Die Abkürzung „E-Book“ steht für „electronic book“ („elektronisches Buch“). E-Books sind das digitale Pendant des klassischen Buches. Sie sollen das Aussehen und die Eigenschaften eines Buches möglichst wirklichkeitsnah auf einem Bildschirm wiedergeben. Darüber hinaus haben E-Books jedoch auch die computertypischen Merkmale, wie unter anderem das Bedienen per Maus, Touchpad oder Tastatur.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zum lesen eines E-Books benötigt man ein Lesegerät.
  • Häufig entscheidet man sich mit dem Gerät auch gleich, wo man seine E-Books später einkaufen kann.
  • Der Umsatz des Büchermarkts ist in den letzten Jahren um mehr als fünf Prozent zurückgegangen.

Doch egal wie sehr das E-Book dem „echten“ Buch nachempfunden wird, die Qualitäten eines Buches, beispielsweise die Art und Weise der Bindung, die Dicke des Papiers, die verwendete Drucktechnik – all diese haptischen Eigenschaften können nie einem E-Book zugefügt werden. Somit kann ein E-Book nicht ein echtes Buch ersetzen, sondern ist vielmehr als eigenständiges Medium zu begreifen, das lediglich sein Vorbild – das „echte Buch“ – ins digitale Zeitalter fortführt.

E- Reader: die Lesegeräte für E-Books

Natürlich benötigt man zum Lesen von E-Books erst einmal ein Lesegerät. Das sind sogenannte E-Reader oder E-Book-Reader. Sie können tausende Bücher speichern, ohne Platz im Bücherregal zu verbrauchen. Die tragbaren Geräte haben durch die Verwendung der sogenannten E-Ink-Technologie eine gestochen scharfe Schrift und sind deshalb auch bei heller Sonne lesbar. Deren Bild und Kontrast kommt einer Papierseite am nächsten und sie bieten viel mehr Lesekomfort als beispielsweise ein Tablet-PC. Außerdem verbrauchen sie vergleichsweise sehr wenig Strom. Zwar lassen sich E-Books auch am Notebook oder PC lesen, damit ist man aber weniger mobil und flexibel.

Doch Vorsicht: Häufig entscheidet man sich mit dem Gerät auch gleich, wo man seine E-Books später einkaufen kann, denn viele Anbieter lassen nur ihre eigenen Lesegeräte zu. Zurzeit ist das größte Angebot bei Amazon und Apples iTunes zu finden. Generell sind E-Books günstiger als Taschenbücher: Während gedruckte Neuerscheinungen durchschnittlich rund 20 Euro kosten, nimmt der Preis für E-Books weiter ab. 2015 lag der durchschnittliche Preis je Titel bei weniger als sieben Euro.

Vom Nischen- zum Konkurrenzprodukt

Der Siegeszug der elektronischen Bücher begann in Deutschland im Jahre 2009 mit der Vorstellung des ersten Kindle-Modelles von Amazon. Inzwischen ist der Durchschnittspreis pro Gerät auf unter 100 Euro gesunken und sinkt weiter.

Laut GfK Entertainment hat sich die Anzahl der Käufer von E-Books vor allem in den Jahren von 2010 bis 2013 rasant gesteigert: Im genannten Zeitraum verfünffachte sie sich beinahe. In den Folgejahren stieg sie ebenfalls, wenngleich nicht in diesem Ausmaß. Noch bevorzugen die Verbraucher diversen Studien zufolge mehrheitlich gedruckte Exemplare - doch das Nischenprodukt, das es einmal war, ist das elektronische Buch schon lange nicht mehr.

Während in den vergangenen fünf Jahren der Umsatz des Büchermarktes kontinuierlich abnahm - in dieser Zeit etwa um fünf Prozent -, änderte sich das Leseverhalten kaum. Nahezu 75 Prozent der Deutschen geben an, regelmäßig zu lesen. Etwa ein Drittel von Ihnen greift dabei auch auf das elektronische Pendent zurück. Der Umsatzanteil der E-Books am deutschen Büchermarkt liegt weiterhin unter fünf Prozent. Obwohl jährlich mehr als 27 Millionen elektronische Exemplare verkauft werden, relativiert der sinkende Durchschnittspreis bei E-Books den Jahresumsatz.