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Nachrangdarlehen und partiarisches Darlehen

Nachrangdarlehen sind Kredite, bei denen der Leihende bei eintretender Insolvenz so lange nicht bedient wird, bis diese bereinigt wurde oder alle Fremdkapitalgeber bedient wurden. Sie können den Eigenkapitalanteil bei einer Baufinanzierung erhöhen. Als partiarisches Nachrangdarlehen finden sie etwa auch beim Crowdfunding häufig Anwendung. Dabei erhält der Leihende entweder eine prozentuale Gewinnbeteiligung oder wird am Erlös im Falle eines Verkaufs beteiligt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Nachrangdarlehen und partiarisches Darlehen: Definition
  3. Partiarisches Darlehen vs. stille Beteiligung
  4. Rechtliche Stellung des partiarischen Darlehens
  5. Einsatz von Nachrangdarlehen und partiarischen Darlehen
  6. Nachrangdarlehen als Verkäuferdarlehen
  7. Vor- und Nachteile beim Nachrangdarlehen für Anleger
  8. steuerliche Behandlung eines partiarischen Darlehens
  9. Vor- und Nachteile des partiarischen Darlehens
  10. Für wen kommt ein partiarisches Darlehen infrage?

Das Wichtigste in Kürze

  • Nachrangdarlehen sind aufgrund des Ausfallrisikos für den Leihenden mit sehr hohen Zinsen verbunden.

  • Nachrangdarlehen lohnen sich, wenn Darlehensnehmer nur wenige Sicherheiten bieten können.
  • Partiarische Darlehen fordern statt den klassischen Zinsen eine Gewinnbeteiligung am Gewinn des Unternehmens

  • Partiarische Darlehen lohnen sich für Unternehmen mit schwacher Bonität.

  • Partiarische Darlehen und Nachrangdarlehen lassen sich als "partiarische Nachrangdarlehen" kombinieren und beinhalten somit beide geregelten Vereinbarungen.

Was ist ein Nachrangdarlehen?

Beim Nachrangdarlehen handelt es sich um einen Kredit. Der größte Unterschied zu anderen Krediten steckt bereits im Namen: Dieses Darlehen ist bei Insolvenzen nachrangig. Hat ein Gläubiger also Ansprüche aus einem Nachrangdarlehen, muss er warten, bis andere Gläubiger bedient wurden, die im Rang vor ihm stehen. Andere Außenstände, etwa an Zulieferer, Angestellte oder die Bank, kommen in diesem Fall zuerst.

Das Ausfallrisiko ist für Gläubiger bei Nachrangdarlehen folglich sehr groß. Deshalb ist ein Nachrangdarlehen in der Regel hoch verzinst. Im Gegenzug muss der Darlehensnehmer oft nur geringe Sicherheiten vorlegen. Auch wenn diese Beteiligungsdarlehen als Geldanlage angeboten werden, findet keine Regulierung durch das Kapitalanlagegesetzbuch statt. Hintergrund ist, dass Darlehen im Gegensatz zu klassischen Investmentanlagen keine Verlustbeteiligung vorsehen. Der vereinbarte Nachrang bedeutet keine Verlustbeteiligung, sondern laut BaFin nur eine temporäre Leistungsverweigerung.

Was ist ein Partiarisches Darlehen?

Bei einem partiarischen (=gewinnabhängigen) Darlehen verzichtet der Kreditgeber komplett oder teilweise auf die Zinsen und wird stattdessen am Gewinn des Unternehmens beteiligt. Dabei handelt es sich um eine Beteiligungsfinanzierung im Sinne von Paragraf 488 BGB - "Vertragstypische Pflichten beim Darlehensvertrag".

Es kann zwar ein fester Zinssatz vereinbart sein, allerdings muss dieser der Entwicklung von Gewinn und Umsatz deutlich untergeordnet sein. Auch wenn die Gewinnbeteiligung prozentual auf den Gewinn berechnet wird, vereinbaren die Parteien häufig eine Maximierung. Liegt dem Darlehen ein vereinbarter Ertrag von zehn Prozent bei einer Maximierung auf 10.000 Euro zugrunde, bekommt der Darlehensgeber auch bei einem Gewinn von 200.000 Euro nur 10.000 Euro ausgezahlt. Die jährliche Gewinnbeteiligung verringert sich, wenn das partiarische Darlehen mit einer jährlichen Tilgung ausgestaltet ist.

Dient das partiarische Darlehen der Finanzierung eines Start-ups und ist zeitlich unbegrenzt, sieht der Darlehensvertrag häufig auch eine "Exit-Klausel" vor. Dies bedeutet, dass der Geldgeber am Verkaufserlös des Start-ups beteiligt wird, wenn dieses veräußert oder an die Börse gebracht wird.

