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ETF-Sparpläne sind eine einfache und flexible Form der langfristigen Geldanlage. Dennoch sollten Sparer die anfallenden Nebenkosten vergleichen und einen günstigen Zeitpunkt zum Ausstieg wählen, um ihre Rendite zu optimieren.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wie funktionieren ETF-Sparpläne?
  3. Was ist ein ETF und was sind Indexfonds?
  4. Ist der Einstiegzeitpunkt beim ETF-Sparplan wichtig?
  5. Ist der Ausstiegszeitpunkt wichtig?
  6. Wie hoch ist das Risiko?
  7. Warum kein aktiv gemangter Investmentfonds?
  8. Welche Nebenkosten fallen an?
  9. Sind Indexzertifikate eine gute Alternative zu Indexfonds?
  10. Verwandte Themen
  11. Weiterführende Links
  12. Depot-Vergleich starten

Das Wichtigste in Kürze

  • ETF-Sparpläne sind flexibel: Die Mindestsparrate kann schon bei 15 Euro liegen, die Einzahlungen können pausiert werden und im Gegensatz zu Aktien ist der Einstieg jederzeit möglich.
  • Um ihre Rendite zu optimieren, sollten Anleger die zugrundeliegenden Fonds und die anfallenden Depot- und Ordergebühren vergleichen.
  • Ein günstiger Ausstiegszeitpunkt ist wichtig – ETF-Sparpläne eignen sich nicht, um zu einem bestimmten Zeitpunkt eine festgelegte Summe Geld anzusparen.

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Wie funktionieren ETF-Sparpläne?

Ein ETF-Sparplan funktioniert ganz einfach. Als Voraussetzung benötigen Anleger lediglich ein Wertpapierdepot bei einer Bank. Je nach Anbieter ist das Sparen mit Indexfonds bereits mit einer Summe von 15 oder 20 Euro möglich. Andere Anbieter verlangen eine Mindestrate von 50 Euro pro Monat.

Anders als bei einem Versicherungsvertrag legen sich Sparer mit den Indexfonds nicht fest. Fehlt in einem Monat das Geld für die Rate, bleibt die Zahlung in den Sparplan aus. Steht einmal mehr Geld zur Verfügung, kann der Anleger auch mehr als die ursprünglich geplante Summe investieren.

Wenn Sie wissen möchten, welche Kosten beim Sparen mit ETFs auf Sie zukommen, können Sie ganz einfach den folgenden Rechner nutzen.

Zum ETF-Sparplanrechner

Was ist ein ETF und was sind Indexfonds?

Ein ETF (englisch: Exchange Traded Fund) ist ein Fonds, welcher wie eine Aktie auf der Börse gehandelt wird. Es vereint die Vorzüge von Aktien und Fonds in einem Produkt.

ETFs sind fast immer Indexfonds – das heißt, sie versuchen, einen bestimmten Aktienindex (zum Beispiel den DAX) möglichst genau nachzubilden. Dadurch muss der Fonds nicht aktiv gemanaged werden und die Fondsmanagementgebühr entfällt.

Um einen Index nachzubilden, investieren physische ETFs im gleichen Verhältnis in die Aktien, wie diese im zugrundeliegenden Index vorhanden sind. Synthetische ETFs dagegen nutzen Swaps (Derivate), um den gewählten Aktienindex möglichst genau nachzubilden.

Ist der Einstiegzeitpunkt beim ETF-Sparplan wichtig?

Selbst Neulinge wissen: Aktien sollten möglichst zu niedrigen Kursen eingekauft werden. Bei ETF-Sparplänen ist das anders. Sie sind für die langfristige Geldanlage geeignet, also einen Zeitraum von zehn oder mehr Jahren. Da über einen langen Zeitraum immer nur kleine Anteile erworben werden – zeitweise teurer und zeitweise günstiger –, gleichen sich Kursschwankungen in der Gesamtlaufzeit aus. Anfangen ist daher jederzeit möglich.

