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Kredit abgelehnt: Was Sie tun können

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Kredite können aus verschiedenen Gründen von der Bank abgelehnt werden – von fehlerhaften Angaben im Antrag über unvollständige Unterlagen bis hin zu Zweifeln an der Bonität des Kreditnehmers. All das muss jedoch nicht das Aus für den Kreditwunsch bedeuten. Zusammen mit den Verivox-Kreditberatern lassen sich in vielen Fällen die Ursachen für die Ablehnung ermitteln und ein passender Kreditgeber finden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Banken prüfen bei Kreditanträgen, ob der Antragssteller sich den Kredit leisten kann.
  • Anhand der Schufa-Auskunft bewerten Banken das Zahlungsverhalten des Kreditnehmers.
  • Fehlerhafte Angaben im Kreditantrag oder zu wenig Einkommen können Gründe für eine Ablehnung sein.
  • Falsche oder veraltete Schufa-Einträge können Betroffene korrigieren lassen.

Kredit abgelehnt: Wie sollte ich reagieren?

Nach der Ablehnung eines Kreditantrags sollten Sie zunächst Ruhe bewahren und die möglichen Gründe ermitteln. Eine Nachfrage bei der Bank nach dem Ablehnungsgrund kann hilfreich sein. Zwar sind Banken nicht verpflichtet, über ihre Ablehnungsgründe detailliert Auskunft zu geben. Doch zumindest können Verbraucher nachfragen, ob die Schufa-Auskunft oder die eingereichten Unterlagen der Grund für die Ablehnung waren.

Ablehnung erhalten? Unsere Berater helfen weiter!

Sie haben eine Kreditabsage erhalten? Verzagen Sie nicht! Die Verivox-Kreditberater helfen Ihnen gern weiter. Wir gehen mit Ihnen gemeinsam den Kreditantrag sowie die eingereichten Unterlagen durch und suchen nach Gründen für die Ablehnung. Im Anschluss suchen wir für Sie nach einem passenden Kreditgeber entsprechend Ihrer Situation und unterstützen Sie bei Ihrem Kreditantrag bis hin zur Auszahlung. Unser Kreditberatungsservice ist für Sie kostenlos und risikofrei.

Dürfen Banken Kreditanträge ablehnen?

Ja, denn in Deutschland gilt die Vertragsfreiheit. Zu dieser Regel zählt unter anderem der Grundsatz, dass jede Person und jedes Unternehmen selbst darüber entscheiden kann, ob es einem Vertragsangebot zustimmt oder nicht. Damit sind Banken zunächst einmal nicht von Gesetzes wegen verpflichtet, Kreditanträgen zuzustimmen. Selbst wenn es sich um einen Antragsteller mit höchster Kreditwürdigkeit handelt, hat die Bank das Recht, das Kreditgesuch ohne weitere Begründung abzulehnen.

Ebenfalls sind Banken und kreditgebende Institute laut § 18a Kreditwesengesetz dazu verpflichtet, die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers zu überprüfen, um sicher zu stellen, dass er seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann – zum Schutz des Kreditnehmenden und -gebenden. Bei einem Ratenkredit dürfen so „keine erheblichen Zweifel“ an der Bonität bestehen und bei einem Immobiliendarlehen muss die Wahrscheinlichkeit der Zahlungsfähigkeit hoch sein. Anders gesagt, darf kein Kredit bei einer negativen Bonität abgeschlossen werden.

Kredit abgelehnt trotz Zusage

Besonders unangenehm ist es, wenn die Bank zunächst ein Kreditangebot unterbreitet, den Kredit dann aber doch noch ablehnt. Grundsätzlich hat sie dazu das Recht, denn der Vertrag kommt nicht mit dem vorläufigen Finanzierungsangebot zustande, sondern erst mit der Unterzeichnung des Vertrags durch Kreditnehmer und Bank. Wenn Banken die Kreditvergabe ablehnen, obwohl sie zunächst ein Angebot gemacht hatten, kann das zum Beispiel an fehlerhaften Angaben in den eingereichten Unterlagen liegen.

Was prüfen die Banken?

Zur Praxis der Banken gehört es zu bewerten, ob sich der Kreditnehmer die monatlichen Raten leisten kann. Das geschieht je nach Darlehen und Summe beispielsweise anhand von

  • eingereichten Einkommensunterlagen,
  • Berufs- und Haushaltsangaben,
  • einer Aufstellung der monatlichen Einnahmen und Ausgaben,
  • Bescheiden von Auskunfteien wie der Schufa,
  • einer Bewertung von Immobilien oder Sachgütern (zum Beispiel ein Auto).