Partiarisches Darlehen vs. stille Beteiligung

Eine Form der Mittelbeschaffung ist für Unternehmen die Einbeziehung stiller Gesellschafter. Diese haben kein Stimmrecht, werden aber an den Gewinnen und Verlusten des Unternehmens beteiligt. Was jedoch den Unterschied eines partiarischen Darlehens zu einer stillen Beteiligung ausmacht, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Es handelt sich um ein banküblich besichertes Darlehen.
  • Es ist kein regelmäßiger Zins vereinbart. Dieser richtet sich vielmehr nach dem jährlichen Gewinn.
  • Dem Kreditgeber steht kein Mitspracherecht bei unternehmerischen Entscheidungen zu.
  • Für den Darlehensgeber besteht kein unternehmerisches Risiko.
  • Es besteht keine Beteiligung bei eventuellen Verlusten.
  • Für Darlehensgeber und Kreditnehmer besteht kein gemeinsamer Zweck.

Partiarische Darlehen können mit einer Vertragslaufzeit oder auf eine unendliche Dauer geschlossen werden. Um eine Abgrenzung zur stillen Gesellschaft zu begründen, steht dem Kreditgeber häufig ein vertraglich zugesichertes jederzeitiges Kündigungsrecht zu.

Rechtliche Stellung des partiarischen Darlehens

Theoretisch könnte ein partiarisches Darlehen die Anforderungen an ein Einlagengeschäft gemäß Paragraf 1, Abs. 1 Kreditwesengesetz (KWG) erfüllen. Dadurch würde es ein regulierungspflichtiges Bankgeschäft. Um diesen Sachverhalt formal zu vermeiden, findet bei partiarischen Darlehen entweder eine Besicherung statt oder sie werden vertraglich explizit als Nachrangdarlehen definiert. Gilt das partiarische Darlehen als Nachrangdarlehen, besteht, anders als bei einer Einlage, keine unbedingte Pflicht mehr zur Rückzahlung.

Einsatz von Nachrangdarlehen und partiarischen Darlehen

Nachrangdarlehen lassen sich prinzipiell überall einsetzen. Es kommt nur darauf an, die Nachrangigkeit im Vertrag zu vereinbaren. Auf diese Weise lässt sich etwa ein anderer, bereits bestehender Kredit umschulden. Nachrangdarlehen können sich außerdem bei Immobiliengeschäften anbieten.

Partiarische Nachrangdarlehen

Sogenannte partiarische Nachrangdarlehen spielen im Crowdfunding oder Crowdinvesting eine große Rolle. Hierbei sind es nicht nur Banken, die den Kredit vergeben. Auch Firmen oder Privatanleger investieren auf diese Weise. Mit dem Kredit ist normalerweise eine Gewinnbeteiligung verbunden. In anderen Fällen erhalten die Geldgeber Anteile am Unternehmen.

Nachrangdarlehen in der Baufinanzierung

Auch bei Baufinanzierungen wie dem Erwerb einer Immobilie oder zum Zweck von Renovierungsarbeiten, werden Nachrangdarlehen in Form von Eigenkapitalersatz genutzt um finanzielle Engpässe zu überbrücken. Dabei gibt es zwei wesentliche Gründe, weshalb sich der Einsatz lohnt:

  • Sie sind auch bei wenig Sicherheiten möglich. Wer also über wenig Kapital verfügt, kann trotzdem bauen oder Eigentum erwerben.
  • Sie erhöhen den Anteil am Eigenkapital. Somit erhöhen Sie gleichzeitig die Chance, eine Baufinanzierung über eine Bank oder Sparkasse zu erhalten.

Bereits laufende Darlehen sind ebenfalls nicht unbedingt ein Hindernis.

Nachrangdarlehen als Verkäuferdarlehen

Eine Form des Nachrangdarlehens ist das Verkäuferdarlehen. Es ist im Grundbuch als nachrangig einzutragen und kann als Eigenkapitalersatz fungieren. Für Kreditinstitute sind damit die Risiken geringer. Dies steigert – wie gesagt – wiederum die Chancen, dort eine Baufinanzierung zu erhalten. Die Banken stehen mit der Finanzierungssumme als Gläubiger ebenfalls im Grundbuch – allerdings nicht als nachrangig. Sie erhalten so ein Verwertungsrecht an der Immobilie, das ihnen als Sicherheit dient.

Der Verkäufer, der das Nachrangdarlehen gewährt, ist nicht mehr Eigentümer der Immobilie, die er verkauft. Faktisch gibt er dem Kreditnehmer Aufschub für die Zahlung eines Teils des Kaufpreises. Er trägt freilich die höchsten Risiken des Darlehensausfalls. Dieses Risiko ist wegen seiner Nachrangigkeit besonders hoch. Im Insolvenzfall werden erst die anderen Kreditgeber bedient. Aus diesem Grund sind die Zinsen beim Verkäuferdarlehen ebenfalls höher als üblich.

Vor- und Nachteile beim Nachrangdarlehen für Anleger

Bislang war vor allem von den Risiken die Rede, die Nachrangdarlehen für Kreditgeber mit sich bringen. Diese Risiken gelten für Investoren in einem Unternehmen ebenso wie für Anleger bei der Baufinanzierung. Schließlich kann die Rückzahlung des Darlehens nur erfolgen, wenn das Unternehmen erfolgreich ist, der Immobilienbesitzer Einnahmen erzielt oder ein entsprechendes Gehalt bezieht. Ist er dagegen insolvent, ist der Kreditgeber der Gläubiger, der zuletzt bedient wird. Bis dahin kann er allerdings dank der hohen Verzinsung mit einer hohen Rendite rechnen.

