Kontaktlos bezahlen

An immer mehr Akzeptanzstellen können Kunden kontaktlos bezahlen. Bei dieser Zahlungsart werden eine Girocard, eine Kreditkarte oder ein Smartphone nah an ein Bezahlterminal gehalten, um den Bezahlvorgang auszuführen. Voraussetzung ist, dass die Karte oder das Handy Near Field Communication (NFC) unterstützt. Wie kontaktloses Bezahlen funktioniert und worauf es beim Thema Sicherheit ankommt.

Inhalt dieser Seite
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. So funktioniert kontaktloses Bezahlen bei Smartphones und Karten
  3. Kontaktlos bezahlen mit Girokarten
  4. Kontaktlos bezahlen mit Kreditkarten
  5. Sicherheit bei der Kartennutzung
  6. Kontaktlos bezahlen mit dem Smartphone
  7. Sicherheit beim Smartphone
  8. Verwandte Themen
  9. Weiterführende Links
  10. Jetzt Kreditkarten vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Smartphones und Bankkarten mit NFC-Funktion ermöglichen kontaktloses Bezahlen.
  • Mit einer Karte können Kunden direkt kontaktlos bezahlen, am Smartphone müssen sie erst eine Wallet-App installieren.
  • Verbraucher können auf Verivox.de NFC-Handys, NFC-Kreditkarten und NFC-Girokarten vergleichen.

So funktioniert kontaktloses Bezahlen bei Smartphones und Karten

Die Near Field Communication („Nahfeldkommunikation“) ist für den schnellen Datenaustausch bei Mobiltelefonen schon länger bekannt. Sie wird immer häufiger auch auf den Chips von Bankkarten verwendet, um das kontaktlose Bezahlen zu ermöglichen. Ob ein Geschäft kontaktloses Bezahlen an einem Kassenterminal anbietet, erkennen Kunden am NFC-Symbol, das an ein um 90 Grad nach rechts gedrehtes WLAN-Zeichen erinnert.

Während bei einer Bankkarte nichts weiter nötig ist, als die Karte an das Terminal zu halten, bedarf es bei der Zahlung per Smartphone auch noch einer App. Allen verschiedenen kontaktlosen Zahlungsoptionen ist gemein, dass Sie pro Zahlung ohne PIN und Unterschrift einen Höchstbetrag von 25 Euro ausgeben können. Wollen Sie einen Betrag begleichen, der darüber hinausgeht, müssen Sie zusätzlich eine PIN eingeben.

Kontaktlos bezahlen mit Girokarten

Bereits seit 2012 können Kontoinhaber, deren Girocard mit Girogo-Funktion ausgestattet ist, kontaktlos zahlen. Girogo funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip: Vor der Zahlung muss der Chip mit Guthaben aufgeladen werden, beispielsweise an einem Bankautomaten. Zumeist gibt es dafür ein Limit von 200 Euro pro Aufladung.

Seit 2017 statten viele Banken ihre Karten mit der Funktion „Girocard kontaktlos“ aus, welche ohne vorheriger Aufladung funktioniert. Der Betrag wird direkt vom Konto abgebucht, was die Nutzung deutlich vereinfacht. Ob Ihre Karte „Girocard kontaktlos“ unterstützt, erkennen Sie am NFC-Symbol neben dem Chip.

Karten, die Girogo unterstützen, haben ein Logo für „Girogo“ auf der Rückseite. Auf manchen Karten mit NFC-Funktion findet sich noch ein Geldkarten-Logo, in das das Kontaktlos-Symbol integriert ist.

Kontaktlos bezahlen mit Kreditkarten

Die Chips von Kreditkarten können ebenfalls mit der NFC-Funktion ausgestattet sein. Je nach Anbieter heißt die Funktion dann „Expresspay“ (American Express), „Paypass“ (MasterCard) oder „Paywave“ (Visa). Die Möglichkeit, kontaktlos zu zahlen, ist auch hier durch das NFC-Symbol gekennzeichnet.

