Bits & Bytes

Bit und Byte sind Maßeinheiten für Datenmengen. Das Wort „Bit“ ist eine Wortschöpfung aus dem englischen Ausdruck „binary digit“, was mit „Binärziffer“ übersetzt werden kann. Das Wort „Byte“ stammt vom englischen „bite“ (zu Deutsch: „Bissen“) ab, es ist ein Kunstwort, dessen Schreibweise in „Byte“ geändert wurde, um Verwechslungen mit Bit zu vermeiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wort „Byte“ wird als Maßeinheit für die Größe eines Speichers benutzt, zum Beispiel bezeichnet man die Speicherkapazität eines USB-Sticks mit 8, 16, oder 32 Gigabyte.
  • Mit dem Begriff „Bit“ bezeichnet man hingegen die Datentransferrate, zum Beispiel bieten DSL-Anbieter einen Internetzugang mit einer Datenübertragungsrate von 16 oder 32 Megabit pro Sekunde an.

0 oder 1?

Die grundlegende informationstechnologische Idee dahinter ist zunächst einmal, dass jede Information an einen Informationsträger gebunden ist. Ein Informationsträger, der sich in genau einem von zwei Zuständen (entweder „0“ oder „1“ im Binärcode) befindet, kann die Datenmenge 1 Bit darstellen. Ein Bit ist somit die kleinste Informationseinheit eines Rechners und entspricht den Zuständen „1“ oder „0“. In der Regel werden acht Bits zu einem Byte zusammengefasst. Ein Byte kann damit 2 hoch 8, also 256 Zustände wiedergeben.

Byte oder Bit?

Für Laien wird der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen am deutlichsten, wenn man auf die Wortverwendung schaut: Das Wort „Byte“ wird als Maßeinheit für die Größe eines Speichers benutzt, zum Beispiel bezeichnet man die Speicherkapazität eines USB-Sticks mit 8, 16, oder 32 Gigabyte. Mit dem Begriff „Bit“ bezeichnet man hingegen die Datentransferrate, zum Beispiel bieten DSL-Anbieter einen Internetzugang mit einer Datenübertragungsrate von 16 oder 32 Megabit pro Sekunde an. Somit kann man sich folgende Eselsbrücke herleiten: Bei „Byte“ geht es um die Speichergröße, bei „Bit“ um Geschwindigkeit.

Kilo-, Mega-, Giga-, Terabytes

Egal ob auf die Geschwindigkeit oder die Speicherkapazität bezogen – Bit oder Byte werden meist in größeren Einheiten angegeben: zum Beispiel in Kilobit oder auch Megabit beziehungsweise Kilobyte oder Megabyte. Ein Kilobit, häufig in abgekürzter Form auch als „Kbit“ oder „Kb“ zu finden, entspricht 1.024 Bit. Ein Megabit (oft als „Mbit“ oder „Mb“ zu finden) entspricht 1.024 Kilobit. Ein Gigabit („Gbit oder Gb) entspricht 1.024 Megabit. In der gleichen Weise funktioniert das auch bei Byte. Bei der Abkürzung ist darauf zu achten, ob das b klein (z.B. Mb) oder groß (z.B. MB) geschrieben ist, da letzteres für Bytes als Maßeinheit steht.

Oktett und Kibibyte

Wenn man es ganz genau nimmt, sollte ein Byte, das aus 8 Bit besteht, mit dem ISO-konformen Begriff „Oktett“ bezeichnet werden, denn in der Geschichte der Datenverarbeitung wurde der Begriff „Byte“ für eine unterschiedliche Anzahl von Bits verwendet. Im alltäglichen Sprachgebrauch kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ein Byte aus 8 Bit besteht. Ähnlich sieht es mit dem Gebrauch der binären Präfixe wie „Kibi-“ und „Mebi-“ aus. Mit ihrer Hilfe können Zweierpotenzen eindeutiger dargestellt werden. Der Unterschied zwischen Zehner- und Zweierpotenz ist in diesem Zusammenhang jedoch nur für Experten wichtig, die mit großen Datenmengen umgehen müssen.

Die einzige Gelegenheit, bei der normale Nutzer mit dieser Problematik in Berührung kommen, ist beim Kauf von Speichermedien. Wird beispielsweise eine externe Festplatte mit einem Terabyte Speicherplatz eingekauft, kann es nach dem Anschließen passieren, dass der Computer nur einen Speicherplatz von rund 0,9 Terabyte anzeigt. Der Grund: Der Festplattenhersteller rechnet mit Zehnerpotenzen, ein Terabyte sind demnach 1012 Byte. Der Computer rechnet jedoch in Zweierpotenzen - hier hat ein Terabyte 240 Byte, was im Ergebnis rund 10 Prozent mehr ist.