Sind die Unterlagen unvollständig, stimmen sie nicht mit der Selbstauskunft des Antragsstellers überein oder sind sie unzureichend für den Kreditwunsch, kann die Bank den Kreditantrag ablehnen. Dabei kann grob zwischen falschen Bonitätsangaben und negativem Zahlungsverhalten unterschieden werden.

Ablehnung nach Prüfung der eingereichten Unterlagen

Nach Erhalt der Unterlagen gleicht die Bank diese mit den Angaben ab. die der Antragssteller bei seiner ursprünglichen Kreditanfrage gemacht hat. Dabei können sich folgende Ablehnungsgründe ergeben:

  • Falsche Haushaltsangaben: Hierbei wird unterschieden, ob die Antragsteller einen gemeinsamen Haushalt führen oder nicht. Wohnen die Kreditnehmer getrennt, werden zwei Haushaltspauschalen angerechnet, die das Einkommen schmälern. Verheiratete oder ledige Paare, die zusammenwohnen, erhalten dagegen einen Konditionsvorteil, da für sie eine geringere Pauschale angerechnet wird. Bei der Personenanzahl im Haushalt spielen zudem nur Personen eine Rolle, die jeweils wirtschaftlich voneinander abhängig beziehungsweise unterhaltspflichtig sind (Ehepartner, Eltern und Kinder). Wohnen Partner und Kinder überwiegend in einem Haushalt zusammen, müssen sie angegeben werden.
  • Falscher Berufsstatus: Einige Banken unterscheiden bei der Kreditbewertung zwischen Angestellten (Festgehalt), Arbeitern (Stundenlohn) sowie Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst – dementsprechend sollten die Angaben richtig sein.
  • Befristetes Arbeitsverhältnis: Einnahmen aus einem befristeten Arbeitsverhältnis, einem Nebenjob oder einer vorübergehenden Rentenzahlung, die während der Tilgungsphase ausläuft, können oft nicht angerechnet werden.
  • Falsche Gehaltsangaben: Stimmt das im Onlineantrag angegebene Gehalt nicht mit den Lohnbescheiden überein, muss die Bank das Kreditangebot korrigieren und gegebenenfalls ablehnen.

Kredit richtig beantragen

Um einen Kredit aufzunehmen, müssen Sie einen ausgefüllten Kreditantrag an die Bank schicken. Dafür haben Sie bei Verivox mehrere Möglichkeiten:

  1. Teilweise online: Geben Sie im Kreditrechner zuerst den Kreditbetrag, die Laufzeit und den Zweck an, wählen Sie dann "In 7 Min. zum Angebot" und füllen Sie die Antragestrecke aus. Sie erhalten individuelle Kreditangebote von jeder Bank, die zur Kreditvergabe bereit wäre. Für jedes Angebot können Sie den Kreditantrag herunterladen, ausdrücken, ausfüllen und per Post verschicken.
  2. Ausgedruckten Antrag erhalten: Sie müssen den Antrag aber nicht selbst ausdrücken, sondern können ihn bei Verivox auch zugeschickt bekommen.
  3. Komplett online: Die Angebote vieler Banken können Sie alternativ auch online abschließen. Nach dem Videoident können Sie den Antrag digital signieren und die Unterlagen entweder hochladen oder komplett umgehen, indem Sie sich für den digitalen Kontoblick entscheiden. Der Kontoblick ist die schnellste Option und ermöglicht eine Auszahlung in 48 Stunden.
  4. Komplett offline: Statt Ihre Daten im Kreditrechner anzugeben, können Sie über ein PDF-Formular die Verivox-Kreditexperten mit der Durchführung des Vergleichs und der Zusendung der Angebote auf dem Postweg beauftragen.

Hier müssen Sie angeben, ob Sie den Kredit allein oder zu zweit, beispielsweise mit dem Partner, aufnehmen möchten. In der Regel erhöht ein Mitantragsteller die Wahrscheinlichkeit, günstigere Zinsen zu erhalten – vorausgesetzt, er verfügt über ein festes Einkommen. Auch bei anderen Konstellationen kann ein solventer Mitantragsteller die Kreditwürdigkeit positiv beeinflussen.

Von den Einnahmen jedes Kreditnehmers zieht die Bank eine Haushaltspauschale ab, um die Lebenshaltungskosten abzudecken. Sie ist umso höher, je mehr Personen gegenüber der Kreditnehmer unterhaltspflichtig ist – also Kinder und Ehepartner. Diese müssen bei der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen mit angegeben werden.