Sicherheit bei der Kartennutzung

Viele Giro- und Kreditkartenbesitzer mit NFC-Technologie sind besorgt, ihre Karte könnte über Funk ausgelesen werden und die Daten dann missbraucht werden. Dem beugen Sie mit speziell beschichteten Hüllen vor, die Sie bei der Bank oder im Internet bekommen. Generell dürfen die Karten höchstens vier Zentimeter vom Terminal entfernt sein, damit die Transaktion funktioniert. Gut zu wissen ist auch, dass die Daten, die über die NFC-Technologie von einer Kreditkarte übertragen werden, in aller Regel nicht ausreichen, um damit im Internet Einkäufe zu tätigen.

Eine weitaus realere und größere Gefahr ist der Verlust der Karte durch Diebstahl. Bei Geldkarten, die Girogo anwenden, können Dritte das Guthaben dann meist unwiederbringlich ausgeben. Gibt es keine automatische Aufladung, ist aber zumindest das Guthaben des Girokontos sicher. Anders bei allen Karten, die das „Girocard kontaktlos“-Verfahren nutzen. Hier haben die Diebe theoretisch auch Zugang zum Konto. Deshalb sollten sich Inhaber einer Karte mit NFC-Funktion informieren, ob ihre Bank die möglichen Zahlungen einschränken oder durch eine PIN-Pflicht schützen kann.

Manche Banken fragen per Zufallsprinzip bei einem kontaktlosen Kauf hin und wieder die PIN ab, um sicherzugehen, dass die Karte sich immer noch in den richtigen Händen befindet. Doch am sichersten ist es, wenn Nutzer sich nicht nur auf die Vorkehrungen der Bank verlassen. Karteninhaber sollten deshalb immer ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen prüfen und eine entwendete oder verlorene Karte sofort sperren lassen.

Kontaktlos bezahlen mit dem Smartphone

Zu den vielen Funktionen, die moderne Smartphones heute übernehmen, gehört auch das kontaktlose Bezahlen. Allerdings muss das Mobiltelefon dafür NFC-fähig sein. Das sind nicht alle Gerätetypen. Einen Überblick über die besten NFC-Handys bietet der Vergleichsrechner von Verivox.

Beim kontaktlosen Bezahlen mit dem Smartphone bedarf es zumeist einer App, die in Kombination mit der NFC-Technologie den Bezahlvorgang ermöglicht. Anbieter dieser Apps können sein:

  • der Anbieter, bei dem der Smartphone-Inhaber seinen Mobilfunkvertrag hat
  • verschiedene Einzelhandelsketten (in diesem Fall ist die kontaktlose Bezahlung oft nur in deren Filialen möglich)
  • unabhängige App-Anbieter
  • der Hersteller oder Vertreiber des Betriebssystems, das auf dem Mobiltelefon installiert ist
  • die Bank, bei der sich das Konto befindet, von dem das Geld abgebucht wird

Apps von Supermarktketten funktionieren oft nicht über die NFC-Funktion, sondern über einen QR-Code, der an der Kasse eingescannt wird. Zu den Apps, die weder an eine Bank noch eine bestimmte Ladenkette, einen Mobilfunkvertrag oder Software- beziehungsweise Hardware-Hersteller gebunden sind, gehören beispielsweise die von boon, SEQR oder Payback. Ob diese dann vom Konto abbuchen, ein zwischengeschaltetes PayPal-Konto voraussetzen oder über QR-Codes oder NFC funktionieren, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Sicherheit beim Smartphone

Theoretisch kann jeder Besitzer eines NFC-fähigen Smartphones eine Vielzahl von Apps fürs kontaktlose Bezahlen herunterladen und nutzen. Es muss aber stets klar sein, welche Schritte nötig sind, sollte das Handy einmal entwendet werden. Bei einigen Apps kann man eine PIN-Pflicht für die kontaktlosen Käufe einrichten, die zwar den Bezahlvorgang verlängert, aber für mehr Sicherheit sorgt.

Bei Smartphones besteht nicht nur die Gefahr, dass Daten ausgelesen werden, sondern auch, dass Malware auf das Gerät gelangt. Diese kann es dann Unbefugten ermöglichen, Zugriff auf das Konto zu erlangen. Deshalb sollten Nutzer immer den Geldfluss prüfen, der über diese Apps vor sich geht, und das Telefon mit einem Antivirenprogramm schützen. Im Fall eines Verlustes sollten sie alle Zahlungsfunktionen sperren lassen.

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