Bauherren haben an Vieles zu denken – nicht vergessen sollte man seine Hausanschlüsse, ohne die es später im Traumhaus weder Wasser und Strom noch Internet oder Telefon gibt. Dazu ist einiges an Papierkram zu erledigen und außerdem eine größere Summe in der Kostenkalkulation einzuplanen.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Wann soll ich Hausanschlüsse beantragen?
  3. Wo beantrage ich die Hausanschlüsse?
  4. Kosten einplanen
  5. Stromanschluss
  6. Frisch- und Abwasserleitung
  7. Telefon- und Internetanschluss
  8. Tipps zur Kostenersparnis
  9. Verwandte Themen
  10. Weiterführende Links

Das Wichtigste in Kürze

  • Zu den Hausanschlüssen zählen etwa Strom und ggf. Gas, Frisch- und Abwasser, Internet, Telefon und ggf. Kabelanschlüsse.
  • Baustrom- und Bauwasseranschlüsse werden wieder entfernt, nachdem der Bau abgeschlossen ist.
  • Hausanschlüsse werden beim jeweils zuständigen Versorgungsunternehmen (örtlichen Netzbetreibern und Wasserverbänden) beantragt.
  • Die Kosten für Hausanschlüsse hängen von vielen Faktoren ab, können aber durchaus mehr als 10.000 Euro betragen.

Wann soll ich Hausanschlüsse beantragen?

Ob Strom, Abwasser, Telefon oder Gasanschluss: Die Hausanschlüsse dürfen beim Hausbau keinesfalls vergessen werden. Wann der Hausanschluss installiert wird, hängt von den Versorgern ab. Viele verlangen ein abschließbares Gebäude, sprich mit Fenstern und Türen, andere installieren die Anschlüsse auch schon vorher.

Baustrom und Bauwasser müssen hier separat betrachtet werden. Diese werden meist zu Beginn der Bauphase installiert und bekommen eigene Zähler, welche mit Abschluss des Baus entfernt werden.

Wo beantrage ich die Hausanschlüsse?

Beantragt werden die Hausanschlüsse beim jeweils zuständigen Versorgungsunternehmen. Für Frisch- und Abwasser setzt man sich also mit dem örtlichen Wasserverband in Verbindung, für den Stromanschluss mit dem lokalen Netzbetreiber. Weiß man nicht, wer zuständig ist, hilft eine kurze Nachfrage bei der Gemeinde. Auch hinzugezogene Installateure können bei den jeweiligen Hausanschlüssen helfen. Für Internet und Telefon ist es auch wieder der lokale Netzbetreiber, meistens also die Telekom. Die jeweiligen Anträge gibt es dann entweder per Post oder online im Netz und nach dem Ausfüllen nimmt alles seinen Lauf.

Kosten einplanen

Nicht unterschätzen sollte man die anfallenden Kosten. Ist der Hausanschluss beantragt, erhält man einen Kostenvoranschlag. Erst wenn man mit diesem einverstanden ist, wird der Auftrag für den Hausanschluss mit der eigenen Unterschrift bestätigt. Was es letztendlich kostet, ist unter anderem von der Lage des Grundstückes, der Anschlusslänge und den nötigen Erdbauarbeiten abhängig. Zwischen 10.000 und 12.000 Euro für alle Hausanschlüsse sollte man durchaus einplanen. Abwasser kann mit bis zu 5.000 Euro zu Buche schlagen, Frischwasser ist mit 4.000 Euro etwas günstiger. Für den Stromanschluss kann man mit bis zu 2.500 Euro rechnen, mit Abstand am günstigsten ist der Telefon- und Internetanschluss mit etwa 800 Euro.

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Stromanschluss

Damit Strom im Haus ankommt, ist es nötig, den Anschluss beim zuständigen Netzbetreiber zu beantragen. In einem nächsten Schritt wird ein Elektriker beauftragt, den Hausanschluss herzustellen. Dieser meldet sich nach Fertigstellung des Anschlusses beim Netzbetreiber. In einem vierten Schritt sucht der Bauherr nach einem passenden Stromlieferanten – hier ist die Auswahl sehr groß und man muss nicht zwangsweise einen Vertrag beim Netzbetreiber abschließen. Ist der Vertrag abgeschlossen und ein Starttermin gesetzt, steht der Stromversorgung nichts mehr im Wege.

  1. Anschluss beim Netzbetreiber beantragen
  2. Elektriker beauftragen
  3. Elektriker meldet Fertigstellung an Netzbetreiber
  4. Stromanbieter suchen
  5. Stromliefervertrag abschließen

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Frisch- und Abwasserleitung

Wie beim Strom muss auch für den Wasseranschluss ein Installationsunternehmen beauftragt werden. So soll garantiert werden, dass der Anschluss der DIN-Norm 1988 entspricht. Den Antrag auf Frisch- und Abwasser füllt wiederum der Grundstückseigentümer aus. Nach Antragsgenehmigung teilt der Wasserverband Kontaktdaten in Frage kommender Installateure mit, mit welchen man sich über das weitere Vorgehen abstimmt. Wichtig zu wissen ist, dass gegebenenfalls ein zusätzlicher Regenwasser-Anschluss anfällt, wenn man nicht die Möglichkeit hat, das Wasser auf einer ausreichend großen Fläche versickern zu lassen.

Telefon- und Internetanschluss

Sehr ähnlich läuft der Antrag für die Telefon- und Internetleitung ab. Die entsprechenden Unterlagen werden ausgefüllt und dem zuständigen Netzbetreiber übersandt – hier kann man direkt seinen Terminwunsch für den Anschluss anmerken und ob die Leitung ober- oder unterirdisch verlegt werden soll.

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Tipps zur Kostenersparnis

Wer die Termine der Arbeiten an den Hausanschlüssen clever kombiniert, kann einiges an Geld sparen, da nur einmal teure Erdarbeiten anfallen und gleich mehrere Leitungen und Kabel auf einmal verlegt werden können. In manchen Fällen ist es außerdem möglich, dass der Bauherr die nötigen Erdarbeiten selbst übernimmt und so einen Teil der Kosten sparen kann.