Für die Kommunikation zwischen unterschiedlichen Netzwerken oder Servern sind Gateways unerlässlich. Sie sorgen als eine Art Übersetzungstool für Netzwerkprotokolle dafür, dass eine korrekte Übertragung der gewünschten Daten von einem Netzwerk zu einem anderen möglich ist. Sie finden im privaten und geschäftlichen Bereich Anwendung.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Gateway?
  3. Wo kommen Gateways zum Einsatz?
  4. Was bedeutet die Meldung "502 Bad Gateway"?
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Gateways übersetzen das Netzwerkprotokoll eines Systems oder Netzwerks, indem sie eingehende Informationen so konvertieren, dass ein anderes System sie versteht.
  • Die kommunizierenden Systeme können Netzwerke, einzelne Computer oder Programme sein.
  • Internetrouter, die IP-Netzwerke verknüpfen und so den Zugriff auf das Internet ermöglichen, bezeichnet man auch als "Default Gateways".

Was ist ein Gateway?

Die englische Bezeichnung "Gateway" bedeutet im Deutschen sinngemäß "Zugang" und ist im IT-Bereich gängig. Ein Gateway dient als Verbindungsstück zwischen zwei Systemen beziehungsweise Netzwerken, die unterschiedliche Protokolle und Kommunikationsdienste nutzen – es gewährt einem Netzwerk also Zugang zu einem anderen. Im Allgemeinen stellen Gateways demnach eine Verbindung zwischen einer Quelle und einem Ziel her, indem sie zwischen beiden Stellen Daten sinnvoll und lesbar übermitteln. Ein Gateway ist dabei in der Lage, die spezifischen Eigenschaften von Sender und Empfänger zu erfassen und für die Übertragung zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel die Protokollart, die Geschwindigkeit der Datenübertragung, die Dateiformate, die Adressierung und die eingesetzte Hardware.

Das sogenannte OSI-Modell (Open Systems Interconnection) gibt einen Rahmen für die Kommunikation zwischen verschiedenen technischen Systemen vor. Das Modell definiert die Aufgaben, die für eine fehlerfreie Kommunikation zwischen Sender und Empfänger ausgeführt werden müssen und ordnet die entsprechenden Netzwerkprotokolle in sieben Schichten an:

  • Schicht 1: Bitübertragung
  • Schicht 2: Sicherung
  • Schicht 3: Vermittlung
  • Schicht 4: Transport
  • Schicht 5: Sitzung
  • Schicht 6: Darstellung
  • Schicht 7: Anwendung

Gateways kommen auf jeder Schicht zum Einsatz. Ihre Arbeitsweise richtet sich danach, welche Aufgabe auf der jeweiligen Schicht ausgeführt wird.

Wo kommen Gateways zum Einsatz?

Gateways sind in vielfältigen Formen zu finden, die alle einem Zweck dienen: Sie sind Vermittler zwischen unterschiedlichen Systemen, die sonst unter Umständen nicht kompatibel wären und nicht miteinander kommunizieren könnten.

Sogenannte Media Gateways kommen im Bereich der Telekommunikationsmedien vor. Dort dienen sie als Übergänge zwischen verschiedenen Netzwerken, die Ton-, Bild- oder Videodaten konvertieren und für die unterschiedlichen Netzwerktypen lesbar machen. "Übersetzt" werden die Informationen der Protokolle sowie die direkten Nutzdaten. Gateways innerhalb von Software sind hingegen Verbindungspunkte zu bestimmten Bezahldiensten (Payment Gateways) oder einer bestimmten Website.

Darüber hinaus existieren Gateways als Basis für sogenannte Netzwerktunnel. Dazu gehören beispielsweise interne Unternehmensnetzwerke, auf die berechtigte Nutzer auch aus der Ferne zugreifen können. Netzwerke dieser Art nennen sich auch Virtual Private Networks (VPN), die entsprechenden Verbindungspunkte VPN-Gateways. Der externe Zugriff erfolgt über das Internet.

Abgrenzung zu einem Netzwerkrouter

Ein Router ähnelt in seiner Funktionsweise stark einem Gateway: Er empfängt Informationen aus dem Netzwerk, analysiert diese Daten und leitet sie zu einem anderen Netzwerk weiter. Der wesentliche Unterschied zum Gateway besteht darin, dass ein Router die Daten selbst nicht verändert – ein Gateway wandelt diese bei Bedarf um. Zudem funktioniert ein Gateway auf allen Schichten des OSI-Modells, ein Router ausschließlich auf der dritten, die der Vermittlung dient.

Router – häufig auch "Default Gateway" genannt – dienen vor allem der Anbindung eines heimischen Netzwerks (zum Beispiel PC, Laptop, Drucker) an das Internet – sei es per Kabel oder drahtlos. Dazu verknüpft der Internetrouter unterschiedliche IP-Netzwerke miteinander.

Was bedeutet die Meldung "502 Bad Gateway"?

Alle Anfragen im Internet funktionieren über Gateways. Ist ein bestimmter Server beziehungsweise eine Website nicht abrufbar, erscheint häufig der HTTP-Fehlercode "502 Bad Gateway". Das bedeutet, dass die Kommunikation zwischen den Netzwerken oder Servern nicht korrekt funktioniert. Der Grund dafür liegt oftmals auf der Serverseite, zum Beispiel kann ein Ausfall oder die Überlastung eines bestimmten Servers vorliegen. In diesem Fall kann nur der jeweilige Webhoster den Fehler beheben. In seltenen Fällen liegt die Verbindungsstörung jedoch am Internetnutzer selbst – zum Beispiel, wenn die Firewall des PCs oder Erweiterungen des Internetbrowsers die Weiterleitung zur gewünschten Website blockieren.

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