Die Wohnungsbauprämie ist eine der letzten Maßnahmen der öffentlichen Hand, die eine Förderung der Sparleistung seitens der Verbraucher vorsieht. Zusätzlich zu den vermögenswirksamen Leistungen dient die Wohnungsbauprämie der direkten Förderung von Bausparverträgen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Geschichte der Wohnungsbauprämie
  3. Wer hat Anspruch auf Wohnungsbauprämie?
  4. Verlust der Anspruchsvoraussetzung
  5. Prämienunschädlichkeit bei nicht-wohnwirtschaftlicher Verwendung
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Baufinanzierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wohnungsbauprämie stellt neben der Sonderabschreibung für denkmalgeschützte Immobilien und Wohnriester bei Eigennutzern die letzte direkte Unterstützung für den Erwerb selbst genutzten Wohnraums dar.
  • Grundsätzlich hat jeder Bürger in der Bundesrepublik ab dem 16. Lebensjahr Anspruch auf die Wohnungsbauprämie (WoP).
  • Voraussetzung ist allerdings, dass bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.

Geschichte der Wohnungsbauprämie

Die Einführung der Wohnungsbauprämie datiert in das Jahr 1952 zurück. Ludwig Erhard, seinerzeit als Begründer der Sozialen Marktwirtschaft gefeiert, sah es auch im Verantwortungsbereich des Staates, den Bevölkerungsschichten ohne entsprechendes Kapital im Hintergrund den Weg zu einer eigenen Immobilie zu ermöglichen. Damit sollte dem Wohlstandsgedanken seiner Politik auch in Bezug auf Wohnraum Rechnung getragen werden.

Wer hat Anspruch auf Wohnungsbauprämie?

Grundsätzlich hat jeder Bürger in der Bundesrepublik ab dem 16. Lebensjahr Anspruch auf die Wohnungsbauprämie (WoP). Diese wird auf Spareinlagen auf Bausparverträge gewährt, allerdings nicht auf Verträge, die im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen bezuschusst werden. Voraussetzung ist allerdings, dass bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten werden.

  • Das zu versteuernde Einkommen darf bei Alleinstehenden 25.600 Euro im Jahr, bei Verheirateten 51.200 Euro nicht übersteigen.
  • Gefördert werden pro Jahr maximal 512 Euro pro Person mit 8,8 Prozent.
  • Die maximale WoP beträgt 45,06 Euro pro Person.
  • Voraussetzung ist eine Sparleistung von mindestens 50 Euro pro Jahr.
  • Die Verwendung des geförderten Bausparvertrages muss wohnwirtschaftlich erfolgen.
  • Der Bausparvertrag muss über eine Dauer von sieben Jahren abgeschlossen werden, wovon die Besparung sechs Jahre in Anspruch nimmt, gefolgt von einem Ruhejahr.

Verlust der Anspruchsvoraussetzung

Sparer müssen die Wohnungsbauprämie zurückzahlen, wenn

  • der Vertrag vor Ablauf von sieben Jahren aufgelöst wird.
  • die Verwendung nicht wohnwirtschaftlich erfolgt.
  • Ansprüche aus dem Bausparvertrag beliehen oder abgetreten werden.

Der Anspruch auf die Wohnungsbauprämie geht jedoch nicht verloren, falls die Bausparsumme vorzeitig ausgezahlt und zum unmittelbaren Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum verwendet wird. Gleiches gilt auch für die Beleihung des Bausparguthabens. Die vorzeitige Verfügung ist auch möglich, wenn der Bausparer nach Abschluss des Vertrages mindestens ein Jahr arbeitslos ist. Darüber hinaus kann im Fall des Todes des Ehepartners oder dem Eintritt einer Berufsunfähigkeit nach Abschluss des Vertrages prämienunschädlich über das Guthaben verfügt werden.

Prämienunschädlichkeit bei nicht-wohnwirtschaftlicher Verwendung

Neben der erwähnten Arbeitslosigkeit, Tod oder Erwerbsunfähigkeit räumt der Gesetzgeber noch eine weitere prämienunschädliche Verfügung ein, auch wenn das Guthaben nicht wohnwirtschaftlich verwendet wurde. Dieser Fall greift, wenn der Vertragsnehmer zum Abschluss des Bausparvertrages noch keine 27 Jahre alt war und der Vertrag sieben Jahre Bestand hatte. Von dieser Regelung der prämienunschädlichen Verwendung kann jeder Bausparer nur einmal profitieren.

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