LBS Bayern bietet Online-Bausparverträge an

12.12.2017

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München - Die Null-Zins-Politik bereitet der Landesbausparkasse Bayern Probleme. Wie der künftige Vorstandschef Erwin Bumberger mitteilt, wird sie daher in Zusammenarbeit mit der DKB Bank Bausparverträge anbieten.

Bisher spielt das Online-Banking bei Bausparverträgen nur eine kleine Rolle. Die DKB ist eine Tochter der BayernLB, hat aber laut LBS 3,6 Millionen Kunden in ganz Deutschland mit Schwerpunkten in Bayern und Ostdeutschland. Außerdem will die LBS künftig auch über freie Finanzvermittler ihre Baufinanzierungen anbieten und gezielt private Wohnungsunternehmen sowie Genossenschaften als Kunden gewinnen.

Im zu Ende gehenden Jahr erwartet die Landesbausparkasse wegen der anhaltenden Tiefzinsen erneut einen sehr kleinen Nettogewinn um die acht bis zehn Millionen Euro. Nicht die Zocker und Hasardeure der Finanzwelt trügen die größte Last der Null-Zins-Politik, sondern die bodenständigen und konservativen Institute, sagte der scheidende Vorstandschef Franz Wirnhier, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Zumindest steigt wegen der billigen Zinsen die Nachfrage nach Krediten. In diesem Jahr wird die LBS nach Wirnhiers Angaben voraussichtlich etwa 1,1 Milliarden Euro Darlehen vergeben, gut zehn Prozent mehr als 2016.