Umwälzpumpe

Fast jede Zentralheizung verfügt über eine Umwälzpumpe. Genaugenommen stellt sie sogar das Herzstück des Heizungssystems dar. Auch wenn es sich um ein kleines Bauteil handelt, hat die Pumpe eine elementare Aufgabe.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine Umwälzpumpe?
  3. Funktion
  4. Stromverbrauch
  5. Welche Umwälzpumpe eignet sich für eine Fußbodenheizung?
  6. Fördermöglichkeiten
  7. Verwandte Themen
  8. Weiterführende Links
  9. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Umwälzpumpe leitet das Warmwasser an die Heizkörper weiter und führt das abgekühlte Wärmeträgermedium wieder zurück zum Heizkessel.
  • Es gibt drei Bauarten: ungeregelte Umwälzpumpen, elektronisch geregelte Umwälzpumpen und Hocheffizienzpumpen.
  • Während eine alte Umwälzpumpe teilweise mehr als 500 Kilowattstunden pro Jahr verbraucht, benötigen Hochleistungspumpen mitunter nicht einmal 50 Kilowattstunden.
  • Wer eine Umwälzpumpe austauschen möchte, dem stehen neben den Förderprogrammen der BAFA und KfW häufig auch regionale Fördermittel zur Verfügung, sodass Verbraucher zwischen mehreren Optionen wählen können.

Was ist eine Umwälzpumpe?

Die Umwälzpumpe, auch Heizungspumpe genannt, ist dafür verantwortlich, das von der Anlage erwärmte Wasser im Heizkreislauf in Bewegung zu halten. Demzufolge pumpt das Bauteil das Heizwasser zu den Heizkörpern. Darüber hinaus führt die Umwälzpumpe das abgekühlte Wasser wieder zurück zum Heizkessel, damit dieser es erneut erwärmen kann. Erst durch die Pumpe werden wirklich alle Heizaggregate mit heißem Wasser versorgt.

Wie funktioniert eine Umwälzpumpe?

Auch wenn die Aufgabe einer Umwälzpumpe immer darin besteht, das Heizwasser im System zu verteilen, gibt es zwischen den einzelnen Ausführungen beträchtliche Unterschiede. Es lassen sich insgesamt drei Bautypen kategorisieren, die sich auch hinsichtlich ihres Funktionsprinzips etwas voneinander unterscheiden:

  • Ungeregelte Umwälzpumpen
  • Elektronisch geregelte Umwälzpumpen
  • Hocheffizienzpumpen

Ungeregelte Umwälzpumpen

Hierbei handelt es sich häufig um sehr alte Geräte. Wesentliches Merkmal derartiger Ausführungen ist, dass sich die Drehzahl oftmals gar nicht oder lediglich manuell einstellen lässt, wobei es im zweiten Fall vorgegebene Stufen gibt. Der Nachteil ungeregelter Umwälzpumpen besteht darin, dass sie für gewöhnlich stets mit der gleichen Leistung arbeiten, was eine große Energieverschwendung hervorruft.

Elektronisch geregelte Umwälzpumpen

Eine moderne Umwälzpumpe reguliert sich selbstständig in einem fest definierten Leistungsspektrum. Meist liegt die Spanne zwischen 25 und 60 Watt. Mit welcher Leistung die Pumpe arbeitet, hängt von den gewünschten Raumtemperaturen ab, die Verbraucher über das Thermostat einstellen können. Ein weiterer Einflussfaktor ist das Außenthermostat, das der Umwälzpumpe als Informationsquelle dient.

Hocheffizienzpumpen

Hocheffizienzpumpen gelten als technische Weiterentwicklung der elektronisch geregelten Modelle. Auch dieser Gerätetyp passt seine Leistung an den momentanen Bedarf an. Allerdings schaffen es derartige Pumpen, den Stromverbrauch zeitweilig auf unter 20 Watt und je nach Ausführung teilweise sogar auf unter 5 Watt zu senken. Zusätzlich besitzen Hocheffizienzpumpen für gewöhnlich nützliche Features. Einige Geräte können beispielsweise analysieren, ob im Heizsystem Energieverluste auftreten. Entsprechende Modelle sind in der Anschaffung etwas teurer, amortisieren sich jedoch durch ihren niedrigen Energieverbrauch.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Umwälzpumpe?

Beim Stromverbrauch gibt es starke modellspezifische Unterschiede. Während ältere Geräte sich als wahre Stromfresser entpuppen und teilweise 100 Watt pro Stunde benötigen, können neuere Modelle mit Sparsamkeit punkten. Welche signifikanten Unterschiede sich beim Energiebedarf ergeben, veranschaulicht die nachfolgende Tabelle:

Stromverbrauch der Umwälzpumpe (Laufzeit von September bis Mai)

100 Watt 60 Watt 5 Watt
Jährlicher Energiebedarf bei 6.000 Betriebsstunden 600 Kilowattstunden 360 Kilowattstunden 30 Kilowattstunden
Jährliche Stromkosten bei 21 Cent je Kilowattstunden 126,0 Euro 75,6 Euro 6,3 Euro

Welche Umwälzpumpe eignet sich für eine Fußbodenheizung?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Welches Modell infrage kommt, hängt vom konkreten Einzelfall ab. Als wichtige Einflussfaktoren gelten die Dimensionierung der Fußbodenheizung und die Anforderungen an das Heizsystem. Prinzipiell empfiehlt es sich, sich von einem Experten beraten zu lassen. Dieser kann auch den hydraulischen Abgleich und die Installation der Umwälzpumpe vornehmen.

Welche Fördermöglichkeiten gibt es für einen Pumpentausch?

Da der Austausch einer alten Umwälzpumpe in der Regel zu Einsparungen beim Stromverbrauch und damit zu einer Senkung der CO2-Emissionen führt, unterstützt der Staat die Maßnahme. Dies geschieht sowohl über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als auch über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Das BAFA zahlt einen Zuschuss auf den Nettobetrag der Rechnung in Höhe von 30 Prozent. Bei der KfW fällt die Förderung mit 20 Prozent etwas niedriger aus. Außerdem unterstützt die Institution Einzelmaßnahmen erst ab einem Investitionsvolumen von 1.500 Euro.

Seit Januar 2020 fördert das Bundesfinanzministerium den Wechsel einer Umwälzpumpe ebenfalls, allerdings mit steuerlichen Vergünstigungen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Kommunen, Städte und Stromlieferanten, die die energetische Sanierung unterstützen.

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