Wie viel Kredit kann ich mir leisten?

Wie viel Kredit kann ich maximal bekommen?

  1. Die maximale monatliche Rate berechnen.
  2. Im Kreditrechner die Summe und Laufzeit anpassen, bis die Rate passt. Die Summe zeigt, wie viel Kredit Sie bekommen.

Wie viel Haus kann ich mir maximal leisten?

Folgender Ratgeber bietet Rechner, Formeln und Rechenbeispiele: Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Vor einer Kreditaufnahme steht für viele die Frage, wie viel Kredit sie sich mit ihrem Einkommen leisten können. Folgende Rechner, Beispiele und Formeln helfen Ihnen, die Darlehenssumme für Ihren Raten- oder Autokredit schnell zu ermitteln oder für Ihren Hauskredit gründlich zu recherchieren.

  • Zuerst vergleichen Sie mit dem Haushaltsrechner die Einnahmen und Ausgaben und berechnen die maximale monatliche Rate.
  • Bei einem Raten- oder Autokredit passen Sie anschließend im Kreditrechner die Summe und die Laufzeit an, bis die Kreditraten Ihrer maximalen Monatsrate entsprechen.
  • Bei einer Hauskauf- oder Baufinanzierung geben Sie stattdessen in den Budgetrechner die Rate, die gewünschte Laufzeit und die Bauzinsen ein, um den maximalen Preis der Immobilie zu erhalten.
  • Budgetrechner

    Budgetrechner

    Geben Sie im Budgetrechner die monatliche Kreditrate, das Eigenkapital, den Zins- und Tilgungssatz ein, um den maximalen Preis Ihrer Immobilie zu berechnen.

    Budgetrechner

Baufinanzierung oder Ratenkredit?

Wie viel Kredit Verbraucher bekommen, hängt in erster Linie davon ab, was sie finanzieren wollen: ein Eigenheim (Baufinanzierung bzw. Hauskredit) oder ein Konsumgut wie ein Auto, Fernseher oder Möbel (Ratenkredit). Die Banken bewerten die Machbarkeit dieser beiden Kreditformen völlig unterschiedlich. Natürlich geht es in beiden Fällen darum, dass der Interessent sich die monatlichen Raten leisten kann. Dennoch kann eine Bank durchaus einen Ratenkredit von 20.000 Euro mit einer Laufzeit von fünf Jahren ablehnen, aber demselben Antragsteller 200.000 Euro für die Finanzierung einer Immobilie anbieten. Warum das so ist und wie Sie Ihre maximale Kreditsumme berechnen können, erfahren Sie hier.

Wie viel Ratenkredit bekomme ich?

Nachdem Sie mit dem Haushaltsrechner Ihre maximale monatliche Rate berechnen, können Sie im Verivox-Kreditrechner den maximalen Kreditbetrag ermitteln.

Geben Sie unter "Nettokreditbetrag" zunächst eine beliebige Summe und Ihre gewünschte Laufzeit ein. Sie erhalten die günstigsten monatlichen Raten diverser Banken. Passen Sie den Umfang und die Laufzeit an, bis Sie die gewünschte Kreditrate erreichen. Wenn Sie etwa das Darlehen statt in vier Jahren erst in sechs Jahren tilgen, fällt der mögliche Kreditrahmen viel größer aus. Beachten Sie jedoch: Bei vielen Anbietern hängt der Zinssatz von der Bonität des Kreditnehmers ab – je besser die Schufa-Auskunft und die Bonität, desto günstiger ist der Kredit. Welchen Zins die meisten Kunden erhalten, zeigt das repräsentative Beispiel.

