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Immer mehr Sparer fragen sich, welche Geldanlage wirklich sicher ist und eine vernünftige Rendite hat. Vom Tagesgeld über Fonds bis hin zu Gold und Immobilien: Verivox.de stellt diverse Möglichkeiten vor. In unseren Rechnern können Sie Tages- und Festgeldangebote sowie Depotgebühren vergleichen und die optimale Rendite sichern.

Was sind Geldanlagen?

Unter Geldanlagen werden alle Geldbeträge, die als Investition angelegt sind, verstanden. Dabei vertraut der Anleger sein Geld beispielsweise einer Bank, einer Fonds- oder einer Versicherungsgesellschaft an. Derzeit gibt es sehr viele Anbieter von Geldanlagen: Banken, Sparkassen, Bausparkassen, Versicherungen, Kapitalgesellschaften (zum Beispiel Aktiengesellschaften), Fondsgesellschaften und so weiter. Für Sparer sind normalerweise folgende Punkte am wichtigsten:

  • eine hohe Sicherheit
  • möglichst hohe Zins- bzw. Gewinnerträge
  • eine hohe Verfügbarkeit bzw. Liquidität

Keine Anlageform kann alle drei Bereiche vollständig abdecken.

Kurzfristige Geldanlage

Zu den kurzfristigen Geldanlagen zählen zum einen die Sichteinlagen – die täglich verfügbaren Einlagen auf Girokonten. Nur wenige Banken bieten Zinsen für Geld, welches auf dem Girokonto gelagert wird, und meistens sind diese zu niedrig, um die Inflation zu schlagen. Diese Anbieter können Sie im Girokonto-Vergleich auf Verivox.de finden. Kurze Kündigungsfristen garantieren außerdem folgende Geldanlagen:

  • Das Sparbuch: Es bietet einen sehr niedrigen Zinssatz. Anleger können innerhalb von 30 Tagen bis zu 2.000 Euro abheben. Darüber hinausgehende Beträge müssen mit einer Frist von drei Monaten gekündigt werden. Andernfalls berechnet die Bank Vorschusszinsen. Diese betragen ein Viertel des gültigen Habenzinssatzes.
  • Das Tagesgeldkonto: Tagesgeld-Zinsen fallen höher aus als Sparbuch-Zinsen. Der weitere Vorteil liegt darin, dass der Kontoinhaber jederzeit über das gesamte Guthaben verfügen kann. Der Zinssatz ist, analog zum Sparbuch, variabel und kann sich täglich ändern. Aktuelle Zinsen unterschiedlicher Anbieter lassen sich mithilfe des Tagesgeld-Festgeld-Rechners bestimmen.
  • Das Festgeldkonto: Das Guthaben liegt für einen vorher festgelegten Zeitraum „fest“. Die Dauer kann zwischen 30 Tagen und zehn Jahren variieren. Der Zinssatz fällt umso höher aus, je länger der Vertrag läuft. Der Nachteil liegt bei einer längerfristigen Festgeld-Anlage darin, dass der Sparer bei einem Anstieg der Zinsen das Konto nicht vor dem vereinbarten Ablaufdatum auflösen kann. Versäumt er darüber hinaus die rechtzeitige Kündigung, verlängert sich die Festlegung automatisch um den ursprünglich vereinbarten Zeitraum zum dann gültigen Zinssatz.
  • Sparbriefe: Sparbriefe sind ein wenig aus der Mode gekommen und haben dem Festgeld Platz gemacht. Auf Verivox.de finden Sie sie im Festgeld-Rechner.
  • Geldmarktfonds: Geldmarktfonds zählen zu den offenen Investmentfonds. Die Gelder werden in kurzfristige Anleihen, in der Regel mit Laufzeiten zwischen sechs und zwölf Monaten, investiert. In Niedrigzinsphasen zeigen sich Geldmarktfonds, sofern sie mit einem Agio versehen sind, als eher schlechte Lösung. Tagesgelder erwirtschaften bessere Renditen. Dazu kommt, dass der Anleger auch eine Managementgebühr entrichten muss, die bei Tagesgeldern entfällt.
  • Zertifikate: Diese festverzinslichen Wertpapiere zählen seit circa 15 Jahren zu den beliebtesten Produkten bei Bankberatern. Ein Zertifikat ist mit einem Ausgabeaufschlag von rund 1,5 Prozent versehen. Im Gegensatz zu einem Fonds hat es allerdings eine begrenzte Laufzeit – meist zwischen 12 und 18 Monaten. Der Kunde erhält einen garantierten Zins für die Laufzeit. Zertifikate, gleich, welcher Ausprägung, sind mit einer oder mehreren Aktien unterlegt. Erfüllen die Aktien eine bestimmte Voraussetzung, beispielsweise eine Kursobergrenze während der Laufzeit des Zertifikats nicht zu überschreiten, erhält der Käufer noch einen Bonus. Dieser Bonus macht auf der einen Seite erst den Reiz des Zertifikats aus. Auf der anderen Seite sind diese Papiere häufig so gestrickt, dass der Bonus entfällt. Grund dafür sind die Vorgaben, welche die unterlegte Aktie oder der unterlegte Aktienkorb erfüllen müssen. Zertifikate sollten nur von Anlegern erworben werden, welche den Aktienmarkt sehr gut einschätzen können.

