Die E-Mail ist einer der wichtigsten und meistgenutzten Dienste des Internets. Mit E-Mails kann man Text-Nachrichten, Dokumente, Bilder oder andere Dateien innerhalb von Sekunden rund um die Erde zustellen - portofrei.

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele große und kleine Unternehmen bieten sogenannte Freemail-Dienste an und wetteifern dabei um die Gunst der Nutzer.
  • Soll die kostenlose E-Mail-Adresse alltäglich genutzt werden, lohnt sich ein genauerer Blick auf die verfügbaren Angebote.
  • Unter Umständen können also auch Daten verloren gehen, die im E-Mail-Postfach abgelegt werden.

Sich eine kostenlose E-Mail-Adresse einzurichten ist nicht schwer. Viele große und kleine Unternehmen bieten sogenannte Freemail-Dienste an und wetteifern dabei um die Gunst der Nutzer. Die meisten Anbieter finanzieren sich dabei über Werbung, die sowohl in den Benutzeroberflächen als auch in den E-Mails selbst angezeigt wird. Hinzu kommen kostenpflichtige Zusatzdienste, die den Nutzern durch das Freemail-Gratisangebot schmackhaft gemacht werden sollen. Wer nur ab und an eine kurze Nachricht verschickt und einfach nur per E-Mail erreichbar sein möchte, kann sich ohne tiefere Recherche für einen Freemail-Dienst wie etwa Web.de, GMX, Windows Live, Google Mail, Yahoo oder AOL entscheiden.

Speicherplatz und Dateigröße

Soll die kostenlose E-Mail-Adresse alltäglich genutzt werden, lohnt sich ein genauerer Blick auf die verfügbaren Angebote. Wichtig ist zunächst, dass der Anbieter dem E-Mail-Konto viel Speicherplatz einräumt, denn andernfalls muss der Posteingang stetig ausgemistet werden. Die Freemail-Anbieter haben in der Regel auch ein Limit für die Dateigrößen, die per E-Mail verschickt werden können. Auf diese maximale Größe für Dateianhänge sollte jeder achten, der häufig große Dateien wie Bilder oder Videos verschicken möchte.

Praktisch alle Freemail-Anbieter bieten einen zufriedenstellenden Spam- und Virenschutz. Allerdings gibt es bei der Sicherheit auch Unterschiede. So bieten einige Anbieter keine sichere Verbindung beim Versand von E-Mails, anderen wird vorgeworfen, die Inhalte von E-Mails für Werbezwecke auszuwerten. Ein Manko der webbasierten Dienste: Sicherheitslücken lassen sich bei der Nutzung nicht gänzlich ausschließen. Datenmissbrauch durch Dritte ist theoretisch möglich, beispielsweise wenn das System des Nutzers mit einem Trojaner infiziert ist.

Auf keinen Fall sollten Nutzer vergessen, sich beim Postfach abzumelden - besonders, wenn sie nicht vom eigenen PC aus auf die Mails und Dateien zugreifen. Grundsätzlich sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es auch auf den Servern der Anbieter zu Fehlern kommen kann. Unter Umständen könnten also auch Daten verloren gehen, die im E-Mail-Postfach abgelegt wurden.

In der Regel freut man sich über E-Mails: Freunde schicken Grüße, oder man wird über spannendes Neues informiert. Sind es aber gleich 30 Mails am Morgen, oder vermeldet der Laptop im Minutentakt den Eingang einer Nachricht, geht vielen neben dem Überblick auch die Aufmerksamkeit verloren. Stress ist rasch die Folge davon. Doch die Informationsflut nicht nur aus dem Mail-Fach, sondern aus dem Netz überhaupt, lässt sich bewältigen - durch Auswahl und Einschränkung.

Informationen sortieren und selektieren

Was bedeutet das - erst einmal bezogen aufs Mail-Fach? Nicht jeder Newsletter muss gleich gelesen werden, nicht jede Mail gehört sofort beantwortet, sagt Michael Ziegelmayer vom Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) in Berlin. Besser sei es, die Infos zu organisieren. Nutzer können dafür Unterordner anlegen, in die sie Mails nach Dringlichkeit sortieren, um sie später gebündelt durchzusehen. "Wichtiges wird so von weniger Wichtigem unterschieden".