Ist der Ausstiegszeitpunkt wichtig?

Anders als den Beginn sollten Anleger sich den Moment des Ausstiegs gut überlegen. Sind die Kurse zum geplanten Ende des ETF-Sparplans niedrig, lohnt es sich, zu warten, bis der im Indexfonds nachgebildete Index wieder anzieht.

ETFs sind eine gute Möglichkeit, ohne viel Mühe und Aktienwissen gute Renditen zu erwirtschaften. Sie sind aber ungeeignet, wenn Anleger zu einem bestimmten Zeitpunkt eine festgelegte Summe Geld erwarten. Ebenso kann es bei einem starken Kurshoch angebracht sein, den ETF-Sparplan etwas früher als geplant aufzulösen.

Wie hoch ist das Risiko?

ETFs unterliegen wie alle anderen Aktienanlagen Wertschwankungen, entsprechend sind Verluste möglich. Wie hoch das Risiko ist, hängt insbesondere vom im Indexfond abgebildeten Aktienindex ab. Große Aktienindizes vereinen viele unterschiedliche Aktien in sich, das sorgt für eine breite Streuung und minimiert das Risiko für den Anleger. Empfehlenswert sind etwa Indexfonds, die den Weltaktienindex MSCI World oder breit aufgestellte europäische Aktienindizes wie den MSCI Europe oder den Stoxx 600 Europe nachbilden. Bevorzugen Anleger eher kleinere Aktienindizes, ist es sinnvoll, zwei ETF-Sparpläne zu bedienen. Zum Investment in einen ETF, der den DAX nachbildet, kann ein breiter amerikanischer Index wie der S&P 500 kommen.

Warum kein aktiv gemangter Investmentfonds?

Das Management von Indexfonds erfolgt passiv. An- und Verkäufe der darin enthaltenen Werte richten sich allein nach dem Verlauf des zugrunde liegenden Indexes. Das sorgt für niedrige Kosten. Für die Verwaltung von Indexfonds entnehmen die Fondsgesellschaften jährlich nur eine geringe Summe. Aktiv gemanagte Investmentfonds verursachen drei- bis viermal so hohe Verwaltungskosten. Diese Ausgaben schmälern die Rendite.

Welche Nebenkosten fallen an?

Anleger, die in einen ETF-Sparplan investieren möchten, sollten die Angebote der verschiedenen Banken genau vergleichen. Für das Indexfonds-Sparen fallen folgende Kosten an:

  • Die eigentliche Sparrate, die in den Erwerb der Fondsanteile fließt.
  • Die jährliche Gebühr für das Depot bei der Bank. Wie groß die Unterschiede sind und welche Banken günstig sind, zeigt der Depot-Vergleich.
  • Die Ordergebühren beim Kauf der Anteile fallen ebenfalls stark unterschiedlich aus. Einige Banken bieten ETFs als Sparplan sogar ohne Bankgebühren an.

Anleger sollten nicht nur den gewünschten Indexfonds genau auswählen. Es ist ebenso wichtig, zu prüfen, welche Bank die besten Konditionen bietet. Bisher haben Direktbanken hier die Nase vorn. Sie bieten eine größere Auswahl und oft erheblich niedrigere Gebühren als Banken und Sparkassen vor Ort.

Sind Indexzertifikate eine gute Alternative zu Indexfonds?

Indexfonds bieten Anlegern die Sicherheit eines Investmentfonds. Das angelegte Kapital ist als Sondervermögen geschützt, sollte die Fondsgesellschaft in die Insolvenz geraten. Anders sieht es bei Indexzertifikaten aus. Hier handelt es sich um Schuldverschreibungen und Anleger tragen das Risiko des Totalverlusts. Bei einer Pleite des Zertifikatgebers fällt das angelegte Kapital in die Insolvenzmasse und wird an die Gläubiger ausgezahlt. Daher sind Indexzertifikate nicht für die langfristige Geldanlage geeignet. Anders als ETFs sind diese Produkte hoch spekulativ.