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Ein E-Bike gilt vor allem auf kürzeren Strecken als umweltschonende Alternative zum Pkw. Zudem kommen Radfahrer insbesondere in Großstädten oft schneller voran als Autofahrer. Je nach Modell eignet sich ein Elektrofahrrad aber auch für längere Touren, denn mittlerweile gibt es Akkus mit einer Reichweite von mehr als 100 Kilometern.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs
  3. Motor
  4. Gangschaltungen
  5. Bremsen
  6. Tipps zur Pflege des Akkus
  7. Kosten
  8. Häufig gestellte Fragen zum E-Bike
  9. Weitere hilfreiche Informationen
  10. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Begriff E-Bike bezeichnet ein mit einem Elektroantrieb ausgestattetes Fahrrad.
  • Der wesentliche Unterschied zu Pedelecs und S-Pedelecs besteht darin, dass der Motor eines E-Bike als alleiniger Antrieb fungieren kann.
  • Während der Gesetzgeber E-Bikes mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometer pro Stunde sowie S-Pedelecs in die Klasse der Kleinkrafträder einordnet, gelten gewöhnliche Pedelecs als Fahrräder.
  • Ein hochwertiges Elektrofahrrad kostet in der Regel zwischen 2.000 und 3.000 Euro.

Definition eines E-Bikes und Abgrenzung zu Pedelecs und S-Pedelecs

Viele Menschen verwenden die Bezeichnungen E-Bike, Pedelec und S-Pedelec als Synonyme für motorisierte Fahrräder. Es gibt jedoch bedeutende Unterschiede. Es ist wichtig, diese zu kennen, um jeden Radtyp gesetzeskonform zu nutzen. Schließlich hat der Gesetzgeber aus Gründen der Verkehrssicherheit einige Regeln für die Nutzung im Straßenverkehr erlassen. In diesem Artikel bezieht sich der Begriff E-Bike auf Elektrofahrräder im Allgemeinen.

E-Bikes: Maximal 20 Kilometer pro Stunde erlaubt

Ein E-Bike im engeren Sinne bezeichnet ein einsitziges Kleinkraftrad mit zwei Rädern, das über einen elektrischen Antrieb verfügt. Die Leistung des Elektromotors darf maximal 500 Watt betragen. Der Motor unterstützt den Fahrer beim Treten in die Pedale, kann jedoch auch als alleiniger Antrieb fungieren. Die stärkere Unterstützung des Motors stellt zugleich den größten Unterschied zu Pedelecs beziehungsweise S-Pedelecs dar.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit eines solchen Elektrofahrrads liegt bei 20 Kilometern pro Stunde. Auch in rechtlicher Hinsicht gelten E-Bikes daher als Kleinkrafträder. Wer mit einem E-Bike fahren möchte, benötigt demzufolge eine Mofa-Prüfbescheinigung. Darüber hinaus besteht eine Versicherungs- und Kennzeichnungspflicht.

Pedelecs: Unterstützung beim Treten

Bei einem Pedelec ist es nicht möglich, sich allein mithilfe des Elektroantriebs fortzubewegen. Ein derartiges Elektrofahrrad unterstützt den Fahrer lediglich. Die maximal zulässige Leistung des Motors liegt bei 250 Watt und die erlaubte Maximalgeschwindigkeit bei 25 Kilometer pro Stunde. Eine Kennzeichenpflicht besteht ebenso wenig wie eine Führerscheinpflicht. Wer ein Pedelec besitzt, muss keine Haftpflichtversicherung abschließen und auch keinen Helm tragen.

S-Pedelecs: Fahrerlaubnis der Klasse AM notwendig

S-Pedelecs funktionieren wie gewöhnliche Pedelecs, erreichen jedoch eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 Kilometern pro Stunde. Damit fallen sie in die Klasse der Kleinkrafträder. Neben einer Straßenerlaubnis ist ein Führerschein der Klasse AM erforderlich, um diese Elektro-Bikes fahren zu dürfen. Gemäß der EU-Verordnung 168/2013 gestattet der Gesetzgeber seit Anfang 2017 eine maximale Motorleistung von 4.000 Watt. Ein Kennzeichen, eine Haftpflichtversicherung und das Tragen eines Helms sind Pflicht.

