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Anlagestrategie leicht gemacht: So legen Sie Ihr Geld optimal an

Bildquelle: ©Adobe Stock / Text: Verivox

Das Wichtigste in Kürze

  • Anleger sollten fünf einfache Grundregeln kennen, bevor sie über die Ausrichtung ihrer Anlagestrategie entscheiden.
  • Sind Sie eher rendite- oder eher sicherheitsorientiert? Ihre persönliche Risikobereitschaft ist ausschlaggebend dafür, wie Sie Ihr Portfolio zusammenstellen.
  • Tagesgeld und Festgeld bilden den Sicherheitsbaustein Ihres Portfolios. Den Renditebaustein bestücken Sie am besten mit einem oder mehreren Indexfonds (ETFs).
  • Alle Kosten schmälern die Rendite. Achten Sie bei ETFs auf eine niedrige Gesamtkostenquote (TER) und nutzen Sie für den Handel ein gebührenfreies Depot mit niedrigen Orderkosten.

Zum Depot-Vergleich

Jede dritte Frau schätzt ihre finanzielle Lage als schlecht ein. Laut der aktuellen Finanzstudie von Verivox wirkt sich die wirtschaftliche Lage auch auf das Spar- und Investitionsverhalten aus. So finden sich ETFs oder Aktien deutlich seltener im Anlageportfolio von Frauen als von Männern. In der Verivox-Studie gibt auch fast die Hälfte der befragten Frauen an, sich (eher) nicht gut mit Finanzthemen auszukennen. Doch das lässt sich ändern. Alles, was es braucht, ist ein guter Überblick über die eigenen Finanzen – und einen Plan. Wie Sie diesen ganz einfach selbst entwickeln und umsetzen, erklären wir Ihnen Schritt für Schritt in unserem Ratgeber.

Fünf Grundregeln der Geldanlage

Um Geld gewinnbringend an der Börse zu investieren, müssen Sie keine Finanzexpertin sein. Auch müssen Sie nicht reich sein oder überdurchschnittlich gut verdienen, um mit dem Vermögensaufbau loszulegen. Schon mit kleinen Beträgen – beispielsweise ab 25 Euro pro Monat – ist es möglich, Geld an der Börse zu investieren und so Vermögen aufzubauen. Einige wichtige Grundregeln der Geldanlage sollten Sie dennoch kennen, bevor es losgeht:

Regel 1: Schulden vermeiden und abbauen

Viele Menschen lassen sich Konsumgüter wie ein neues Sofa, ein neues Auto oder eine moderne Küche finanzieren. Zwar ermöglichen solche Konsumkredite eine rasche Erfüllung der eigenen Wünsche, die Zinsen dafür sind jedoch hoch. Wenn Sie solche Kredite aufgenommen haben, ist es ratsam, diese schnellstmöglich zu tilgen. Wichtig ist zudem, einen Notgroschen anzulegen. Dieser gewährleistet, dass Sie unerwartete Ausgaben wie eine teure Auto-Reparatur oder eine hohe Arztrechnung schultern können, ohne gleich ins Minus zu rutschen.

Regel 2: Keine Rendite ohne Risiko

Konservative Geldanlagen wie Tages- und Festgeld sind bis zu einer Höhe von 100.000 Euro durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Daher gelten sie zwar als sehr sicher, die Zinsen, die solche Konten bieten, sind allerdings nicht besonders hoch. Im besten Fall lässt sich damit gerade einmal der Wertverlust, der durch die Inflation entsteht, ausgleichen. Die Chance auf deutlich höhere Renditen haben Sie, wenn Sie in Aktien investieren.