Die genaue Höhe der Haushaltspauschale unterscheidet sich je nach Bank, aber im Rechner Wie viel Kredit kann ich mir leisten? können Sie Ihre Einnahmen mit einen Durchschnittswert vergleichen. Geben Sie einfach die Anzahl der Personen im Haushalt an.

Wer den Kredit zu zweit aufnimmt, sollte beachten: Leben die Antragsteller in zwei verschiedenen Haushalten, werden auch zwei separate Haushaltspauschalen angerechnet, zum Beispiel bei getrenntlebenden Paaren.

Leben Paare in eheähnlichen Beziehungen in einem Haushalt zusammen, wird dagegen eine geringere Haushaltspauschale angerechnet.

Möchten die Bewohner einer Wohnungsgemeinschaft dagegen einen gemeinsamen Kredit aufnehmen – zum Beispiel Freunde oder Geschwister – und sind diese jeweils nicht untereinander unterhaltspflichtig, so werden trotz gemeinsamer Wohnung zwei Haushaltspauschalen angerechnet.

Geben Sie hier an, ob Sie Angestellter (Festlohn), Arbeiter (Stundenlohn), Beamter, Angestellter im öffentlichen Dienst, Rentner, Student oder selbstständig sind und wo Sie tätig sind. Der Arbeitgeber wird dabei nicht kontaktiert. Viele Banken unterscheiden bei der Kreditvergabe entsprechend ihrer internen Richtlinien, an welche Berufsgruppen sie einen Kredit vergeben.

Auch der Status Ihrer Anstellung ist entscheidend für die Konditionen und letztendlich für die Kreditvergabe. So sollte das Arbeitsverhältnis während der Abzahlung des Kredits möglichst seit sechs Monaten bestehen und unbefristet sein. Das ist vor allem bei Nebenjobs und Erwerbsminderungsrenten zu beachten. Wer einen Kredit mit einem befristeten Arbeitsvertrag aufnehmen möchte, sollte sich mit der Verivox-Kundenberatung absprechen.

Den Unterschied zwischen Arbeitern und Angestellten erklärt unser Ratgeber.

Um Ihre Kreditwürdigkeit einschätzen und Ihr Zahlverhalten bewerten zu können, prüfen Banken Ihre Einnahmen und Ausgaben. Damit stellen sie sicher, dass sich Kreditnehmer die monatlichen Raten auch leisten können. Zu den Ausgaben zählen etwa Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Unterhaltszahlungen. Zu den Einnahmen zählen das Gehalt oder der Lohn sowie die Altersrente oder Pension und je nach Bank zum Beispiel auch Nebeneinkünfte oder Mieteinnahmen. Vorsicht: Die Banken berücksichtigen nur pfändbares Einkommen.

Tipp: Das Gehalt sollte genau, aber ohne Kommastellen angeben werden. Empfehlenswert ist, das niedrigste Einkommen aus den letzten drei Monaten zu wählen, abzüglich von Boni-Zahlungen oder Weihnachtsgeld.

Kreditnehmer sollten angeben, ob sie bereits einen anderen Kredit abzahlen: Dazu zählen neben Bankkrediten und Baufinanzierungen etwa auch Ratenzahlungen, Null-Prozent-Finanzierungen (bei Möbelhäusern, Elektrofachmärkten, Autohäusern), Handyverträge oder Kreditkarten. Diese beeinflussen ebenfalls die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit des Antragstellers. Eine Umschuldung sollten Kreditnehmer bereits als Verwendungszweck angeben.

Für die Erstellung eines Angebots holt die Bank in aller Regel eine unverbindliche Schufa-Auskunft ein, die keinen Einfluss auf die eigene Kreditwürdigkeit hat. Wer einen Kreditantrag über Verivox stellt, muss der Bank dafür eine Einwilligung erteilen. Die Schufa fungiert als zentrale Auskunftei der Kreditwirtschaft und sammelt Daten zum Zahlungsverhalten von Verbrauchern. Eine Selbstauskunft muss in der Regel nicht an die Bank geschickt werden.

Wenn Sie anschließend einen unterschriebenen Kreditantrag an die Bank schicken, holt sie für die Prüfung eine erneute Schufa-Auskunft ein – diesmal verbindlich.

