Datenschutz

Der Begriff "Datenschutz" entstand in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, er wird jedoch unterschiedlich definiert. Manche Interpretationen verstehen Datenschutz insbesondere als Schutz vor unerlaubter Datenverarbeitung, andere Definitionen betonen den Schutz der Privatsphäre. Viele Menschen verstehen Datenschutz als ein grundsätzliches Recht, nach dem jede Person selbst entscheiden darf, was mit ihren Daten passiert. Im Zuge der Digitalisierung ist der Datenschutz vor allem online von Bedeutung.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Datenschutz im Internet: Gesetze
  3. Wie Sie Ihre Daten im Internet schützen
  4. Verwandte Themen
  5. Weiterführende Links
  6. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Datenschutz gewährleistet, dass die Privatsphäre der Nutzer nicht durch die missbräuchliche Erhebung, Weitergabe oder Speicherung von Informationen beeinflusst wird.
  • Mit der Datenschutz-Grundverordnung hat die Europäische Union ein einheitliches Regelwerk zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten geschaffen.
  • Verstößt ein Betreiber gegen die Datenschutzregelungen, muss er mit empfindlichen Bußgeldern rechnen.

Datenschutz im Internet: Gesetze

Medien berichten immer wieder über Datenskandale im Internet. Darüber hinaus sind sich immer mehr Menschen über den Datenhunger großer Technologieunternehmen wie Facebook oder Google bewusst. Jeder User kann mit verschiedenen Maßnahmen dazu beitragen, seine Daten zu schützen. Zudem sind sowohl Telekommunikationsanbieter als auch Websitebetreiber dazu verpflichtet, bestimmten gesetzlichen Vorgaben zu folgen. Beim Datenschutz im Internet greifen vor allem die folgenden Gesetze beziehungsweise Verordnungen:

  • Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
  • Telemediengesetz (TMG)
  • Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Die Datenschutz-Grundverordnung der EU

Mit der seit dem 25. Mai 2018 verbindlich geltenden Datenschutz-Grundverordnung führte die Europäische Union ein vereinheitlichtes Regelwerk zur Verarbeitung personenbezogener Daten durch Privatunternehmen und Behörden ein. Die Verordnung soll einerseits die Privatsphäre eines jeden EU-Bürgers schützen, andererseits den freien Datenverkehr gewährleisten.

Die Datenschutz-Grundverordnung stellt eher eine Erweiterung der bereits bestehenden Gesetze dar als ihre komplette Umwälzung. Mit der Umsetzung der Verordnung in die nationale Gesetzgebung weitete der Staat vor allem die Rechte der User sowie die Informationspflichten der Webportale und Unternehmen aus. Bestehen bleibt beispielsweise das Verbot, Informationen ohne das Einverständnis des Users zu sammeln. Auch bezüglich der geforderten Zweckbindung der Daten gibt es keine Änderungen. Daraus ergeben sich unter anderem folgende Pflichten für Unternehmen und Websitebetreiber:

  • Websites benötigen die Einwilligung ihrer Nutzer, um deren Daten überhaupt erfassen und verarbeiten zu dürfen.
  • User müssen in einer Datenschutzerklärung darüber informiert werden, welche Daten die Website erhebt und speichert.
  • Erweisen sich gespeicherte Daten als falsch, sind diese auf Verlangen des Betroffenen zu korrigieren oder zu löschen.

Erhebliche Sanktionen bei Datenschutz-Verstößen

Erfüllt ein Unternehmen die Pflichten bezüglich des Datenschutzes nicht, drohen hohe Strafen. Die Höhe der Bußgelder ist fallabhängig, kann jedoch bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des globalen Jahresumsatzes betragen. Ebenso besteht die Möglichkeit, Gewinne einzufrieren. Allerdings gab es in der Vergangenheit große Diskrepanzen zwischen den vorhandenen Gesetzen und deren Umsetzung beziehungsweise Kontrolle in der Praxis.

Wie Sie Ihre Daten im Internet schützen

Wer im Internet aktiv ist, hinterlässt dort zwangsläufig Spuren. Daten fallen sowohl bei der Verwendung einer Suchmaschine an als auch in sozialen Netzwerken oder beim Besuch einer Website. Daher sollten Sie insbesondere bei der Herausgabe personenbezogener Angaben stets sorgsam vorgehen. Wer jedoch die nachfolgenden Tipps beherzigt, erhöht die Sicherheit seiner Daten online.

Browsereinstellungen optimieren

Die Sicherheit eines Geräts oder eines Browsers ist grundsätzlich dann am höchsten, wenn die Software aktuell gehalten wird. Demzufolge ist es zu empfehlen, in regelmäßigen Abständen Updates zu installieren. Zusätzlich lässt sich mit verschiedenen Maßnahmen die Menge der gesendeten Daten reduzieren. Sie können beispielsweise aktive Inhalte wie JavaScript oder Plug-ins deaktivieren – diese stellen oftmals Sicherheitsrisiken dar. Auch das Löschen des Browser-Caches und erhöhte Sicherheitseinstellungen für Cookies sind in diesem Zusammenhang sinnvoll. Durch die Verwendung eines Proxy-Servers haben Sie zudem die Möglichkeit, anonym im Internet zu surfen.

Verantwortungsvoller Umgang mit sozialen Netzwerken

Viele User verwenden soziale Medien wie Facebook, Instagram oder Twitter jeden Tag. Dabei geben sie freiwillig eine Vielzahl an Daten preis. Jeder Nutzer sollte sich darüber im Klaren sein, dass soziale Netzwerke alle veröffentlichten Inhalte speichern und potenziell analysieren. Es gilt also der Grundsatz der Datensparsamkeit: Je weniger Sie posten, desto weniger Informationen können Dritte für ihre Zwecke nutzen. Wer sich nur sporadisch einloggt und nicht den ganzen Tag angemeldet bleibt, vermeidet damit ebenfalls, dass viele Datensätze anfallen.

Achtung beim Erstellen von Passwörtern

Auch die Wahl eines geeigneten Passworts trägt zur Erhöhung der Datensicherheit bei. Dabei ist es wichtig, dass das Passwort nicht nur Groß- und Kleinbuchstaben enthält, sondern auch Zahlen und Sonderzeichen. Außerdem sollten Sie niemals für mehrere Accounts dasselbe Kennwort verwenden. Ein regelmäßiger Wechsel des Passworts erhöht die Sicherheit zusätzlich. Passwort-Manager können bei der Verwaltung der vielen verschiedenen Login-Daten helfen.

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