Durch den Kauf einer Aktie werden Sie Anteilseignerin und können sowohl von Gewinnausschüttungen (Dividenden) als auch von der Wertentwicklung des betreffenden Unternehmens profitieren. Das macht Aktien zu einer sehr renditeträchtigen Anlageklasse. Das heißt, die zu erwartenden Erträge sind im Gegensatz zu anderen Anlageklassen hoch. Allerdings bringen diese Wertpapiere mitunter erhebliche Kursschwankungen mit sich. Das heißt, ihre Preise variieren. Durch verschiedene Maßnahmen lassen sich diese Risiken jedoch deutlich reduzieren.

Regel 3: Diversifizieren

Eine der wichtigsten Regeln bei der Geldanlage ist, niemals alles auf eine Karte zu setzen. Eine gute Anlagestrategie berücksichtigt deshalb eine breite Streuung der Investments. Das bedeutet, dass Sie in mehrere Anlageklassen investieren – sehr sichere Geldanlagen wie Tages- und Festgeld (Sicherheitsbaustein), aber auch renditestarke Anlagen wie Aktien (Renditebaustein).

Auch innerhalb der Bausteine ist Streuung wichtig, vor allem beim Renditebaustein. Sein Geld in nur wenige oder sogar nur die Aktie von einem einzigen Unternehmen zu investieren, ist riskant. Gerät das Unternehmen in wirtschaftliche Schieflage, drohen erhebliche Verluste. Im schlimmsten Fall verlieren Sie sogar Ihr gesamtes Kapital. Streuen Sie Ihr Geld hingegen über viele Finanzwerte, fallen mögliche Kursverluste eines einzelnen Wertpapiers nicht mehr so stark ins Gewicht. Bestenfalls werden sie sogar durch Kursgewinne der anderen Positionen im Depot ausgeglichen.

Begriffserklärung "Position"

Position bezeichnet in diesem Zusammenhang die Anteile oder Bestände einzelner Wertpapiere in Ihrem Depot. Durch die Diversifikation, also die Verteilung des Kapitals auf verschiedene Positionen, können Risiken minimiert werden.

Um nicht eine Vielzahl von Aktien und anderen Wertpapieren selbst kaufen zu müssen, können Sie auf Fonds und ETFs setzen. Stellen Sie sich diese als großen Wertpapierkorb vor, mit dem Sie auf einen Schlag in eine Vielzahl von Wertpapieren investieren. Hierbei unterscheidet man zwischen aktiv gemanagten Fonds sowie börsengehandelten Indexfonds – sogenannte ETFs ("Exchange Traded Funds").

Aktiv gemanagte Fonds investieren in Wertpapiere, die ein professionelles Fondsmanagement auswählt. Ein ETF verzichtet hingegen auf ein aktives Fondsmanagement. Er bildet stattdessen einen Index nach – zum Beispiel den Deutschen Aktienindex DAX oder den MSCI World. Wenn Sie in einen ETF investieren, streuen Sie Ihr Geld also automatisch über alle Aktien, die in dem jeweiligen Index gelistet sind.

People Component Oliver Maier

"Die meisten aktiv gemanagten Fonds hinken ihrem Vergleichsindex hinterher. Passiv verwaltete Indexfonds (ETFs) sind außerdem günstiger und deshalb oft die bessere Wahl."

Oliver Maier Geschäftsführer Verivox Finanzvergleich GmbH

Regel 4: Langfristig investieren

Aktien unterliegen Kursschwankungen. Sie verlieren jedoch nur dann Geld, wenn Sie Ihre Aktien sowie Fonds- und ETF-Anteile nach einem Kurseinbruch vorschnell verkaufen. Wenn Sie bereit sind, Ihr Geld für einen langen Zeitraum anzulegen und Ihr Kapital breit streuen (Regel 3), können Sie mögliche Kurseinbrüche ziemlich gelassen aussitzen.

In der Vergangenheit haben sich die Aktienmärkte auch nach den schwersten Krisen immer wieder erholt. Berechnungen des Deutschen Aktieninstituts zeigen: Wer in der Vergangenheit in die 40 Dax-Werte investiert und seine Anlage mindestens 15 Jahre lang gehalten hat, musste noch nie Verluste hinnehmen. Das gleiche gilt für den MSCI World. Dessen Rendite lag zwischen 1975 und 2022 übrigens bei durchschnittlich 9,2 Prozent pro Jahr.

