Datensicherung

Eine abgerauchte Festplatte, das gestohlene Notebook oder ein löschwütiger Virus - die Szenarien für den totalen Datenverlust sind mannigfaltig und bedrohen jeden Computernutzer. Ist der Supergau da, kommt Hilfe meist zu spät: Nur wenige Anwender machen sich die Mühe, eine effektive Datensicherung durchzuführen. Dabei hat jeder wertvolle und im Zweifelsfall unwiederbringliche Daten - beispielsweise die rund 34 Millionen deutschen Besitzer einer Digitalkamera. Laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM speichern mehr als 10 Millionen von ihnen ihre Bilder nur auf der Festplatte, knapp 4 Millionen wähnen ihre Erinnerungen mit einer ausschließlichen Unterbringung auf der Speicherkarte in Sicherheit.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Abbild der Festplatte - das Image
  3. Einzelne Dateien sichern
  4. Da kein Computer ewig hält...
  5. Verwandte Themen
  6. Weiterführende Links
  7. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die umfassendste Methode der Datensicherung ist ein komplettes Abbild der Festplatte.
  • Um an einzelne Dateien aus dem Abbild zu gelangen, muss die Sicherung im Normalfall nicht komplett auf die Festplatte zurückkopiert werden.
  • Besitzer eines sogenannten Super-Multi-Brenners können bei der Datensicherung auf Scheiben zur DVD-RAM greifen.

Abbild der Festplatte - das Image

Die umfassendste Methode der Datensicherung ist ein komplettes Abbild der Festplatte, das sogenannte Image auf einem externen Datenträger. Bei dieser Volldatensicherung wird viel Speicherplatz gebraucht, im Zweifelsfall lassen sich aber nicht nur Anwendungsdaten wie Texte, Bilder, Tabellen, Musik oder Videos wiederherstellen. Das ganze bootfähige Betriebssystem mit allen installierten Programmen und individuell konfigurierten Einstellungen lässt sich wiederholen. Proben neu installierte Programme den Aufstand, ist keine langwierige Fehlersuche mehr notwendig - mit dem auf die Platte zurückgespielten Image ist alles wie vorher.

Zwar lassen sich Images auch auf DVDs brennen, schneller und komfortabler ist aber der Einsatz einer externen Festplatte, denn diese sind heutzutage bereits relativ preiswert und können in der Regel über USB unkompliziert angeschlossen werden. 500 Gigabyte-Platten sind bereits für 100 Euro zu haben. Oftmals legen die Hersteller sogar einfache Backup-Software dazu, die das automatisierte Speichern vordefinierter Daten übernimmt. Besonders komfortabel ist das mit externen Festplatten, die ins Heimnetzwerk eingebunden sind. Für netzwerkfähige Lösungen muss der Käufer aber etwas tiefer in die Tasche greifen.

Einzelne Dateien sichern

Image heißt aber nicht zwangsläufig alles oder nichts: Um an einzelne Dateien aus dem Abbild zu gelangen, muss die Sicherung im Normalfall nicht komplett auf die Festplatte zurückkopiert werden. In der Regel lässt sich das Image als virtuelles Laufwerk ansteuern, in dem sich der Nutzer durch die Verzeichnisstrukturen klicken und sich dort aller Dateien bedienen kann. Für den Fall, dass einmal kein ganzes Image gewünscht sein sollte, bieten die meisten Programme Backup-Routinen an. Auch die Sicherung im laufenden Betrieb inklusive der Systempartition sollte zum Repertoire gehören.

Wer auf Image-Routinen verzichten will, kann seine wichtigsten Daten auch von Zeit zu Zeit manuell sichern: Eine interessante Speicheralternative sind Webserver. Den sogenannten Webspace gibt es bei vielen Anbietern bis zu einer bestimmten Größe gratis und darüber hinaus gegen Gebühr. Die Stiftung Warentest in Berlin hebt die physische Sicherheit dieser Speichermethode hervor, "weil die Serverräume in einem Gebäude einer Firma geschützt sind und die Inhalte ständig gespiegelt werden." Aus Gründen des Datenschutzes raten die Warentester allerdings auch bei vertrauenswürdigen Anbietern davon ab, Passwörter oder sensible Kontodaten auf Servern zu hinterlegen.

Besitzer eines sogenannten Super-Multi-Brenners können bei der Datensicherung auf Scheiben zur DVD-RAM greifen. Das wiederbeschreibbare DVD-Format ist der DVD-RW und auch CD-RW-Medien in Sachen Wiederbeschreibbarkeit und Datensicherheit deutlich überlegen. Nicht-organische Werkstoffe garantieren 30 Jahre Haltbarkeit, 100.000 Mal können laut der Spezifikation Änderungen vorgenommen werden, ohne dass der Datenträger Schaden nimmt.

Genau so oft lässt sich der Flash-Speicher in USB-Sticks wiederbeschreiben. Dort sollen die Daten für zehn Jahre sicher sein - ein Zeitraum, den auch die Festplatte erreicht, wenn sie nicht vorher mechanischen oder thermischen Belastungen zum Opfer fällt. Auch Speicherkarten und mobile Mediaplayer taugen zur Datenspeicherung. Für besonders wertvolle und wichtige Daten sollten indes mehrere Kopien auf verschiedenen Speichermedien an unterschiedlichen Orten aufbewahrt werden. Wer sich also nicht zwischen den verschiedenen Arten der Datensicherung entscheiden kann: Doppelt und dreifach hält besser.

Da kein Computer ewig hält...

Irgendwann kommt der Moment, in dem man mit seinen Programmen und Dateien auf einen neuen Rechner umziehen muss. Dann stellt sich unweigerlich die Frage: Wie bekomme ich meine Daten und Programme auf den neuen Computer? Mac-Nutzer brauchen jetzt nicht weiterzulesen: Wer von einem Apple-Computer auf den nächsten umzieht, kann seine alte Maschine einfach vom Migrationsassistenten "aussaugen" lassen. PC-Nutzern machen die Unterschiede des neuen Windows 7 zu vorherigen Versionen etwas mehr Arbeit. Einen Umzugsassistenten bietet zwar auch Microsoft an. Das Tool EasyTransfer verspricht, "automatisch Dateien, Fotos, Musik, E-Mail, Einstellungen und andere Elemente" auf den neuen PC zu überspielen. Einige Experten zeigen sich jedoch wenig überzeugt.

Zu dem kostenlosen EasyTransfer gibt es auch Alternativen, die 40 bis 50 Euro kosten können, etwa "Parallels Desktop Upgrade" oder "PCmover". Ganz ohne Handarbeit kommt man aber auch bei ihnen nicht aus. Das größte Problem mit Hilfsprogrammen sei, dass man wenig Überblick habe, welche Daten und Einstellungen übertragen wurden und welche nicht. Deshalb: In den sauren Apfel beißen und einen kompletten Neuanfang wagen, mit Installation aller Programme und dem manuellen Kopieren der Daten.

Dafür brauche man vor allem Zeit und Ordnung - und auf jeden Fall eine externe Festplatte. Das Wichtigste überhaupt ist, vor einem Umzug sowohl das alte als auch das neue System komplett zu sichern. Damit kann man die Daten wiederherstellen, falls irgendetwas schiefgehen sollte. Außerdem sollte man schon vorher eine Liste der Programme mit Seriennummern anfertigen, anstatt mitten im Umzug nach den Daten zur Software-Aktivierung fahnden zu müssen. Ebenfalls wichtig bei der Datensicherung: Geduld.

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