Bis auf Geldmarktfonds fallen alle hier genannten Anlageformen unter die Einlagensicherung.

Mittelfristige Geldanlage

Mittelfristige Geldanlagen bieten sich für Zielsparen: Der Sparer weiß, dass er in einigen Jahren einen bestimmten Betrag zur Verfügung haben möchte, und spart auf dieses Ziel hin. Als mittelfristig gilt ein Zeitraum von bis zu sieben Jahren. Zu den mittelfristigen Geldanlagen zählen:

  • Sparpläne: Bei einem Sparplan kann es sich etwa um vermögenswirksame Leistungen, einen Bausparvertrag oder einen Investmentsparplan handeln. Einige Banken bieten Sparpläne mit steigenden Zinsen an. Je länger der Sparvertrag läuft, umso stärker steigen zum Ende hin die Zinsen an. Ein Aktienfonds-Sparplan birgt jedoch das Risiko, dass die Kurse genau dann nachgeben, wenn der Gegenwert benötigt wird.
  • Festverzinsliche Wertpapiere: Diese Wertpapiere können als mittelfristige Anlage betrachtet werden, sofern die Laufzeit die sieben Jahre nicht übersteigt. Die Höhe der Zinsen richtet sich zum einen nach der Dauer der Laufzeit, zum anderen auch nach den Kapitalmarktzinsen und der Bonität des Emittenten. Zu festverzinslichen Wertpapieren zählen Anleihen, Pfandbriefe und Obligationen. Sie werden an der Börse gehandelt und unterliegen Kursschwankungen. Während der Laufzeit schütten sie einen fest vereinbarten Zins aus und werden zum Laufzeitende vom Emittenten zum Kurs von 100 Prozent des Nominalwertes zurückgenommen. Eine Ausnahme bei festverzinslichen Wertpapieren stellen Wandelanleihen dar: Der Emittent hat hier das Recht, den Anleihekäufer auch in Aktien des Unternehmens abzufinden.

Langfristige Geldanlage

Bei einer langfristigen Geldanlage muss sich der Sparer bewusst sein, dass er diese gegebenenfalls nur mit Verlusten vorzeitig auflösen kann. Eine langfristige Geldanlage dient häufig dazu, eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Zu den klassischen langfristigen Geldanlagen zählen:

  • Kapitallebens- und Rentenversicherungen: Diese gelten als klassische Altersvorsorge. Idealerweise sind die Versicherungen mit Aktienfonds unterlegt, um eine optimale Rendite zu erzielen. Klassische Policen mit Garantien verschwinden immer mehr vom Markt. Dennoch macht die Besteuerung bei Auszahlung diese Anlageform zu einer attraktiven Alternative gegenüber reinen Wertpapieranlagen. Im Rahmen der staatlichen Förderung bei der Riester-Rente, der Rürup-Rente und der betrieblichen Altersvorsorge lässt sich die Rendite noch deutlich steigern.
  • Aktien oder Aktienfonds: Langfristig haben Erwerber damit Aussichten auf hohe Renditen. Ein Blick auf langfristige Börsen-Kurse über mehrere Jahrzehnte zeigt, dass Aktien auch nach einer Kurskorrektur immer nur den Weg nach oben kennen. Dazu kommt, dass sie als sogenannte Sachwertanlagen inflationssicher sind. Aktienkurse werden nicht durch den Kaufpreisverfall beeinflusst. Investoren in Aktien oder Aktienfonds sollten sich bei Kauf auf jeden Fall auf eine Anlagedauer von zehn Jahren und mehr einrichten, um eventuelle Kursrückgänge zu überstehen.
  • Indexfonds: Diese Art Investmentfonds ist besonders für Einsteiger interessant, da hier die Managementgebühr entfällt. Indexfonds werden nicht von einem Manager betreut, der eine bestimmte Anlagestrategie verfolgt, sondern bilden automatisch einen Index nach.
  • Festverzinsliche Papiere und Rentenfonds (Fonds mit festverzinslichen Papieren): Diese bieten bei längerer Laufzeit entsprechend attraktive Renditen. Wie bei mittelfristigen Papieren hängt der Zinssatz von der Laufzeit, dem Kapitalmarktzins und der Bonität des Herausgebers ab.
  • Immobilienkauf: Immobilien, häufig auch als „Kaiserweg der Geldanlage“ bezeichnet, setzen definitiv eine lange Haltedauer voraus, um bei Verkauf einen entsprechenden Gewinn zu erzielen. Auf der anderen Seite investiert mancher Anleger in Immobilien, ohne Verkaufsabsichten zu haben. Entweder sollen sie im Alter als lastenfreie Wohnung dienen oder der Mietertrag die Rente aufbessern. Der Vorteil von Immobilien liegt darin, dass sie als Sachwerte inflationsresistent sind. Auch die Miete kann immer wieder angepasst werden. Kritisch wird es jedoch, wenn der Eigentümer kurzfristig verkaufen muss. Der Verkaufserlös kann bei einem zeitweise schwächelnden Markt unter dem Verkaufspreis liegen.
  • Gold: „Ein Drittel Geld, ein Drittel Gold, ein Drittel Immobilien“ lautete die Devise der Kaufleute im späten 19. Jahrhundert. Nun hat Gold allerdings den Nachteil, dass es keine laufenden Erträge generiert. Es gilt als Sicherungsinstrument gegenüber inflatorischen Tendenzen. Anleger spekulieren beim Kauf von Gold ausschließlich auf einen Kursanstieg. Gold kann einerseits in physischer Form erworben werden, andererseits in Form von Zertifikaten. Investmentfondsgesellschaften bieten darüber hinaus auch spezielle Fonds an, welche in die Goldwirtschaft, sprich Unternehmen aus diesem Segment, investieren.
  • Rohstoffe: Dies gilt übrigens auch für andere Rohstoffe, wie Silber, seltene Erden oder Wasser und Holz. Rohstoffe erfreuen sich im Rahmen von Investmentfonds immer größerer Beliebtheit bei Anlegern, da der Verbrauch kontinuierlich steigt.
  • Geschlossene Fonds: Geschlossene Fonds, in der Regel mit Laufzeiten ab sieben Jahren ausgestattet, bergen zahlreiche Risiken. Gerade bei Schiffsfonds trat in der jüngeren Vergangenheit immer wieder der Fall ein, dass die kalkulierte Charter nicht erzielt wurde. Zahlreiche dieser Fonds mussten vorzeitig abgewickelt werden, was zu massiven Verlusten bei den Anlegern führte. Der Zweitmarkt für geschlossene Fonds fällt sehr dünn aus. Ein vorzeitiger Verkauf ist kaum möglich.

Geldanlage optimieren

Bevor sie Aktien oder Fonds erwerben können, müssen Anleger ein Depot eröffnen. Darin werden die Wertpapiere verwahrt. Je nach Bank fallen für jeden Kauf und Verkauf sowie für die Depotführung an sich unterschiedliche Gebühren an. Mit der Auswahl eines günstigen Depots, welches zu ihren Handelsgewohnheiten passt, können Verbraucher die Gebühren senken und ihre Rendite optimieren.

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