Regel 5: Kosten vermeiden

Egal, ob für Konto, Depot oder den Kauf von Wertpapieren: Jeder Euro, den Sie für Gebühren ausgeben, geht zulasten Ihrer Rendite. Halten Sie die Kosten daher möglichst niedrig. Der Teil Ihres Vermögens, der als Sicherheitsbaustein angelegt werden soll, ist auf Tages- oder Festgeldkonten optimal aufgehoben, da diese Anlagen kostengünstig und verlässlich sind. Oft werden für den Sicherheitsbaustein des Portfolios auch Anleihen empfohlen. Allerdings bringen sichere Anleihen – beispielsweise Bundesanleihen – in der Regel keine nennenswert höheren Erträge als gut verzinstes Festgeld. Gleichzeitig fallen durch den Kauf Transaktionskosten an, welche Ihre Erträge schmälern. Anleihen sind daher nur bedingt eine Alternative zum Fest- und Tagesgeldkonto.

Auch beim Renditebaustein können Sie Kosten sparen. Bei Fonds und ETFs ist es wichtig, auf eine möglichst niedrige TER (engl.: Total Expense Ratio) zu achten. So werden die laufenden Kosten dieser Finanzprodukte bezeichnet. Bei vielen aktiv gemanagten Fonds fließen jährlich 1,5 bis 2 Prozent des Fondsvermögens in die Verwaltung der Produkte. Das müssen Sie mit der erzielten Rendite erst einmal wieder hereinholen. Durch den Verzicht auf ein aktives Management sind ETFs deutlich günstiger. Sie kommen mit einem Bruchteil der Kosten aktiver Fonds aus, und das ohne Nachteil bei den Renditeaussichten. Im Gegenteil: Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass sich die meisten aktiv gemanagten Fonds schlechter entwickeln als ETFs.

Strategie an Risikobereitschaft anpassen

Bevor Sie nun damit beginnen, Ihr Portfolio zusammenzustellen, sollten Sie Ihre Risikobereitschaft bei der Geldanlage kennen. Möchten Sie Ihre Anlagestrategie eher sicherheits- oder eher renditeorientiert ausrichten? Oder bevorzugen Sie eine ausgewogene Mischung aus Sicherheits- und Renditebausteinen? Hier gibt es kein Richtig oder Falsch. Entscheidend ist, dass Sie sich mit Ihrer Strategie wohlfühlen und auch dann an ihr festhalten, wenn Ihr Depot einmal ins Minus rutscht.

Überlegen Sie sich gut, wie Sie den Sicherheits- und den Renditebaustein gewichten wollen. Bei einer ausgewogenen Anlagestrategie besteht das Portfolio jeweils zur Hälfte aus sicheren Sparanlagen und riskanteren Anlageformen wie Fonds oder ETFs. Bei einer sicherheitsorientierten Strategie haben Tages- und Festgeldanlagen einen größeren Anteil im Depot. Umgekehrt fließt bei einer renditeorientierten Anlagestrategie ein größerer Teil des Geldes in Aktien beziehungsweise ETFs.

Ihre Risikobereitschaft bestimmt die Strategie

Sicherheitsorientierte Anlagestrategie
Ausgewogene Anlagestrategie
Renditeorientierte Anlagestrategie
25 % Aktien/ETFs 50 % Aktien/ETFs 75 % Aktien/ETFs
75 % Tages- und Festgeld 50 % Tages- und Festgeld 25 % Tages- und Festgeld

Geld anlegen: Portfolio zusammenstellen in 3 Schritten

Sobald Sie wissen, wieviel Risiko Sie in Ihrer Anlagestrategie eingehen wollen, können Sie mit dem Portfolioaufbau beginnen. Das gelingt in drei Schritten:

  • Schritt 1: Notgroschen anlegen
  • Schritt 2: Sicherheitsbaustein mit Festgeld auffüllen
  • Schritt 3: Renditebaustein mit ETFs bestücken

Schritt 1: Notgroschen anlegen

Legen Sie zuerst einen Notgroschen beiseite. Dieser wird als Rücklage für unvorhergesehene Ausgaben oder Notfälle aufgespart, etwa eine Autoreparatur, eine dringende medizinische Behandlung oder den Verlust des Arbeitsplatzes.

