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Kleinwagen – Begriffsdefinition und Fakten

Nach dem Klassifikationssystem des Kraftfahrtbundesamtes stellen Kleinwagen das zweite beziehungsweise – zählt man Leichtkraftfahrzeuge zu den PKWs – dritte Segment der PKW-Fahrzeugklassen dar. Stark vereinfacht ist ein Kleinwagen etwas größer als ein Kleinstwagen und kleiner als ein Vertreter der Kompaktklasse. Wer jetzt aber eine klare Abgrenzung nach festen Kriterien erwartet, liegt falsch. Wie genau sich ein Kleinwagen definiert, ist einem ständigen Wandel unterzogen und nicht in Stein gemeißelt. 

Als grobe Faustformel gilt aber, dass Fahrzeuge mit einem Listenpreis von 12.000 bis 18.000 Euro und mindestens 4 Sitzplätzen zu den Kleinwagen zählen. Konkrete Angaben zu Außenmaßen und Gewicht sind dabei eher nebensächlich, denn diese ändern sich ständig. So ist ein VW Polo V, der wohl bekannteste Vertreter des Kleinwagensegments, mittlerweile 20 cm länger als der Golf I, der Anfang der 80er Jahre der nächstgrößeren Klasse, der Kompaktklasse, zuzuordnen war. Auch ist ein aktueller Polo mit einem Leergewicht von bis zu 1260 kg mehr als 50% schwerer als ein Golf der ersten Generation mit maximal 800 kg.

Damit dieser Wandel nicht zu kontinuierlichen Veränderungen und Neueinstufungen führt, hat es sich etabliert, die Fahrzeugklassen über die im Segment angesiedelten Modellreihen der Hersteller zu definieren.

Kleinwagen – konkrete Beispiele und Verkaufszahlen

Im Kleinwagensegment sind neben dem Polo von Volkswagen der Skoda Fabia, der Corsa von Opel und alle Mini-Modelle die wichtigsten Vertreter. Daneben sind aber insbesondere französische und koreanische Hersteller bei Kleinwagen stärker vertreten, als in anderen Fahrzeugklassen. Hersteller, wie Peugeot, Citroen, Hyundai oder Kia setzen in diesem Segment in Deutschland die meisten Fahrzeuge ab.

Dass sich der Kleinwagen nicht ausschließlich über Preis und Ausstattung definiert, kann man am besten daran ablesen, dass auch der A1 von Audi oder sein starker Bruder, der S1 zu diesem Segment zählen. Einstiegspreise deutlich über 30.000 Euro sind weit jenseits der oben genannten Preisspanne. Auch BMWs Stromer i3 zählt zu den Kleinwagen, wobei hier vermutlich ausschließlich die Außenmaße ausschlaggebend waren. Technisch ist dieser vor allem dank des eingebauten Range Extenders im Segment einzigartig. Somit klingt der für den BMW i3 realistische Preis von über 40.000 Euro längst nicht mehr nach einem klassischen Kleinwagen.

Aber auch andere Hersteller versuchen mittlerweile, teure und performante Kleinwagenmodelle im Markt zu platzieren. Nicht zuletzt, um die ständig wachsende Gruppe derer zu bedienen, die trotz ausreichender Kaufkraft nach eher kompakten Fahrzeugen Ausschau halten. Der Citroen DS3 Racing sei hier neben dem S1 von Audi genauso genannt, wie etwa der Renault Clio RS oder Polo R WRC. Allesamt können mit einer Motorenleistung jenseits der 200 PS und Endgeschwindigkeiten um die 250 km/h sicherlich problemlos mit dem Audi A6 und dem BMW 5er auf der linken Autobahnspur mithalten.

Etwa jedes zehnte neu zugelassene Fahrzeug in Deutschland ist ein Kleinwagen. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass im August 2015 insgesamt 29.833 Kleinwagen in Deutschland neu zugelassen wurden. Zum Vergleich: in der nächsthöheren Kompaktklasse sind es mit 63.521 Fahrzeugen mehr als doppelt so viele. Doch der Anteil der Kleinwagen am Gesamtbestand der Fahrzeuge steigt kontinuierlich. Mehr Verkehr, dadurch weniger Platz auf den Straßen und steigende Kraftstoffpreise locken immer mehr Käufer in das Segment. 

Warum einen Kleinwagen kaufen?

Das Hauptkaufargument für den Kauf eines Kleinwagens ist also neben dem Preis vor allem die Kompaktheit.

• Wer viel in Ballungszentren fährt, dem sind eine hohe Endgeschwindigkeit und viel Stauraum in der Regel weniger wichtig als kleine Wendekreise und kompakte Außenmaße.

• Die Parkplatzsuche gestaltet sich mit einem Kleinwagen spürbar einfacher als mit einem Fahrzeug der oberen Mittelklasse.

• Gerade wenn es darum geht, seitlich am Straßenrand einzuparken, sind die Kleinwagen größeren Fahrzeugen deutlich überlegen.

• Kurze Überhänge sorgen zudem dafür, dass man die Außenmaße des Autos besser einschätzen kann.

Aber dieser Vorteil der Kleinwagen ist gleichzeitig auch ihr größter Nachteil. Wer schon einmal versucht hat, in einem Citroen C3 oder einem Nissan Micra mit einer vierköpfigen Familie in den Skiurlaub zu fahren, ist bestimmt schnell an seine Grenzen gestoßen –  sei es wegen des kleinen Stauraums oder des geringen Fahrkomforts auf langen Strecken. 

Zweifelsohne haben Verfechter des Kleinwagensegments Recht: Der Fahrkomfort kann sich im Vergleich zu vergangenen Jahrzehnten auch im Polo oder Mini sehen lassen. Aber gemessen an den heutigen Standards sind Federungskomfort, Abroll- und Motorengeräusche sowie Kopf- und Beinfreiheit im Fond weiterhin eher für kurze Strecken bemessen. Irgendwo müssen der günstige Preis und die kompakten Maße ja herkommen.

* Mehrwertsteuer ausweisbar

** Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutschen Automobil Treuhand GmbH unter www.dat.de unentgeltlich erhältlich ist.

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