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Darlehen und Kredit: Gibt es einen Unterschied?

"Darlehen" kann synonym zu "Kredit" benutzt werden, um die Geldanleihe zu bezeichnen. Umgangssprachlich wird unter "Darlehen" ein Kredit mit einer höheren Summe und längeren Laufzeit verstanden, oft speziell ein Hypothekendarlehen. Auf Verivox.de können Sie mehrere Darlehensarten vergleichen.

Tilgung und Zinsen: So funktioniert ein Darlehen

Je nach Darlehensvertrag zahlt der Darlehensnehmer (Schuldner) die Darlehenssumme (das geliehene Geld) in meist monatlichen Raten an den Darlehensgeber (Gläubiger) zurück. Die Rückzahlung der Darlehenssumme wird als Tilgung bezeichnet.

Außer aus dem Tilgungsanteil bestehen die Raten noch aus einer weiteren Komponente: den Zinsen. Dabei handelt es sich um das Entgelt – die Leihgebühr – für das geliehene Kapital. Je nach Art des Darlehens kann sich während der Rückzahlungsphase der Anteil an Zinsen und Tilgung in einer Rate verändern.

Generell lässt sich sagen: Je höher der vereinbarte Tilgungsanteil zu Vertragsbeginn ist, desto höher fallen die Kreditraten aus und desto schneller wird die  Darlehenssumme zurückgezahlt (kürzere Laufzeit). Ein niedrigerer Tilgungsbetrag heißt im Umkehrschluss, dass sich die Laufzeit verlängert. Der Vorteil: Die monatliche Belastung ist geringer. Der Nachteil: Eine längere Laufzeit bedeutet, dass die Zinsen länger gezahlt werden müssen und die Darlehenskosten steigen.

Sondertilgungen

Je nach Darlehensvertrag sind zudem Sondertilgungen möglich. Dabei handelt es sich um zusätzliche freiwillige Zahlungen durch den Darlehensnehmer: Hat er etwa am Jahresende Geld übrig, kann er flexibel eine höhere Rückzahlung leisten. So reduziert er die Gesamtkosten des Darlehens, denn eine geringere Restschuld bedeutet einerseits eine kürzere Laufzeit, andererseits dass monatlich weniger Zinsen anfallen.

Bonität (Kreditwürdigkeit)

Banken und Sparkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Bonität der Darlehensnehmer zu prüfen. Davon hängt ab, ob ein Darlehen möglich ist, und sie beeinflusst üblicherweise auch die individuellen Konditionen – zum Beispiel den Effektivzins oder die maximale Kreditsumme. Wie genau ein Darlehensgeber die Bonität des Kunden letztlich einstuft, wird allerdings recht unterschiedlich gehandhabt. Wer bei einem Kreditinstitut kein Darlehen bekommt, kann bei einer anderen Bank unter Umständen Erfolg haben.

Welche Darlehensart soll ich nutzen?

Darlehensnehmer haben für ihre Finanzierung verschiedene Optionen zur Auswahl. Daher ist es wichtig, zunächst die Unterschiede zwischen den verschiedenen Darlehensarten zu verstehen, um die geeignete Form zu finden. Zur Auswahl stehen insbesondere folgende Darlehen:

Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen zählen zu den häufigsten Darlehensarten, insbesondere bei der Baufinanzierung. Der Begriff „Annuität“ (Latein: annus = Jahr) steht für eine regelmäßige, jährliche Zahlung, die auch in Monatsraten erfolgen kann.

Prinzipiell können Annuitäten konstant oder variabel sein. Bei einem Annuitätendarlehen erfolgt die Rückzahlung jedoch in gleichbleibenden Raten. Allerdings ändert sich deren Zusammensetzung: Am Anfang bedienen die Raten hauptsächlich die Zinsen, und nur ein kleiner Teil des Darlehens wird getilgt. Im Laufe der Zeit nimmt der Tilgungsanteil stetig zu, während der Zinsanteil allmählich sinkt. Denn nach jeder geleisteten Rate werden die Zinsen anhand der Restschuld neu berechnet, sodass beide – Restschuld und Zinslast – sinken. Mit jeder Rate zahlt der Darlehensnehmer demnach einen größeren Teil der Kreditsumme zurück, obgleich die Ratenhöhe während der gesamten Laufzeit gleichbleibt.