Wie hoch sollte der Notgroschen sein?

Diese Notreserve braucht jeder – unabhängig von der Anlagestrategie. Als Faustregel gilt: Drei bis sechs Monatsgehälter sollte der Notgroschen betragen. Bei einem Netto-Verdienst von monatlich 2.000 Euro wären das also mindestens 6.000 Euro.

Passendes Konto auswählen

Am besten aufgehoben ist der Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto. So kommen Sie einerseits bei Bedarf jederzeit an Ihr Geld heran. Andererseits wird es auf dem Tagesgeldkonto besser verzinst als auf dem Girokonto. Bei Top-Anbietern erhalten Sie aktuell bis zu 3,8 %.

Wichtig: Die Zinsen für Tagesgeld können sich täglich ändern. Kontrollieren Sie also von Zeit zu Zeit, ob Ihr Anbieter die Konditionen angepasst hat und ob andere Banken inzwischen höhere Zinsen zahlen. Nutzen Sie dafür den Verivox-Tagesgeldrechner.

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Aufbau des Notgroschens hat oberste Priorität

Der Notgroschen ist wichtig, damit Sie nicht jedes Mal einen teuren Kredit benötigen, wenn einmal das Auto kaputt geht oder Reparaturen am Haus anstehen. (Regel 1 einer erfolgreichen Geldanlage). Damit hat der Aufbau dieser Reserve oberste Priorität. Erst wenn der Notgroschen komplett aufgebaut ist, verteilen Sie das übrige Kapital entsprechend Ihrer Anlagestrategie auf den Sicherheits- und den Renditebaustein. Wichtig ist hierbei, dass die Geldreserve Teil des Sicherheitsbausteins ist.

Was bedeutet das konkret? Angenommen Sie verfügen über 10.000 Euro, verdienen 2.000 Euro netto pro Monat und haben sich für eine ausgewogene Anlagestrategie entschieden. Dann legen Sie zunächst den kompletten Notgroschen von 6.000 Euro auf Ihr Tagesgeldkonto. Weil diese Reserve Bestandteil des Sicherheitsbausteins ist, fließen die übrigen 4.000 Euro komplett in den Renditebaustein und werden idealerweise in einen oder mehrere ETFs investiert. Wäre Ihre Anlagestrategie sicherheitsorientiert, würden nur 2.500 Euro in den Renditebaustein und stattdessen weitere 1.500 Euro in den Sicherheitsbaustein fließen (75 Prozent von 10.000 Euro – 6000 Euro = 1.500 Euro). Dieses Geld würden Sie dann als Festgeld anlegen.

Schritt 2: Sicherheitsbaustein mit Festgeld auffüllen

Festgeld ist genauso sicher wie Tagesgeld, bringt aber – je nach Laufzeit – oft noch höhere Zinsen. Das Geld ist dafür jedoch auf eine bestimmte Zeit fest angelegt, ohne dass Sie währenddessen Zugriff darauf haben. Das ist vor allem dann ärgerlich, wenn die Zinsen steigen, Sie jedoch nicht davon profitieren.

