YouTube ist wohl das bekannteste und erfolgreichste Online-Videoportal der Welt. Und YouTube ist mittlerweile die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Der Name YouTube bedeutet auf Deutsch etwa „Du sendest“. Auf YouTube können Nutzer Videoclips ansehen und eigene Videos hochladen. YouTube wurde 2005 gegründet und bereits 2006 vom Suchmaschinenriesen Google aufgekauft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Drei ehemalige Mitarbeiter des Online-Bezahldienstes PayPal gründeten YouTube im Februar 2005.
  • YouTube verzeichnete schon kurz nach der Gründung zahlreiche Nutzer, die eifrig Videos anschauten, hochluden, bewerteten und kommentierten.
  • YouTube ist ein Karrieresprungbrett - Vom Erfolg des Videoportals profitieren auch allerhand YouTube-Nutzer. Sie haben es mit selbst gedrehten Videos zu Ruhm und Geld gebracht.

Rasanter Aufstieg zum führenden Videoportal

Drei ehemalige Mitarbeiter des Online-Bezahldienstes PayPal gründeten YouTube im Februar 2005. Die grundlegende Idee des Videoportals ist, dass die Nutzer Videos anschauen und eigene Clips einfach und unkompliziert ins Internet hochladen und veröffentlichen können. Dieses Prinzip kommt bei der Internetgemeinde gut an.

YouTube verzeichnete schon kurz nach der Gründung zahlreiche Nutzer, die eifrig Videos anschauten, hochluden, bewerteten und kommentierten. Inzwischen ist das Unternehmen in 75 Ländern und 61 Sprachen verfügbar. Jeden Monat besuchen mehr als eine Milliarde einzelne Nutzer die YouTube-Webseite. Die Hälfte davon, gucken sich die Videos auf ihrem Smartphone an. Täglich werden auf YouTube Videos mit einer Gesamtdauer von mehreren hundert Millionen Stunden wiedergegeben und pro Minute laden die Nutzer rund 300 Stunden neues Videomaterial hoch.

Das Unternehmen ist innerhalb kürzester Zeit zum führenden Videoportal aufgestiegen und verzeichnet in den meisten Ländern inzwischen einen Marktanteil von über 50 Prozent. Bereits weniger als zwei Jahre nach der Gründung von YouTube kaufte Google für umgerechnet 1,31 Milliarden Euro das Videoportal. In Deutschland hat YouTube einen Marktanteil von über 80 Prozent unter den Video-Sharing-Plattformen (Stand 1. Halbjahr 2016).

YouTube und seine Stars

YouTube ist ein Karrieresprungbrett - Vom Erfolg des Videoportals profitieren auch allerhand YouTube-Nutzer. Sie haben es mit selbst gedrehten Videos zu Ruhm und Geld gebracht. Viele talentierte YouTuber nutzen diesen Trend und veröffentlichen auf ihren Kanälen Homevideos mit Inhalten wie: Schminktipps, Parodien, Alltagstipps (sogenannte Life Hacks), Spiele werden getestet und kommentiert oder einfach nur drei Minuten Alltagsgeschwätz ins Netz gestellt. Und genau diese „simplen“ Videos kommen an.

Mittlerweile haben die YouTube-Stars riesige Fangemeinden wie Musiker oder Schauspieler. Millionenfach werden ihre Videos angeklickt und damit verdienen sie viel Geld. Professionelle Agenturen unterstützen die großen YouTuber, um ihre Formate zu optimieren und sie noch besser zu vermarkten. Dadurch ziehen die Stars sogar Werbe-Deals oder TV-Auftritte an Land.

Homevideos und Urheberrechtsverletzungen

Gerade wegen der enormen Popularität und der hohen Mitgliederzahl bekam YouTube bald Probleme mit der Kontrolle der veröffentlichten Videos. Immer öfter handelte es sich nicht um Homevideos oder eigens erstellte Videoclips, sondern um urheberrechtlich geschützte Werke: Die Nutzer luden Musikvideos, TV-Serien oder ganze Kinofilme auf YouTube hoch. Lange Zeit war das Videoportal mit den Urheberrechtsverletzungen überfordert. Inzwischen schafft es YouTube durch diverse Filter und zahlreiche Mitarbeiter, entsprechende Videos in den meisten Fällen zeitnah zu löschen. Auch die Musiklabels oder Filmvertriebe suchen aktiv auf YouTube nach Urheberrechtsverletzungen und melden diese den Portalbetreibern.

Die deutsche Vewertungsgesellschaft GEMA klagte gegen YouTube, weil durch sie vertretene Künstler und Musiktitel bei YouTube kostenlos veröffentlicht worden waren. Die GEMA bekam im April 2012 in dieser Sache Recht. Seitdem sehen deutsche YouTube Nutzer immer öfter ein schwarzes Schild mit dem Hinweis:

„Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es Musik enthalten könnte, über deren Verwendung wir uns mit der GEMA nicht einigen konnten.Das tut uns leid.“

YouTube sperrt nach eigenen Aussagen Musikinhalte für Deutschland in einem automatisierten Verfahren aufgrund des hohen Prozessrisikos.

Rein technisch gesehen kann YouTube nicht verhindern, dass auch rechtsextreme, pornografische oder Gewalt beinhaltende Videos von Nutzern hochgeladen werden. Diese verstoßen meistens gegen die Nutzungsordnung und werden bei Beschwerden entfernt.

Neue Einnahmequelle: Bezahl-Abos

Während YouTube in der Vergangenheit ausschließlich mit Werbung Geld verdient hat, will die Videoplattform künftig mit Bezahl-Abos den Pay-TV-Sendern Konkurrenz machen. Video-Anbieter haben seit Mai 2013 die Möglichkeit, eine monatliche Gebühr von den Nutzern zu erheben. 2015 wurde "YouTube Red" als kostenpflichtiges Zusatzangebot eingeführt. Bisher nur in den USA verfügbar, können damit Videos sowie Eigenproduktionen werbefrei bezogen werden, auch Google-Play-Music wird mit dem Angebot verknüpft.