Die moderne Arbeitswelt ist ohne ständige Kommunikation kaum vorstellbar. Über den E-Mail-Verkehr lassen sich Arbeitsabläufe und Projektideen sehr schnell und unkompliziert abstimmen. Die Nachricht wird vom Absender direkt an den Empfänger übermittelt, sodass dieser zeitnah reagieren kann. Auch der Austausch von Texten, Diagrammen und Bildern gelingt auf diesem Wege spielend leicht und ohne großen Aufwand. Für das geordnete Versenden von Online-Daten nutzen Sie ein Netzwerkprotokoll. Hier hat sich vor allem das SMTP-Modell etabliert. Doch was genau hat es mit diesem Protokoll auf sich? Hier erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist SMTP?
  3. Wie funktioniert SMTP?
  4. Welche Status-Codes gibt es?
  5. Was ist ein SMTP-Server?
  6. Worin unterscheiden sich SMTP, IMAP und POP?
  7. Wie hat sich SMTP entwickelt?
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Abkürzung SMTP steht für Simple Mail Transfer Protocol.
  • Es handelt sich um ein Netzwerkprotokoll.
  • SMTP kommt bei der Kommunikation via E-Mail zum Einsatz.
  • Damit werden die Rahmenbedingungen für den Datenaustausch vorgegeben.

Was ist SMTP?

Bei der täglichen Arbeit benötigen Sie für das Versenden von E-Mails ein Netzwerkprotokoll. Dies kommt auch zum Einsatz, wenn Sie privat von zu Hause aus Daten über einen Web-Server verschicken. Die Abkürzung bezeichnet Simple Mail Transfer Protocol, auf Deutsch: einfaches Mail-Übertragungsprotokoll. Dieses Protokoll legt bestimmte Regeln fest, die bei der Datenübertragung via E-Mail eingehalten werden. Dadurch gelten vorgegebene Rahmenbedingungen für die Kommunikation zwischen zwei verschiedenen Servern – aber auch bei mehreren Servern findet ein solches Protokoll Verwendung. Zu den bekanntesten und häufig genutzten Softwares im SMTP-Bereich zählen unter anderem:

  • Exim
  • Postfix
  • GroupWise
  • IBM Lotus Domino

Wie funktioniert SMTP?

Beim Verschicken von E-Mails nimmt Ihr Laptop die Rolle des SMTP-Clients ein. Damit sind Sie ein User des SMTP-Servers. Dieser Server stellt den Ausgangsserver des jeweiligen Mailprogrammes dar. Die von Ihnen geschriebene Mail mit möglichen Dateianhängen gelangt in einem ersten Schritt als Upload auf diesen Server. Der SMTP-Server stellt im Folgenden die Verbindung zu einem DNS-Server her. Dieser übernimmt die Kontaktaufnahme zum Ziel-SMTP-Server. Auf dem Ziel-Server lässt sich die E-Mail im jeweiligen Speicher sichern. Der Adressat lädt sie herunter und kann auch auf die Anhänge der E-Mail zugreifen.

Welche Status-Codes gibt es?

Bei der Kommunikation zwischen dem Mailclient und dem Server treten verschiedene Codes auf.

  • Beim Status-Code 1XX hat der Mailserver die Anforderungen genehmigt, die eigene Tätigkeit aber noch nicht gestartet – eine Meldung zur Bestätigung ist nötig.
  • Der Code 2XX besagt, dass der Server die Aufgaben fehlerlos durchführt.
  • 3XX gibt an, dass die Anforderungen zwar eingegangen sind, für die Durchführungen aber weitere Daten benötigt werden.
  • Mit dem Code 4XX ist ein temporäres Problem bezeichnet. Eine einfache Wiederholung des Verfahrens kann den Fehler beheben.
  • Anders sieht es bei einem Code 5XX aus: Dieser sagt aus, dass die Aufgabe nicht durchführbar ist und abgebrochen wird.

Was ist ein SMTP-Server?

Der SMTP-Server hat bei der Kommunikation per E-Mail nur die Aufgabe, die E-Mails des Absenders zu senden und weiterzuleiten. Eigene und fremde User sind dabei eindeutig getrennt. Dafür sorgt ein spezieller Authentifizierungsmechanismus. Dieser gibt den Zugang zum Server nur für befugte User frei. Auf diese Weise ist es möglich, nervige Spam-Mails zu reduzieren, die den Posteingang blockieren. Auch lassen sich dank der verschiedenen Ports mittels einer simplen Firewall-Regelung aus Ihrem Netzwerk ausgehende Spam-Nachrichten verhindern, ohne die Anbindung an den externen SMTP-Servern zu kappen.

Worin unterscheiden sich SMTP, IMAP und POP?

Während SMTP nur das Senden und Weiterleiten Ihre E-Mails gewährleistet, übernehmen die Protokolle IMAP und POP andere Aufgaben. Sie müssen sich für eine der beiden Anwendungen entscheiden, wenn Sie ein Konto bei einem E-Mail-Client anlegen, wie zum Beispiel Thunderbird. IMAP steht für Internet Message Access Protocol, POP bezeichnet ein Post Office Protocol. Beide Protokolle regeln das Empfangen von E-Mails. POP stellt die etwas ältere Version dar. Bei diesem Protokoll sichern Sie die eingehenden Daten auf Ihrem Rechner und der Festplatte; auf dem Server befinden sich die Kopien der Mails. IMAP-User erhalten keine Sicherung der Nachrichten, sie arbeiten direkt auf dem Server des E-Mail-Providers mit den Daten.

Wie hat sich SMTP entwickelt?

SMTP wurde im Jahr 1980 erstmals veröffentlicht. Die Idee entwickelte der Informatiker Jon Postel, der auch als einer der Wegbereiter des modernen Internets gilt. Sein Vorhaben war es, die E-Mail-Kommunikation vom seit 1973 gängigen FTP-Mail-Dienst abzukoppeln. Zunächst kam es als Erweiterung des UUCP, Unix to Unix Copy Protocol, zum Einsatz – dem Übertragungsprotokoll für das Betriebssystem Unix, das heutzutage nur noch für die Anbindung von Offline-Geräte Verwendung findet. SMTP arbeitete ursprünglich ausschließlich als ASCII-Protokoll, das Übermitteln von binären Daten war daher nicht möglich. Seit der Einführung von MIME (Multipurpose Internet Mail Extensions) als Erweiterung des Internetstandards können Binärdateien in ASCII wiedergegeben werden.

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