Effektive Festgeldstrategie: Zweijährige Laufzeiten abwechselnd anlegen

Verteilen Sie den Festgeld-Anteil des Sicherheitsbausteins gleichmäßig auf zwei abwechselnd auslaufende Anlagen mit zweijähriger Laufzeit. So läuft in jedem Jahr eine der beiden Anlagen aus und Sie können flexibel auf eine veränderte Zinsentwicklung reagieren. Um in diesen Rhythmus hineinzukommen, teilen Sie den Festgeldanteil beim Aufbau Ihres Portfolios auf eine Anlage mit einjähriger und eine weitere mit zweijähriger Laufzeit auf.

Auch bei der Geldanlage in Festgeld sollten Sie einen sorgfältigen Anbietervergleich durchführen, da die Zinsunterschiede zwischen den Banken enorm sind. Top-Anbieter zahlen für 1-jähriges Festgeld aktuell beispielsweise bis zu 3,6 %. Solche Zinsunterschiede mögen sich bei kleinen Anlagebeträgen noch nicht so stark auswirken. Dennoch sollten Sie es sich von Beginn an zur Gewohnheit machen, Ihr Geld optimal anzulegen und Kosten zu vermeiden.

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Schritt 3: Renditebaustein mit ETFs bestücken

Nun bestücken Sie den Renditebaustein Ihres Portfolios. ETFs eignen sich dank ihrer breiten Streuung und niedrigen Kosten besonders gut dafür (Regeln 3 und 5 einer erfolgreichen Geldanlage). Nicht umsonst erfreuen sich ETFs immer größerer Beliebtheit. Doch auch hier gibt es einiges zu beachten, um einen ETF zu finden, der zu Ihrer Anlagestrategie passt.

Gewünschten Index wählen

Achten Sie bei der Auswahl des ETFs auf spezifische Zusätze im Namen, die auf eine breite geografische oder sektorale Streuung hinweisen, wie "Global", "Emerging Markets" oder "All Country". So stellen Sie sicher, dass die Unternehmen diversifiziert sind und ökonomische Turbulenzen eines einzelnen Bereichs nicht den gesamten Index negativ beeinflussen können.

Beliebt ist zum Beispiel der MSCI World. Er bildet mehr als 1.600 Unternehmen aus 23 Ländern ab. Allerdings ist der amerikanische Aktienmarkt im MSCI World deutlich überrepräsentiert. Rund zwei Drittel der enthaltenen Aktien sind von Unternehmen mit Sitz in den USA.

Wenn Sie den US-Anteil in Ihrem Portfolio verringern möchten, können Sie Aktien aus anderen Weltregionen beimischen. Wer beispielsweise in europäische Unternehmen investieren möchte, findet im Stoxx Europe 600 einen geeigneten Index mit breiter Streuung. Natürlich können Sie auch einen DAX-ETF kaufen. Bedenken Sie aber, dass sich das eingesetzte Kapital nur auf 40 Aktien verteilt und Sie damit zudem ausschließlich in den deutschen Markt investieren. In einem gemischten Portfolio – beispielsweise als Beimischung eines ETFs auf den MSCI World – ist das eher unproblematisch. Möchten Sie ausschließlich in einen einzigen Index investieren, sollten Sie Ihre Investition auf mehrere Länder streuen.

Günstiges Depot eröffnen

Um einen ETF und auch andere Wertpapiere zu kaufen, benötigen Sie ein Wertpapierdepot. Achten Sie auf die Kosten. Die meisten niedergelassenen Banken verlangen jährliche Depotgebühren – oft einen bestimmten Prozentsatz des aktuellen Depotwerts. Je höher der Wertpapierbestand Ihres Depots ist, desto höher sind dann die Kosten für die Depotführung. Alle Kosten schmälern Ihre Rendite!

Bei zahlreichen Direktbanken, Online-Brokern und Neo-Brokern finden Sie hingegen Depots, die ohne Gebühren auskommen. Oft sind hier auch die Transaktionskosten für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren deutlich niedriger als bei einer Filialbank. Einige Anbieter verzichten beim Kauf bestimmter ETFs sogar komplett auf die Gebühren. Mit einem solchen Depot drücken Sie Ihre Kosten noch weiter.