E-Bike-Motor: Die unterschiedlichen Antriebsarten

Je nach Modell befindet sich der Antrieb entweder im Vorderrad, im Hinterrad oder im Bereich des Tretlagers. An welcher Position der Motor verbaut ist, beeinflusst das Fahrverhalten des Gefährts wesentlich. Jede Ausführung hat ihre Vor- und Nachteile:

Vorderradantrieb

Vorteile
Nachteile
geringe Anschaffungskosten zusätzliche Belastung des Rahmens
unabhängig von Schaltung realisierbar Gewicht des Motors beeinflusst gelegentlich Lenkung
unkomplizierte Wartung hohe Anfälligkeit für Defekte aufgrund langer Kabelwege
auch zum Umrüsten gewöhnlicher Bikes geeignet wenig attraktive Optik
Rücktritt möglich

Hinterradantrieb

Vorteile
Nachteile
höherer Anpressdruck Montage vergleichsweise aufwendig
vorteilhafter Schwerpunkt hohe Anfälligkeit für Defekte aufgrund langer Kabelwege
hohe Effizienz Schalten der Gänge oftmals eingeschränkt
unauffällige Optik Rücktrittbremse meist nicht möglich

Mittelmotor

Vorteile
Nachteile
relativ kompakte Bauweise hohe Anschaffungskosten
ideale Verteilung des Gewichts Kette und Ritzel stärker belastet
geringe Anfälligkeit für Defekte aufgrund kurzer Kabelwege quasi kein Nachrüsten möglich
angenehmes Fahrgefühl Nabenschaltung oftmals problematisch
keine Beeinflussung der Wartung von Vorder- und Hinterrad

Die Gangschaltungen von E-Bikes

Je nach Hersteller und Modell besitzen Elektrofahrräder entweder eine Nabenschaltung, eine Kettenschaltung oder eine elektronische Gangschaltung. Eine Nabenschaltung ist wenig wartungsintensiv und bietet sich beispielsweise für Fahrten in der Innenstadt an. Eine Kettenschaltung benötigt etwas mehr Pflege und ist vor allem in bergigen Regionen von Vorteil. Eine elektronische Gangschaltung bietet die größte Übersetzungsbandbreite, erfordert aber viel Wartung.

E-Bike-Bremsen: Die unterschiedlichen Arten

Natürlich gibt es auch Bremsen in unterschiedlichen Ausführungen. Manche Modelle sind mit gewöhnlichen Felgenbremsen (V-Brakes) ausgestattet, andere mit hydraulischen Felgenbremsen. Oftmals verfügen Elektrofahrräder zudem über Scheibenbremsen.

Jedes System hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Felgenbremsen sind günstig und leicht zu pflegen, haben aber eine vergleichsweise geringe Bremskraft. Außerdem verschleißen die Bremsmodelle einiger Hersteller recht schnell. Hydraulische Felgenbremsen verfügen über eine höhere Bremsleistung, sind jedoch wesentlich wartungsintensiver. Scheibenbremsen bieten ebenfalls eine sehr gute Bremsleistung und halten sehr lange. Nachteilig ist jedoch ihr hohes Gewicht.

Da insbesondere Pedelecs und S-Pedelecs recht hohe Geschwindigkeiten erreichen können, empfehlen sich für sie hydraulische Bremsen oder Scheibenbremsen. Bei einem klassischen E-Bike reichen meist herkömmliche Felgenbremsen.

Tipps zur Pflege des Akkus

Mit einigen wenigen Maßnahmen können Besitzer eines Elektrofahrrads die Lebensdauer des Akkus erhöhen. Sie sollten unter anderem auf folgende Punkte achten:

  • Akku nicht vollständig entladen
  • Akku nach jeder Fahrt aufladen
  • Einwirkung von Hitze und Kälte vermeiden
  • Aufladung nur mit dem Original-Ladegerät vornehmen
  • Bei Nichtbenutzung den Akku kühl (zwischen 10 und 20 Grad Celsius) und trocken lagern

Die Kosten eines E-Bikes

Der Preis für ein hochwertiges E-Bike liegt bei etwa 2.000 bis 3.000 Euro. Davon entfallen bereits 500 bis 800 Euro auf den Akku. Allerdings lassen sich im Handel bereits für 1.000 Euro Pedelecs finden, die über eine solide Ausstattung verfügen. Derartige Modelle eignen sich insbesondere für Personen, die das Gefährt nicht allzu oft verwenden und damit auch keine längeren Strecken zurücklegen möchten.

