Ein Modem ist ein Gerät, das einen Internetzugang ermöglicht. Vereinfacht ausgedrückt tauscht das Gerät digitale Signale über eine Telefonleitung aus. In den 1990ern war das Surfen im Internet geprägt durch laute Einwahlgeräusche und lange Ladezeiten. Moderne Modems arbeiten nicht nur leise, sondern auch wesentlich schneller.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist ein Modem?
  3. Welche Unterschiede bestehen zu einem Router?
  4. Die Anfänge: Das 56K-Modem erobert die Haushalte
  5. Moderne Modems bieten uneingeschränkten Multimedia-Genuss
  6. Verwandte Themen
  7. Weiterführende Links
  8. Jetzt DSL-Angebote vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Modem ist ein Kommunikationsgerät, das digitale Signale austauscht und verarbeitet.
  • Mithilfe eines Modems ist ein Computer in der Lage, die aus der Telefonleitung kommenden Signale zu interpretieren.
  • VDSL-Router ermöglichen Internet, Fernsehen und Telefonie über einen Anschluss.
  • Ein Glasfasermodem liefert noch einmal wesentlich schnellere Übertragungsraten und stößt erstmals in den Gigabit-Bereich vor.

Was ist ein Modem?

Der Begriff "Modem" setzt sich aus den Wörtern "Modulator" und "Demodulator" zusammen. Das bedeutet, dass das Kommunikationsgerät digitale Signale sowohl empfängt als auch versendet. Es ist in der Lage, Signale auch über weite Entfernungen zwischen zwei digitalen Endgeräten auszutauschen sowie die Daten vom Telefonsignal abzugrenzen. Empfängt ein Modem Signale, demoduliert beziehungsweise filtert es die ursprünglichen Daten unter Zuhilfenahme eines Splitters. Erst durch diese Prozedur ist es dem Computer möglich, die ankommenden Daten auszulesen.

Moderne DSL-Modems arbeiten mit wesentlich höheren Trägerfrequenzen und verwenden eine größere Bandbreite der Telefonleitung als frühere "Schmalband"-Modelle. Allerdings sind die Upload-Raten deutlich niedriger als die Download-Raten, und zwar bei allen Modellen.

Welche Unterschiede bestehen zu einem Router?

Bei einem Router handelt es sich um ein Netzwerkgerät mit der Fähigkeit, Daten zwischen mehreren Computernetzen auszutauschen. Ein Router dient meist dazu, verschiedene Geräte an das Internet anzubinden oder mehrere Netzwerksegmente sicher zu koppeln. Der heute gängige Standard bei Routern beinhaltet zudem eine WLAN-Funktion. Bei einem Modem erfolgt die Verbindung mit Endgeräten hingegen über ein Ethernet-Kabel. Darüber hinaus funktioniert bei einem Modem immer nur der Anschluss eines Geräts; es lassen sich nicht mehrere Geräte gleichzeitig koppeln. Für den Internetzugriff ist ein Modem jedoch unerlässlich.

Aus diesem Grund besitzen die meisten Haushalte entweder ein Modem und einen Router oder einen Router mit integriertem Modem. Solch ein kombiniertes Gerät spart Platz und Strom, aber bei einem Defekt brechen sowohl Netzwerk als auch Internetverbindung zusammen. Bei separatem Modem und Router braucht der Nutzer lediglich die defekte Komponente auszutauschen.

Die Anfänge: Das 56K-Modem erobert die Haushalte

Bereits im Zweiten Weltkrieg nutzte das Militär sogenannte Funkfernschreiber, um Informationen mittels Funk oder Telefonleitungen zu übertragen. Das erste kommerzielle Gerät brachte die Firma A&T Ende der 1950er-Jahre auf den Markt. Es hatte eine Übertragungsleistung von 110 Bit pro Sekunde.

Ende der 1990er-Jahre erreichten Modems erstmals eine Geschwindigkeit von 56 Kilobit pro Sekunde. Allerdings existierten mit K56flex und X2 zwei unterschiedliche Übertragungsverfahren, die untereinander nicht kompatibel waren. Im Februar 1998 veröffentlichte die Internationale Fernmeldeunion (ITU) deshalb den Entwurf eines neuen Standards mit 56 Kilobit pro Sekunde (56K-Modem). Dieser Standard erhielt die Bezeichnung V.90.

Die Industrie unterstützte dessen Einführung aufgrund der häufigen Inkompatibilität der bestehenden Standards. Allerdings erreichten die damaligen Geräte die Übertragungsgeschwindigkeit nur unter Idealbedingungen. Bei gewöhnlicher Kabelleitungsqualität lag die Rate bei etwa 30 bis 40 Kilobit pro Sekunde.

Moderne Modems bieten uneingeschränkten Multimedia-Genuss

Weiterentwickelte, höhere Übertragungsraten ermöglichen heute komplexe, multimediale und interaktive Websites sowie das Streaming von HD-Videos.

DSL- und VDSL-Router: Bereits ausreichend für Triple-Play-Angebote

Ein herkömmlicher DSL-Anschluss (Digital Subscriber Line) erreicht beim Download eine Übertragungsgeschwindigkeit von etwa 16 Megabit pro Sekunde. Die Upload-Rate liegt für gewöhnlich bei kaum mehr als ein Megabit pro Sekunde. Für VDSL ausgelegte Router (Very High Speed Digital Subscriber Line) bieten dagegen 50 bis 250 Megabit pro Sekunde im Download und zehn Megabit pro Sekunde im Upload. Mit einer solchen Datenübertragungsrate lassen sich Internetzugang, Telefonie und Fernsehen über nur einen Anschluss realisieren. Mittels Super-Vectoring sendet das Modem Daten sogar mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 Megabit pro Sekunde.

Glasfasermodem: Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde

Einige Provider bieten bereits Internetpakete mit einer Bandbreite von einem Gigabit pro Sekunde an. Bei Glasfasern erfolgt die Übertragung von Daten mittels optischer Impulse und nicht elektrisch. Diese Technologie macht derartig hohe Geschwindigkeiten möglich. Außerdem ist das Signal unempfindlich gegenüber elektrischen sowie magnetischen Störeinflüssen. Für gewöhnlich schaltet ein Techniker einen handelsüblichen Router hinter das Glasfasermodem. Modelle mit einem integrierten Modem sind noch wenig verbreitet. In der Regel stellt der Internetprovider das Glasfasermodem bereit.

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