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Die richtige ETF-Auswahl

Ist das Depot eröffnet, bestücken Sie den Renditebaustein Ihres Portfolios. Ob Sie nur in einen oder in mehrere ETFs investieren, bleibt Ihnen überlassen. Zum Start kann es sinnvoll sein, sich erst einmal auf nur einen breit gestreuten Index wie den MSCI World und gegebenenfalls als Beimischung den Stoxx 600 zu konzentrieren.

Bei der Suche nach geeigneten Produkten werden Sie schnell feststellen, dass es auch hier viele verschiedene ETFs gibt, die jeweils beide Indizes abbilden. Sie unterscheiden sich beispielsweise in ihrer Größe oder darin, wie Sie die anfallenden Kapitalerträge – also beispielsweise Zinsen und Dividenden – verwenden. Haben Sie sich für einen ETF entschieden, müssen Sie nur noch seine Wertpapierkennnummer – die sogenannten ISIN – in die Suchmaske im Depot eingeben und die ETF-Anteile kaufen oder einen Sparplan einrichten.

In den folgenden Tabellen haben wir Ihnen einige ETFs auf den MSCI World und den Stoxx Europe 600 samt ISIN zusammengestellt:

ETFs auf den MSCI World

ETFs (MSCI World)
ISIN
Amundi MSCI WORLD Ucits ETF EUR FR0010756098
ComStage MSCI World TRN UCITS ETF LU0392494562
db x-trackers MSCI World Index UCITS ETF 1C LU0274208692
iShares Core MSCI World UCITS ETF IE00B4L5Y983

ETFs auf den Stoxx Europe 600

ETFs (Stoxx Europe 600)
ISIN
Amundi ETF Stoxx Europe 600 FR0010791004
ComStage Stoxx Europe 600 NR UCITS ETF LU0378434582
db x-trackers Stoxx Europe 600 UCITS ETF (DR) 1C LU0328475792
iShares STOXX Europe 600 UCITS ETF (DE) DE0002635307

Geld anlegen und liegen lassen

Glückwunsch! Sie haben mit dem Vermögensaufbau begonnen und den ersten Schritt erfolgreich geschafft. Sobald Sie Ihr Portfolio eingerichtet haben, macht es kaum noch Arbeit. Sie sollten lediglich einmal im Jahr prüfen, ob die beiden Bausteine noch richtig gewichtet sind. Denn dann haben Sie freies Geld zur Verfügung, um bei Bedarf umzuschichten. Oft wird in diesem Zusammenhang auch von Rebalancing gesprochen.

Ein guter Zeitpunkt dafür ist der Termin, zu dem Ihre Festgeldanlage ausläuft. Sollte der Kurswert Ihrer ETFs gesunken und der Renditebaustein dadurch im Verhältnis zum Gesamtportfolio untergewichtet sein, kaufen Sie mit einem Teil des aus der Festgeldanlage freigewordenen Kapitals einige ETF-Anteile nach. So stellen Sie Ihre Wunschgewichtung im Portfolio wieder her. Umgekehrt verkaufen Sie Anteile der ETFs und schichten den Erlös in den Sicherheitsbaustein um, wenn nach einem starken Wertzuwachs bei den ETFs der Renditebaustein deutlich übergewichtet sein sollte.

Unnötige Transaktionen vermeiden

In der Zwischenzeit lassen Sie Ihr Depot und das gesamte Portfolio am besten komplett in Ruhe. Vermeiden Sie häufiges Umschichten, sprich: Häufiges Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren. Damit produzieren Sie einerseits hohe Transaktionskosten, denn jeder Kauf und Verkauf bringt Gebühren mit sich. Andererseits laufen Sie Gefahr, genau dann nicht investiert zu sein, wenn große Kurssprünge die Anlage besonders rentabel machen.