Vor dem Kauf sollten Verbraucher unbedingt die verfügbaren Fördermöglichkeiten überprüfen.

Wie viel kostet das Aufladen?

Da der Elektromotor je nach Fahrradtyp maximal eine Leistung von 4.000 Watt hat, fallen die Kosten für eine Akkuladung nicht allzu hoch aus. Bei einem Strompreis von 30 Cent je Kilowattstunde würde eine Aufladung lediglich 1,20 Euro kosten.

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Häufig gestellte Fragen zum E-Bike

Aufgrund des integrierten Antriebes und des verbauten Akkus weist ein Elektro-Bike ein höheres Gewicht auf als ein gewöhnliches Fahrrad. Je nach Modell wiegt ein E-Bike etwa 12 bis 25 Kilogramm.

Prinzipiell leisten Elektrofahrräder nur bis zu einer bestimmten Geschwindigkeit Unterstützung: bei einem klassischen E-Bike bis 20 Kilometer pro Stunde, bei einem Pedelec bis 25 Kilometer pro Stunde und bei einem S-Pedelec bis 45 Kilometer pro Stunde. Allerdings lassen sich unter Einsatz der eigenen Muskelkraft auch höhere Geschwindigkeiten erreichen.

Elektrofahrräder im engeren Sinne dürfen Radwege innerorts nur nutzen, wenn das Verkehrsschild "E-Bike frei" vorhanden ist. Außerorts gestattet der Gesetzgeber die Verwendung von Radwegen. Gewöhnliche Pedelecs gelten als Fahrräder, sodass mit dem Gefährt sowohl Fahrradwege als auch die Straße genutzt werden können. Für S-Pedelecs gilt, dass sie auch außerorts nicht auf Radwegen fahren dürfen.

Die Rahmenhöhe eines E-Bikes bezieht sich auf den Abstand zwischen der Tretkurbel-Mitte und der Sattelklemme. Sie ist ein wichtiges Kriterium beim Kauf eines E-Fahrrad, da sie die Sitzposition direkt beeinflusst. Zur Bestimmung der passenden Rahmenhöhe gilt es zunächst die Schritthöhe zu ermitteln, auch die Körpergröße lässt sich dafür heranziehen. Mithilfe einer Größentabelle oder eines Online-Rechners lässt sich daraus die passende Rahmengröße für verschiedene Arten von E-Bikes ableiten. Bei einer sportlichen Fahrweise empfiehlt sich eine kleinere Rahmengröße, bei einer ruhigen Fahrweise eine größere.

Bei der Reinigung eines E-Bikes ist einiges zu beachten. Insbesondere die folgenden Ratschläge sollten Sie berücksichtigen:

  • Vor der Reinigung den Akku abnehmen
  • Niemals einen Dampfstrahler verwenden
  • Dreck nach Möglichkeit nicht eintrocknen lassen
  • Rahmen am besten mit Wasser und Schwamm putzen
  • Nach der Reinigung die Kette schmieren
  • Vor dem Einsetzen des Akkus Kontaktstellen trocknen lassen

Ob Mountainbike, Trekking-Rad oder City-Cruiser: Grundsätzlich lässt sich jeder Fahrradtyp zum Elektro-Bike umrüsten. Der Umbau ist allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen sinnvoll: Das Fahrrad sollte eine stabile Bauart haben und in einem sehr guten Zustand sein. Die Rahmenform und das Material müssen sich zum Umbau eignen. Außerdem sind die Bausätze nicht immer kompatibel mit der Gangschaltung und der Rücktrittbremse. Demzufolge kommt ein Nachrüsten vor allem bei relativ neuen Rädern der mittleren oder gehobenen Preisklasse infrage.

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