Internettelefonie

Internettelefonie (auch IP-Telefonie) bezeichnet die Übertragung von Telefonaten über das Internet – über ein Telefon, per Software am Laptop bzw. PC oder mit dem Smartphone. Ein Großteil der Haushalte in Deutschland nutzt Internettelefonie über den DSL-Anschluss oder das Kabel-TV-Netz. Inzwischen hat die IP-Technik die alten Telefonnetze (analog, ISDN) fast vollständig abgelöst.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Internettelefonie: Telefonieren im IP-Netz
  3. Netze im Wandel: IP-Umstellung für Privatkunden
  4. Direkte Internettelefonie am PC
  5. Internettelefonie mit dem Smartphone
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Großteil der Haushalte in Deutschland nutzt Internettelefonie über den DSL- oder Kabelanschluss.
  • Viele DSL-Anbieter setzen seit Langem auf IP-Technik. Das einheitliche IP-Netz hat die alten Netze (analog und ISDN) mittlerweile nahezu vollständig ersetzt.
  • Internettelefonie kann auch direkt am PC oder Smartphone genutzt werden.

Internettelefonie: Telefonieren im IP-Netz

Die technischen Grundlagen der Internettelefonie wurden bereits in den 1970er und 80er Jahren geschaffen. Die Sprachdaten werden bei VoIP (Voice over Internet Protocol) nicht über analoge Leitungen übertragen, sondern über das Internet. Einen Durchbruch erlebte die Internettelefonie etwa ab der Mitte der Nullerjahre. Die meisten Haushalte waren zu diesem Zeitpunkt bereits mit einer DSL-Verbindung versorgt, die eine gute Sprachqualität garantierte. 2004 kam zudem Skype auf den Markt, eine der beliebtesten Software-Lösungen für direkte Internettelefonie am PC.

Das Telefon ist bei der IP-Telefonie nicht an eine TAE-Buchse an der Wand oder eine ISDN-Box angeschlossen, sondern an ein VoIP-fähiges Kabelmodem oder einen DSL-Router. Auch ältere Telefongeräte können mit IP-Anschlüssen problemlos weitergenutzt werden. Sie werden ebenfalls direkt an den WLAN-Router angeschlossen. Das gesprochene Wort wird bei VoIP in Daten umgewandelt, die in kleinen Paketen über das Netzwerk verschickt werden. Das Endgerät des Empfängers sammelt die Pakete und setzt sie wieder in Sprache um.

Ist die Verbindung zu langsam, können die Pakete mit großer Zeitverzögerung ankommen oder ganz verloren gehen – dann kommt es zu Unterbrechungen und Verzögerungen in der Sprachverbindung. Die Übertragungsraten sind heutzutage jedoch so hoch, dass die Sprachqualität oft besser ist als bei herkömmlichen Telefonaten im analogen Netz. Ein DSL-Anschluss mit einer konstanten Upstream-Rate von 120 kbit/s ist für die Sprachübertragung bereits ausreichend. Durch IP-Telefone mit HD-Voice-Funktion kann die Sprachqualität sogar noch weiter verbessert werden.

Netze im Wandel: IP-Umstellung für Privatkunden

Ein Großteil der Haushalte in Deutschland nutzt bereits Internettelefonie über den DSL-Anschluss oder das Kabel-TV-Netz. Die meisten DSL-Anbieter haben ihre analogen Anschlüsse für Privatkunden in den letzten Jahren fast vollständig auf die modernere IP-Technik umgestellt. Nur bei Geschäftskunden dauert die Umstellung länger und soll bis 2022 abgeschlossen sein.

Hintergrund für die IP-Umstellung ist die veraltete und uneinheitliche Netzstruktur. Drei unterschiedliche Netze (analog, DSL, ISDN) parallel in Betrieb zu halten, gestaltete sich für die Provider aufwändig und teuer. So waren zum Beispiel sogenannte Übergabepunkte nötig, um die Netze aneinander zu koppeln. Der große Vorteil des einheitlichen IP-Netzes liegt in einer einfacheren Infrastruktur, die eine enorme Kostenersparnis mit sich bringt. Die Netzanbieter bündeln die Technik nun an wenigen zentralen Stellen. Ein weiterer Nutzen der IP-Umstellung: Die freigewordenen Frequenzen können für mehr DSL-Bandbreite genutzt werden.

Direkte Internettelefonie am PC

Eine beliebte Variante der Internettelefonie ist das Telefonieren über den PC oder Laptop. Ein Telefonprogramm und ein Headset aus Kopfhörer und Mikrofon machen den Computer zu einem sogenannten Softphone. Die meisten Laptops sind heute standardmäßig mit einer Webcam und Mikrofon ausgestattet.

Zudem sparen Telefonkunden bei direkter Internettelefonie Kosten. Denn bei Gesprächen wie beispielsweise über Skype fallen keine extra Gebühren an – auch, wenn der Gesprächspartner im Ausland ist. Mit einem IP-Telefon oder einem Computer mit entsprechender VoIP-Software können auch Teilnehmer im herkömmlichen Fest- oder Mobilfunknetz angerufen werden. Hierfür werden jedoch wieder Gebühren beim jeweiligen Anbieter fällig.

Internettelefonie mit dem Smartphone

Internettelefonie ist auch per Smartphone-App möglich. Kunden sollten sich jedoch vorher darüber informieren, welche Mobilfunkanbieter VoIP in ihrem Netz zulassen. Außerdem sollten die Übertragungsraten im Mobilfunknetz im Auge behalten werden, damit es nicht zu Qualitätseinbußen oder gar einem Verbindungsabbruch kommt.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, VoIP mit dem Smartphone in einem WLAN-Netz zu nutzen. Wer sich zu Hause oder unterwegs in ein WLAN einloggt, kann mit Internettelefonie-Apps wie Skype kostenlos mit anderen Nutzern sprechen. Bei zu viel Nutzeraktivität im WLAN kann jedoch die Gesprächsqualität leiden, da die Upstream-Rate unter allen Usern aufgeteilt wird. Außerdem fressen die VoIP-Apps häufig viel Strom – Nutzer sollten also den Akku ihres Smartphones im Blick haben.

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