Baufinanzierung: Immobilienpreise 2019 erneut gestiegen

13.02.2020

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Auch im vergangenen Jahr sind die Immobilienpreise in Deutschland wieder spürbar gestiegen. Das zeigt der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp). Zum Jahresende kletterte der Index auf ein neues Allzeit-Hoch. Verglichen mit dem Jahresende 2018 legte der auf Basis echter Transaktionsdaten für den gesamtdeutschen Markt ermittelte Index im vierten Quartal 2019 um 6,3 Prozent auf nun 163,1 Punkte zu. Damit waren die Preise um 63,1 Prozent höher als im Basisjahr 2010 (Indexwert 100).

Hohe Nachfrage treibt die Preise

"Die Preise auf dem deutschen Immobilienmarkt steigen weiter - und das schon seit zehn Jahren ununterbrochen“, kommentierte vdp-Verbandgeschäftsführer Jens Tolckmitt die aktuellen Zahlen. Allerdings fälle der Anstieg inzwischen nicht mehr so stark aus wie noch vor zwei oder drei Jahren. „Insbesondere in den Top 7-Städten lässt die Preisdynamik bei Wohnimmobilien angesichts der erreichten hohen Niveaus nach", so Tolckmitt. Doch solange die Nachfrage das Angebot übersteigt, werde sich nichts Grundlegendes an der Preisentwicklung ändern.

Preisentwicklung in den unterschiedlichen Marktsegmenten

Der Immobilienpreisindex des Verbands Deutscher Pfandbriefbanken weist die Preisentwicklung für Wohn- und Gewerbeimmobilien aus – unterteilt in unterschiedliche Segmente. So haben sich die Preise im letzten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr entwickelt:

  • Wohn-/Gewerbeimmobilien gesamt: +6,3%
  • Wohnimmobilien in Deutschland: +6,4%
  • Wohnimmobilien in Top 7-Städten: +2,9%
  • Gewerbeimmobilien: +6,0%
  • Büroimmobilien: +8,9%
  • Einzelhandelsimmobilien: -0,2%

In den größten Städten steigen die Preise nicht mehr ganz so schnell

Gegenüber dem Vorjahresquartal verteuerten sich Wohnimmobilien deutschlandweit um 6,4 Prozent. Damit stiegen die Preise das 20. Quartal in Folge um mehr als 5,5 Prozent. Zum aktuellen Wachstum trug der Preisanstieg bei selbst genutztem Wohneigentum (+6,6 Prozent) noch etwas stärker bei als der bei Mehrfamilienhäusern (+6,2 Prozent). Die Neuvertragsmieten legten um 3,8 Prozent zu, in den vorherigen sechs Quartalen fiel das Wachstum jedoch noch stärker aus.

In den Top 7-Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart stiegen die Preise für Wohnimmobilien in deutlich geringerem Maß als auf dem gesamtdeutschen Markt. Die Wachstumsrate belief sich auf 2,9 Prozent gegenüber dem Jahresende 2018, wozu sowohl selbst genutztes Wohneigentum (+3,6 Prozent) als auch Mehrfamilienhäuser (+2,7 Prozent) beitrugen. Die Neuvertragsmieten stiegen lediglich um 2,0 Prozent. "Geringer war die Preisdynamik in den sieben Metropolen zuletzt Ende 2010“, berichtet Tolckmitt. Die Entwicklung zeige, dass Investoren nicht bereit sind, zu jedem Preis zu kaufen.