Wie viel Kredit bekomme ich bei welchem Einkommen?

frei ver­füg­bares Ein­kom­men Kredithöhe je nach Laufzeit
3 Jahre 5 Jahre 7 Jahre 10 Jahre
50 € 1700 € 2750 € 3750 € 5000 €
100 € 3400 € 5500 € 7500 € 10000 €
250 € 8500 € 13800 € 15000 € 25000 €
500 € 17500 € 27500 € 37500 € 50000 €
750 € 26000 € 41500 € 45000 € 67500 €
1000 € 34500 € 53000 € 70000 € 90000 €

Die monatliche Rate berechnen

Die Kreditsumme hängt bei einem Ratenkredit vor allem vom frei verfügbaren Einkommen ab, da es hier im Gegensatz zu einer Baufinanzierung als einzige Sicherheit dient. Um das frei verfügbare Einkommen zu ermitteln, vergleichen die meisten Banken die Einnahmen und Ausgaben des Kreditnehmers innerhalb der letzten drei Monate. Der Saldo zeigt, wie viel Geld im Monat für eine Finanzierung verfügbar ist. Um sich im Vorfeld selbst ein Bild davon zu machen, können Sie den Haushaltsrechner nutzen. Dort finden Sie auch eine ausführliche Liste der möglichen Einnahmequellen und Ausgaben.

Zu den Einnahmen gehören neben dem Nettoeinkommen etwa die Mieteinnahmen oder das Kindergeld. Zu den Ausgaben zählen etwa:

  • Miete oder Hypothek
  • Wohnnebenkosten
  • Sonstige Verbindlichkeiten
  • Unterhaltszahlungen
  • Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten umfassen dabei Ausgaben in Bereichen von Lebensmitteln und Kleidung über Haushaltsbedarf, Versicherungen und Autokosten bis zu Mitgliedsbeiträgen und Hobbys.

Rechenbeispiel für die Monatsrate

Banken gehen entweder über die tatsächliche Einnahmen-Ausgabenrechnung oder sie pauschalieren die Kosten. Für einen Singlehaushalt legen die Kreditinstitute in der Regel einen Pauschbetrag zwischen 500 und 800 Euro zugrunde. Für jede weitere Person kommen noch einmal 200 Euro dazu.

Für eine vierköpfige Familie rechnen die Banken mit rund 1.100 Euro an Kosten. Bei einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.500 Euro und einer Warmmiete von 800 Euro könnte sich die Familie ohne weitere Verpflichtungen also eine monatliche Rate von 600 Euro leisten: 2.500 – 1.100 – 800 = 600.

Voraussetzungen für Kredite

Ein weiteres Kriterium, welches Auswirkungen auf die maximale Kredithöhe hat, ist die Besicherung. Ratenkredite werden heute im Rahmen eines sogenannten „industriellen Kreditprozesses“ vergeben. Die Bonitäts- und Machbarkeitsprüfung erfolgt rein EDV-basiert und ohne aufwendiger Prüfung von Sicherheiten. Die Institute besichern die Kredite rein durch die Gehaltsabtretung. Wer überhaupt einen Kredit bekommen will, muss in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis stehen und die Probezeit abgeschlossen haben.

Viele Banken bieten zudem ab einer Darlehenssumme von 50.000 Euro grundsätzlich nur Baufinanzierungen an. Denn Kredite für Konsumgüter haben deutlich kürzere Laufzeiten als Immobiliendarlehen – meist muss die komplette Tilgung innerhalb von 84 Monaten erfolgen, nur wenige Banken bieten bis zu 120 Monate an. Die Belastung durch einen hohen Kreditbetrag ist also viel höher.

Wie viel Hauskredit kann ich mir leisten?

Wie viel Hauskredit möglich ist, hängt neben dem Einkommen auch vom vorhandenen Eigenkapital, von der Höhe der Bauzinsen und von den anfallenden Nebenkosten an.

Eigenkapital berechnen

Die Faustformel für den notwendigen Eigenkapitalanteil für eine solide Baufinanzierung lautet:

Notwendiges Eigenkapital = 20% des Kaufpreises + die Erwerbsnebenkosten (grob 10-15%)

Der Eigenkapitalanteil sollte 20 Prozent des Kaufpreises zuzüglich der Erwerbsnebenkosten betragen. Die Erwerbsnebenkosten fallen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich aus, da die Höhe der Grunderwerbsteuer und der Maklercourtage nicht einheitlich geregelt ist. Mit einer groben Kalkulation von zehn Prozent haben Hauskäufer einen Richtwert. Sind also 60.000 Euro Eigenkapital vorhanden, wäre ein Kaufpreis von 200.000 Euro möglich. Die Darlehenssumme würde bei 160.000 Euro liegen. Ob das Familiennettoeinkommen abzüglich der Lebenshaltungskosten dazu ausreicht, dieses Darlehen zurückzuzahlen, können Sie im Budgetrechner prüfen.