Auf eindrucksvolle Weise hat die Hamburger Sutor Bank in einer Analyse gezeigt, welche Auswirkungen dies haben kann: Wer in 31 Jahren bei einer Anlage in die – damals noch – 30 Standardwerte des DAX nur die besten 13 Tage verpasst hat, verlor die Hälfte der Rendite. Ohne die 33 besten Tage fiele die Rendite sogar negativ aus. Weil die entscheidenden Tage aber niemand vorhersagen kann, lassen Anleger ihr Depot also am besten einfach unberührt. Nur so ist sichergestellt, dass Sie im entscheidenden Moment investiert sind und vom Kursanstieg auch profitieren.

Wie Sie Ihre Anlagestrategie mit Sparplänen umsetzen

Viele Anleger möchten nicht einmalig eine große Summe investieren, sondern sparen regelmäßig kleine Beträge. Gerade zu Anfang haben viele auch gar nicht die Möglichkeit, direkt größere Summen anzulegen. Die meisten Banken bieten darum mittlerweile Sparpläne an. Mit ihnen investieren Sie bequem und einfach in regelmäßigen Abständen – meist monatlich – Geld direkt in Wertpapiere wie ETFs.

Viele Banken werben damit, dass bei ihnen Sparpläne bereits ab 25 Euro möglich sind. Finanzprofis raten jedoch dazu, mindestens zehn Prozent des Einkommens für die finanzielle Absicherung und den Vermögensaufbau zu nutzen. Wer beispielsweise 2.000 Euro netto pro Monat verdient und bislang keine Beträge in andere Absicherungsprodukte wie Lebensversicherungen einzahlt, sollte also 200 Euro für den Vermögensaufbau aufwenden.

Sparrate auf Sicherheits- und Renditebaustein aufteilen

Auch bei der regelmäßigen Geldanlage gilt: Bleiben Sie Ihrer grundsätzlichen Strategie treu. Entweder Sie teilen den monatlichen Sparbeitrag gemäß Ihrer Risikobereitschaft auf – bei einer ausgewogenen Anlagestrategie zahlen Sie dann beispielsweise jeden Monat 100 Euro in einen ETF-Sparplan und die anderen 100 Euro aufs Tagesgeldkonto ein. Dort parken Sie das Geld, bis zum nächsten Mal eine Festgeldanlage ausläuft. Bei der Wiederanlage schichten Sie es dann am Besten aufs Festgeldkonto um.

Alternativ zur Halbierung der Sparraten investieren Sie monatlich abwechselnd die volle Summe einmal in ETFs und legen im darauffolgenden Monat als Tagesgeld an. Dieser Rhythmus empfiehlt sich vor allem, um Transaktionsgebühren zu sparen, falls Ihr Depotanbieter keine rabattierten ETF-Sparpläne anbietet.

Mit einem Robo-Advisor automatisiert Geld anlegen

Wenn Sie den Aufwand scheuen, selbst ein Portfolio zusammenzustellen, dann sind sogenannte Robo-Advisor eine ideale Alternative. Das sind digitale Anlagehelfer, die Ihr Geld für Sie investieren. Hier beantworten Sie einfach einige Fragen zu Ihrer persönlichen Risikobereitschaft und Ihrem finanziellen Hintergrund. Eine intelligente Software stellt darauf basierend das Portfolio für Sie zusammen und verwaltet es.

Dieser Service ist jedoch nicht kostenlos. Die meisten Robo-Advisor investieren ganz oder überwiegend in günstige Indexfonds und Anleihe-ETFs. Damit kommen die günstigsten Anbieter auf jährliche Gesamtkosten von weniger als 0,5 Prozent des verwalteten Vermögens. Verglichen mit aktiv gemanagten Fonds ist ein solcher "Robo" also immer noch recht günstig.

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Die folgende Checkliste können Sie kostenlos herunterladen. Sie fasst alle wichtigen Schritte für eine optimale Rendite übersichtlich für Sie zusammen.

Checkliste Geldanlage PDF