Anonymisierungssoftware

Beim Surfen im Internet gibt man viele Informationen über sich preis. Wer das nicht will, kann seine Identität mit Hilfe von Anonymisierungssoftware verschleiern. Als Anonymisierungssoftware bezeichnet man Computerprogramme, die es ermöglichen, keine direkten Rückschlüsse auf den Internetnutzer zuzulassen. Mit Hilfe dieser Software werden E-Mails verschlüsselt, IP-Adressen verdeckt und so die Identität des Internetnutzers getarnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Anonymisierungssoftware baut eine verschlüsselte VPN-Verbindung auf.
  • Die Hauptründen für Internetnutzer: Datenspur verwischen und Streaming-Dienst Länderbegrenzungen zu umgehen.

Wie Anonymisierungssoftware arbeitet

Die Anonymisierungssoftware baut eine verschlüsselte VPN-Verbindung auf. So können weder der Internet-Provider noch Kriminelle auf die Nutzerdaten zugreifen. Der Anonymisierungsdienst wiederum entschlüsselt und tarnt die Internetanfragen. So erfolgt jeder Seitenzugriff unter einer neuen IP-Adresse. Die Abrufe können so nicht mehr zum Nutzer zurückverfolgt werden.

Warum Anonymisierungssoftware nutzen?

Internetnutzer entscheiden sich für den Einsatz von Anonymisierungssoftware aus verschiedensten Gründen: Zum einen, um die Datenspur, die man unwillkürlich beim Surfen hinterlässt, zu verwischen. Zum anderen aber auch, um bei Video-Portalen oder Streaming-Diensten Länderbegrenzungen zu umgehen.

Anonymisierungssoftware beeinträchtigt Geschwindigkeit

Bei einem Test der Zeitschrift Computerbild wurde deutlich, dass Anonymisierungssoftware die Surfgeschwindigkeit negativ beeinflussen kann. Durch die Umleitung der Internetanfragen über die Server des Anonymisierungsdienstes verzögert sich der Seitenaufbau um mehrere Sekunden.

Tipps und Tricks zum anonymen Surfen

Wem die Installation von Anonymisierungssoftware zu umständlich ist oder wen die gebremste Surfgeschwindigkeit nervt, der kann auch auf anderen Wegen seine Datenspur im Netz verwischen. Da man insbesondere bei Suchanfragen eine Menge über seine Interessen und Vorlieben preisgibt, kann man hier beispielsweise auf Meta-Suchmaschinen ausweichen. Statt Google Daten und Informationen in den Hals zu werfen, kann man beispielsweise ixquick.de nutzen. Diese Metasuchmaschine fragt parallel mehrere Suchmaschinen ab, ohne dabei Daten der Nutzer zu erheben, zu speichern oder Cookies zu setzen. Generell lohnt es sich, Cookies über die Browsereinstellungen regelmäßig zu löschen, da diese das Surfverhalten des Internetnutzers verfolgen. Auch so kann man halbwegs seine Daten schützen.