Instandhaltungsrücklage

Hausbesitzer können darüber nachdenken, eine Instandhaltungsrücklage zu bilden, müssen dies aber nicht. Anders verhält es sich für Wohnungseigentümer: Sie haben diese Zahlung monatlich zu entrichten. Vermieter können die Instandhaltungsrücklage nicht auf die Mieter umlegen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Verwendung der Instandhaltungsrücklage
  3. Die Berechnung der Instandhaltungsrückstellung
  4. Die Sonderumlage
  5. Instandhaltungsrücklage vor dem Wohnungskauf überprüfen
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Baufinanzierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Wohnungseigentümer müssen eine Instandhaltungsrücklage bilden.
  • Die Instandhaltungsrücklage wird für Modernisierungen, Sanierungen oder Reparaturen am Gemeinschaftseigentum verwendet.
  • Über die Höhe entscheidet die Wohnungseigentümergemeinschaft.
  • Die Höhe ergibt sich aus der Wohnfläche.

Verwendung der Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage wird gebildet, um mögliche Modernisierungen, Sanierungen oder Reparaturen am Gemeinschaftseigentum der Immobilie zu bezahlen. Das Gemeinschaftseigentum umfasst alles, was außerhalb der Wohnung besteht. Als Gemeinschaftseigentum gelten unter anderem die Gemeinschaftsräume, das Dach, die Haustür, das Treppenhaus, aber auch die Außenwände der Balkone oder die Außenseite der Fensterrahmen. Mit dieser Rücklage wird verhindert, dass die einzelnen Eigentümer auf einmal eine größere Summe für Instandhaltungsmaßnahmen an der Immobilie – beispielsweise eine Neueindeckung des Daches – aufbringen müssen.

Die Berechnung der Instandhaltungsrückstellung

Über die Höhe der Instandhaltungsrückstellung entscheidet die Wohnungseigentümergemeinschaft. Im Rahmen der Eigentümerversammlung präsentiert der Verwalter sowohl die Ein- und Ausgaben des zurückliegenden Jahres als auch die notwendigen oder geplanten Ausgaben des laufenden Jahres. Auf der Grundlage dieser Planung entscheidet die Eigentümergemeinschaft über die Höhe der zu entrichtenden Instandhaltungsrücklagen.

Die Berechnung der Rücklagen für den jeweiligen Eigentümer ergibt sich aus Wohnfläche: Es werden die Quadratmeter des Sondereigentums gezählt. Dazu zählt die Wohnung an sich sowie der dazugehörige Keller, ein möglicher Gartenanteil und eine Garage oder ein Stellplatz. In der Teilungserklärung findet sich die genaue Aufstellung des Sondereigentums. Für die Höhe der Rücklage spielt natürlich auch das Alter der jeweiligen Immobilien eine Rolle. Bei einem Neubau setzen die Eigentümer die Instandhaltungsrücklage niedriger an als bei einem Gebäude, welches bereits 25 Jahre alt ist.

Die Sonderumlage

Stehen größere Instandhaltungsmaßnahmen an, kann die Eigentümerversammlung oder der Verwalter auch eine Sonderumlage vorschlagen. Damit soll verhindert werden, dass die bestehende Instandhaltungsrücklage komplett aufgezehrt wird und keine liquiden Mittel mehr vorhanden sind.

Dem Beschluss einer Sonderumlage kann sich kein Eigentümer entziehen, es besteht eine Zahlungspflicht. Gleiches gilt auch für den Beschluss, die monatlichen Zahlungen zur Instandhaltungsreserve zu erhöhen.

Instandhaltungsrücklage vor dem Wohnungskauf überprüfen

Wer mit dem Gedanken spielt, eine Eigentumswohnung als Bestandsimmobilie zu erwerben, soll sich auf jeden Fall die Wirtschaftspläne und Protokolle der Eigentümerversammlungen mindestens der letzten drei Jahre vorlegen lassen. Zum einen ist nur so erkenntlich, welche Ausgaben geplant sind und wie diese finanziert werden sollen. Zum anderen sieht er, ob, wenn ja, wann und um wie viel die Instandhaltungsrücklage in den letzten Jahren erhöht wurde.

Fielen zwischen Ankauf und Verkauf der Wohnung keinerlei Instandhaltungskosten an, hat der Wohnungseigentümer dennoch keinen Anspruch auf Rückzahlung seiner geleisteten Zahlungen. Er hat beim Erwerb seiner Immobilie auch die Zahlungen des Vorbesitzers faktisch „mit übernommen“.

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