Die Bauzinsen und das Eigenkapital

Die Zinsen spielen eine entscheidende Rolle bei einer Baufinanzierung. Zu Zeiten extrem niedriger Zinsen steigt die mögliche Darlehenshöhe, weil monatlich weniger in die Zinsen und mehr in die Tilgung investiert werden kann. Aktuelle Bauzinsen ermittelt für Sie der Baufinanzierungsrechner. Eine Möglichkeit, den Zinssatz zu senken, wäre, mehr Eigenkapital in die Finanzierung zu investieren: Muss die Bank einen kleineren Anteil des Kaufpreises finanzieren, ist das Darlehen für sie sicherer. Unter Umständen können Sie am Eigenkapitalanteil ein wenig „basteln“. Dazu müssen Sie wissen, was dem Eigenkapital zugerechnet wird:

  • Bargeld
  • Spareinlagen
  • Wertpapiere
  • Bausparguthaben
  • An die Bank abgetretene Kapitallebensversicherungen oder Rentenversicherungen
  • Eigenleistung
  • Arbeitgeberdarlehen
  • Verwandtendarlehen

Gerade die beiden letzten Punkte sind hochinteressant:

  • Arbeitgeberdarlehen betrachten die Banken nicht als Fremdmittel, sondern als Eigenmittel. Es kann also durchaus sinnvoll sein, den Chef zu fragen, ob er sich nicht am Hauskauf-Kredit beteiligen möchte. Beachten Sie dabei, dass der Kreditvertrag für das Arbeitgeberdarlehen bestimmten Normen entsprechen muss. Andernfalls müssten Sie das Darlehen als Gehaltsbestandteil versteuern.
  • Zwischen Verwandtendarlehen und Schenkungen unterscheiden Banken nicht, daher zählt auch diese Art Kredit zum Eigenkapital.

Nebenkosten beim Hauskauf

Wie viel Darlehen Sie sich leisten können, hängt außerdem von den Wohnnebenkosten ab. Diese schmälern in der Regel bei einer selbst genutzten Immobilie das Haushaltsnettoeinkommen und beeinflussen die Tragbarkeit der monatlichen Rate.

Bei einem Umzug von einer Wohnung in ein Haus müssen Sie mit höheren Kosten für Strom und Heizung rechnen. Die Ausnahme wäre es natürlich, wenn Sie in Bezug auf Strom durch eine Photovoltaikanlage autonom wären. Darüber hinaus sollten Sie bei einem Haus nicht vergessen, monatliche Rücklagen zu bilden. Sie müssen immer mit unerwarteten Ausgaben rechnen. In Sachsen-Anhalt beispielsweise wurden im Januar 2017 per Urteil des Landesverfassungsgerichtes die Anlieger mit den Kosten für die Sanierungen der Wasseranschlüsse belastet, die Anfang der 90er Jahre durchgeführt wurden. Dabei geht es teilweise um Beträge bis zu 10.000 Euro.

Nebenkosten bei Wohnungen

Erwerber einer Eigentumswohnung müssen jeden Monat die Instandhaltungsrücklage abführen. Selbst bei einem Wechsel in eine gleichgroße Wohnung fällt dieser Mehraufwand im Vergleich zur Miete an. Die Instandhaltungsrücklage richtet sich in der Höhe nach dem Alter des Objektes und des zu erwartenden Sanierungsaufwandes. Für die Höhe pro Jahr und Quadratmeter gilt folgende Faustformel:

  • Haus jünger als 22 Jahre: 7,10 Euro
  • Haus jünger als 30 Jahre: 9,00 Euro
  • Haus älter als 30 Jahre: 11,50 Euro

Für einen Neubau wären bei einer Wohnung mit 100 Quadratmeter folglich 710 Euro im Jahr, 59,17 Euro im Monat an die Eigentümergemeinschaft abzuführen.

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