Neben dem Antrag an sich müssen Kreditnehmer auch Unterlagen wie Kontoauszüge oder Gehaltsabrechnungen einreichen. Dabei sollten sie Folgendes beachten:

  • Die Unterlagen sollten gut lesbar sein. Wer sie also online hochladen will, sollte sie lieber einscannen als abfotografieren.
  • Ist Fotografieren unvermeidlich, sollten Verbraucher darauf achten, dass das Bild ausreichend und gleichmäßig ausgeleuchtet ist und nicht verschwommen ist. Der Kamerawinkel sollte möglichst 90° betragen, also senkrecht zum Dokument sein, damit das gesamte Foto scharf ist.
  • Kontoauszüge mit Schwärzungen akzeptieren die meisten Banken nicht.

Unlesbare Unterlagen müssen neu eingereicht werden, was die Kreditvergabe signifikant verzögern kann.

Negatives Zahlverhältnis

Die Zahlungsfähigkeit spielt bei der Kreditvergabe eine entscheidende Rolle. Diese prüfen Banken in der Regel anhand des Einkommens und aktueller Kontoauszüge.

  • Kredit abgelehnt wegen ungenehmigter Kontoüberziehung: Wenn das Girokonto überzogen ist und sich bereits über den eingeräumten Dispo hinaus im Minus befindet, kann dies bei einigen Banken zu einer Ablehnung des Kreditantrags führen. Denn der Antragsteller nimmt bereits einen Kredit in Anspruch und sollte diesen zuvor erstmal zurückzahlen. Grundsätzlich kann dadurch der Eindruck entstehen, der Kreditnehmer lebe über die eigenen Verhältnisse, was sich ebenfalls negativ auf die Kreditvergabe auswirken kann. Wer jedoch einfach nur den Dispositionskredit nutzt, hat meist keinen negativen Effekt auf den Kreditantrag.
  • Kredit abgelehnt wegen Rücklastschrift: Wenn aus den Kontodaten ersichtlich wird, dass eine Lastschrift aufgrund häufiger oder mehrmals fehlender Kontodeckung zurückgebucht worden ist, stuft dies die Bank als Zeichen für eine schlechte Kreditwürdigkeit ein.
  • Inkassozahlungen oder Pfändungen: Sind auf den Kontoauszügen Inkassozahlungen oder Pfändungen sichtbar, wirken sich diese negativ auf die Zahlungszuverlässigkeit des Kunden aus. Auch Zahlungen an Gerichtsvollzieher zählen dazu.
  • Ablehnung wegen zu geringem Einkommen: Liegen keine negativen Schufa-Einträge vor, kann die Bank den Kredit dennoch ablehnen, weil sie vermutet, dass der Antragsteller sich den Kredit nicht leisten kann. Ein Grund dafür kann ein unsicherer Arbeitsplatz mit Zeitvertrag oder ein zu geringes Einkommen sein. Denn für die Kreditvergabe ist nur pfändbares Einkommen relevant – Mini-Jobs, BAföG und Sozialleistungen rechnen einige Banken nur bedingt an. Zudem sollte das Verhältnis zwischen verfügbarem Einkommen und der Ratenhöhe stimmen. Wer sich nicht sicher ist, kann folgenden Rechner nutzen: Wie viel Kredit kann ich mir leisten?

Ablehnungen, die aus einem negativen Zahlverhältnis resultieren, sollten Verbraucher ernst nehmen. Denn die Banken verfügen in aller Regel über ausreichende Erfahrungswerte, um die finanzielle Belastbarkeit von Kreditnehmern einzuschätzen. Sinnvoll kann es in solchen Fällen sein, seinen Finanzierungswunsch nochmals zu überdenken und nachzufragen, ob die Bank den Antrag bei einem niedrigeren Kreditbetrag genehmigen würde.

Ablehnung wegen Schufa-Auskunft

Bei der Prüfung eines Kreditantrags holt die Bank in aller Regel eine Schufa-Auskunft ein. Die Schufa fungiert als zentrale Auskunftei der Kreditwirtschaft und sammelt Daten zum Zahlungsverhalten von Verbrauchern. Banken sowie Unternehmen wie Telekommunikations- und Stromanbieter oder Versandhändler melden Personen an die Schufa, die trotz Mahnung ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen.

Wer aufgrund von Zahlungsverzug einen Mahnbescheid erhält, gepfändet wird oder gar Privatinsolvenz anmelden musste, erhält von der Schufa einen Negativ-Eintrag. Solche Einträge führen meist zur Ablehnung von Kreditanträgen.

