Überführungskosten betreffen die Käufer von Neuwagen oder Nutzer eines Leasingneufahrzeuges. Der künftige Autobesitzer stellt sich seinen neuen Wagen nach seinen Wünschen zusammen und kauft ihn beim Händler. Dieser gibt den Auftrag weiter, das Fahrzeug wird im entsprechenden Werk zusammengebaut. Vom Werk wird der fertige Wagen dann zum Händler transportiert. Und dieser Transport ist leider nicht kostenfrei: Es fallen Überführungskosten an.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was sind Überführungskosten?
  3. Was beinhalten die Überführungskosten?
  4. Wie hoch fallen die Überführungskosten aus?
  5. Kann man Überführungskosten sparen?
  6. Müssen die Überführungskosten in der Werbung genannt werden?
  7. Überführungskosten bei Leasingfahrzeugen
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Kfz-Versicherungen vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Überführungskosten decken alle Kosten von der Abholung ab Werk bis zur Übergabe an den Kunden beim Händler.
  • Die Höhe variiert sogar von Händler zu Händler beim selben Hersteller.
  • Die Selbstabholung führt nur bedingt günstigeren Überführungskosten.
  • Überführungskosten fallen nicht nur beim Neuwagenkauf an, sondern auch beim Neuwagenleasing und teilweise beim Gebrauchtwagenleasing.

Was sind Überführungskosten?

Unter Überführungskosten versteht man alle Kosten, die von der Auslieferung ab Werk bis zur Übergabe des Wagens an den Kunden beim Händler anfallen.

Was beinhalten die Überführungskosten?

Zunächst einmal muss der Spediteur bezahlt werden, der das Auto ausliefert. Zum anderen muss der Händler eine Transportversicherung für den Wagen für die Dauer des Transports abschließen. Zu den Überführungskosten zählen auch die Aufwendungen für die Innen- und Außenreinigung. Ein Transport von München nach Hamburg auf der Autobahn oder dem Zug geht nicht spurlos an dem Neufahrzeug vorbei. Zu guter Letzt folgt noch die Erstinspektion vor der Übergabe des Autos an den Kunden.

Die Automobilindustrie hebt sich hinsichtlich anderer Industriezweige leider negativ ab. Waschmaschinen oder Möbel werden in der Regel kostenfrei an den Verkäufer geliefert, die Zustellung nach Hause kann sogar frei Haus erfolgen. Nicht so die Überführungskosten. Es ist leider nicht unüblich, dass Händler auf die Überführungskosten noch ein wenig aufschlagen, um ihre Marge zu verbessern.

Wie hoch fallen die Überführungskosten aus?

Die Höhe der Überführungskosten fällt unterschiedlich aus. Dabei spielt nicht nur die Spedition oder die Prämie für die Transportversicherung eine Rolle. Die Entfernung zwischen Werk und Händler trägt ebenso dazu bei wie letztendlich auch der Autohersteller selbst. Der Autohersteller Dacia ist dafür beispielsweise bekannt, günstige Autos zu bauen, aber hohe Überführungskosten zu berechnen. Diese können bis zehn Prozent des Listenpreises für den Neuwagen betragen.

Grundsätzlich variieren die Überführungskosten zwischen 400 Euro und 1.000 Euro. Der ADAC hat die Preise verglichen: Die Auslieferung eines Porsche Boxster ab Werk nach Freiburg schlug mit 990 Euro zu Buche, nach Berlin mit 1.099 Euro. Die Auslieferung eines Golfs ab Werk Wolfsburg nach Wolfsburg kostete 550 Euro, nach Hannover 600 Euro.

Wer gerne handelt, kann versuchen, die Überführungskosten mit einer Gratisleistung auszugleichen. Das kann eine kostenlose Durchführung der Zulassung oder ein vollgetanktes Auto bei Übergabe sein.

Auf jeden Fall sollten die Überführungskosten im Kaufvertrag schriftlich ausgewiesen sein.

Kann man Überführungskosten sparen?

Wer einen Neuwagen erwirbt oder least, sollte sich vor Abschluss des Kaufvertrages mit dem Händler über die Überführungskosten unterhalten. Nicht nur beim Autoverkauf herrscht Konkurrenzkampf, auch bei den Nebenkosten. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese in den Gesamtpreis des Wagens einzurechnen, um so das in der Summe günstigste Angebot zu finden.

Natürlich liegt die Idee nahe, das Auto selbst im Werk abzuholen. Mercedes Benz zelebriert die Übergabe förmlich und war der erste Hersteller, der in diesem Fall von einer Rechnungstellung der Überführungskosten absah. Bei Volkswagen und BMW führt dies aber nicht zu signifikanten Einsparungen.

Müssen die Überführungskosten in der Werbung genannt werden?

Diese Streitfrage, respektive die Frage, ob der beworbene Kaufpreis die Überführungskosten enthalten muss, ging im Jahr 2016 bis vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Die Autohersteller teilten in der Werbung nur mit, dass der Kunde noch mit zusätzlichen Kosten für die Überführung des Wagens rechnen muss. Der EuGH urteilte, dass der beworbene Kaufpreis alle unvermeidbaren, aber auch unvorhergesehenen Kosten ausweisen muss, die auf den Käufer entfallen. Die gesonderte Angabe ist nur zulässig, wenn für den Käufer die Option zwischen Selbstabholung und Lieferung an den Händler besteht.

Überführungskosten bei Leasingfahrzeugen

Auch wenn es inzwischen das All-in-Leasing gibt, Überführungskosten fallen auch bei Leasingverträgen mit an. Dies gilt sogar für das Leasing von Gebrauchtfahrzeugen. Bei Neufahrzeugen besteht in Bezug auf die Überführungskosten kein Unterschied zwischen Leasing und Kaufen. Der Leasingnehmer sollte, ebenso wie der Käufer, die Überführungskosten in die Leasingrate mit einrechnen, um Angebote punktgenau vergleichen zu können.

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