Eigenheimfinanzierungen im Test: Der beste Kredit fürs Traumhaus

19.03.2021 | 15:41

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Obwohl die Zinsen generell niedrig sind, liegen bei der Eigenheimfinanzierung mehrere Zehntausend Euro zwischen günstigen und teuren Krediten. Zu diesem Ergebnis kommt die Zeitschrift Finanztest nach einer Untersuchung von Immobilienkrediten bei 89 Banken, Kreditvermittlern, Bausparkassen und Versicherungen.

Bei Baufinanzierungen lohnt sich der Anbietervergleich besonders

„In kaum einem Bereich lohnt es sich mehr, Angebote zu vergleichen als bei der Baufinanzierung“, sagt Heike Nicodemus, Finanzexpertin der Stiftung Warentest. Die Tester haben Angebote für vier Modellfälle eingeholt:

  • ein Volltilgerdarlehen über 240.000 Euro mit 20 Jahren Laufzeit,
  • einen Kredit über 450.000 Euro mit der Option, während der Rück­zahlung bei Bedarf die Rate erhöhen oder herab­setzen zu können,
  • eine 100-Prozent-Finanzierung in Höhe von 300.000 Euro
  • und einen Modernisierungskredit in Höhe von 70.000 Euro, für die der Kredit in 10 Jahren zurückgezahlt werden soll.

Fast 66.500 Euro Unterschied bei den Zinskosten

Für die 100-Prozent-Finanzierung verlangte der günstigste Anbieter 1,08 Prozent, der teuerste 2,48 Prozent Zinsen. Für einen Kredit in Höhe von 300.000 Euro bezahlt der Kunde innerhalb von 20 Jahren beim teuren Anbieter knapp 66.500 Euro mehr Zinsen.

Ähnliche Unterschiede fanden die Tester auch bei den anderen Fällen. Die eine günstige Bank gibt es jedoch nicht. Welcher Anbieter wann die besten Konditionen bietet, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Kunden sollten sich deshalb immer verschiedene Angebote einholen und auch auf die Rahmenbedingungen wie Zinsbindung, Ratenhöhe oder weitere Rückzahlungsbedingungen achten.