trotz Rechtsschutz-Police selbst übernehmen. Über den Verkehrsrechtsschutz sind alle Familienmitglieder gleichzeitig versichert.

Berufsrechtsschutz

Die Berufs- bzw. Arbeitsrechtsschutzversicherung schützt bei einem Rechtsstreit mit dem Arbeitgeber. Dazu zählen beispielsweise eine ungerechtfertigte Kündigung oder Streitigkeiten bei der Lohnzahlung. Der Berufsrechtsschutz kann nur zusammen mit dem privaten Bereich abgeschlossen werden.

Privatrechtsschutz

Der Privatrechtsschutz ist ein weiterer Baustein der Versicherung. Bei Abschluss einer Privat-Rechtsschutzversicherung genießt man Versicherungsschutz bei allen Streitigkeiten rund um viele Verträge im privaten Leben. Dazu zählen beispielsweise Schadensfälle beim Online-Kauf oder sonstigen Dienstleistungen. Auch bei Steuerfragen mit den Behörden leistet der private Rechtsschutz. In diesem Bereich erfolgen die meisten Schadensfälle bei einer Rechtsschutz-Police.

Rechtsschutz bei Immobilien

Die Wohnungs- und Grundstücks-Rechtsschutzversicherung, der Miet- und der Vermieterrechtsschutz zahlen bei Streitfällen mit dem Vermieter einer Wohnung oder den Nachbarn des Eigenheims. Während der Vermieterrechtsschutz eigenständig abgeschlossen werden kann, müssen Miet- und Privatrechtsschutzversicherung zusammen abgeschlossen werden.

Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung

Je nach Versicherer kann außerdem auch eine Spezial-Straf-Rechtsschutzversicherung in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden. Diese übernimmt die Kosten für einen Anwalt auch dann, wenn dem Versicherungsnehmer ein vorsätzliches Vergehen vorgeworfen wird (zum Beispiel Beleidigung). In der normalen Rechtsschutzversicherung ist diese Leistung nicht enthalten. Bei einigen Anbietern gibt es darüber hinaus noch weitere Bausteine, die sich vereinbaren lassen und andere Zusatzleistungen enthalten. So unterscheidet sich auch die Höhe der Selbstbeteiligung je nach Anbieter.

Familienrechtsschutzversicherung

Bei den meisten Versicherern lassen sich auch gleich Ehepartner und Familienmitglieder mit absichern. Im privaten, beruflichen und beim Rechtsschutz für Verkehrssachen sind in der Regel alle Familienmitglieder mitversichert. Auch volljährige Kinder sind mitversichert, sofern sie noch bei den Eltern wohnen und studieren oder eine Ausbildung machen.

Kosten der Rechtsschutzversicherung

Die Beitragshöhe für die Versicherung ist vor allem davon abhängig, welcher Versicherungsschutz ausgewählt wurde. Ein guter Rechtsschutz, mit dem die Familie abgesichert ist, muss nicht teuer sein. Bei vielen Versicherungsgesellschaften kann die Beitragshöhe durch die Vereinbarung von einer Selbstbeteiligung oder längeren Vertragslaufzeit reduziert werden. Versicherte sollten jedoch darauf achten, dass die Leistung der Rechtsschutzversicherung stimmt. Der günstigste Tarif ist nicht unbedingt auch der Beste.

Welche Fälle sind nicht versichert?

Die Versicherung bietet grundsätzlich niemals einen vollen Rechtsschutz für alle Bereiche des privaten und beruflichen Lebens. So lassen sich bestimmte Rechtsstreitigkeiten, wie Erbstreitigkeiten, Streit über Unterhaltszahlungen und die meisten Streitigkeiten im privaten Baurecht nicht mitversichern. Das Schadenpotenzial ist in diesen Bereichen so hoch, dass die Prämien und die Selbstbeteiligung ins Unermessliche steigen würden und niemand mehr eine Rechtsschutzversicherung bezahlen könnte.

Will die versicherte Person vor einem internationalen Gerichtshof oder dem Verfassungsgericht klagen, werden die Kosten genauso wenig übernommen wie ein Rechtsstreit mit dem eigenen Rechtsschutzversicherer. Auch Verfahren im Zusammenhang mit einer Wette oder mit Spekulationsgeschäften an der Börse sind nicht im Versicherungsschutz enthalten.

Dennoch können Sie viele Lebensbereiche absichern. Besonders interessant ist die Absicherung im beruflichen Bereich. Wer gegen seine Kündigung vorgehen möchte und den Arbeitgeber verklagt, zahlt in der ersten Instanz immer seine eigenen Anwaltskosten, unabhängig vom Ausgang des Verfahrens. Mit einer Rechtsschutzversicherung inklusive Arbeitsrechtsschutz lassen sich diese Kosten jedoch minimieren.

Wie kann ich die Rechtsschutzversicherung wechseln?

Die Kündigungsfrist bei der Rechtsschutzversicherung beträgt in der Regel drei Monate, es gibt keinen fixen Stichtag wie bei der Pkw-Versicherung. Wechselwillige sollten also zuerst in ihren Versicherungsschein schauen und sich über das Ablaufdatum der Police informieren. Wer die Dreimonatsfrist verpasst hat, kann immer noch auf ein Sonderkündigungsrecht hoffen. Wenn der bisherige Rechtsschutzversicherer die Prämie erhöht, ohne dass auch die Leistungen steigen, gibt es ein Sonderkündigungsrecht für die Kunden. Innerhalb eines Monats nach Zugang der Beitragsrechnung lässt sich der Vertrag dann außerordentlich kündigen.

Die Tarife der einzelnen Versicherer weisen große Unterschiede auf. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter können sich bis zu 50 Prozent Prämiendifferenz bei sonst gleichen Leistungen ergeben. Es sollte jedoch nicht nur auf den Preis geachtet werden. Die Versicherungen weisen auch Unterschiede bei den Leistungen auf: Versicherungssumme, Selbstbeteiligung und Wartezeit sind nur einige wichtige Punkte im Leistungsumfang. In unserem Online-Rechner von Verivox finden Sie bekannte Versicherer, wie Advocard, Arag oder Deurag.

Kündigung bei zu vielen Streitigkeiten

Verbraucher sollten beachten, dass eine Rechtsschutzversicherung kein Grund ist besonders streitfreudig zu sein und ständig zu klagen. Versicherer behalten es sich vor Kunden, die besonders hohe Kosten verursachen, zu kündigen. Denn sowohl der Versicherte als auch der Rechtschutzversicherer haben nach einem Schadensfall das Recht, die Rechtsschutzversicherung zu kündigen. In diesem Fall ist es oft schwer, wieder eine neue Versicherung zu finden.

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Firmenrechtsschutz

Auch als Unternehmer bei juristischen Problemen abgesichert.