Alle bestehenden Verbindlichkeiten angeben

In der Schufa-Auskunft sind in der Regel alle Verbindlichkeiten wie Kredite, Null-Prozent-Finanzierungen, Handyverträge und Kreditkarten aufgelistet. Diese beeinflussen ebenfalls die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit des Antragsstellers und sollten bereits im Kreditantrag genannt werden. Überlegen Sie vorab, ob Sie beispielsweise monatlich Ihre Küche, ein Auto oder ein elektronisches Gerät abzahlen. Auch wenn es keine Zinsen gab oder die Finanzierung direkt beim Hersteller abgeschlossen wurde, steckt dahinter meist ein Kredit.

Welche Merkmale bestimmen den Schufa-Score?

  1. Offener Saldo oder laufendes Insolvenzfahren
  2. Alter des ältesten Girokontos
  3. Anzahl aktiver Kreditkarten
  4. Anzahl Kreditkartenanfragen im letzten Jahr
  5. Anzahl der erledigten Negativmeldungen
  6. Anzahl der Inkasso-Anfragen
  7. Alter der aktuellen Adresse
  8. Summe aller Online-Käufe auf Rechnung
  9. Zahlungsausfälle der letzten drei Jahre
  10. Anzahl laufender Ratenkredite
  11. Höhe monatliche Belastung durch Ratenkredite
  12. Alter ältester Ratenkredit
  13. Vorhandensein eines Immobilienkredits

Die letzten 4 Merkmale (in Summe 17) hält die Schufa noch unter Verschluss. Bis zu welchem Score genau eine Bank dann einen Kredit vergibt, ist sehr unterschiedlich – je nach Risikopolitik der Bank. Bei einigen wenigen Anbietern haben Verbraucher die Chance auf einen Kredit auch trotz Schufa-Eintrag, in der Regel jedoch nur für Kreditsummen unter 10.000 Euro.

Fehlerhafte Schufa-Daten

Unter Umständen können auch Fehler in den Schufa-Daten dafür verantwortlich sein, dass eine Bank den Kreditantrag nicht genehmigt. Es gab in der Vergangenheit Fälle, in denen Verbraucher etwa aufgrund einer Namensverwechslung zu Unrecht Negativ-Einträge in ihrer Schufa-Akte erhalten haben.

Mit der Anforderung Ihrer eigenen Schufa-Auskunft können Sie prüfen, ob die darin enthaltenen Daten der Wirklichkeit entsprechen. Im Fall von fehlerhaften Einträgen ist die Schufa verpflichtet, die Daten auf Anforderung unverzüglich zu korrigieren.

Ablehnung aufgrund interner Bankrichtlinien

Obwohl die Banken verpflichtet sind, die Kreditwürdigkeit des Antragsstellers zu prüfen, wird gesetzlich nur vage vorgeschrieben, wie oder in welchem Umfang die Prüfung erfolgen soll. Dementsprechend haben Banken, Kreditinstitute und Bankenaufsichten ihre eigenen Vorgaben und Richtlinien entwickelt. Diese sind individuell und können am besten von einem Kreditberater vorab eingeschätzt werden. Zu den Ablehnungsgründen zählen beispielsweise geschwärzte, unvollständige Unterlagen, bestimmte Berufszugehörigkeiten (Selbstständige, Rentner, Studenten) oder niedrige Einkünfte.

Kredit trotz Ablehnung: Gibt es Alternativen?

Wenn die Ablehnung des Kreditantrags nicht auf Schufa-Negativmerkmalen beruht und die Bank auch bei einer Reduzierung der Kreditsumme kein grünes Licht gibt, ist die Situation für den Antragsteller schwierig. Zwar werben manche Kreditvermittler für „Kredite auch bei schlechter Bonität“. Doch häufig sind damit hohe Zinsen verbunden, und unseriöse Vermittler verlangen auch dann Gebühren, wenn überhaupt kein Vertrag zustande kommt. Eventuell können private Kreditgeber aus dem Verwandten- oder Freundeskreis einspringen, um einen finanziellen Engpass abzumildern. Auch ein Privatkredit an einem P2P-Kreditmarktplatz wäre möglich.

Resultiert die Kreditablehnung aus einer insgesamt zu hohen Verschuldung, ist die Konsultation einer Schuldnerberatungsstelle dringend anzuraten. Diese Stellen sind meist bei gemeinnützigen Organisationen wie beispielsweise der Caritas angesiedelt. Dort erarbeiten die Berater gemeinsam mit dem betroffenen Schuldner eine Strategie, um die Schulden nachhaltig zu reduzieren und aus der Schuldenfalle herauszukommen.

Hilfe für Verbraucher mit schlechter Bonität

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