Vorteile

  • für Anleger: Die hohen Zinsen machen Nachrangdarlehen für Anleger besonders attraktiv. Unabhängig davon, ob ein Anleger sich für Crowdinvestment oder ein Verkäuferdarlehen interessiert, verläuft die Anlage unkompliziert.
  • für Kreditnehmer: Kreditnehmer erhalten auch dann ein Darlehen, wenn sie nur wenig Sicherheiten haben. Sie können mit Nachrangdarlehen eine Finanzierung überhaupt erst möglich machen oder dabei helfen, laufende Kredite auszubauen.

Nachteile

  • für Anleger: Investoren sollten bedenken, dass sie wegen der Rangfolge im Insolvenzfall gegenüber anderen Gläubigern im Nachteil sind (Rangrücktrittsvereinbarung). Sollte nach einer Insolvenz genug Kapital vorhanden sein, können sie erst nach allen anderen bedient werden. Es ist wahrscheinlich, dass ihr Anlagekapital dann verloren ist.
  • für Kreditnehmer: Darlehensnehmer bezahlen die Vorteile des Nachrangdarlehens mit hohen Kosten für die Zinsen.

Die steuerliche Behandlung der Erträge eines partiarischen Darlehens

In Bezug auf die Ausschüttung zieht der Gesetzgeber eine klare Grenze zwischen stiller Beteiligung und partiarischem Darlehen. Die Ausschüttungen aus einer stillen Beteiligung gelten als Gewerbeertrag und müssen entsprechend mit dem persönlichen Steuersatz und unter Umständen auch mit der Gewerbesteuer versteuert werden.

Die Ausschüttung aus einem partiarischen Darlehen dagegen wird mit der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent belegt. Für das Unternehmen sind die Zahlungen an die Geldgeber steuerlich als Betriebsausgaben zu behandeln und wirken sich gewinnmindernd aus.

Die Vorteile des partiarischen Darlehens

Zunächst einmal bieten partiarische Darlehen eine gewisse Unabhängigkeit vom Bankensektor. Die Fremdmittelbeschaffung bei privaten Investoren gewinnt zunehmend auch in Deutschland an Bedeutung. Im Bereich der Immobilienfinanzierung hängt der Zinssatz der Banken bekanntermaßen auch von der Höhe der Eigenmittel ab. Dies gilt auch für Bauträgermaßnahmen, wenn die Immobilien nicht schon am Reisbrett verkauft wurden und die ersten Gelder der Käufer geflossen sind. Durch partiarische Darlehen kann eine entscheidende Lücke zwischen Eigenkapital und dem zu finanzierenden Anteil zugunsten niedrigerer Bankzinsen geschlossen werden.

Für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stellen partiarische Darlehen bei schwächerer Bonität ebenfalls eine günstigere Finanzierungsmethode dar als ein Bankkredit. Zudem müssen diese Darlehen nicht im Handelsregister veröffentlicht werden.

Während Banken einen festen Zinssatz verlangen, erlauben partiarische Darlehen den Unternehmen bei schwächeren Geschäftsjahren bedingt durch die gewinnabhängige Ausschüttung eine gewisse Verschnaufpause. Auf der anderen Seite kann sich der Kreditnehmer bei positiver Geschäftsentwicklung recht schnell vom Geldgeber trennen. Die Kündigungsfrist beträgt gemäß Paragraf 488 BGB drei Monate.

Da das partiarische Darlehen dem Eigenkapital zugerechnet wird, erhöht sich die Eigenkapitalquote des Unternehmens und damit auch die Bonität.

Die Nachteile des partiarischen Darlehens

Der Nachteil des partiarischen Darlehens liegt für das Unternehmen darin, dass der Geldgeber in der Regel eine gewisse Risikoprämie in die Höhe der Ausschüttung einkalkuliert, welches ein partiarisches Darlehen gegenüber einer Bankfinanzierung verteuern kann.

Für den Investor bleibt durch die Nachrangigkeit das Risiko des Totalverlustes. Auch wenn die BaFin ausbleibende Gewinnausschüttungen als "temporäre Leistungsverweigerung" sieht, kann diese fortwährend sein. Im Falle einer Insolvenz werden zunächst alle primär rangigen Gläubiger aus der Konkursmasse bedient. Bleibt für die nachrangigen Geldgeber nichts mehr übrig, tritt der vollständige Kreditausfall ein.

Für wen kommt ein partiarisches Darlehen infrage?

Grundsätzlich profitieren alle die Unternehmen von einem partiarischen Darlehen, die ihre Verbindlichkeiten gegenüber Banken so gering wie möglich halten möchten. Start-ups werden häufig durch partiarische Teilfinanzierungen an den Start gebracht. Im Immobilien-, aber auch im industriellen Sektor stellen partiarische Darlehen häufig nicht die vollständige Finanzierung dar, sondern schließen mögliche Lücken zu Bankdarlehen.

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