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Die Geschichte von VISA

VISA ist eine der beiden größten Kreditkartengesellschaften der Welt. Sie hat ihre Wurzeln in der 1970 gegründeten BankAmericard, welche dann 1976 in VISA umfirmierte. Der Markteintritt in Deutschland erfolgte 1981. Die Karten des Unternehmens wurden bis 1987 ausschließlich durch die Bank of America ausgegeben. Im Laufe der Jahre schlossen sich jedoch immer mehr Banken dem in Kalifornien ansässigen Unternehmen an und inzwischen bedient es den gesamten deutschen Markt, nicht nur über Banken, sondern auch über Vertragspartner.

Bargeldlose Bezahlung mit Visa

Im In- und Ausland können Kunden bei vielen Händlern mit Visa-Karten bezahlen. Lange Zeit hatten Kreditkarten nur einen Magnetstreifen: Der Händler zog die Kreditkarte durch ein Lesegerät und die Zahlung wurde getätigt. Um die Sicherheit zu erhöhen, enthalten heutzutage alle Visa-Karten einen EMV-Chip. Die Visa-Karte kann damit wie eine EC-Karte in ein Kartenterminal gesteckt werden, und der Kunde bestätigt die Zahlung mit seiner persönlichen PIN. Visa-Karten verfügen jedoch immer noch über den typischen Magnetstreifen. Das ist sehr praktisch, falls ein Händler nur ein Lesegerät zum Auslesen des Magnetstreifens besitzt.

Kontaktloses Bezahlen

Außer Magnetstreifen und EMV-Chip befindet sich in fast allen Kreditkarten von Visa ein NFC-Chip. Ob die Karte NFC-fähig ist, zeigt das Symbol für kontaktloses Bezahlen an, das der Anzeige für den Internet-Empfang auf Smartphones und Co. ähnelt. Um mit dieser Funktion zu bezahlen, hält der Karteninhaber die Visa-Karte lediglich an ein entsprechendes Lesegerät an, schon ist die Zahlung abgewickelt. Ohne weitere Verifizierung – beispielsweise mittels PIN oder Unterschrift – können Sie aus Sicherheitsgründen jedoch nur kleine Summen auf diese Weise bezahlen.

Visa-Zahlung in Online-Shops weltweit

Einkäufe mit einer Visa-Card sind in vielen Online-Shops möglich. Um sicherzustellen, dass dem Käufer die Karte tatsächlich vorliegt, muss dieser den dreistelligen Sicherheitscode eingeben, der sich auf der Kartenrückseite befindet.

"Verified by Visa" lautet der Sicherheitsstandard von Visa, der auch als "3D Secure" bekannt ist. Bei Einkäufen im Internet erhöht er den Schutz. Um den Sicherheitsstandard zu nutzen, ist via Online-Banking eine einmalige Registrierung bei dem Finanzinstitut notwendig, von dem Sie die Karte erhalten haben. Danach geben Sie immer, wenn Sie online bezahlen wollen, das selbst gewählte Passwort ein, um die Zahlung zu bestätigen. Dieses Passwort kennen nur Sie und Ihre Bank – nicht aber der Händler.

Die verschiedenen Visa-Karten für Privatkunden

Für den deutschen Markt sind sowohl die klassische Kreditkarte als auch die Prepaid-Karte relevant. So stehen für den Privatkunden verschiedene Visa-Karten zur Auswahl:

  • Visa Card Standard bzw. Visa Card Classic: Teilweise ohne Jahresgebühr zum Girokonto erhältlich. Weltweit zum Bezahlen und Geldabheben nutzbar.
  • Visa Card Gold: Von allem ein bisschen mehr – höherer Verfügungsrahmen, mehr Sicherheit, unter anderem durch Auslandsreise- und Rechtsschutzversicherung, sowie viele Sparmöglichkeiten dank verschiedener Bonusprogramme.
  • Visa Card Platinum: Die passende Karte für alle mit überdurchschnittlichen Ausgaben. Von der teilweise kostenfreien Zahlung in Fremdwährung im Ausland profitieren zudem alle, die viel reisen. Sicherheiten bieten Versicherungen für Rechtsschutz, Haftpflicht und Vollkasko für Mietwagen.
  • Visa Card Infinite: Exklusiver geht es nicht. Neben Versicherungen sind im Service-Paket ein Concierge-Dienst sowie bevorzugte Behandlung in Hotels, an Flughäfen und bei Events enthalten.

Die Konditionen für die einzelnen Visa-Karten variieren von Bank zu Bank. Das betrifft sowohl die Preise als auch die Zusatzleistungen.

Die Visa-Prepaid-Kreditkarte

Visa hat auch eine Prepaid-Kreditkarte, die Visa Prepaid, im Programm. Diese kann analog zu einer Prepaid-Handykarte mit einem Guthaben aufgeladen werden.