Tilgungsdarlehen (Ratendarlehen)

Der Begriff „Tilgungsdarlehen“ (auch: „Abzahlungsdarlehen“) dient eigentlich als Oberbegriff für Darlehensarten wie Ratendarlehen und Annuitätendarlehen, bei denen die Darlehenssumme über eine vereinbarte Laufzeit an die Bank oder Sparkasse zurückgezahlt wird. In der Praxis bezeichnen Tilgungsdarlehen allerdings auch eine eigenständige Darlehensart, die sich wie folgt vom Annuitätendarlehen unterscheidet:

Bei einem Tilgungsdarlehen bleibt während der gesamten Darlehenslaufzeit die Höhe der Tilgung konstant. Aus dem verbleibenden Darlehen werden – wie beim Annuitätendarlehen – die Schuldzinsen nach jeder Tilgung neu berechnet. Daraus folgt, dass sich die Höhe der Rate dank sinkender Zinsen mit jeder geleisteten Zahlung verringert. Aufgrund der gleichbleibenden Tilgung schlagen zu Beginn zwar vergleichsweise hohe Raten zu Buche – zum Ende hin stehen dem jedoch entsprechend niedrige Raten gegenüber.

Laufzeitzinsdarlehen

Beim sogenannten Laufzeitdarlehen – kurz: LAUDA – vereinbaren die Vertragspartner einen festen Zinssatz, der zum Kreditbetrag addiert wird. Die Zinsen werden folglich nicht anhand der Restschuld für jede Rate neu berechnet. Die Ratenhöhe bleibt bis zum Laufzeitende konstant.

Rollierendes Geldmarktdarlehen (Roll-over-Kredit)

Eine weitere Form des Darlehens ist das rollierende Geldmarktdarlehen, das sich für Verbraucher eignet, die sich eine flexible Rückzahlung wünschen. Hier passt sich der zu zahlende Zinssatz den Geldmarktzinsen an.

Endfälliges Darlehen (Festdarlehen)

Bei einem endfälligen Darlehen zahlt der Darlehensnehmer während der Laufzeit ausschließlich die Zinsen in Raten ab; die Tilgung der kompletten Darlehenssumme erfolgt separat zum Laufzeitende. Aufgrund der hohen Endbelastung favorisieren Privatpersonen diese Darlehensart üblicherweise nicht.

Dispokredit

Schon in jungen Jahren macht der Bankkunde womöglich Bekanntschaft mit der bekanntesten Kreditform: dem „Dispokredit“. Wenn das Girokonto wegen einer Anschaffung oder einem unerwarteten Ereignis kurzfristig „ins Minus rutscht“, ermöglicht der Dispositionskredit eine Überbrückung bis zum nächsten Zahltag. Die Schuldzinsen für den gewährten Dispositionsrahmen und darüber hinaus sind jedoch sehr hoch. Wer umschuldet, kann bares Geld sparen.

Ratenkredit

Zur Umschuldung von Dispokrediten oder Finanzierung von Konsumgütern eignen sich Ratenkredite – Annuitätendarlehen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 10 Jahren und einer vier- bis fünfstelligen Kreditsumme. Banken verlangen normalerweise keine Sicherheiten außer der Kontopfändung. Interessenten können Angebote im Ratenkreditrechner vergleichen.

Hypothekendarlehen – ein Begriff mit viel Sparpotenzial

Wenn die ersten Stufen der Karriereleiter erklommen sind, wird vielleicht der Wunsch nach einem Häuschen oder einer Eigentumswohnung laut. Eine Baufinanzierung muss her – ein Darlehen, das durch eine Grundschuld oder Hypothek besichert ist. Die hohen Summen und die langen Laufzeiten der Immobiliendarlehen bedeuten, dass schon kleine Zinsunterschiede sich über die Jahre hinweg auf zehntausende Euro Mehrkosten summieren können. Die Konditionen der Banken und Kreditvermittler müssen demnach genau unter die Lupe genommen werden. Das gilt insbesondere für Volltilgerdarlehen, bei welchen der Sollzins gleich für die gesamte Laufzeit festgeschrieben wird.

Ein transparentes Finanzierungsangebot, bei dem neben dem Effektivzins auch etwaige zusätzliche Kosten genannt werden, ist Voraussetzung für den Vergleich. Verivox liefert mit dem kostenlosen Baufinanzierungsrechner die Grundlage dafür.

Bauspardarlehen

Auch ein Bausparvertrag ist eine Art Darlehen. Während der Sparphase wird zunächst ein vertraglich festgelegtes Guthaben angespart. Anschließend gewährt die Bausparkasse die noch fehlende Geldsumme als Darlehen. Für diesen gilt ein bei Vertragsabschluss festgelegter Zinssatz, der für die gesamte Laufzeit der Darlehensphase konstant bleibt.

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