Einzelverbindungsnachweis

Der Einzelverbindungsnachweis (EVN) ist eine Übersicht aller im Abrechnungszeitraum getätigten Telekommunikationsvorgänge. Anbieter von entsprechenden Diensten sind verpflichtet, die Verbindungen in Form des Einzelverbindungsnachweises aufzuschlüsseln. Ausgenommen von dieser Verpflichtung sind Angebote, für die üblicherweise keine Rechnungen ausgestellt werden, z.B. Prepaid- oder Calling-Cards.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Einzelverbindungsnachweis enthält die für die Kontrolle der Abrechnung erforderlichen Verbindungsdaten.
  • Bei der zeitbasierten Tarifierung müssen Beginn, Ende und Dauer des Telekommunikationsvorgangs vermerkt sein.
  • Der Einzelverbindungsnachweis in Papierform ist zumeist kostenfrei.

Kontrolle über Ihre Daten

Der Einzelverbindungsnachweis enthält die für die Kontrolle der Abrechnung erforderlichen Verbindungsdaten, die sogenannten Verkehrsdaten. Nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur sind folgende Angaben zu nennen:

  • Datum
  • Die zugeteilte Rufnummer des Teilnehmers
  • Die Zielnummer. Der Kunde kann wählen, ob die Zielrufnummer vollständig oder unter Kürzung der letzten drei Ziffern ausgewiesen wird.
  • Wird nach der Weitervermittlung ein abweichendes Entgelt erhoben, ist die Weitervermittlung mit der Angabe der Dauer der Verbindung gesondert auszuweisen.
  • Wird nach der Weitervermittlung ein abweichendes Entgelt erhoben, ist die Weitervermittlung mit der Angabe der Dauer der Verbindung gesondert auszuweisen.

Angaben zur Tarifierungsart

Je nach vereinbarter Tarifierungsart (zeit-, ereignis- oder volumenbasiert) gehören folgende spezifische Angaben zum Standardnachweis: Bei der zeitbasierten Tarifierung müssen Beginn, Ende und Dauer des Telekommunikationsvorgangs auf dem Einzelverbindungsnachweis vermerkt sein, darüber hinaus auch die entsprechenden Gebühren eines jeden Anrufs bzw. jeder SMS. Bei der ereignisbasierten Abrechnung sind der Beginn des Telekommunikationsvorgangs sowie das jeweils entstandene Entgelt auszuweisen. Die volumenbasierte Tarifierung erfordert die Nennung des Datenvolumens, die Kennung des Dienstes sowie das in Rechnung gestellte Entgelt.

Kontingente

Stehen dem Kunden pauschal abgegoltene Freikontingente zur Verfügung, muss der Anbieter nach Überschreiten dieser Grenze alle Telekommunikationsvorgänge vollständig ausweisen. Alle Vorgänge, die sich innerhalb des Kontingents befinden, werden dann mit „0 Euro“ dargestellt. Sofern das Kontingent nicht vollständig ausgeschöpft wird, muss der Anbieter keinen Einzelverbindungsnachweis erstellen.

Flatrate

Für denjenigen, der eine Flatrate gebucht hat, sind die einzelnen Verbindungen in der Regel unbedeutend - sind doch bei einer Flatrate alle Verbindungen mit der Zahlung eines Pauschalbetrages abgegolten. Dennoch ergibt auch hier der Einzelverbindungsnachweis Sinn. So kann der Verbraucher anhand des EVN prüfen, inwieweit sich die Flatrate lohnt, dazu ist die Auswertung des Telefonverhaltens zentral. Daher kann der Anbieter auch die Daten pauschal abgegoltener Verbindungen mitteilen, sofern der Kunde dies wünscht. Einen Anspruch darauf hat der Verbraucher allerdings nicht.

Bereitstellung des Einzelverbindungsnachweises

Der Einzelverbindungsnachweis in Papierform ist zumeist kostenfrei. Ausnahme: Erfolgt der Vertragsabschluss online oder werden regelmäßig Verbindungen zum Internet abgerechnet, kann der Einzelverbindungsnachweis auch standardmäßig in elektronischer Form bereitgestellt werden. Wünscht der Kunde dennoch einen Papierausdruck, muss er sich an den Bereitstellungskosten beteiligen.