FTP steht für File Transfer Protocol und bedeutet übersetzt Dateiübertragungsprotokoll. Dabei handelt es sich um eine unkomplizierte Möglichkeit, Daten zwischen verschiedenen Computern auszutauschen beziehungsweise im Internet zu veröffentlichen. Welches Betriebssystem und welcher Verbindungsweg verwendet wird, ist für die Nutzung des Protokolls unerheblich.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist FTP?
  3. FTP-Client
  4. Statt einem FTP-Programm ein Add-on nutzen
  5. FTP-Server
  6. Anonym anmelden auf öffentlichen Servern
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Das File Transfer Protocol stellt eines der bekanntesten und meistverwendeten Internetprotokolle dar.
  • FTP ermöglicht es, Daten auf einen Server hochzuladen, Daten von einem Server herunterzuladen, oder diese zwischen zwei FTP-Servern zu übertragen.
  • Die Kommunikation zwischen Computer und Server erfolgt mittels einer Software, dem sogenannten FTP-Client.
  • Grundsätzlich ist immer eine Anmeldung am Server erforderlich, wobei diese vor allem auf öffentlichen Servern häufig anonym erfolgen kann.

Was ist FTP?

Das File Transfer Protocol ist ein im Jahr 1985 spezifiziertes Netzwerkprotokoll, welches zur Übertragung von Daten über IP-Netzwerke dient. Damit gehört FTP in die Kategorie der Internetprotokolle. Die Kommunikation zwischen einzelnen Geräten erfolgt hier über eine sogenannte TCP-Verbindung. Das Netzwerkprotokoll legt fest, wie der Datenaustausch im Detail realisiert wird. Im Wesentlichen bietet FTP demnach folgende Möglichkeiten:

  • Dateien vom Client zum Server übermitteln (Hochladen)
  • Dateien vom Server zum Client übermitteln (Herunterladen)
  • Clientgesteuerte Übertragung zwischen zwei FTP-Servern
  • Verzeichnisse anlegen, umbenennen und Zugriffsrechte einstellen
  • Dateien verwalten oder löschen

Bezüglich der Dateiformate gibt es in der Regel keine Einschränkungen. Schwierigkeiten entstehen lediglich, wenn der Zielrechner beispielsweise eine konkrete Dateiendung nicht akzeptiert. FTP arbeitet mit zwei unterschiedlichen Übertragungsmodi. Welche Art im konkreten Fall Anwendung findet, hängt vom Dateityp – ob Binärdatei oder Textdatei – ab. Das ist relevant, weil zwei Systeme nicht zwangsläufig die gleiche Codetabelle zum Decodieren von Zeichen nutzen müssen.

FTP-Client

Das Datenübertragungsverfahren erfordert einen FTP-Client. Damit ist eine spezielle Software gemeint, die auch als FTP-Software beziehungsweise FTP-Programm bezeichnet wird. Nach ihrer Installation auf einem Rechner nutzt die Anwendung das FTP-Protokoll, um Dateien zu übertragen. Der Funktionsumfang fällt je nach verwendetem FTP-Client unterschiedlich aus. So gibt es beispielsweise Anbieter, die ihren Kunden verschiedene Zusatzfunktionen bereitstellen, etwa zeitpunktdefinierte Down- und Uploads. Als beliebt in diesem Bereich gilt unter anderem die Open-Source-Software FileZilla, die parallele Verbindungen zu mehreren Servern zulässt. Es existieren jedoch zahlreiche weitere kostenlose FTP-Programme wie Total Commander oder Core FTP.

Der Begriff "FTP-Client" ist in einigen Fällen irritierend. Häufig bezieht sich das Wort "Client" nämlich ebenso auf das jeweilige Endgerät, das mit dem Server kommuniziert. Meist handelt es sich dabei um einen handelsüblichen Computer oder Laptop.

Statt einem FTP-Programm ein Add-on nutzen

Nicht immer ist der Download einer Software erforderlich. Es besteht ebenso die Option, über den Browser mit dem FTP-Server zu kommunizieren. So existiert für den beliebten Firefox-Browser beispielsweise ein Add-on, welches den Namen FireFTP trägt. Darüber hinaus gibt es verschiedene Webhosting-Anbieter beziehungsweise Webserver, bei denen der Zugriff auf den FTP-Server auch via HTTP funktioniert. Diese Funktion ist unter der Bezeichnung WebFTP bekannt. Kunden können nach dem Einloggen über ihren Webbrowser beispielsweise Dateien hochladen oder einen neuen Ordner anlegen. Die Nutzeroberfläche orientiert sich für gewöhnlich an gängigen FTP-Programmen.

Der größte Vorteil eines Add-ons ist, dass die Installation einer Client-Software entfällt. Allerdings gestaltet sich die Verwendung von browserbasierten Alternativen häufig etwas umständlicher. Für anspruchsvolle Arbeiten macht es daher Sinn, ein entsprechendes Programm vorzuziehen.

FTP-Server

Ein FTP-Server stellt das Gegenstück zum Client dar. Dieser wartet auf die Kontaktaufnahme durch ein Endgerät, um fest definierte Aufgaben – auch als Dienste betitelt – zu erfüllen. Das File Transfer Protocol legt in diesem Zusammenhang fest, auf welche Weise der Datenaustausch erfolgt.

Um auf einen gewöhnlichen FTP-Server zugreifen zu können, ist ein Login mit dem Usernamen und dem dazugehörigen Passwort erforderlich. Damit ein Anwender Zugang erhält, muss der Serververwalter die entsprechenden Daten am Server eintragen. Dies ist vorrangig für all diejenigen relevant, die eine Website bei einem Hoster per FTP hochladen möchten.

Anonym anmelden auf öffentlichen Servern

Wer mit dem File Transfer Protocol arbeitet, muss sich in jedem Fall am Server anmelden. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer anonymen Anmeldung. Hierfür verwenden User häufig den Benutzernamen "anonymous" und wählen ein beliebiges Passwort aus. Früher galt es als ungeschriebene Regel, die persönliche E-Mail-Adresse zu verwenden. Dazu ist mittlerweile aus Gründen des Spamschutzes jedoch nicht mehr anzuraten. Das Anonymous FTP bieten insbesondere öffentliche Server an, also zum Beispiel die von Universitäten oder Fachhochschulen.

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