Wie funktioniert eine Visa-Prepaid-Karte?

Grundsätzlich können Kunden die Visa-Prepaid-Kreditkarte wie eine normale Visa-Card nutzen, und zwar überall dort, wo Visa akzeptiert wird. Der Verfügungsrahmen ist jedoch nur so hoch wie das aktuelle Kartenguthaben. Die Karte ist nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland einsetzbar. Manchmal sind Zahlungen im Ausland jedoch mit Gebühren verbunden. Auch Bargeldabhebungen sind mit diesen Karten in der Regel möglich, verursachen jedoch häufig Gebühren.

Wie lade ich die Karte auf?

Gängig sind die Online-Aufladung, beispielsweise über eine spezielle App, oder per normaler Überweisung. Auch die Überweisung an einem Automaten sowie per Telefon-Banking ist möglich. Manche Anbieter ermöglichen es ihren Kunden auch, die Prepaid-Karte bei ausgewählten Händlern aufzuladen.

Woher bekomme ich sie?

Visa-Prepaid-Karten sind bei verschiedenen Banken oder Finanzdienstleistern erhältlich. Die Gebühren und Konditionen unterscheiden sich teilweise deutlich. Mit dem Kreditkarten-Vergleich auf Verivox können Sie auf Wunsch ausschließlich nach Prepaid-Kreditkarten von Visa suchen und so die Vertragsdetails übersichtlich vergleichen.

Für wen eignet sich die Visa-Prepaid-Kreditkarte?

Das Mindestalter für eine Visa-Prepaid-Kreditkarte liegt bei 12 Jahren. Für Jugendliche ist die Prepaid-Karte auch deshalb sinnvoll, weil Eltern ihnen so beispielsweise monatlich ein Taschengeld überweisen können. Die Kinder können somit nie zu viel ausgeben und nicht in die Schuldenfalle tappen. Auch für Erwachsene, die ihre Ausgaben gerne beschränken wollen, eignet sich eine Visa-Prepaid-Karte. Wenn ein Schufa-Eintrag vorliegt, kann man zwar häufig keine reguläre Kreditkarte, jedoch in den meisten Fällen zumindest eine Prepaid-Kreditkarte erhalten, die keinen Kreditrahmen aufweist.

Wer die Kreditkarte jedoch nicht nur zum Bezahlen, sondern beispielsweise für Mietwagen- oder Hotelbuchungen nutzen will, sollte auf eine Standard-Kreditkarte zurückgreifen. Denn Verleiher und Hotels akzeptieren Prepaid-Kreditkarten oftmals nicht.

Weitere Visa-Karten

Kleine und mittelständische Unternehmen können ihren Mitarbeitern die Visa Commercial Card zur Verfügung stellen. Für Großkunden hält das Unternehmen die Visa Corporate Card bereit, auf welche auch ein individuelles Logo gedruckt werden kann. Weniger beliebt bei den Verbrauchern ist die Visa Plus Karte. Dabei handelt es sich um eine Karte, die nur zum Bargeldabheben an Geldautomaten mit Visa-Logo gedacht ist. Diese Karte wird unter anderem als Sparcard von der Postbank ausgegeben.

Visa-Kreditkarte beantragen

In Deutschland können Verbraucher die Karten bei Banken und Partnern mit individueller Preisgestaltung beantragen. Die Visa-Karte findet sich bei einigen Direktbanken als kostenloser Bestandteil vom gebührenfreien Girokonto. Sparkassen und Filialbanken dagegen erheben meistens eine Jahresgebühr.

Im Gegensatz zu anderen amerikanischen Kreditkarten liegt in Deutschland die Aufgabe von Visa nur in der Abwicklung des Zahlungsverkehrs. Das Risiko unbezahlter Abrechnungen bleibt bei den Banken, welche das Konto führen, von dem offene Rechnungspositionen abgebucht werden. Das bedeutet, dass die Bank für offene Beträge gegenüber Visa aufkommen muss, wenn ein Kunde nicht zahlen kann. Um sich davor zu schützen, erheben viele Banken Zinsen auf solche geleisteten Zahlungen.

Die Organisation

Für Europa, und damit auch für Deutschland, ist die Organisation Visa Europe verantwortlich. Bei dieser Gruppe handelt es sich um einen Zusammenschluss von Banken, welche im Besitz der Anteile des Unternehmens sind und damit auch die Kontrollfunktion darüber innehaben. Seit 2004 agiert Visa Europe als eigenständige Firma. 2009 wurde unabhängig von der Visa Inc. die Visa Europe Services Inc. gegründet. Das Unternehmen wurde mit einer unbefristeten Lizenz zur Kartenausgabe ausgestattet.

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